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	<title>// zuckerkick - das stadtmagazin für wuerzburg // ... magazin mit vielen aktuellen interviews, event kalender und artikeln ueber fashion, kino &#038; musik für DICH!</title>
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	<description>// zuckerkick - das stadtmagazin für wuerzburg // ... magazin mit vielen aktuellen interviews, event kalender und artikeln ueber fashion, kino &#038; musik für DICH!</description>
	<pubDate>Wed, 16 May 2012 12:18:43 +0000</pubDate>
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		<title>// aufgelesen vol. 43 - &#8220;ich habe nie irgendwem von dem unfall erzählt&#8221;</title>
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		<pubDate>Wed, 16 May 2012 12:18:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[º literatur & comic]]></category>

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		<description><![CDATA[mit neuen Büchern von James Franco, Katrin Seddig, Attilio Bolzoni, Ed Falco &#38; Mario Puzo und René El Khazraje alias MC Rene. 
// Wenn Schauspieler zu Schriftsteller werden, kann das schon mal in die Hose gehen. Nicht so bei James Franco, der den Meisten von euch wahrscheinlich noch aufgrund seiner gelungenen Verkörperung von Aron Ralston [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNoSpacing"><em>mit neuen Büchern von James Franco, Katrin Seddig, Attilio Bolzoni, Ed Falco &amp; Mario Puzo und René El Khazraje alias MC Rene. </em></p>
<p class="MsoNoSpacing"><img class="alignright size-full wp-image-9537" title="franco" src="http://www.zuckerkick.com/wp-content/uploads/2012/05/franco.jpg" alt="franco" width="200" height="318" />// Wenn Schauspieler zu Schriftsteller werden, kann das schon mal in die Hose gehen. Nicht so bei <strong>James Franco</strong>, der den Meisten von euch wahrscheinlich noch aufgrund seiner gelungenen Verkörperung von Aron Ralston – der Hauptfigur aus Danny Boyles Oscar-nominierten Streifen „127 Hours“<span> </span>im Gedächtnis geblieben ist. In seinem ersten Buch „Palo Alto“, welches aus mehreren Kurzgeschichten besteht, dreht sich alles um das Leben diverser Heranwachsender.</p>
<p><span id="more-9536"></span></p>
<p class="MsoNoSpacing">Dabei zeichnet der Autor ein überaus düsteres Bild einer Generation, die sich im stetigen Rauschzustand befindet. Die einzelnen Geschichten spielen vorwiegend in den Suburbs von Palo Alto – einer Stadt im Silicon Valley in Kalifornien.<span> </span>Die Protagonisten kommen allesamt aus wohl-behüteten Elternhäusern und müssen sich mit den üblichen Fragestellungen zum Thema Erwachsenwerden auseinander setzen. Das Thema der Rebellion wird also mal wieder in den unterschiedlichsten Varianten durchgekaut und dennoch gelingt es Franco, nicht ins Klischeehafte abzudriften. Stattdessen ist vor allem die Rücksichtslosigkeit bemerkenswert, mit welcher die einzelnen Akteure hier vorgehen. Im Antlitz der Reizüberflutung scheint ihnen schlicht und ergreifend der eigene Gefühlshaushalt durcheinander gekommen zu sein. Sie wissen die Dinge <span> </span>nicht mehr einzuordnen. Was die Akteure allerdings dazu bringt, die Beule im Auto des Vaters plötzlich wichtiger zu nehmen, als die Fußgängerin, die dabei ums Leben gekommen ist, das enthält uns Franco vor. Der Autor versucht nämlich gar nicht erst in die Köpfe seiner Protagonisten zu schauen. Er lässt sie einfach gewähren… „Palo Alto“ ist ein Buch, das einen nachdenklich macht. Es wirft Fragen auf… lässt den Leser aber selbst nach Antworten suchen.<span> </span></p>
<p class="MsoNoSpacing"><img class="alignleft size-full wp-image-9538" title="seddig" src="http://www.zuckerkick.com/wp-content/uploads/2012/05/seddig.jpg" alt="seddig" width="276" height="461" />// Die Strausberger Autorin <strong>Katrin Seddig</strong> hat ein wirklich grausam-schönes Buch geschrieben. Nach ihrem Debüt-Roman „Runterkommen“ hat sie sich inhaltlich an den Alltag <span> </span>eines Pärchens herangewagt und zeigt, was dabei herauskommt, wenn sich zwei Menschen plötzlich voneinander entfernen. Ihr Roman dreht sich in diesem Zusammenhang um eine gewisse Ava Grünebach, die mit ihrem Mann Danilo seit ihrem sechzehnten Lebensjahr in einer gemeinsamen Wohnung haust. Anfangs sind die beiden noch schwer verliebt und heiraten schließlich. Dann aber beginnt das Eintönige sie zu erdrücken. Die beiden sprechen kaum noch miteinander und stellen immer öfter fest, dass sie unterschiedliche Vorstellungen von einem erfüllten Leben haben. Aus<span> </span>Nähe wird Frust und der Alltag immer mehr zur Zerreisprobe. Die Autorin begegnet diesem Umstand mit einer gehörigen Portion Humor und zeigt im Laufe des Buches auch die unterschiedlichsten Bewältigungsstrategien der Protagonistin auf, die plötzlich auf einer anderen Frequenz sendet wie ihr liebster Danilo. Immer wieder fragt man sich, warum die beiden ihre Beziehung nicht einfach beenden. Ava und Danilo stecken in einer Sackgasse aus welcher sie aus eigener Kraft nicht mehr heraus kommen. Und doch machen sie weiter – sie reißen sich zusammen. Und genau diese Bitterkeit ist es, die einen als Leser am Meisten fasziniert. Sie ist es, die Katrin Seddigs Buch zu einem durchweg packenden Lesevergnügen macht. Ob Ava und Danilo am Ende noch zusammen sind? Am besten du findest es selbst heraus. Es lohnt sich.<span> </span></p>
<p class="MsoNoSpacing"><img class="alignright size-full wp-image-9539" title="bolzoni" src="http://www.zuckerkick.com/wp-content/uploads/2012/05/bolzoni.jpg" alt="bolzoni" width="209" height="348" />// Wer sich etwas eingehender mit der Mafia auseinander setzen möchte, sei bei dieser Gelegenheit auf das aktuelle Werk von <strong>Attilio Bolzoni</strong> verwiesen. Im Rahmen seines Buches verspricht er 100 Antworten auf 100 drängende Fragen und versucht auf diese Weise die komplexe Struktur der Organisation verständlich zu vermitteln. Die einzelnen Kapitel widmen sich in diesem Zusammenhang jeweils einer konkreten Fragestellung und geben auf wenigen Seiten Auskunft darüber, was das Wort „Mafia“ eigentlich bedeutet und wann die Organisation entstanden ist. Wie schon Roberto Saviano äußert sich Attilio Bolzoni in Interviews offen gegen die Mafia und fordert mit seinem Werk dazu auf, die richtigen Fragen zu stellen.<span> </span>Das ist nicht nur informativ für den Leser, sondern trägt auch dazu bei, so manches Mysterium zu lüften. Ganz im Gegensatz zu einem weiteren Buch, das in diesen Tagen bei „Klett-Cotta“<span> </span>erscheint.<img class="alignleft size-full wp-image-9540" title="puzo" src="http://www.zuckerkick.com/wp-content/uploads/2012/05/puzo.jpg" alt="puzo" width="224" height="372" /> „Die Corleones“ erzählt die Vorgeschichte des Paten. Der Roman von <strong>Ed Falco</strong> basiert auf dem Original-Drehbuch von <strong>Mario Puzo </strong>und spielt im New York der 30er Jahre. Zu dieser Zeit liegt die Aufhebung der Prohibition bereits in der Luft und der erste italienisch-stämmige Bürgermeister wird ins Amt gehievt. Im Rahmen des Buches wird der Aufstieg des Vito Corleone thematisiert, der sich gegen zahlreiche Kontrahenten, aber auch gegen irische Gans durchsetzen muss. Gleichzeitig gilt es die eigene Familie vor den kriminellen Machenschaften fernzuhalten, in welche er selbst verstrickt ist. Das Buch liefert in diesem Zusammenhang zahlreiche Details, die das spätere Handeln Corleones nachvollziehbarer erscheinen lassen. Darüber hinaus ist der Roman aufgrund seiner zwischenzeitlichen Dialogdichte wie geschaffen, um als Vorlage für einen weiteren Pate-Streifen zu fungieren. Die Charaktere wirken glaubwürdig in Szene gesetzt und die Atmosphäre des Originals wird gekonnt aufgegriffen. Darüber hinaus wird im Rahmen des Buches auch die Beziehung zwischen Vito und seinem Sohn Sonny unter die Lupe genommen. Nachdem Vito den Jungen anfangs noch aus seinen kriminellen Angelegenheiten heraushalten will, drängt der 17jährige sich immer mehr auf und wird schließlich zum Partner des Paten. Um es kurz und knapp zu sagen: „Die Corleones“ ist ein Pflichtkauf für jeden Pate-Fan. Wie schon bei den vorherigen Geschichten wird zwar im großen Stil mystifiziert, das wiederum macht aber auch den Charme der Reihe aus.</p>
<p class="MsoNoSpacing"><img class="alignright size-full wp-image-9541" title="rene" src="http://www.zuckerkick.com/wp-content/uploads/2012/05/rene.jpg" alt="rene" width="222" height="338" />// MC Rene war mal einer derjenigen, dem hierzulande eine große Zukunft prophezeit wurde. Der HipHopper hatte das Zeug dazu, die großen Bühnen das Landes zu rocken und jetzt…? Ist er weitestgehend in Vergessenheit geraten. Dabei hat er vor zwei Jahren 102 Auftritte in nur 365 Tagen absolviert. Das ganze Land hat er beackert und zwar mit nur einer Bahncard 100 und seinem Koffer im Gepäck. MC Rene alias <strong>René El Khazraje</strong> hat sich aus dem bürgerlichen Leben verabschiedet und alles auf eine Karte gesetzt. Fortan tingelt er durch Deutschland, um sich als Stand-up-Comedian zu verdingen.<span> </span>Kein Landgasthof oder Provinzbahnhof ist vor ihm sicher. 146.560 Schienenkilometer legt er zurück. Immer auf der Suche nach etwas, das ihm dabei hilft, Halt zu finden. Davon erzählt nun auch sein erstes Buch „Alles auf eine Karte“. Der Roman umreißt die skurrilen Stationen und verrücktesten Auftritte, welche er auf Tour erlebt hat. Vor allem aber erzählt er die Geschichte eines Ruhelosen, der sich erst während der Fahrt so richtig bewusst wird, wonach er eigentlich sucht. Ob er am Ende irgendwo ankommt? Am besten du findest es selbst heraus. „Alles auf eine Karte“ ist nicht nur ein schrecklich witziges, sondern auch liebenswertes Werk. Und damit Schluss für heute. Bis zur nächsten Leserunde.</p>
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		<title>// zuckerbeat vol. (2)65 - vibrations</title>
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		<pubDate>Wed, 16 May 2012 11:53:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[º zuckerbeat: musik / szene]]></category>

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		<description><![CDATA[mit neuer Musik von The Gossip, Schwester Minimal, der Compilation „King Kong Kicks Vol. 4“, Zaz, Paul McCartney, Schmidt, Sweet Lights und Para One. 
