{"id":10288,"date":"2012-09-20T18:12:38","date_gmt":"2012-09-20T17:12:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=10288"},"modified":"2012-09-20T18:13:08","modified_gmt":"2012-09-20T17:13:08","slug":"aufgelesen-vol-54-was-denken-sie-penny","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=10288","title":{"rendered":"\/\/ aufgelesen vol. 54 &#8211; &#8222;was denken sie, penny?&#8220;"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNoSpacing\"><em style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">mit neuen B\u00fcchern von Roger Willemsen, Ian Fleming und Helen Hodgman.<\/em><\/p>\n<p class=\"MsoNoSpacing\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-10290\" title=\"roger-willemsen1\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/roger-willemsen1.jpg\" alt=\"roger-willemsen1\" width=\"198\" height=\"325\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/roger-willemsen1.jpg 299w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/roger-willemsen1-183x300.jpg 183w\" sizes=\"auto, (max-width: 198px) 100vw, 198px\" \/>\/\/ Ein neues Werk von <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal;\">Roger Willemsen<\/strong> ist inzwischen auch immer ein Ereignis. Umso gespannter durfte man auf sein neues Buch \u201eMomentum\u201c sein, das in diesen Tagen in die L\u00e4den kommt. In seinem neuen Schm\u00f6ker versucht der Autor abermals auf das Besondere im Alltag aufmerksam zu machen. Er durchforstet das Leben der Menschen nach den Momenten, die wirklich von Bedeutung sind. Vieles in \u201eMomentum\u201c geschieht beil\u00e4ufig, doch Willemsen gelingt es durch seine Worte die einzelnen Sequenzen mit immenser Energie aufzuladen. Mit seinem gewandten Schreibstil versucht er die Bedeutung zu erfassen, die eben jene kurzen Augenblicke in der R\u00fcckschau auf das Leben eines Menschen hatten.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p class=\"MsoNoSpacing\">Die Leerstellen zwischen diesen Augenblicken allerdings sind das eigentlich Faszinierende an Willemsens Buch. Denn so wird man als Leser immer wieder dazu angeregt, in die Handlung einzugreifen. Der Autor bringt einen mit seinen Zeilen dazu, aus unterschiedlichen Augenblicken eine komplexe Dramaturgie zu kreieren. Er l\u00e4sst dem Leser aber immer auch Luft zum Atmen. In gewisser Weise ist Willemsen damit der wohl phantasievollste Roman des Sommers gelungen. \u00c4hnlich wie das Pop-Trio \u201eThe XX\u201c, welches seine Songs streckenweise komplett skelettiert, ist \u201eMomentum\u201c die literarische Antwort auf die Schnelllebigkeit unserer Gesellschaft. Es scheint einem immer wieder zuzufl\u00fcstern, alles \u00dcberfl\u00fcssige hinter sich zu lassen, den Kopf einzuschalten und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren \u2013 Selbiges droht n\u00e4mlich sonst im Wust der Informationen zu ersticken. Ein \u201ephantastisches\u201c Werk, dieses \u201eMomentum\u201c. <span style=\"mso-spacerun: yes;\"> <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNoSpacing\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-10291\" title=\"0071\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/0071.jpg\" alt=\"0071\" width=\"463\" height=\"745\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/0071.jpg 800w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/0071-186x300.jpg 186w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/0071-637x1024.jpg 637w\" sizes=\"auto, (max-width: 463px) 100vw, 463px\" \/>\/\/ Kurz vor dem Start des neuen James Bond-Streifens erscheinen beim \u201eCross Cult\u201c-Verlag derzeit die ersten Romane der breit angelegten \u201eJames Bond Bibliothek\u201c. Zum Auftakt l\u00e4dt euch <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal;\">Ian Fleming<\/strong> in das allseits beliebte \u201eCasino Royale\u201c ein \u2013 da hei\u00dft es Pokerface aufsetzen und auf das eigene Gl\u00fcck vertrauen. Mit dem gleichnamigen Streifen wurde nicht nur der Daniel Craig als neuer Bonddarsteller auf die Fans losgelassen, \u201eCasino Royale\u201c hat der <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-10292\" title=\"0073\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/0073-205x300.jpg\" alt=\"0073\" width=\"205\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/0073-205x300.jpg 205w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/0073.jpg 439w\" sizes=\"auto, (max-width: 205px) 100vw, 205px\" \/>Bond-Reihe durch seine Konzentration aufs Wesentliche eine l\u00e4ngst \u00fcberholte Frischzellenkur verpasst. Auch im Rahmen des Buches wird mit action-lastigen Passagen gegeizt, wodurch der Story mehr Raum zur Entfaltung einger\u00e4umt wird. Als \u201eMoonraker\u201c damals im Kino