{"id":10380,"date":"2012-10-02T18:16:21","date_gmt":"2012-10-02T17:16:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=10380"},"modified":"2012-10-05T08:13:26","modified_gmt":"2012-10-05T07:13:26","slug":"aufgelesen-vol-57-kommt-ein-pferd-in-einer-bar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=10380","title":{"rendered":"\/\/ aufgelesen vol. 57 &#8211; &#8222;kommt ein pferd in eine bar&#8230;&#8220;"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNoSpacing\"><em style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">mit B\u00fcchern von Simon Garfield, Oliver Bendel, Gunther Eschke &amp; Rudolf Bohne, Zoran <span style=\"mso-bidi-font-weight: bold;\">Feri\u0107 und <\/span>Kathrin We\u00dfling.<\/em><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-10382\" title=\"garfield\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/garfield.jpg\" alt=\"garfield\" width=\"198\" height=\"313\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/garfield.jpg 299w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/garfield-190x300.jpg 190w\" sizes=\"auto, (max-width: 198px) 100vw, 198px\" \/><\/p>\n<p class=\"MsoNoSpacing\">\/\/ Ein wirklich gelungenes Buch \u00fcber die faszinierende Welt der Typographie sch\u00fcttelt in diesen Tagen der britische Journalist <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal;\">Simon Garfield<\/strong> aus dem \u00c4rmel. Der war zuletzt nicht nur Herausgeber von \u201eTime Out\u201c und \u201eIndependent\u201c, sondern ist auch vernarrt in die wunderbare Welt der Schriften. In seinem Werk, welches er in diesen Tagen unter dem treffsicheren Namen \u201eJust My Type\u201c ver\u00f6ffentlicht, dreht sich alles um einen gewissen Cyrus Highsmith. Der ist nicht Typograph, sondern hat auch eine ausgepr\u00e4gte Abneigung gegen die Schriftart \u201eHelvetica\u201c.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p class=\"MsoNoSpacing\">Deshalb versucht er einen Tag lang ohne diese Schrift auszukommen, stellt aber schon beim Futtern des morgendlichen M\u00fcslis fest, dass es nahezu unm\u00f6glich ist, dem schriftgewordenen Wahnsinn zu entkommen. Die Kreditkarte und die Scheine in seiner Tasche, einfach alles scheint \u201eHelvetica\u201c-verseucht zu sein. Also Augen zu und durch. Andrew Garfields Werk ist ein imposanter Rundumschlag auf den typographischen Wahnsinn, der allt\u00e4glich mehr oder weniger bewusst auf uns Menschen einprasselt. Das f\u00e4ngt schon beim Cover seines Buches an. Darauf finden sich acht verschiedene Schriftarten von \u201eAeronaut\u201c (\u201eU\u201c und \u201eP\u201c) \u00fcber \u201eCyclone\u201c (\u201eT\u201c) bis hin zu \u201ePolytone Reliant\u201c (\u201eE\u201c). Der Name des Autors, den wir hier nat\u00fcrlich nicht unterschlagen werden sollte, ist fast schon klassisch in \u201eGill Sans\u201c gesetzt \u2013 eine Schriftart die auf den Sch\u00f6pfer Eric Gill zur\u00fcck geht, welcher bereits vor geraumer Zeit mit Inschriften auf Holz und Stein von sich reden machte. Womit wir auch schon beim gr\u00f6\u00dften Pluspunkt dieses Romans w\u00e4ren. Simon Garfield verliert sich bei seinen Aufzeichnungen n\u00e4mlich nicht etwa in klein-kariertem Fachgesimpel, sondern sch\u00fcttelt ganz nebenbei ein paar interessante Anekdoten zum legend\u00e4ren Beach Boys-Klassiker \u201ePet Sounds\u201c oder Obamas \u201eYes We Can\u201c-Kampagne aus dem \u00c4rmel. Da wird man mit zunehmender Laufl\u00e4nge selbst zum Nerd in Sachen Typographie. \u201eJust My Type\u201c ist nicht nur ein \u00e4u\u00dferst informatives, sondern auch unglaublich spannendes Buch, welches einen dazu bringt, die Welt und ihre zahllosen \u201eSchriftst\u00fccke\u201c mit anderen Augen zu sehen.