// Vielleicht erinnert sich noch manch einer daran, dass die Band The Gossip vor nicht allzu vielen Jahren schonmal im Würzburger Jugendkulturhaus Cairo auf der Bühne stand. Inzwischen wird Sängerin Beth [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal"><em>mit neuer Musik von The Gossip, Schwester Minimal, der Compilation „King Kong Kicks Vol. 4“, Zaz, Paul McCartney, Schmidt, Sweet Lights und Para One. </em></p>
<p class="MsoNormal"><img class="alignleft size-medium wp-image-9522" title="gossip" src="http://www.zuckerkick.com/wp-content/uploads/2012/05/gossip-300x300.jpg" alt="gossip" width="250" height="250" />// Vielleicht erinnert sich noch manch einer daran, dass die Band The <strong>Gossip</strong> vor nicht allzu vielen Jahren schonmal im Würzburger Jugendkulturhaus Cairo auf der Bühne stand. Inzwischen wird Sängerin Beth Ditto nicht nur als Stil-Ikone gefeiert, sie tritt auch regelmäßig in renommierten TV-Shows wie „Wetten dass…“ auf. Das aktuelle Album „A Joyful Noise“ dürfte die Gruppe nun endgültig zum hellsten Stern am (Indie-)Pop-Firmament mutieren lassen. Die Scheibe hat, was ein Hit-Album braucht. Sie strotzt nur so vor Madonna-Referenzen, aber die Band ist schlau genug, sich ihre Kratzbürstigkeit zu bewahren. Glasklaren Pop-Perlen, wie zum Beispiel die Single „Perfect World“, werden immer wieder dynamischen Songs der Marke „Horns“ gegenüber gestellt, welche schöne Erinnerungen an die Kollegen von The Rapture wachrufen. The Gossip haben mit „A Joyful Noise“ ihr vollständigstes Album abgeliefert. Zwölf Songs von denen mindestens zehn als Hits durchgehen. An diesem Werk wird sich Beth Dittos Band in Zukunft messen lassen müssen. Genauso wie Weltstars wie Madonna und Lady Gaga, die in musikalischer Hinsicht seit Längerem aussichtslos hinterher hinken – dafür aber mit fulminanten Bühnen-Shows punkten können. Aber da werden The Gossip sicher auch noch nachziehen. Oder nicht?!</p>
<p><span id="more-9521"></span></p>
<p class="MsoNormal"><img class="alignright size-medium wp-image-9523" title="schwester-minimal" src="http://www.zuckerkick.com/wp-content/uploads/2012/05/schwester-minimal-300x300.jpg" alt="schwester-minimal" width="250" height="250" />// Vor kurzem erst hat die Gruppe <strong>Schwester Minimal </strong>eine große Release-Party in der „Marina Hafenbar“ gespielt, um ihr aktuelle Album „Erstmal schwimmen“ vorzustellen. Schon in Kürze könnte es auch jenseits der Stadtgrenzen ziemlich hoch her gehen gehen. Wenn die Würzburger Band auf der Bühne steht, ist es wirklich ein großes Vergnügen den schmissigen Pop-Perlen des Quintetts zu lauschen. Musikalisch bewegen sich Schwester Minimal irgendwo zwischen den Polen Indie-Pop und Funk. Ihre Songs erinnern einerseits an die tanzbaren Tracks von Clueso, dann wieder an die hymnischen Klänge von Dorfdisko. Aus der Position des Underdogs heraus dürfte ihr aktuelles Album schon beim ersten Durchlauf zahlreiche Herzen brechen. Noch dazu haben sie mit Philipp Poisel einen äußerst renommierten Gaststar auf Platte, der für neugierige Blicke sorgen und der Formation ein wenig Starthilfe beim Losschippern verleihen sollte. Den Rest macht dann die Gruppe selbst. Jedenfalls ist mir schon lange kein so tanzbares und karamellisiertes Indie-Pop-Album mehr untergekommen. Also einfach aufdrehen, die Mucke „und du tanzt, tanzt, tanzt, bis du nicht mehr kannst“.</p>
<p class="MsoNormal"><img class="alignleft size-medium wp-image-9524" title="king-kong-4" src="http://www.zuckerkick.com/wp-content/uploads/2012/05/king-kong-4-300x275.jpg" alt="king-kong-4" width="250" height="229" />// Eine kunterbunte Tanzparty könnt ihr derweil mit den Kollegen von „<strong>King Kong Kicks</strong>“ veranstalten. Der gleichnamigen Sampler zu der äußerst erfolgreichen, gleichnamigen <span> </span>Indie-Party hierzulande geht in die vierte Runde. Auch diesmal gelingt es den Machern auf dem schmalen Grad zwischen Kommerz und Underground zu balancieren, ohne dabei ins Wanken zu geraten. Neben bekannteren Acts wie Kakkmaddafakka, Kraftklub und I Heart Sharks darf diesmal auch zu den packenden Melodien von Capital Cities und den Rizzle Kids getanzt werden. Wenn dann auch noch Captain Capa und Willhelm Tell Me zum Sprung auf die Tanzfläche aufrufen, möchte man einfach nur durchdrehen. Wer sich mal wieder einen wirklich gelungenen Indie-Pop-Sampler nach Hause holen möchte, ist bei der aktuellen Ausgabe der „King Kong Kicks“ an der richtigen Adresse. Und kann sich hinterher gleich noch die bereits erschienenen Compilations eins bis drei nach Hause holen. Die „kicken“ ebenfalls.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal"><img class="alignright size-medium wp-image-9526" title="zaz1" src="http://www.zuckerkick.com/wp-content/uploads/2012/05/zaz1-300x264.jpg" alt="zaz1" width="249" height="219" />// Von der französischen Künstlerin <strong>Zaz</strong> nicht begeistert zu sein ist fast unmöglich. Sie scheint einfach alles richtig zu machen, was sie anpackt, dabei ist die Musikerin gerade mal 30 Jahre jung. Mit ihrer Stimme wickelt sie inzwischen nicht nur die französischsprachigen Fans um den kleinen Finger, sondern auch den Rest Europas. Im Gegensatz zu ebenfalls talentierten Kolleginnen wie Coeur De Pirate schafft sie nahezu spielend den Drahtseilakt zwischen Anspruch und Kommerz. Ihre Songs packen einen und zwar nicht nur auf Platte. Vor allem im Live-Kontext ist die Musik von Zaz ein echtes Erlebnis. Beim Anhören ihres aktuellen Live-Albums „Sans Tsu Tsou“ wird das besonders deutlich. Das Publikum ist Teil der Show, ihre Stücke werden beinahe schon als Allgemeingut aufgefasst und die Emotionen der Zuschauer überschlagen sich, wenn die ersten Takte von „Je veux“ einsetzen. Wer mal wieder so richtig Gänsehaut bekommen möchte, sollte mal reinhören. Es lohnt sich. Und ein paar unveröffentlichte Songs sind auch noch mit drauf.</p>
<p class="MsoNormal"><img class="alignleft size-full wp-image-9528" title="paul-mccartney1" src="http://www.zuckerkick.com/wp-content/uploads/2012/05/paul-mccartney1.jpg" alt="paul-mccartney1" width="250" height="227" />// Dass <strong>Paul McCartney</strong> nach dem Ende der <span style="font-family: Symbol;">B</span>eatles auch ein paar brauchbare Alben veröffentlicht hat, stellt er mit der „Special Edition“ von „RAM“ unter Beweis. Die Scheibe erscheint nun in aufgepeppter Variante als Doppel-Cd und beinhaltet eine gehörige Portion unveröffentlichtes Material, das man sofort ins Herz schließt. Man meint regelrecht zu spüren, dass dieses Album in den legendären Abbey Road Studios remastered worden ist, denn die neuen Stücke, allen voran das zauberhafte „Another Day“ strahlen einen nostalgischen Charme aus. Ursprünglich wurde das Album bereits 1971 veröffentlicht und ist das zweite Solo-Werk des Musikers. Damals schrieb McCartney noch Songs, die weit weg von Radioformat-Singles der Marke „Hope Of Deliverance“ waren. Stattdessen hätten sich einige Stücke sicher auch auf einer weiteren Beatles-Scheibe gut gemacht. Wer also das Frühwerk des Solo-Musikers McCartney etwas genauer unter die Lupe nehmen möchte, ist hier an der richtigen Adresse.</p>
<p class="MsoNormal"><img class="alignright size-full wp-image-9529" title="schmidt" src="http://www.zuckerkick.com/wp-content/uploads/2012/05/schmidt.jpg" alt="schmidt" width="251" height="251" />// Die Berliner Pop-Sängerin <strong>Schmidt</strong> empfielt sich mit ihrem aktuellen Album als heißer Anwärter für den nächsten 007-Streifen. Ihre atmosphärischen Songs sind wie geschaffen, um eine packende Gangsterballade der Marke „Casino Royale“ soundtechnisch zu untermalen. „Femme Schmidt“ macht dabei nicht den Fehler, sich vollends auf die melancholischen Momente ihrer Musik zu verlassen, sondern wandert auch hin und wieder in Richtung Tanzfläche ab. Das klingt dann mal nach Garbage, dann wieder nach den gelungeneren Tracks von Norah Jones. Lediglich das plattfüßige „Do The Dada“ hätte sie sich sparen können. Ansonsten ist Schmidts Album Pop-Noir allererster Güte und meistert den Drahtseilakt zwischen Formatradio und Anspruch äußerst gekonnt.<span> </span></p>
<p class="MsoNormal"><img class="alignleft size-full wp-image-9531" title="sweet-lights1" src="http://www.zuckerkick.com/wp-content/uploads/2012/05/sweet-lights1.jpg" alt="sweet-lights1" width="248" height="218" />// Wer auf nostalgisch arrangierte Indie-Pop-Klänge steht, kommt an dem aktuellen Album von <strong>Sweet Lights</strong> nicht vorbei. Die Songs der Platte strahlen einen zeitlosen Charme aus, der allerdings erst im Live-Kontext voll zum Tragen kommen dürfte. Dennoch ist man begeistert von diesen melancholisch angehauchten Klängen, die schöne Erinnerungen an die letzten Alben von Kurt Vile und The War On Drugs wachrufen. „Sweet Lights“ ist ein Album, das sich kaum in eine bestimte Schublade quetschen lässt. Wichtig ist nur, dass das Gefühl stimmt. Also hört mal rein. Dann kann diese nämlich durchaus zu einem treuen Begleiter in lauen Sommernächsten werden.</p>
<p class="MsoNormal"><img class="alignright size-full wp-image-9532" title="paraone" src="http://www.zuckerkick.com/wp-content/uploads/2012/05/paraone.jpg" alt="paraone" width="249" height="249" />// Wer auf vertrackte HipHop-Beats steht, darf sich gerne mal an das aktuelle Album von <strong>Para One</strong> heranwagen. „Passion“ dekonstruiert klassische Rap-Beats und peppt sie mit elektronischen Anleihen wieder auf. Da werden sich Fans von Mouse On Mars nur zu gerne ihre Hüften zu verrenken. Überhaupt klingen die zwölf Songs wie der Soundtrack zu einem futuristischen Film. Wer wissen möchte, wie man mit klassischen Rap-Tugenden auch in technoiden Gefilden punktet, sollte unbedingt mal reinhören. Und damit Schluss für heute. Bis zum nächsten Zuckerbeat.</p>
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		<title>// zuckerbeat vol. (2)64 - come on, be a no-one</title>
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		<pubDate>Sat, 12 May 2012 11:02:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[º zuckerbeat: musik / szene]]></category>

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		<description><![CDATA[mit neuer Musik von Best Coast, The Cribs, Cate Le Bon, Joey Ramone, Lissy Trullie, Stanfour, Clara Bow und Straight Lives. 
// Wurdet ihr heute schon so richtig durchgeknuddelt? Falls nicht, dann zieht euch mal das zweite Album von Best Coast rein. Das sympathische Duo, das mit seinen schrägen Pop-Ansatz irgendwo zwischen den Morning Benders [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal"><em><span lang="EN-US">mit neuer Musik von Best Coast, The Cribs, Cate Le Bon, Joey Ramone, Lissy Trullie, Stanfour, Clara Bow und Straight Lives. </span></em></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="EN-US"><img class="alignleft size-full wp-image-9507" title="best-coast-album" src="http://www.zuckerkick.com/wp-content/uploads/2012/05/best-coast-album.jpg" alt="best-coast-album" width="250" height="249" /></span>// Wurdet ihr heute schon so richtig durchgeknuddelt? Falls nicht, dann zieht euch mal das zweite Album von <strong>Best Coast </strong>rein. Das sympathische Duo, das mit seinen schrägen Pop-Ansatz irgendwo zwischen den Morning Benders und She &amp; Him herumspaziert, hat eine flauschige Scheibe am Start, die zum hemmungslosen Die-Ganze-Welt-Umarmen einlädt. Beim ersten Mal klingt das noch alles ein bisschen spröde und sperrig, was die Beiden da fabrizieren, aber spätestens beim dritten Durchlauf hat man alle Tracks dieses Albums ganz tief ins Herz geschlossen. Man fragt sich, wie man in den letzten Jahren auch nur einen Tag ohne die Hooklines von Songs wie „The Only Place“ und „Why I Cry“ im Ohr verbringen konnte und fühlt sich von diesen Surf-Pop-Melodien schnurstracks auf Grinsebacken-Modus geschubst.</p>
<p><span id="more-9506"></span></p>
<p class="MsoNormal"><img class="alignright size-medium wp-image-9508" title="cribs" src="http://www.zuckerkick.com/wp-content/uploads/2012/05/cribs-300x300.jpg" alt="cribs" width="250" height="250" />// Und was ist denn bitteschön mit <strong>The Cribs</strong> passiert? Die hatten auf ihrem letzten Album doch tatsächlich das Kunststück vollbracht, den Kollegen von Maximo Park die Neo-New-Wave-Krone vom Kopf zu reißen. Doch jetzt wollen sie von all dem auf einmal nichts mehr wissen. Denn statt sich weiter hinter den Großmeistern von Franz Ferdinand zu verstecken, hat sich die Band lieber den 90er Jahren zugewandt. Die Bezugspunkte heißen nun Dinosaur Jr. und Pavement und schon nach wenigen Minuten ist man hin und weg von dieser Musik. „In The Belly Of The Brazen Bull“ klingt tatsächlich, als sei es in den 90ern entstanden. Der MGMT-Produzent David Friedman und Nirvana-Mastermind Steve Albini haben in soundtechnischer Hinsicht ganze Arbeit geleistet. Die Beiden hieven The Cribs und ihre Musik auf ein völlig neues Niveau. Die Band wiederum schüttelt zahlreiche Hits der Marke „Come On, Be A No-One“ und „Arena Rock Encore With Full Cast“ aus dem Ärmel, die man immer<span> </span>wieder hören möchte. Wer bitteschön hätte denn mit sowas gerechnet? Also wir sicherlich nicht!</p>