lief, war das noch ganz anders. Die Produzenten haben sich daran gemacht, ein nahezu bombastisches Werk voller Spezial-Effekte aus dem \u00c4rmel zu sch\u00fctteln. In Buchform funktioniert die Geschichte allerdings wesentlich besser. Genauso wie in \u201eCasino Royale\u201c wird auch in \u201eMoonraker\u201c dem Gl\u00fccksspiel gefr\u00f6nt, aber unser Geheimagent der Herzen sollte auf der Hut vor Falschspieler sein. Das gro\u00dfe Finale geht dann auf einer gro\u00df angelegten Raketenbasis \u00fcber die B\u00fchne. Es geht um nichts weniger, als die Zerst\u00f6rung Londons. Ob James d<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-10293\" title=\"0072\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/0072.jpg\" alt=\"0072\" width=\"171\" height=\"276\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/0072.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/0072-186x300.jpg 186w\" sizes=\"auto, (max-width: 171px) 100vw, 171px\" \/>a noch was machen kann? Wir gehen mal davon aus und weisen zu guter Letzt noch auf das dritte Buch namens \u201eLeben und Sterben lassen\u201c hin, das im Rahmen der ersten Ver\u00f6ffentlichungsrunde in den Handel kommt. In der Story, die 1973 mit Roger Moore in der Hauptrolle verfilmt wurde, kommen vor allem Jazz-Fans auf ihre Kosten. 007 tingelt n\u00e4mlich im Laufe der Geschichte durch einige Musik-Clubs und darf sich im weiteren Verlauf dann noch mit einer mysteri\u00f6sen Solitaire und dem gef\u00e4hrlichen Mr Big auseinander setzen. Es gilt den Mord an einigen Kollegen aufzukl\u00e4ren, die auf einer einsamen Karibik-Insel ums Leben gekommen sind. Dabei versteht es der Autor sehr gekonnt seine Leser immer wieder an der Nase herumzuf\u00fchren und beschert allen Fans eine geh\u00f6rige Portion an Hintergrundinformationen, f\u00fcr welche auf der Leinwand kein Platz mehr gewesen ist. Wer schon lange mal Lust hatte, etwas tiefer in die Welt des britischen Geheimagenten vorzudringen, sollte die Gelegenheit nutzen und sich die ersten drei B\u00e4nde dieser Kollektion nach Hause holen. Nachschub gibt\u2019s dann im Dezember. Und wir k\u00f6nnen es jetzt schon kaum mehr erwarten.<\/p>\n<p class=\"MsoNoSpacing\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-10294\" title=\"helen-hodgman\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/helen-hodgman.jpg\" alt=\"helen-hodgman\" width=\"220\" height=\"353\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/helen-hodgman.jpg 298w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/helen-hodgman-187x300.jpg 187w\" sizes=\"auto, (max-width: 220px) 100vw, 220px\" \/>\/\/ Nicht sonderlich begeistert vom Eheleben ist die Protagonistin des Roman-Klassikers \u201eGleichbleibend sch\u00f6n\u201c. Das Buch der schottische Autorin <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal;\">Helen Hodgman<\/strong> wurde bereits im Jahre 1976 ver\u00f6ffentlicht, erscheint nun aber noch einmal in einer Neuauflage beim \u201eKnaus\u201c-Verlag. Auf knapp 200 Seiten umreist die Autorin, die heute in Australien lebt, das Leben einer jungen Frau, die sich in ihrer Rolle als Ehefrau und Mutter gefangen f\u00fchlt. Nur noch selten verl\u00e4sst sie das Haus, wirkt zunehmend tr\u00fcbsinnig und kann sich einfach nicht mit ihrem Schicksal abfinden. Lediglich zwei Tage die Woche flieht sie aus ihrem selbst errichteten Gef\u00e4ngnis und<span style=\"mso-spacerun: yes;\"> <\/span>vergn\u00fcgt sich mit einem K\u00fcnstler und Restaurantbesitzer. Dann aber wird ihr auch dieser letzte Fetzen eine freien und selbstbestimmten Lebens entrissen und so f\u00e4ngt die Protagonistin zunehmend an durchzudrehen. \u201eGleichbleibend sch\u00f6n\u201c ist in diesem Zusammenhang ein gnadenloses Werk. Der stetig gleich bleibende Alltag schl\u00e4gt der Hauptfigur fortw\u00e4hrend aufs Gem\u00fct und l\u00e4sst sie die Welt nur noch mit einer schwarz-wei\u00dfen Brille sehen. F\u00fcr Dinge, wie Selbstverwirklichung und die Suche nach dem gro\u00dfen Gl\u00fcck scheint kein Platz mehr zu sein. Zumindest dann nicht, wenn man sich nicht nach g\u00e4ngigen, gesellschaftlichen Konventionen unterwirft. Demnach ist \u201eGnadenlos sch\u00f6n\u201c vor allem ein Buch, das einen zum Nachdenken anregt.<span style=\"mso-spacerun: yes;\"> <\/span>Also gr\u00fcbelt mal sch\u00f6n. Bis zur n\u00e4chsten Leserunde.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>mit neuen B\u00fcchern von Roger Willemsen, Ian Fleming und Helen Hodgman. \/\/ Ein neues Werk von Roger Willemsen ist inzwischen auch immer ein Ereignis. Umso gespannter durfte man auf sein neues Buch \u201eMomentum\u201c sein, das in diesen Tagen in die L\u00e4den kommt. 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