<p class="MsoNormal"><img class="alignleft size-medium wp-image-9509" title="cate-le-bon-cyrk" src="http://www.zuckerkick.com/wp-content/uploads/2012/05/cate-le-bon-cyrk-300x300.jpg" alt="cate-le-bon-cyrk" width="250" height="250" />// An dem Erstling von <strong>Cate Le Bon</strong> konnte man sich als Hörer durchaus die Zähne ausbeisen. Nun steht das zweite Album der Waliserin in den Startlöchern und gibt sich überraschend zugänglich. Im Grenzgebiet von Experimental-Pop und Folk hat sich die Musikerin ein kleines Nest gebaut, das auf dem Sound von The Velvet Underground &amp; Nico gebettet ist. „CYRK“ ist ein düsteres Klangerlebnis, das von einer betörenden Stimme getragen wird. Dass sich die Künstlerin in all der Experimentierwut nicht verheddert, ist bemerkenswert und führt dazu, dass man sofort nach Verklingen des letzten Tons erneut auf die Play-Taste drückt.</p>
<p class="MsoNormal"><img class="alignright size-full wp-image-9510" title="joey-ramone" src="http://www.zuckerkick.com/wp-content/uploads/2012/05/joey-ramone.jpg" alt="joey-ramone" width="250" height="250" />// <strong>Joey Ramone</strong> ist zwar bereits vor elf Jahren gestorben, trotzdem erscheint in diesen Tagen das zweite posthumane Album des Musikers. Im Gegensatz zu zahlreichen weiteren Scheiben, die nach dem Ableben eines Künstlers veröffentlicht wurden, punktet „…Ya Know?“ mit durchweg gelungenen Songs, die den Ramones in ihrer späteren Phase auch sehr gut zu Gesicht gestanden haben. „What Did I Do To Deserve You?“ und „I Couldn´t Sleep“ haben das Zeug die langjährigen Fans der Gruppe noch mal so richtig vom Hocker zu reißen. Ansonsten wird sogar mal in ungeahnt poppige Gefilde abgeriftet („Party Line“), was man in dieser Form nun so gar nicht erwartet hätte. „… Ya Know?“ ist ein ungeahnt gelungenes Werk mit zahlreichen Überraschungsmomenten. Da lohnt sich das reinhören.</p>
<p class="MsoNormal"><img class="alignleft size-full wp-image-9511" title="lissy-trullie-album-cover-300x300" src="http://www.zuckerkick.com/wp-content/uploads/2012/05/lissy-trullie-album-cover-300x300.jpg" alt="lissy-trullie-album-cover-300x300" width="250" height="250" />// Alle Garbage-Fans dürften in der Zwischnzeit an dem aktuellen Album von <strong>Lissy Trullie</strong> ihre helle Freude haben. Das gleichnamige Werk des Models punktet mit schmissigen Pop-Melodien, deren Kratzbürstigkeit auch den Kollegen von The Gossip gut zu Gesicht stehen würde. Es hat sich ja bereits angedeudet, dass die Künstlerin sich in kurzer Zeit zum heißbegehrten Pop-Star mausern könnte, nachdem Trullie vor drei Jahren das Hot Chip-Cover „Ready For The Floor“ aus dem Ärmel schüttelte und dafür in allen Blogs hemmungslos abgefeiert wurde. Mit ihrem gleichnamigen Debüt übertrifft Lissy Trullie alle Erwartungen und zeigt, dass ihr Indie-Pop-Mix auch auf Albumlänge funktioniert. Bleibt am Ende nur zu hoffen, dass sie uns in Zukunft noch ein paar weitere Hit-Alben dieser Gangart um die Ohren pfeffert.</p>
<p class="MsoNormal"><img class="alignright size-medium wp-image-9512" title="stanfour" src="http://www.zuckerkick.com/wp-content/uploads/2012/05/stanfour-300x299.jpg" alt="stanfour" width="250" height="249" />// Die Band <strong>Stanfour</strong> hat sich in den vergangenen Jahren immer weiter in den Charts hochgearbeitet. Nun erscheint das dritte Album der Jungs und könnte ihnen endgültig den großen Durchbruch bescheren. Schade eigentlich, dass viele Songs auf „October Sky“ so dermaßen überladen klingen, dass man die eigentlichen Stücke dahinter kaum mehr erkennt. In diesem Fall wäre weniger mehr gewesen. Die Breitwand-Produktion macht vieles kaputt, was vom Ansatz her gar nicht mal so schlecht gewesen wäre. Beim nächsten Album sollte sich die Jungs vielleicht ein Beispiel an den Kollegen von Muse nehmen… die wissen wie man Größenwahn und raffinierte Songs unter einen Hut bringt.</p>
<p class="MsoNormal"><img class="alignleft size-medium wp-image-9513" title="CB_Cover_P11" src="http://www.zuckerkick.com/wp-content/uploads/2012/05/clarabow-300x269.jpg" alt="CB_Cover_P11" width="250" height="224" />// Die Hamburger Band <strong>Clara Bow</strong> versucht sich in der Zwischenzeit an glasklaren Pop-Rock, welcher schöne Erinnerungen an den Sound von den Bandits wachruft. Die Mädels gehen dermaßen druckvoll an die ganze Geschichte heran, dass man schon nach wenigen Minuten lautstark mitgrölen möchte. Die hohe Qualität des Openers „You Got It“ können sie zwar nicht über die volle Länge aufrechterhalten. Trotzdem strahlt „Not Now“ eine gehörige Portion Dringlichkeit aus. Da darf man jetzt schonmal auf die anstehenden Live-Dates gespannt sein.</p>
<p class="MsoNormal"><img class="alignright size-full wp-image-9514" title="straightlinescd300" src="http://www.zuckerkick.com/wp-content/uploads/2012/05/straightlinescd300.jpg" alt="straightlinescd300" width="250" height="250" />// Wer auf schnörkellosen Rock mit einem Schuss Punk steht, sollte sich mal an das aktuelle Werk von <strong>Straight Lives </strong>heranwagen. „Freaks Like Us“ klingt wie eine euphorische Melange der schönsten Momente von Funeral For A Friend bis My Chemical Romance. Die Songs der Band sind wie geschaffen, um auf den großen Festivals von tausenden Kehlen erwidert zu werden. Hinter dem diskussionswürdigen Artwork verstecken sich zehn hymnische Rock-Knaller, die sich wunderbar dazu eigenen, das diesjährige Festivaltape zu komplettieren. Wir wünschen deshalb schonmal viel Spaß beim Feiern. Bis zum nächsten Zuckerbeat.</p>
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		<title>// aufgelesen vol. 42 - &#8220;i am awake&#8221;</title>
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		<pubDate>Fri, 11 May 2012 06:10:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[º literatur & comic]]></category>

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		<description><![CDATA[mit neuen Büchern von John van de Ruit, Rebecca Hunt &#38; Anthony Burgess. 
// Wir möchten heute mal die Möglichkeit ergreifen, euch auf eine ebenso verrückte wie lesenswerte Reihe von Büchern aus der Feder von John van de Ruit aufmerksam zu machen. Die „Spud“-Trilogie wartet zwar weiterhin auf eine deutschsprachige Übersetzung, was allerdings irrelevant ist, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNoSpacing"><em>mit neuen Büchern von John van de Ruit, Rebecca Hunt &amp; Anthony Burgess. </em></p>
<p class="MsoNoSpacing"><img class="alignright size-large wp-image-9496" title="spud2" src="http://www.zuckerkick.com/wp-content/uploads/2012/05/spud2-663x1024.jpg" alt="spud2" width="200" height="310" />// Wir möchten heute mal die Möglichkeit ergreifen, euch auf eine ebenso verrückte wie lesenswerte Reihe von Büchern aus der Feder von <strong>John van de Ruit</strong> aufmerksam zu machen. Die „Spud“-Trilogie wartet zwar weiterhin auf eine deutschsprachige Übersetzung, was allerdings irrelevant ist, wenn man bedenkt, dass das Werk inzwischen in englischer Sprache vom „Penguin“-Verlag auch hierzulande im gut sortierten Fachhandel erhältlich ist.</p>
<p><span id="more-9495"></span></p>
<p class="MsoNoSpacing">Der erste Band aus der Feder des südafrikanischen Schriftstellers dreht sich um das Leben eines Schülers namens John Milton. Der ist gerade im ersten Jahr auf einer reinen Jungen-Schule und hat allerhand verrückte Dinge im Kopf. So versucht er sich mit der Zeit nicht nur als Geisterjäger, sondern auch als nächtlicher Schwimmer. Seine senile Großmutter macht ihm genauso zu schaffen, wie sein Hang zum Pessimismus. Selbiger wird im Rahmen zahlreiche<img class="alignleft size-full wp-image-9497" title="spud" src="http://www.zuckerkick.com/wp-content/uploads/2012/05/spud.jpg" alt="spud" width="206" height="321" />r Tagebuch-Einträge spürbar, anhand derer die Handlung voran schreitet. Im zweiten Band namens „The Madness Continues“ hat John „Spud“ Milton schließlich das erste Jahr an der Privatschule hinter sich gebracht. Die Zeit als Frischling ist vorbei und dennoch stolpert er von einem Fettnäpfchen ins andere. Dabei ist es nicht einmal die Handlung selbst, welche einen als Leser fesselt, es sind die bisweilen tiefsinnigen, oft aber auch überaus witzigen Geschichten, die zusammen ein glaubwürdiges Bild eines Heranwachsenden zeichnen. „Learning To Fly“ – der finale Part der Trilogie setzt sich schließlich mit einem sichtlich gealterten (aber immer noch sehr jungen) Menschen auseinander. Der frisch gebackene „Senior“ hadert mit seine<img class="alignright size-full wp-image-9498" title="spud3" src="http://www.zuckerkick.com/wp-content/uploads/2012/05/spud3.jpg" alt="spud3" width="214" height="329" />m Platz in der Welt. Er sieht sich mit religiösen Fragestellungen und noch dazu den Werken Shakespeares konfrontiert. Er wird kurz gesagt… erwachsen. Wobei es absolut bemerkenswert ist, dass es dem Autor über die komplette Distanz gelingt, die Charaktereigenschaften des Protagonisten zu durchleuchten, ohne dass das auf Kosten des Humors gehen würde. Ganz im Gegenteil: man gewinnt „Spud“ Milton nicht nur lieb, man fühlt regelrecht mit ihm mit, weil man mit der Zeit eine wirkliche Verbindung zu dieser Figur aufbaut. Die humoristischen Passagen sind außerdem nie so haarsträubend, dass man sich an die platten Gags der „American Pie“-Reihe erinnert fühlen würde. Ganz im Gegenteil: „Spud“ ist ein überzeugendes Werk – ein überdrehtes und verrücktes Buch, das einen hin und wieder auch mal nachdenklich stimmt. Also schaut mal in der Fremdsprachen-Abteilung<span> </span>des örtlichen Buchladens vorbei. Es lohnt sich.</p>
<p class="MsoNoSpacing"><img class="alignleft size-full wp-image-9499" title="rebecca-hunt-mr-chartwell" src="http://www.zuckerkick.com/wp-content/uploads/2012/05/rebecca-hunt-mr-chartwell.jpg" alt="rebecca-hunt-mr-chartwell" width="216" height="346" />// Alle, die von Sarah Kuttners „Mängelexemplar“ enttäuscht gewesen sind, sollten sich mal an das aktuelle Werk von <strong>Rebecca Hunt</strong> heranwagen. Die Londoner Hochschulabsolventin<span> </span>hat mit „Mr. Chartwell“ nämlich alles richtig gemacht. Ein so bedrückendes Thema, wie das einer Depression im Rahmen eines Buches abzuhandeln, ist ein äußerst schwieriges Unterfangen. Hunt wiederum erzählt auf höchst amüsante Weise davon, wie es ist, seinen eigenen Gefühlshaushalt nicht mehr in den Griff zu kriegen. Das Buch dreht sich um eine Bibliothekarin namens Esther Hammerhans, welche gerade auf der Suche nach einem neuen Mitbewohner ist. Sie traut ihren Augen kaum, als plötzlich ein schwarzer Hund vor ihrer Tür steht und sich als „Mr Chartwell“ vorstellt. Obwohl sie anfangs noch ein gewisses Unbehagen gegenüber dem sonderbaren Gast verspürt, lässt sie ihn bei sich einziehen und findet mit der Zeit sogar Gefallen an dem düsteren Sonderling. Der schwarze Hund wiederum steht im übertragenen Sinne natürlich für die Depression der Protagonistin. Er ist es, der sie fortwährend nach unten zieht und dessen Verführungskünste für die dunkle Seite der Hauptperson wesentlich reizvoller erscheinen, als die Sonnenseite des Lebens zu genießen. Durch die gewitzte und schlagfertige Schreibe der Autorin, ist man schon nach wenigen Seiten nahezu hingerissen von diesem Buch. Rebecca Hunt gelingt es ein schwieriges Thema in einem humorvollen Werk aufzugreifen, ohne dass es unglaubwürdig wirkt. Davor verneigen wir uns.</p>
<p class="MsoNoSpacing"><img class="alignright size-full wp-image-9500" title="clockwork-orange" src="http://www.zuckerkick.com/wp-content/uploads/2012/05/clockwork-orange.jpg" alt="clockwork-orange" width="184" height="282" />// Und wer bisher immer dachte, „A Clockwork Orange“ wäre lediglich ein cineastisches Meisterwerk, der kann sich nun von <strong>Anthony Burgess</strong> eines Besseren belehren lassen. Dessen Original-Roman, auf dem der Film basiert, wird nun nämlich per Original-Import auch hierzulande noch mal neu aufgelegt und liefert einen intensiven Einblick in das Innenleben des durchgeknallten Protagonisten. Wer die Story noch nicht kennt: das Buch dreht sich um einen Fünfzehnjährigen namens Alex, der an so abstoßenden Dingen wie zum Beispiel <span> </span>Vergewaltigungen Gefallen findet. Darüber hinaus konsumiert er hemmungslos Drogen und macht mit seinen Freunden die Straßen unsicher. Alex geilt sich auf am Gewaltrausch und wird irgendwann zu 14 Jahren Haft verurteilt. Kurz darauf darf er einem Experiment teilnehmen, welches dazu dienen soll, seinen kranken Verstand zu heilen. Fortan wird ihm immer dann übel, wenn er an eine gewalttätige Handlung denkt. Nach nur 14 Tagen darf Alex das Labor wieder verlassen und ist ein freier Mann.<span> </span>Die erneute Konfrontation mit einem seiner Opfer führt allerdings zu einem schweren Zwischenfall, in dessen Folge das Gehirn von Alex wieder auf Gewalt-Modus switcht. Was dann passiert? Am Besten du findest es selbst heraus. Wer das Buch noch nicht gelesen hat, sollte unbedingt mal reinschnuppern. Die Geschichte ist ebenso packend, wie diskussionswürdig, regt den Leser aber gerade deswegen zum Nachdenken an. Und damit Schluss für heute. Bis zum nächsten Mal.</p>
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		<title>// zuckerbeat vol. (2)63 - shake it up</title>
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		<pubDate>Fri, 11 May 2012 05:49:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[º zuckerbeat: musik / szene]]></category>

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		<description><![CDATA[mit neuer Musik von The Wave Pictures, Tom Williams &#38; The Boat und den Compilations „Leave Them All Behind 4“,„Kitsuné America“,„R&#38;B Spotlight ´61“,„A Whole Lotta Shakin´ Goin´ On“,„Crime &#38; Punishment“ und „It´s Saturday Night!“.
// Die Lo-Fi-Popper von The Wave Pictures haben schon wieder ein neues Album am Start und auch diesmal scheinen die Jungs vor [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal"><em><span lang="EN-US">mit neuer Musik von The Wave Pictures, Tom Williams &amp; The Boat und den Compilations „Leave Them All Behind 4“,„Kitsuné America“,„R&amp;B Spotlight ´61“,„A Whole Lotta Shakin´ Goin´ On“,„Crime &amp; Punishment“ und „It´s Saturday Night!“.</span></em></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="EN-US"><img class="alignleft size-full wp-image-9481" title="wave-pictures-long-black1" src="http://www.zuckerkick.com/wp-content/uploads/2012/05/wave-pictures-long-black1.jpg" alt="wave-pictures-long-black1" width="250" height="250" /></span>// Die Lo-Fi-Popper von <strong>The Wave Pictures</strong> haben schon wieder ein neues Album am Start und auch diesmal scheinen die Jungs vor<span> </span>guten Ideen nur so zu strotzen. „Long Black Cars“ wurde dementsprechend auch in nur einer berauschenden Session mit Produzent Darren Haymans in dessen persönlichen Wohnsitz eingespielt. Dass die Platte in diesem Zusammenhang auch noch ohne Ausfall daher kommt, ist ein kleines Wunder. Kaum ist der letzte Ton dieses Albums verklungen, wandert der Zeigefinger nahezu automatisch auf die Repeat-Taste. Wer auf Garage-Rock mit hohem Pop-Appeal steht, sollte sich dieses Album auf keinen Fall entgehen lassen.</p>
<p><span id="more-9479"></span></p>
<p class="MsoNormal"><span> </span></p>
<p class="MsoNormal"><img class="alignright size-full wp-image-9482" title="tom-williams" src="http://www.zuckerkick.com/wp-content/uploads/2012/05/tom-williams.jpg" alt="tom-williams" width="250" height="250" />// Das zweite Werk von <strong>Tom Williams &amp; The Boat</strong> ist ein gefundenes Fressen für all jene, die schon von den rockigen Klängen aus dem Hause The Hold Steady begeistert gewesen sind. „Teenage Blood“ balanciert auf dem schmalen Grad zwischen Springsteen-schen Stadion Rock und Folk-Punk der Marke Frank Turner. Wer zum Sound von The Gaslight Anthem feuchte Hände bekommt, dürfte sich schon nach wenigen Minuten in diese Platte verlieben. Wer also noch Futter für ein ebenso hymnisches wie verrocktes Festival-Mixtape sucht, welches man zu nächtlicher Stunde in gemütlicher Runde einlegt, sollte mal reinhören. Es lohnt sich.</p>
<p class="MsoNormal"><img class="alignleft size-full wp-image-9483" title="leavethemallbehind" src="http://www.zuckerkick.com/wp-content/uploads/2012/05/leavethemallbehind.jpeg" alt="leavethemallbehind" width="249" height="249" />// Wirklich gelungene Mixtapes sind schwer zu finden, seit man allmonatlich Unmengen von Compilations vor den Latz geknallt bekommt. Die Reihe „<strong>Leave Them All Behind</strong>“ hat sich in den vergangenen Jahren immer wieder vom Einheitsbrei abzuheben gewusst, was auch daran lag, dass das Konzept zündete. Auf der vierten Folge machen sich nun die <span style="font-family: Symbol;">B</span>ag Raiders daran, zwanzig ihrer Lieblingssongs in ein homogenes Mix zu überführen. Dabei kommen unter anderem Paul Kalkbrenner und Friendly Fires zum Zug, was die Platte auch für Indie-Headz interessant machen dürfte. Neben dem gemixten Silberling versteckt sich außerdem eine „Unmixed“-Compilation unter der Plastikhülle. Darauf finden sich lieb gewonnen Songs von The Rapture und Chilly Gonzales, TV On The Radio und Toro Y Moi. Alles in allem: eine runde Sache.</p>
<p class="MsoNormal"><img class="alignright size-full wp-image-9484" title="kitsuneamericalarge" src="http://www.zuckerkick.com/wp-content/uploads/2012/05/kitsuneamericalarge.jpg" alt="kitsuneamericalarge" width="250" height="250" />// Das illustre Label „Kitsuné“ wird seinem Ruf als Trendsetter in Sachen zeitgenössischer Elektronika mal wieder mehr als gerecht. Unter dem Banner „<strong>Kitsuné America</strong>“ veröffentlicht die Plattenfirma nun mal wieder eine gelungene Compilation mit 14 Newcomern, die man unbedingt auf dem Schirm haben sollte, wenn es um tanzbaren Elektro-Pop geht. Mal abgesehen von einem bezaubernden Remix zu „Heartbeat“ aus der Feder Childish Gambinos finden sich auch noch ein paar betörende Tracks von Frances Rose (mit „Vampire“) und XXXChange („F*k Yeah Ace Of Hearts“) auf der Scheibe. Wer sich gerne am Puls der Zeit bewegt, sollte mal einen Durchlauf riskieren.</p>
<p class="MsoNormal"><img class="alignleft size-full wp-image-9486" title="rnb" src="http://www.zuckerkick.com/wp-content/uploads/2012/05/rnb.jpg" alt="rnb" width="250" height="250" />// Heute möchten wir euch zudem auf einige weitere gelungene Compilations hinweisen, die sich mit den unterschiedlichsten Stilrichtungen auseinandersetzen. Den Anfang macht die Doppel-CD „<strong>R&amp;B Spotlight ´61</strong>“, welche auf zwei Silberlingen 56 Rhythm &amp; Blues Hits aus den 61er US Charts versammelt. Mit dabei sind unter anderem so illustre Gäste wie Ray Charles, Fats Domino und Aretha Franklin. Darüber hinaus gibt’s für den R&amp;B-Laien auch noch viel zu entdecken. Wenn man bedenkt, was heutzutage für austauschbare Stangenware in den Charts herumgeistert, ist es schon bemerkenswert, welch hohes Niveau hier vorgelegt worden ist. Selbiges gilt auch für die Zusammenstellung „<strong>A Whole Lotta Shakin´ Goin´ On</strong>“, <img class="alignright size-full wp-image-9488" title="wholelotta" src="http://www.zuckerkick.com/wp-content/uploads/2012/05/wholelotta.jpg" alt="wholelotta" width="166" height="166" />welche ebenfalls bei dem Label „Fantastic Voyage“ erschienen ist. Die Doppel-CD kommt im schicken Paperback daher und wirbelt einen zum Sound von Jerry Lee Lewis und Dave Atkins um die eigene Achse. Da möchte man wirklich lauthals „Shake That Thing“ rufen und alle Walzer-Fans mit einem lockeren Hüftschung in die Wüste schicken. Dieser Sound schüttelt dich durch, wie ein Gelee-Gummibärchen. <img class="alignleft size-full wp-image-9489" title="crime" src="http://www.zuckerkick.com/wp-content/uploads/2012/05/crime.jpg" alt="crime" width="157" height="157" />Wer schon immer mal wissen wollte, wie man seinen Körper auf Wackelpudding-Modus switcht, bekommt hier den passenden Soundtrack dazu. Wer es gerne etwas düsterer und abgründiger mag, der könnte bei der Compilation „<strong>Crime &amp; Punishment</strong>“ an der richtigen Adresse sein. Darauf finden sich „Bloody Ballads, Prison Moans &amp; Chain Gang Blues“. <span lang="EN-US">Am Start sind so renommierte Kollegen wie Johnny Cash („Don´t Take Your Guns To Town“) und John Lee Hooker („I´m Gonna Kill That Woman”). </span>Kompiliert wurden die beiden Silberlinge im “Crime” und “Punishment”-Look von Kris Needs, der im Booklet auch ausgiebig aus dem <img class="alignright size-full wp-image-9490" title="saturday-night" src="http://www.zuckerkick.com/wp-content/uploads/2012/05/saturday-night.jpg" alt="saturday-night" width="250" height="250" />Nähkästchen plaudert und den Hörern auf diese Weise interessante Hintergrundinformationen zum düsteren Sound präsentiert. Zu guter letzt gibt’s dann noch eine zauberhafte Rockabilly-Zusammenstellung für euch, die sich auf die Jahre 1955 bis 1961 beschränkt. „<strong>It´s Saturday Night!</strong>“ besteht aus drei prall gefüllten Cds, die keine Wünsche offen lassen. Mit am Start sind unter anderem Sonny Fisher, Rock Rogers, Doug Bragg, Lou Walker und Hal Harris. Über 100 Songs sind es insgesamt. Wer da auf dem Hosenboden kleben bleibt, ist selber Schuld. Also tanzt mal wieder. Bis zum nächsten Zuckerbeat. <span> </span></p>
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		<title>// zuckerbeat vol. (2)62 - jack of all trades</title>
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		<pubDate>Wed, 09 May 2012 06:58:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[º zuckerbeat: musik / szene]]></category>

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		<description><![CDATA[mit neuer Musik von Bruce Springsteen, Garbage, Marilyn Manson, Train, H-Blockx, The Heart Of Horror, Hey Rosetta! und „The Avengers”. 
// Es ist an der Zeit hier mal eine Lanze für Bruce Springsteen zu brechen. Da feiern wir alljährlich die neuesten Releases von Gaslight Anthem bis Hold Steady ab, als ob es kein Morgen mehr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal"><em><span lang="EN-US">mit neuer Musik von Bruce Springsteen, Garbage, Marilyn Manson, Train, H-Blockx, The Heart Of Horror, Hey Rosetta! und „The Avengers”. </span></em></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="EN-US"><img class="alignleft size-full wp-image-9468" title="springsteenwreckingball" src="http://www.zuckerkick.com/wp-content/uploads/2012/05/springsteenwreckingball.jpg" alt="springsteenwreckingball" width="250" height="250" /></span>// Es ist an der Zeit hier mal eine Lanze für <strong>Bruce Springsteen</strong> zu brechen. Da feiern wir alljährlich die neuesten Releases von Gaslight Anthem bis Hold Steady ab, als ob es kein Morgen mehr gäbe und den Meister selbst strafen wir mit Ignoranz. Damit soll jetzt endgültig Schluss sein – also schmeißen wir sein neustes Album in den Player und lassen uns treiben. Wer Springsteen bisher nur mit „Born In The USA“ assoziiert hat, möge seine Vorbehalte unbedingt noch einmal überprüfen. „Wrecking Ball“ eignet sich in diesem Zusammenhang ganz vorzüglich, um neu einzusteigen und das Heft von hinten aufzurollen. Wie immer ist der Hörgenuss auf Platte natürlich nicht zu vergleichen mit dem Live-Erlebnis (da spielt Springsteen in einer eigenen Liga), mit dem Opener „We Take Care Of Our Own“ und dem hymnischen „Land Of Hope And Dreams“ hat er aber mindestens zwei potenzielle Anwärter für das nächste Festival-Tape am Start. Die irisch-angehauchte Nummer „Death To My Hometown“ bleibt zwar Geschmackssache, aber das balladeske „Jack Of All Trades“ kann es mit jedem Track auf der im letzten Jahr erschienen „Reunion Tour“-LP aufnehmen. Soll heißen: ein ruhiges, wirklich gelungenes Album des Weltstars.</p>
<p><span id="more-9467"></span></p>
<p class="MsoNormal"><img class="alignright size-medium wp-image-9469" title="garbage" src="http://www.zuckerkick.com/wp-content/uploads/2012/05/garbage-300x300.jpg" alt="garbage" width="250" height="250" />// Ich muss ehrlich zugeben, dass ich mal hingerissen war von <strong>Garbage</strong>. Die Band strahlte Mitte der 90er genau jene Frische aus, die ich bei vielen anderen Acts vermisste. Darüber hinaus waren ihre Songs immer mehr Pop, als Indie, ließen es sich aber trotzdem nicht nehmen, den einen oder anderen Hacken zu schlagen. Als sich die Gruppe dazu entschied, vor einigen Jahren eine Pause einzulegen, hielt sich die Trauer trotzdem in Grenzen. Irgendwie hatte man sich auseinander gelebt. Die Band entwickelte sich immer mehr zu einem Chart-Act und die Stücke liesen die Überraschungsmomente der Anfangsphase vermissen. Nun liegt mit „Not Your Kind Of People“ ein Fast-Comeback-Album vor und ich muss zugeben, ich konnte es kaum erwarten, die Scheibe in den Händen zu halten. Nachdem mich die ersten beiden Songs anfangs noch etwas ernüchtert haben, werde ich am Ende doch noch warm mit dieser Scheibe. Das liegt vor allem daran, dass sich zur Stimme von Sängerin Shirley Manson ein nostalgisches Gefühl im Raum breit macht. Soll heißen: Garbage sind zwar inzwischen zu einer astreinen Pop-Band mutiert, aber wir feiern sie trotzdem – oder gerade deshalb. Der Kopf ist ja schließlich da, um ihn zu drehen.</p>
<p class="MsoNormal"><img class="alignleft size-medium wp-image-9470" title="manson" src="http://www.zuckerkick.com/wp-content/uploads/2012/05/manson-300x263.jpg" alt="manson" width="249" height="219" />// <strong>Marilyn Manson</strong> hat schon seit geraumer Zeit niemanden mehr in Schockstarre versetzt. Trotzdem hat er sich mit den Jahren zunehmend zu einem echten Superstar gemausert, der wahrscheinlich auch heute noch ein großes Rock-Festivals headlinen könnte (zumindest wenn er den Gig nicht abbricht, wie beim ersten „Southside“-Festival geschehen). Sein aktuelles Album „Born Villain“ bietet in diesem Zusammenhang genau das, was man von ihm erwarten durfte. Routinierte Rock-Bretter, die sich lautstark in den großen Hallen mitgrölen lassen. Hin und wieder geht’s auf dem neuen Album zwar auch mal etwas experimentierfreudiger zu, aber man merkt dem Protagonisten an, dass er sich mit seiner Rolle als Role-Model vollends abgefunden hat. Was wiederum die Frage aufwirft, warum sich der Musiker, der sonst seine Alben zu kleinen Kunstwerken aufpoliert, plötzlich auf Minimalismus setzt und nicht mal ein Booklet in die Cd-Hülle steckt. Die schick gestaltete Homepage, auf welche im Rahmen des Artworks verwiesen wird, kann da auch nur wenig Trost spenden. Soll heißen: ein musikalisch gelungenes, aber inhaltlich blutleeres Albums eines durchaus talentierten Künstlers.</p>
<p class="MsoNormal"><img class="alignright size-medium wp-image-9471" title="train" src="http://www.zuckerkick.com/wp-content/uploads/2012/05/train-300x300.jpg" alt="train" width="248" height="248" />// Wer auf klassische Rockmusik steht, ist bei den Kollegen von <strong>Train</strong> an der richtigen Adresse. Die kalifornische Band hat seit ihrer Gründung Ende der 90er bereits sechs Alben veröffentlicht und bläst nun auch hierzulande mit „California 37“ zum Hechtsprung in die Charts an. Wie bei den Kollegen von Travis macht es einem als Hörer überhaupt nichts aus, dass alle Stücke problemlos im Mainstream-Programm der großen Radiostationen rauf und runter geträllert werden könnten. Train versorgen ihre Fans nahezu im Dreiminutentakt mit hymnischen Refrains, die immer auf dem schmalen Grad zwischen Kitsch und Rock balancieren. Wer also beim Hören von „Why Does It Always Rain On Me“ von nostalgischen Gefühlen übermannt wird, sollte unbedingt mal reinhören. Es lohnt sich.</p>
<p class="MsoNormal"><img class="alignleft size-medium wp-image-9472" title="hblockx" src="http://www.zuckerkick.com/wp-content/uploads/2012/05/hblockx-300x300.jpg" alt="hblockx" width="250" height="250" />// Und es gibt sicher nicht wenige, die bei einer Reunion der <strong>H-Blockx</strong> spontan die Flucht ergreifen möchten. Nach ein paar Minuten allerdings werden schöne Erinnerungen an die gar nicht mal schlechten Songs wie „How Do You Feel?“, „Time Of Your Life“ oder „I Can´t Rely On You“ wach, die das Kollektiv vor zahllosen Jahren zu einem echten Überflieger (auch in den Charts) avancieren liesen. Crossover wohlgemerkt ist inzwischen nicht mehr ganz so angesagt wie früher (was noch reichlich untertrieben ist), aber die H-Blockx verstehen es diesen Umstand mit gelungenen Songs schnell vergessen zu machen. Mit ihrem aktuellen Album spielen sie sich direkt in die Herzen all jener, die auch heute noch in den einschlägigen Indie-Discos zum Sound von „Open Your Eyes“ und „Nookie“ im Kreis hüpfen. Aber mal im ernst: mehr hatte auch niemand erwartet. Deshalb: nur weiter so, Jungs.</p>
<p class="MsoNormal"><img class="alignright size-medium wp-image-9473" title="the-heart-horror" src="http://www.zuckerkick.com/wp-content/uploads/2012/05/the-heart-horror-300x284.jpg" alt="the-heart-horror" width="250" height="236" />// Wer auf klassischen Indie-Rock mit Lo-Fi-Passagen und melancholischen Momenten steht, sollte sich mal an das aktuelle Album von <strong>The Heart Of Horror</strong> heranwagen. Nach dem vertrackten Opener wird man sofort von den zärtlichen Melodien in den Armen gewogen und kann sich dem Zauber dieses Werk nicht mehr entziehen. „Into My Own“ steckt nicht nur voller toller Songs, es wurde auch so detailverliebt arrangiert, dass man beim x-ten Durchlauf noch Spaß daran hat. Wer mal wieder ein „ehrliches“ Indie-Rock-Album mit nostaglischem Flair hören möchte, kommt an dieser Band nicht vorbei.</p>
<p class="MsoNormal"><img class="alignleft size-medium wp-image-9474" title="hey_rosetta-seeds" src="http://www.zuckerkick.com/wp-content/uploads/2012/05/hey_rosetta-seeds-300x300.jpg" alt="hey_rosetta-seeds" width="251" height="251" />// Wie The Heart Of Horror stehen auch die Kanadier von <strong>Hey Rosetta!</strong> bei „Unter Schafen Records“ unter Vertrag, was die Frage aufwirft, wo die Label-Betreiber nur all diese bezaubernden Indie-Acts ausgraben. „Seeds“, das aktuelle Album der Band bewegt sich auf dem schmalen Grad zwischen Einar Stray und Jeff Buckley und klingt doch eigenständig genug, um alle Plagiatsvorwürfe im Keim zu ersticken. Mit ihrem Mix aus Folk- und Indie-Melodien liegen die Musiker voll auf höhe der Zeit und dürfen sich zusammen mit Of Monsters &amp; Men um den Platz als heißester Anwärter um den Thron von The Arcade Fire streiten. Wer Folk-Pop gerne mit der Unterstützung eines Cellos präsentiert bekommt, sollte unbedingt mal reinschnuppern. Und allen Springsteen-Fans sei gesagt: hört euch doch mal den Song „Seventeen“ an: es lohnt sich.</p>
<p class="MsoNormal"><img class="alignright size-medium wp-image-9475" title="MARVEL MUSIC/HOLLYWOOD RECORDS AVENGERS" src="http://www.zuckerkick.com/wp-content/uploads/2012/05/avengers_soundtrack-300x300.jpg" alt="MARVEL MUSIC/HOLLYWOOD RECORDS AVENGERS" width="250" height="250" />// Ein illustres Allstar-Ensemble aus dem NuRock-Bereich hat sich in der Zwischenzeit dazu entschlossen „<strong>The Avengers</strong>“ bei ihrem ersten Großleinwandeinsatz zu unterstützen. Während sich im Kino die großen Stars miteinander kloppen, kommen auf dem „Avengers Ensemble“ betitelten Soundtrack unter anderem die Bands Bush („sehr gelungen: „Into The Blue“) und Evanescence zum Zug. Ebenfalls erfreulich, dass sich Rise Against zu einem Gastbeitrag haben durchringen können, genauso wie die altehrwürdigen Kollegen von Soundgarden. Am Packendsten gestaltet sich allerdings der musikalische Abgang von Kasabian, welche mit „Pistols At Dawn“ locker an diverse Höhepunkte ihres aktuellen Albums anknüpfen.Five Finger Death Punch, Papa Roach und Cherri Bomb runden dann das bunte Treiben ab und sorgen dafür, dass demnächst in den großen Arenen wieder richtig viel Luftgitarre gespielt werden darf. Also lasst es krachen. Bis zum nächsten Zuckerbeat.</p>
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		<title>// aufgelesen vol. 41 - &#8220;london calling&#8221;</title>
		<link>http://www.zuckerkick.com/?p=9456</link>
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		<pubDate>Mon, 07 May 2012 14:50:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[º literatur & comic]]></category>

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		<description><![CDATA[mit neuen Büchern von Wells Tower, Max Scharnigg, Legs McNeil &#38; Gillian McCain, Henning Dedekind und Bas Kast. 
// Wenn ein Buch mal wieder von allen Seiten mit Lobeshymnen überhäuft wird, gilt es meistens skeptisch zu sein. Das Debüt des Schriftstellers Wells Tower aus Vancouver allerdings bildet die ebenso oft bemühte Ausnahme von der Regel. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNoSpacing"><em>mit neuen Büchern von Wells Tower, Max Scharnigg, Legs McNeil &amp; Gillian McCain, <span>Henning Dedekind und Bas Kast. </span></em></p>
<p class="MsoNoSpacing"><img class="alignright size-full wp-image-9457" title="wellstower" src="http://www.zuckerkick.com/wp-content/uploads/2012/05/wellstower.jpg" alt="wellstower" width="200" height="304" />// Wenn ein Buch mal wieder von allen Seiten mit Lobeshymnen überhäuft wird, gilt es meistens skeptisch zu sein. Das Debüt des Schriftstellers <strong>Wells Tower</strong> aus Vancouver allerdings bildet die ebenso oft bemühte Ausnahme von der Regel. Sein Werk „Alles zerstört, alles verbrannt“ ist ein auf altmodische Weise überraschend frisches und witziges Werk. Das Buch dreht sich um verschiedene Menschen, deren Leben durch scheinbare Nebensächlichkeiten nahezu vollends aus der Bahn läuft.</p>
<p><span id="more-9456"></span></p>
<p class="MsoNoSpacing">Um ein Beispiel herauszugreifen, erzählt er unter anderem die Geschichte einer Frau, die ihren Mann kurzerhand vor die Tür setzt, weil sie an der Scheibe des Autos einen Fußabdruck wahrnimmt. Es sind in diesem Zusammenhang nicht so sehr die eigentlichen Geschichten, welche den Leser in ihren Bann ziehen. Es ist vielmehr der Erzählstil des Autors, der sich im Rahmen seiner Stories immer sehr eng an der Realität entlanghangelt und auf diverse Ausschmückungen verzichtet. Stattdessen bekommt man die knallharte Realität vor den Latz geknallt und findet sich sofort in den Ängsten und Hoffnungen der einzelnen Akteure wieder. Es ist diese Unmittelbarkeit, die „Alles zerstört, alles verbrannt“ aus der Masse der derzeitigen „Short Story“-Sammlungen herausragen lässt. Denn in gewisser Weise erzählt der Autor hier mit jeder seiner Kurzgeschichten aus dem Leben von uns selbst.<span> </span></p>
<p class="MsoNoSpacing"><img class="alignleft size-full wp-image-9458" title="scharnigg" src="http://www.zuckerkick.com/wp-content/uploads/2012/05/scharnigg.jpg" alt="scharnigg" width="210" height="325" />// Und endlich ist er da, der Frühling, auch in Würzburg. Los geht sie, die Saison der traditionellen Gärtner und des „Urban Gardening“, der neuen Gartenbewegung. Diese nutzt städtische Freiflächen, wie zum Beispiel eine Verkehrsinsel oder verwendet Kisten auf Grünstreifen um Blumen, Gemüse oder Kräuter zu kultivieren. <strong>Max Scharnigg</strong> und seine Freundin suchten nach einer Alternative, um eigenes Grünzeug zu ernten, aber natürlich ohne die eigene Wohnung in Münchens Innenstadt aufgeben zu müssen. In München, wie auch in Würzburg, muss man sehr lange auf der Warteliste eines Schrebergartenvereins stehen, um an eine Gartenparzelle zu kommen. Herr Scharnigg, der SZ-Redakteur, ruft deshalb bei der Nachbarin seiner Verwandten außerhalb Münchens an, die kleinere Teile eines Feldes vermietet und bekommt glücklicherweise noch 100 Meter Acker ab. Der Autor beschreibt nun in den Kapiteln März bis Oktober, was mit dem Acker passiert und wie er und seine Freundin sich dadurch verändern. Selbst Leser, die bisher lediglich versucht haben, auf dem eigenen Balkon ein paar Kräuter zu ziehen, werden sich in vielen Beschreibungen wieder finden. Die Probleme des Autors mit zu viel Wind, zu viel Regen, zu wenig Regen oder zu wenig Sonne geben Anlass zur Schadenfreude oder zumindest zur Genugtuung, dass auch bei anderen Neueinsteigern nicht alles so blüht und grünt wie einem das der Verkäufer im Gartencenter weiß machen möchte. <!--[if gte mso 9]><xml> <o:OfficeDocumentSettings> <o:AllowPNG /> </o:OfficeDocumentSettings> </xml><![endif]--><!--[if gte mso 9]><xml> <w:WordDocument> <w:View>Normal</w:View> <w:Zoom>0</w:Zoom> <w:TrackMoves /> <w:TrackFormatting /> <w:HyphenationZone>21</w:HyphenationZone> <w:PunctuationKerning /> <w:ValidateAgainstSchemas /> <w:SaveIfXMLInvalid>false</w:SaveIfXMLInvalid> <w:IgnoreMixedContent>false</w:IgnoreMixedContent> <w:AlwaysShowPlaceholderText>false</w:AlwaysShowPlaceholderText> <w:DoNotPromoteQF /> <w:LidThemeOther>DE</w:LidThemeOther> <w:LidThemeAsian>X-NONE</w:LidThemeAsian> <w:LidThemeComplexScript>X-NONE</w:LidThemeComplexScript> <w:Compatibility> <w:BreakWrappedTables /> 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--> <!--[endif] -->„Feldversuch“ beschreibt außerdem anschaulich und originell die Veränderung der Natur im Jahreswechsel und lädt dazu ein, die eigene Umwelt genauer zu erforschen. // <em>verfasst von K. Reschke</em></p>
<p class="MsoNoSpacing"><img class="alignright size-full wp-image-9459" title="pleasekillme" src="http://www.zuckerkick.com/wp-content/uploads/2012/05/pleasekillme.jpg" alt="pleasekillme" width="281" height="436" />// Der Gründer Zeitschrift „Punk“ und langjährige „Spin“-Chefredakteur <strong>Legs McNeil</strong> hat sich in der Zwischenzeit zusammen mit der Autorin <strong>Gillian McCain</strong> daran gemacht ein Portrait über die „unzensierte Geschichte des Punk“ zu entwerfen. „Please Kill Me“ erzählt in diesem Zusammenhang nicht nur die Geschichte zahlreicher Protagonisten, wie Lou Reed, Malcolm Mclaren, Iggy Pop und Television, das Werk strahlt auch eine Unmittelbarkeit aus, die vor allem darauf zurückzuführen ist, das zu Recherche-Zwecken zahllose Interviews mit den beteiligten Personen geführt wurden. Während in der Originalausgabe von 1996 noch zahlreiche Fehler schlummerten (ist ja auch irgendwie logisch: wer achtet bei einem Punk-Buch schon auf korrekte Quellenangaben), haben sich die Macher ein Jahr später dann doch dazu entschlossen, ihre gröbsten Schnitzer zu korrigieren. Das Buch selbst hangelt sich („Verschwende deine Jugend“ lässt grüßen!) anhand der Statements der einzelnen Beteiligten durch die Geschichte des Punk. Auf diese Weise fühlt man sich als Leser nicht nur in einen Sog der Emotionen gerissen, man bekommt auch ein äußerst differenziertes Bild davon präsentiert, was damals wirklich passiert ist. Dass sich manche Interviewte in diesem Zusammenhang immer wieder widersprechen, tut dem Lesefluss keinerlei Abbruch und sorgt immer wieder für ein Schmunzeln auf den Lippen des Lesers. So bleibt am Ende natürlich manches im Dunkeln, was damals wirklich passiert ist, das Buch vermittelt aber trotzdem einen umfassenden Eindruck des damaligen Geschehens. Wer auf Punkmusik steht, kommt an diesem Sammelsurium an Eindrücken und Meinungen nicht vorbei. Umso besser, dass der Band inzwischen auch auf Deutsch erschienen ist und seit vergangenen Jahr beim „Hannibal“-Verlag erhältlich ist.</p>
<p class="MsoNoSpacing"><img class="alignleft size-full wp-image-9460" title="krautrock" src="http://www.zuckerkick.com/wp-content/uploads/2012/05/krautrock.jpg" alt="krautrock" width="197" height="300" />// Krautrock feiert hierzulande ja immer noch so etwas wie ein Nischendasein, obwohl sich seit vielen Jahren zahlreiche renommierte Musiker aus aller Herren Länder auf den improvisationsfreudigen Sound berufen. Das Werk „Krautrock – Underground, LSD und kosmische Kuriere“ versucht sich an einem Überblick über die bunt gemischte Szene, die Ende der 60er aus dem Boden schießt. Im Rahmen des Buches finden sich nicht nur zahlreiche Gespräche mit Zeitzeugen und den Mitgliedern diverser Bands, es transportiert auch auf imposante Weise das Lebensgefühl der damaligen Generation. Das Spektrum der behandelten Bands reicht von Amon Düül bis Kraftwerk, von Ton Steine Scherben bis Neu!, von Can bis Tangerine Dream und das waren nur die bekanntesten Namen. Autor <strong>Henning Dedekind</strong> geht in diesem Zusammenhang weitestgehend chronologisch vor und erzählt die ganze Geschichte vom „Goldenen Zeitalter“ bis hin zum „Niedergang“ des Genres. Natürlich werden in diesem Zusammenhang auch die Drogen und der politische Aspekt der Musik nicht außen vor gelassen. Auf über 300 informativen Seiten bekommt man zudem zahlreiche Fotos vor den Latz geknallt, die treffend den damaligen Zeitgeist widerspiegeln. Hinterher fühlt man sich nicht nur vortrefflich unterhalten, sondern als Neueinsteiger auch dazu angeregt, sich an die musikalischen Hinterlassenschaften diverser Protagonisten der damaligen Zeit heranzuwagen: dieses Buch lohnt sich also gleich im doppelten Sinne.</p>
<p class="MsoNoSpacing"><img class="alignright size-full wp-image-9461" title="baskast" src="http://www.zuckerkick.com/wp-content/uploads/2012/05/baskast.jpg" alt="baskast" width="190" height="310" />// Der studierte Psycho- und Biologe <strong>Bas Kast</strong> hat sich bereits durch seine gewieften Beiträge für den „Tagesspiegel“, „Geo“ oder „Nature“ einen Namen gemacht. Jetzt beschäftigt er sich mit einem Thema, das uns alle im gewissen Maße betrifft. In seinem Buch „Ich weiß nicht, was ich wollen soll“ geht es um die Qual der Wahl. Was macht die scheinbar unerschöpfliche Palette an Möglichkeiten mit uns Menschen, die wir doch Jahrhunderte lang immer in weitestgehend (vor)gegeben Verhältnissen existiert haben. Der Autor möchte wissen, wie sich dieses „chronische Zuviel“ an Alternativen auf unsere Psyche auswirkt. Sind wir gleichzeitig zufriedener, weil wir heutzutage freier sind? Oder machen wir uns einfach nur was vor. In diesem Zusammenhang beschäftigt sich Kas genauso mit unserem Hang zum Perfektionismus, wie auch mit dem Einfluss des Geldes auf unser Handeln und Tun. Er wirft einen Blick auf das Leben und wie es immer schnelllebiger, umtriebiger und facettenreicher wird. Er führt vor Augen, wie inmitten all der Möglichkeiten, eine zwischenzeitliche Auszeit von dem ganzen Prozedere des Lebens plötzlich als erstrebenswerte Alternative erscheint. Wenn du also wissen möchtest: „Warum wir uns so schwer entscheiden können und wo das Glück zu finden ist“, dann wirf mal einen Blick in das Buch hier. Es hält ein paar interessante Denkanstöße parat. Und damit Schluss für heute. Bis zur nächsten Leserunde.</p>
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		<title>// strichcode vol. 25 - &#8220;wer mich hier ausgesetzt hat, muss einen fehler begangen haben&#8221;</title>
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		<pubDate>Sun, 06 May 2012 09:16:58 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[º literatur & comic]]></category>

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		<description><![CDATA[mit den Bänden „Das Ende der Welt“, „Sin City“, „Morning Glories“, „Der Spieler“, „The Unwritten oder Das wirkliche Leben“, „Das Schwert“, „American Vampire“ und „True Blood“. 
// Vielleicht erinnert sich noch jemand an die betörende Graphic Novel „Das Ende der Welt“, welche wir vor geraumer Zeit auch hier mit lobenden Worten bedacht haben. Nun legt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNoSpacing"><em style="mso-bidi-font-style:normal">mit den Bänden „Das Ende der Welt“, „Sin City“, „Morning Glories“, „Der Spieler“, „The Unwritten oder Das wirkliche Leben“, „Das Schwert“, „American Vampire“ und „True Blood“. </em></p>
<p class="MsoNoSpacing"><img class="alignright size-full wp-image-9441" title="tirabosco-wazem-im-dunkeln" src="http://www.zuckerkick.com/wp-content/uploads/2012/05/tirabosco-wazem-im-dunkeln.jpg" alt="tirabosco-wazem-im-dunkeln" width="200" height="267" />// Vielleicht erinnert sich noch jemand an die betörende Graphic Novel „Das Ende der Welt“, welche wir vor geraumer Zeit auch hier mit lobenden Worten bedacht haben. Nun legt das Verantwortliche Duo bestehend aus dem Texter <strong style="mso-bidi-font-weight:normal">Pierre Wazem</strong> und dem Zeichner <strong style="mso-bidi-font-weight:normal">Tom Tirabosco</strong> ein neues Werk vor und die Erwartungen sind riesig. „Im Dunkeln“ greift in diesem Zusammenhang eine allseits bekannte Verschwörungstheorie auf, die mehrmals im Zusammenhang mit dem Teilchenbeschleuniger CERN artikuliert wurde.</p>
<p><span id="more-9440"></span></p>
<p class="MsoNoSpacing">Selbige besagt, dass die Idee, den Urknall im Rahmen eines wissenschaftlichen Experiments zu simulieren, gleichzeitig das Ende unserer Zivilisation bedeuten könnte. Die beiden Schöpfer machen sich daran, diese Theorie in abgewandelter Form in eine spannende Geschichte zu überführen. Nachdem also im CERN zahlreiche Teilchen in irrsinniger Geschwindigkeit aufeinanderprallen, wird eine Kettenreaktion in Gang gesetzt. Das Tageslicht erlischt und die Menschen sehen sich plötzlich mit einer Welt konfrontiert, in welcher kein Licht am Ende des Tunnels mehr zu erhaschen ist. Die beiden Autoren stellen wie schon in „Das Ende der Welt“ aber nicht den Hergang der Ereignisse in den Mittelpunkt der Geschichte, sondern zeichnen ein Bild davon, wie sich dadurch das Leben eines bestimmten Menschen verändert. „Im Dunkeln“ dreht sich in diesem Zusammenhang um eine junge Frau, welche sich mit den Geistern ihrer Vergangenheit konfrontiert sieht und dabei weitestgehend „im Dunkeln“ tappt.<span style="mso-spacerun:yes"> </span>Tirabosco wiederum beschränkt sich im Rahmen der Geschichte<span style="mso-spacerun:yes"> </span>erneut auf blau-graue Motive, die einen betörenden Charme ausstrahlen. Die Entgrenzung der Protagonistin vom gesellschaftlichen Leben wird schon auf den ersten paar Seiten spürbar und wirkt durch die karge Szenerie nur umso erschreckender. Ob es ihr am Ende gelingt einen Weg aus der Dunkelheit zu finden? Ob es die ominöse Zwillingsschwester, von der sie ständig spricht, wirklich gibt? Am besten du findest es selbst heraus.</p>
<p class="MsoNoSpacing"><img class="alignleft size-full wp-image-9442" title="sincity5" src="http://www.zuckerkick.com/wp-content/uploads/2012/05/sincity5.jpg" alt="sincity5" width="215" height="323" />// Die renommierte Comic-Reihe „Sin City“ wird in diesen Tagen vom „Cross Cult“-Verlag neu veröffentlicht. Nun liegen auch die Bände fünf bis sieben im eleganten „weiß“ vor und man ist auch viele Jahre nach der Erstveröffentlichung wie betört von der Intensität dieses Meisterwerks. Im Rahmen des fünften Streichs („Familienbande“) steht ein Bandenkrieg an, der von der Obrigkeit gar nicht gerne gesehen wird. Und obwohl das Werk das wohl schmalste der Reihe ist, strotzt es nur so vor packenden Motiven. Miller verliert sich auch hier zunehmend in großformatigen Motiven, die das Spiel mit Licht und Schatten auf die Spitze treiben. Es gibt wohl kaum einen anderen Zeichner, der es versteht, solch komplexe Figuren mit so minimalistischen Mitteln zu kreieren. <span style="mso-spacerun:yes"> </span>Star der Ausgabe ist in diesem Zusammenhang übrigens Miho, eine eiskalte und äußerst schweigsame Killerin, deren liebliches Äuß<img class="alignright size-full wp-image-9443" title="sincity6" src="http://www.zuckerkick.com/wp-content/uploads/2012/05/sincity6.jpg" alt="sincity6" width="221" height="333" />eres die reine Tarnung zu sein scheint. Im sechsten Band (der einzige der Reihe, welcher in der Neu-Edition ein rot-schwarzes Covermotiv aufweist) macht sich daran, die Geschichten aller bisher bekannten Charaktere miteinander zu verknüpfen und neue Facetten der Persönlichkeiten der einzelnen Protagonisten offen zu legen. Im Rahmen von elf Short-Stories treffen wir alte Bekannte wieder und sehen hinterher so manches im neuen Licht (worauf wohl auch das Farbenspiel auf dem Buchumschlag hindeutet). Da stellt sich nur die Frage, was da jetzt eigentlich noch kommen mag? Im Grunde genommen ist „Sin City“ nämlich nach dem sechsten Band (mit dem gewöhnungsbedürftigen Titel „Bräute, Bier und blaue Bohnen“) in sich abgeschlossen und es gäbe auch keinen Grund mehr etwas hinzuzufügen. Dennoch versucht sich Miller im siebten Teil an einer Neuinterpretation der Se<img class="alignleft size-full wp-image-9444" title="sincity7" src="http://www.zuckerkick.com/wp-content/uploads/2012/05/sincity7.jpg" alt="sincity7" width="223" height="337" />rie, beschränkt sich auf frische Gesichter und knallt einen 320 Seiten geballter Energie vor den Latz. Der letzte Band ist damit nicht nur fast doppelt so lang, wie diverse Vorgänger, er ist auch der erste, der etwas freizügiger mit diversen Farben spielt. Schwarz-weiß war gestern. <strong style="mso-bidi-font-weight:normal">Frank Miller </strong>hat umgesattelt und lässt eine ganze Reihe an düsteren Charakteren auf der Bildfläche erscheinen, die allesamt direkt aus dem Schlot der Hölle zu kommen scheinen. „Einmal Hölle und zurück“ gönnt sich sogar einige Seitenhiebe auf alte Bekannte, wie „Captain America“ und „Hägar“, findet aber gegen Ende wieder in die Spur zurück. Soll heißen: Dieser Band ist fast schon ein surreales Erlebnis. Wer jetzt Lust bekommen hat, vollends in die Untiefen der „Sin City“ abzutauchen, sollte die Chance ergreifen und sich (vor allem) beeilen. Beim letzten Mal hat es nämlich nicht allzu lange gedauert, bis diverse Bände der Reihe ausverkauft gewesen sind.<span style="mso-spacerun:yes"> </span></p>
<p class="MsoNoSpacing"><img class="alignright size-full wp-image-9445" title="morning-glories" src="http://www.zuckerkick.com/wp-content/uploads/2012/05/morning-glories.jpg" alt="morning-glories" width="206" height="313" />// Wer mal wieder ein wirklich gelungenes Teenager-Drama lesen möchte, der sollte sich mal den ersten Band der Reihe „Morning Glories“ zu Gemüte führen, welcher soeben im „Panini Verlag“ erschienen ist. Darin dreht sich alles um eine sogenannte „Morning Glory Academy“ - hinter deren Gemäuer reichlich Unschönes passiert. Im Gegensatz zu Teenie-Klamotten der Marke „Eiskalte Engel“ verleihen die Verantwortlichen <strong style="mso-bidi-font-weight: normal">Nick Spencer</strong> und sein Zeichner <strong style="mso-bidi-font-weight:normal">Joe Eisma</strong> den Protagonisten eine gehörige Portion Tiefgang, was sich schon allein durch die gediegene Gangart gleich zu Beginn des Buches andeutet. Die Macher von „Morning Glories“ haben es auf Langlebigkeit angelegt und so fiebert man schon nach wenigen Seiten mit den Jugendlichen mit. Das Unheil wiederum schleicht sich in diesem Zusammenhang eher an, als das es einen überfällt.<span style="mso-spacerun:yes"> </span>Der turbulente Auftakt wird mit ruhigen Passagen gekontert, die einen guten Einblick ins Innenleben der einzelnen Figuren vermitteln. (Vorsicht SPOILER!) Darüber hinaus schleicht sich aber spätestens dann ein Gefühl der Unruhe ein, als Hauptdarstellerin Caseys Eltern plötzlich von den Verantwortlichen der Akademie ermordet werden. Sie wollten einfach nicht einsehen, dass ihre Tochter fortan keinen Kontakt mehr zu ihnen haben darf. Wie das die wohlbehütete Casey verändert? Und welche Leichen sonst noch im Keller der Akademie schlummern? Am besten du findest es selbst heraus. Der Auftaktband von „Morning Glories“ fesselt einen von der ersten bis zur letzten Seite.</p>
<p class="MsoNoSpacing"><img class="alignleft size-full wp-image-9446" title="der-spieler" src="http://www.zuckerkick.com/wp-content/uploads/2012/05/der-spieler.jpg" alt="der-spieler" width="296" height="412" />// Eine bemerkenswerte Graphic Novel erscheint in diesen Tagen auch im „Splitter“-Verlag. „Der Spieler“ beruht auf einem Roman des renommierten Schriftstellers Fjodor Dostojewski und wurde von <strong style="mso-bidi-font-weight:normal">Stephane Miquel </strong>und dem Zeichner <strong style="mso-bidi-font-weight:normal">Loic Godart</strong> recht frei in eine Bildergeschichte übersetzt. Der Band dreht sich um einen russischen General, der ziemlich viele Schulden hat und deshalb auf das schnelle Ableben seiner reichen Tante hofft. Dieses Szenario wiederum ist nur der Ausgangspunkt für eine intrigante Familiengeschichte, die aufzeigt, wie Neid und Missgunst die Menschen zunehmend im Innersten kaputt machen. Es ist nur schwer mit den gescheiterten Existenzen Mitleid zu empfinden, die hier auf der Bildfläche erscheinen. Es gibt jedenfalls kaum einen Akteur, der in dieser Novelle kein doppeltes Spiel treibt und so ist es für den Leser ein umso größeres Vergnügen sich durch diesen Reigen der Gemeinheiten zu schmökern. Als dann zur Mitte hin auch noch die potenzielle Erbtante selbst auf der Bildfläche erscheint, ist das Chaos perfekt. Ob sich am Ende dennoch alles in Wohlgefallen auflöst? Gehen Sie am besten mal nicht davon aus… oder noch besser: lesen sie „Der Spieler“. Es lohnt sich.</p>
<p class="MsoNoSpacing"><img class="alignright size-full wp-image-9447" title="the-unwritten-oder-das-wirkliche-leben-3" src="http://www.zuckerkick.com/wp-content/uploads/2012/05/the-unwritten-oder-das-wirkliche-leben-3.jpg" alt="the-unwritten-oder-das-wirkliche-leben-3" width="221" height="352" />// Eine gefühlte Ewigkeit hat es gedauert, aber jetzt geht „The Unwritten oder Das wirkliche Leben“ endlich auch hierzulande in die dritte Runde. Für alle Neueinsteiger sei gesagt, dass sich die Story um einen jungen Menschen namens Tommy Taylor<span style="mso-spacerun:yes"> </span>dreht, dessen fiktive Abenteuer einen riesigen Boom der Marke Harry Potter ausgelöst haben. Der Clou allerdings ist, dass es wirklich einen Tom Taylor gibt, der noch dazu der Sohn des berühmten Roman-Autors ist und der von den Menschen fast gottgleich verehrt wird. Als sich dann auch noch mysteriöse Dinge um seine Person abspielen, wird er von den Menschen als neuer Heilsbringer hofiert. Darüber hinaus lösen sich zunehmend die Grenzen zwischen Realität und Fiktion auf. Mit der Zeit tauchen nämlich Gestalten aus den Büchern des Vaters in der wirklichen Welt auf und bringen Tom Taylor ins Grübeln. Was ist real? Was Phantasie? Oder ist das alles nur ein großer schlimmer Albtraum? Den beiden Autoren <strong style="mso-bidi-font-weight:normal">Mike Carey</strong> und <strong style="mso-bidi-font-weight:normal">Peter Gross</strong> gelingt es zusammen mit zahlreichen Mitstreitern famos eine eigenwillige Szenerie zu kreieren. Auch für den Zuschauer lösen sich die Grenzen zwischen Realität und Fantasie auf und man grübelt immer wieder darüber nach, wie das alles zusammenpassen soll. Tom Taylor kämpft währenddessen weiter damit, ob er sich nun in sein Schicksal fügen soll, oder eine gehörige Portion Skepsis gegenüber den mysteriösen Ereignissen an den Tag legen soll. Stellt er sich den Kampf mit seinem eigenen Alter Ego oder sucht er das Weite? Und was für Geheimnisse haben eigentlich die Menschen aus dem näheren Umfeld seines Vaters vor ihm? Wenn du jetzt neugierig geworden bist, schau mal rein. „The Unwritten“ ist ein Fest für die Sinne, das mit zahlreichen<span style="mso-spacerun:yes"> </span>Querverweisen auf zeitgenössische Filme und Bücher gespickt ist. Eine äußerst intelligentes und noch dazu spannendes Vergnügen.</p>
<p class="MsoNoSpacing"><img class="alignleft size-full wp-image-9448" title="dasschwert3" src="http://www.zuckerkick.com/wp-content/uploads/2012/05/dasschwert3.jpg" alt="dasschwert3" width="226" height="350" />// Die Comic-Saga „Das Schwert“ liegt nun auch hierzulande in ihrer vollständigen Fassung vor. Vorher allerdings muss erst noch mal Folgendes hervorgehoben werden: Das Zeichner-Duo <strong style="mso-bidi-font-weight: normal">Joshua &amp; Jonathan Luna </strong>hat sich bei „Das Schwert“ an einem Ding der Unmöglichkeit versucht. Die beiden wollten nämlich im Laufe der Geschichte die unterschiedlichsten Genres unter einen Hut bringen. Zu unserer großen Überraschung ist ihnen das auch in den letzten beiden Bänden „Erde“ und „Luft“ geglückt. Die Reihe ist nicht nur in sich stimmig, sie ist von der ersten bis zur letzten Seite spannend. Nachdem sich die Protagonistin Dara Brighton im Laufe der ersten beiden Bände das Schwert ihres Vaters unter den Nagel gerissen hat, wird sie von einer Gruppe Halbgötter verfolgt. Doch anstatt sich zu verstecken, holt sie zum Gegenschlag aus. Das Schwert nämlich verleiht ihr übermenschliche Kräfte. Die Rollstuhlfahrerin kann auf einmal wieder gehen, sie entwickelt sich darüber hinaus <img class="alignright size-full wp-image-9449" title="dasschwert4" src="http://www.zuckerkick.com/wp-content/uploads/2012/05/dasschwert4.jpg" alt="dasschwert4" width="254" height="394" />aber auch zunehmend zu einer versierten Kämpferin, die kein Pardon mit ihren Gegnern kennt. Selbige nämlich haben nicht nur ihren Vater, sondern auch den Rest der Familie auf dem Gewissen. Dara sinnt auf Rache und knöpft sich einen Halbgott nach dem Anderen vor. Gegen Ende allerdings sieht sie sich nicht nur mit einer übermächtigen Gegnerin konfrontiert, sie erfährt auch immer mehr Details zum Treiben ihres Vaters. In diesem Zusammenhang hört sie Dinge, die sie fortwährend daran zweifeln lassen, ob sie auch wirklich das Richtige tut. Wie sich Dana am Ende entscheidet? Am besten du findest es selbst heraus. Ihr beim Ausfechten ihrer inneren Konflikte zuzusehen, ist ganz großes Kino. Die Macher sind weit davon entfernt die Welt in Gut und Böse aufzuteilen. Stattdessen legen sie das Hin- und Hergerissen-Sein ihrer Heldin offen. Zwischenzeitlich scheint sie nur noch die Wahl zwischen zwei gleich schlimmen Übeln zu haben. Hier kommt dann auch der „Coming Of Age“-Aspekt der Reihe zum Vorschein, welcher „Das Schwert“ zu einer glaubwürdigen Geschichte über das Erwachsenwerden macht. Am Ende passt, wie schon gesagt, alles zusammen. Die Kampfkunst-Elemente, die Krimi-Anleihen, die dramatischen Passagen, die mysteriöse Atmosphäre. All das greift schlüssig ineinander und sorgt für ein fulminantes Finale. Eigentlich nur schade, dass hinterher dann schon wieder alles vorbei ist.</p>
<p class="MsoNoSpacing"><img class="alignleft size-full wp-image-9450" title="americanvampire3" src="http://www.zuckerkick.com/wp-content/uploads/2012/05/americanvampire3.jpg" alt="americanvampire3" width="221" height="350" />// Ob man zu „American Vampire“ wirklich noch einleitende Worte beisteuern muss? Eigentlich nicht. Die Blutsauger-Reihe jedenfalls hat seit dem fulminanten Erstling einen festen Platz in unseren Herzen. Nun, da der dritte Band vorliegt, stellt sich die Frage, ob das Spiel mit den immer gleichen Vampirgeschichten dauerhaft funktioniert oder ob es sich mit zunehmender Lauflänge eben doch abnutzt. <strong style="mso-bidi-font-weight:normal">Scott Snyder</strong>, der Autor der Reihe, beantwortet die Frage zusammen mit seinem Zeichner <strong style="mso-bidi-font-weight:normal">Rafael Albuquerque</strong>, indem er die Flucht nach vorne antritt. Nachdem der zweite Band leider den „Biss“ des Ersten vermissen ließ, wird nun zum Krieg der Vampire geblasen. Snyder siedelt das Geschehen im zweiten Weltkrieg an, verweist aber in diesem Zusammenhang auf eine fiktive Auseinandersetzung zwischen Blutsaugern. Der Bezug zu realen Ereignissen kann schon mal gehörig in die Hose gehen, doch der Autor ist schlau genug, sich nicht allzu sehr von den realen, weltgeschichtlichen Ereignissen leiten zu lassen. Ein solch grausames Thema im Rahmen eines fiktiven Comics abzuhandeln, kann unserer Meinung nach kaum funktionieren. Trotzdem dürfte es zahlreichen Lesern schwer fallen, von dieser Geschichte fasziniert zu sein, weil das Militärische einen großen Teil der Handlung einnimmt. Das wiederum sorgt an der einen oder anderen Stelle nicht nur für Stirnrunzeln, sondern führt auch zu diversen Längen, die bereits beim zweiten Band auszumachen waren. Dennoch bleibt dem Leser gegen Ende die Hoffnung erhalten, dass sich die Macher in Zukunft wieder auf das Wesentliche besinnen und statt diverser Gewaltorgien eine packende Geschichte in den Mittelpunkt rücken. Die Vampir-Motive sind nämlich auch im dritten Band äußerst angsteinflößend, verlieren aber im Antlitz des Krieges ihre Intensität.</p>
<p class="MsoNoSpacing"><img class="alignright size-full wp-image-9451" title="trueblood2" src="http://www.zuckerkick.com/wp-content/uploads/2012/05/trueblood2.jpg" alt="trueblood2" width="228" height="350" />// Nachdem die vierte Staffel gerade im Bezahlfernsehen ausgelaufen ist, können sich alle „True Blood“-Fans mal wieder in der Comic-Abteilung ihres Vertrauens begeben und zum zweiten Band der gleichnamigen Comicbuch-Reihe greifen. „Tainted Love“ ergänzt wie schon der erste Band die Handlung auf der Mattscheibe und erzählt uns neue Geschichten aus dem Leben von Sookie, Eric und Bill. Die Nachwuchs-Vampirin Jessica wird in diesem Zusammenhang Opfer eines Anschlags und mit vergiftetem Tru Blood verköstigt. Daraufhin heften sich die anderen auf die Spur der Verantwortlichen, um ihnen das Gegenmittel zu entreißen. Die Zeit rennt. Sookie, Eric und Bill haben nur fünf Stunden Zeit, bevor das Getränk seine tödliche Wirkung entfaltet. Die beiden Autoren <strong style="mso-bidi-font-weight:normal">Marc Andreyko</strong> und <strong style="mso-bidi-font-weight: normal">Michael McMillian</strong> haben zusammen mit dem Zeichner <strong style="mso-bidi-font-weight:normal">Joe Corroney</strong> ganze Arbeit geleistet und die düstere Atmosphäre der Reihe nahezu perfekt auf Papier transferiert. Im Gegensatz zum ersten Band (in welchem zahlreiche Geheimnisse aus der Vergangenheit der einzelnen Akteure im Rahmen diverser Kurzgeschichten gelüftet worden sind) bewegt sich die Handlung diesmal stringent voran. Die Geschichte legt ein irrsinniges Tempo vor und macht jetzt schon Lust auf den dritten Band der Reihe, der bereits in Kürze erscheinen soll. Also schmökert mal rein. Bis zum nächsten Strichcode.</p>
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		<title>// zuckerschock für den mai 2012: frittenbude</title>
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		<pubDate>Sat, 05 May 2012 12:40:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[º zuckerbeat: musik / szene]]></category>

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		<description><![CDATA[// Hach, wie schön ist das denn. Das neue Frittenbude-Album steht endlich im Plattenregal und schon allein die immense Masse an Tracks (15 sind es an der Zahl) macht deutlich, dass den Jungs auch 2012 nur so vor Inspiration sprühen. Die Gefahr bestand ja durchaus, dass sich der hymnische Elektro-Pop-Punk der Jungs mit der Zeit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal"><img class="size-medium wp-image-9434 alignleft" title="frittenbude" src="http://www.zuckerkick.com/wp-content/uploads/2012/05/frittenbude-300x300.jpg" alt="frittenbude" width="250" height="250" />// Hach, wie schön ist das denn. Das neue <strong>Frittenbude</strong>-Album steht endlich im Plattenregal und schon allein die immense Masse an Tracks (15 sind es an der Zahl) macht deutlich, dass den Jungs auch 2012 nur so vor Inspiration sprühen. Die Gefahr bestand ja durchaus, dass sich der hymnische Elektro-Pop-Punk der Jungs mit der Zeit totläuft, doch schon der Opener des aktuellen Albums „Delfinarium“ macht deutlich, dass den sympathischen Techno-Poeten die Puste noch lange nicht ausgegangen ist. Sie machen das ja sowieso „alles nur wegen dem Eiskonfekt“ und knallen uns kurz darauf packende Slogans der Marke „Wir sind die Clowns im Zirkus des Lebens / Alle Träume ein Zelt und die Dompteure Propheten“ um die Ohren.</p>
<p><span id="more-9435"></span></p>
<p class="MsoNormal">Ob sie damit direkt auf die Pole Position der Charts hechten, scheint in Zeiten zurückgehender Platten-Verkäufe sowieso zweitrangig zu sein, denn die Frittenbude ist ein Live-Act. Dementsprechend eignet sich auch so gut wie jeder Song auf dieser Platte nahezu perfekt als Soundtrack zum exzessiven Partyrausch. Der politische Aspekt wird darüber hinaus auch nicht außer Acht gelassen und mit „Deutschland 500“ (zusammen mit Egotronic) auch noch der passende Nachfolger des Egotronic-Über-Hits „Raven gegen Deutschland“ abgeliefert. Was soll ich da noch hinzufügen? Vielleicht, dass das hier Kunst ist (mindestens in 1000 Jahren). Liebes „Delfinarium“, fühl dich geherzt.</p>
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		<title>// zuckerbeat vol. (2)61 - neuzeit</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Apr 2012 07:30:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[mit neuer Musik von Of Monsters And Men, I Heart Sharks, Wilhelm Tell Me, Florian Horwath, Damon Albarn, der Compilation “20 Jahre Intro”, Freidenker und Glitterbug. 
// Of Monsters And Men sind mal wieder ein Act, den man einfach nur ganz doll knuddeln möchte. Die isländische Band wurde nicht umsonst schon vor geraumer Zeit vom [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal"><em><span lang="EN-US">mit neuer Musik von Of Monsters And Men, I Heart Sharks, Wilhelm Tell Me, Florian Horwath, Damon Albarn, der Compilation “20 Jahre Intro”, Freidenker und Glitterbug. </span></em></p>
<p class="MsoNormal"><img class="alignleft size-medium wp-image-9412" title="of-monsters-and-men" src="http://www.zuckerkick.com/wp-content/uploads/2012/04/of-monsters-and-men-300x300.jpg" alt="of-monsters-and-men" width="250" height="250" />// <strong>Of Monsters And Men </strong>sind mal wieder ein Act, den man einfach nur ganz doll knuddeln möchte. Die isländische Band wurde nicht umsonst schon vor geraumer Zeit vom amerikanischen Rolling Stone als die „neuen Arcade Fire“ bezeichnet. Und ihr Debütalbum<span> </span>„My Head Is An Animal“ ist wahrscheinlich der Indie-Pop-Knaller des Sommers. Was hier im Fünf-Minuten-Takt an emotionalen Tracks raus gehauen wird, verschlägt einen schlicht und ergreifend den Atem. Wo der ebenfalls talentierte Kollege namens Einar Stray immer wieder in experimentelle Gefilde abdriftet, haben es die sechs Isländer über die volle Distanz auf den großen Pop-Moment abgesehen. Dem entspringen zahlreiche Hits, wie zum Beispiel das Stück „Little Talks“, dessen „Hey“-Schlachtruf man noch Stunden später im Ohr hat. Wer sich schon länger mal wieder von einem formvollendeten Indie-Pop-Album überrumpeln lassen wollte, kommt an dieser Band nicht vorbei. Of Monsters And Men machen Folk Pop mit Widerhaken und schreiben einfach nur zauberhafte Songs.</p>
<p><span id="more-9411"></span></p>
<p class="MsoNormal"><img class="alignright size-full wp-image-9413" title="ihs" src="http://www.zuckerkick.com/wp-content/uploads/2012/04/ihs.jpg" alt="ihs" width="250" height="250" />// Das wohl tanzbarste und langlebigste Indie-Rock-Album des vergangenen Jahres ist uns beim Zuckerbeat leider entgangen. Dabei haben <strong>I Heart Sharks</strong> doch mit ihrer fulminanten Single „Neuzeit“ einen mehr als süchtig machenden Appetizer veröffentlicht. Auf „Summer“ finden sich mindesten sechs weitere Hits dieses Kalibers im Grenzgebiet von The Robocop Kraus &amp; Franz Ferdinand. Man merkt den Jungs an, dass sie eine halbe Ewigkeit an diesem Album herumgeschraubt haben (wenn mans genau nimmt waren es vier Jahre), dafür aber wird man mit knallbunten Hipster-Rock im Indie-Outfit belohnt. „Wolves“ ist inzwischen von keiner Tanzfläche der Nation mehr wegzudenken und „Animals“ geleitet einen auf samtenen Pfoten in Richtung Glückseligkeit. „I Love It When You Lie To Me“ flüstern einem I Heart Sharks in dem betörenden „Lies“ ins Ohr und zeigen all den illustren Kollegen da draußen, wie man dynamische Songs arrangiert. Sommer, ich komme!</p>
<p class="MsoNormal"><img class="alignleft size-medium wp-image-9414" title="wilhelm-tell-me" src="http://www.zuckerkick.com/wp-content/uploads/2012/04/wilhelm-tell-me-300x296.jpg" alt="wilhelm-tell-me" width="250" height="247" />// Auch bereits im vergangenen Jahr ist das durchweg bemerkenswerte Debütalbum von <strong>Wilhelm Tell Me</strong> erschienen. Die Scheibe ist ein gefundenes Fressen für jeden Phoenix-Fan. Die Songs balancieren auf dem schmalen Grad zwischen Indie- und Pop-Anleihen ohne dabei ins Wanken zu geraten. „Excuse My French“ hat in diesem Zusammenhang mindestens acht Hits im Gepäck, die vor dem geistigen Auge die Sonne aufsteigen lassen. Da können sich die Kollegen vom Two Door Cinema Club durchaus mal eine Scheibe von abschneiden für ihr nächstes Album. Wenn Willhelm Tell Me bisher an euch vorbei gegangen ist, solltet ihr die Chance ergreifen uns euch dieses schwungvollen Werk jetzt unbedingt nach Hause holen. Es lohnt sich. <span lang="EN-US">Und jetzt alle: „I Don´t Know, I Don´t Know Why… That´s The Way That It Goes…” </span></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="EN-US"><img class="alignright size-full wp-image-9415" title="FH-TONIGHT_digipack-4P ZW.indd" src="http://www.zuckerkick.com/wp-content/uploads/2012/04/horwath.jpg" alt="FH-TONIGHT_digipack-4P ZW.indd" width="250" height="223" /></span>// <strong>Florian Horwath</strong> ist nicht nur ein schräger Charakter, auch seine Songs haben ordentlich Schräglage. Gerade das aber ist das bezaubernde an seiner Musik, die vor allem von ihren zahlreichen dissonanten Passagen lebt. Songwriter gibt’s ja heutzutage schon genug, da freut es einen nur umso mehr, wenn endlich mal jemand die Grenzen des Möglichen auslotet. Schon allein wie sich der Opener seines aktuellen Albums „Tonight“ vom Garagenrocker zur potenziellen Stadionhymne hochschaukelt und dann doch das große Finale verweigert, ist bemerkenswert. Wer mal wieder ein gelungenes Liedermacher-Werk abseits gängiger Konventionen hören möchte, sollte unbedingt dieser zärtlich-verwegenen Musik lauschen. Und dann „Fly On Into The Night… Oh Baby Hold Me Tight…“ singen, als ob es keine Morgen mehr gäbe.</p>
<p class="MsoNormal"><img class="alignleft size-medium wp-image-9416" title="damon-albarn" src="http://www.zuckerkick.com/wp-content/uploads/2012/04/damon-albarn-300x300.jpg" alt="damon-albarn" width="250" height="250" />// Nachdem Blur bereits seit Längerem nichts Neues mehr released haben, ist man umso dankbarer dafür, dass die ehemaligen Mitglieder auch weiterhin ihrer Liebe zur Musik frönen. In diesem Monat erscheint nun das zweite Solo-Album des Blur-Kopfes <strong>Damon Albarn</strong> nach 2003 und ist ebenso größenwahnsiinig angelegt, wie die bereits unter dem Namen „Monkey“ veröffentlichte Oper aus dem Jahr 2007. Im Grunde genommen ist „Dr Dee“ ebenfalls eine Art Soundtrack im Opern-Outfit. Auf eine klassische Introduction folgen zärtliche, hemmungslos durcharrangierte Songs, die in produktionstechnischer Hinsicht die Grenzen des Möglichen ausloten. Inhaltlich dreht sich das Werk nicht nur um Elisabeth I, es wurden auch zahlreiche klassische Instrumente bei den Aufnahmen verwendet. Ebenfalls ein Gastspiel gibt der renommierte nigerianische Perkussionist Tony Allen und befeuert die gespenstische Grundstimmung der Scheibe. Wer auf Konzeptalben steht, sollte unbedingt mal reinhören. Es lohnt sich.</p>
<p class="MsoNormal"><img class="alignright size-full wp-image-9417" title="20jahreintro" src="http://www.zuckerkick.com/wp-content/uploads/2012/04/20jahreintro.jpg" alt="20jahreintro" width="250" height="252" />// 20 Jahre auf einem Sampler zu verweigen, ist eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit. Die Musikzeitschrift „Intro“ hat es pünktlich zum Jubiläum dennoch versucht und einen schönen 2CD-Sampler auf den Markt geschmissen, der sich perfekt dazu eignet, ein bisschen nostalgisch zu werden. 1991 startet dann auch die illustre Zeitreise mit Tracks von Gang Starr bis Primal Scream, gefolgt von den Sisters Of Mercy und Blumfeld. Diesen Auftakt muss man erst einmal toppen. Und zugegeben: irgendwie stehen die jeweils zwei Tracks auf „<strong>20 Jahre Intro</strong>“ doch überraschend gut als Stellvertreter für ihre jeweilige Epoche… pardon: das jeweilige Jahr. Um nur ein paar Namen zu nennen: Ash (mit „Girl From Mars“) sind genauso mit dabei wie Seeed („Dickes B“) und Bloc Party („Banquet“). Darüber hinaus geben sich Frittenbude, die Absoluten Beginner und Freundeskreis die Ehre. Für die Elektro-Fraktion wurde im Repertoire von Modest Mouse, Orbital und Duck Sauce gestöbert. Soll heißen: eine runde Sache, diese Scheibe, die noch dazu anregt, die ollen Platten mal wieder aufzulegen. Also dann: Auf die nächsten 20!</p>
<p class="MsoNormal"><img class="alignleft size-full wp-image-9418" title="freidenker" src="http://www.zuckerkick.com/wp-content/uploads/2012/04/freidenker.jpg" alt="freidenker" width="250" height="250" />// Wer auf anspruchsvolle Rap-Musik steht, sollte mal in das aktuelle Album der <strong>Freidenker</strong> reinhören. Die Schwaben verzichten auf ihrer aktuellen Platte auf aggressive Ansagen und frauenfeindeliche Passagen. Stattdessen bekommt man wohl durchdachte Lyrics mit viel Tiefgang vor den Latz geknallt, die schöne Erinnerungen an die Musik von Aphroe wachrufen. Das breit angelegte Sound-Korsett aus klebrigen Melodien und wummernden Elektro-Beats sorgt für ein gehöriges Maß an Abwechslung und spätestens bei „Alte Haut“ ist man unweigerlich am Mitwippen. Wer auf klassische Rap-Musik der alten Schule im Grenzgebiet von Clueso und Doppelkopf steht, sollte unbedingt mal einen Durchlauf riskieren.</p>
<p class="MsoNormal"><img class="alignright size-medium wp-image-9419" title="glitterbug" src="http://www.zuckerkick.com/wp-content/uploads/2012/04/glitterbug-300x300.jpg" alt="glitterbug" width="250" height="250" />// Das dritte Album von <strong>Glitterbug</strong> schleicht sich in der Zwischenzeit ganz unbemerkt an einen heran. Nachdem man sich mehrmals vergewissert hat, dass die Anlage bereits läuft, hämmert ein dröhndes Schlagzeug drauf los und wird von atmosphärischen Klängen durchflutet. „Cancerboy“ ist ein Album, für das man sich unbedingt Zeit nehmen sollte. Die kalte Atmosphäre der Platte ist bemerkenswert. Man hat bisweilen das Gefühl gerade dem Score eines bitterbösen Horror-Movies zu lauschen. Wer auf Kopfkino steht, sollte sich mal an die Scheibe heranwagen. Und damit Schluss für heute. Bis zum nächsten Zuckerbeat.</p>
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