<\/p>\n<p class=\"MsoNoSpacing\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-10383\" title=\"bendel\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/bendel.jpg\" alt=\"bendel\" width=\"176\" height=\"279\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/bendel.jpg 265w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/bendel-189x300.jpg 189w\" sizes=\"auto, (max-width: 176px) 100vw, 176px\" \/>\/\/ Der aufschlussreiche Schm\u00f6ker \u201eDie Rache der Nerds\u201c setzt sich mit der Bedeutung eben jener computer-affinen Spezies hinsichtlich unseres t\u00e4glichen Lebens auseinander. Heimlich, still und leise haben sich die bebrillten Superhirne an die Schalthebel der Macht gesetzt und bestimmen von dort aus unseren Alltag. Nat\u00fcrlich ist auch das Werk des freien Schriftstellers <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal;\">Oliver Bendel<\/strong> mit QR-Codes durchsetzt, welche jedem Smartphone-Besitzer ein paar interessante Hintergrundinformationen bescheren. Gleich zu Beginn pl\u00e4diert er eindringlich f\u00fcr eine \u201eInformationsethik\u201c und geizt anschlie\u00dfend nicht mit Anekdoten aus seinem eigenen Leben. Im Rahmen der einzelnen Kapitel setzt er sich dar\u00fcber hinaus nicht nur mit der \u201eMacht der Konzerne\u201c, sondern auch mit \u201eCyborgs und Maschinenmenschen\u201c auseinander. Das ist aber noch lange nicht alles: Der Autor widmet sich auch noch zahllosen weiteren Fragestellungen unserer zunehmend digitalisierten Gesellschaft, wenn er sich mit dem \u201egl\u00e4sernen Patienten\u201c, dem \u201eRecht am eigenen Bild\u201c und der \u201eKontrolle im Netz\u201c auseinander setzt. \u201eDie Rache der Nerds\u201c ist dabei nicht nur einfach zu lesen, sondern wirft auch zahlreiche Fragen auf, die bereits seit geraumer Zeit unbeantwortet im Raum stehen. Somit ist \u201eDie Rache der Nerds\u201c vor allem ein Werk, das sich an den Leser pers\u00f6nlich richtet. Jeder einzelnen von uns muss n\u00e4mlich am Ende mitentscheiden, in welcher Art von Informationsgesellschaft er gerne leben m\u00f6chte.<\/p>\n<p class=\"MsoNoSpacing\">\n<p class=\"MsoNoSpacing\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-10384\" title=\"eschke\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/eschke.jpg\" alt=\"eschke\" width=\"220\" height=\"314\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/eschke.jpg 220w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/eschke-210x300.jpg 210w\" sizes=\"auto, (max-width: 220px) 100vw, 220px\" \/>\/\/ Wer auf TV-Serien der Marke \u201eDr. House\u201c oder \u201eMonk\u201c steht und ein bisschen mehr \u00fcber die darin erz\u00e4hlten Dramaturgie wissen m\u00f6chte, der sollte sich mal an das aktuelle Werk von <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal;\">Gunther Eschke<\/strong> und <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal;\">Rudolf Bohne<\/strong> heranwagen. Beide<span style=\"mso-spacerun: yes;\"> <\/span>Autoren sind seit 2001 als Lektoren t\u00e4tig und haben in diesem Zusammenhang bereits Erfahrungen bei unterschiedlichen Fernsehkan\u00e4len gesammelt. In ihrem Werk \u201eBleiben Sie dran!\u201c erkl\u00e4ren sie f\u00fcr jedermann verst\u00e4ndlich, warum wir Woche f\u00fcr Woche die Flimmerkiste anschmei\u00dfen, um uns eine bestimmte Serie zu Gem\u00fcte zu f\u00fchren. Dabei liegt das Hauptaugenmerk des Buches weniger auf dem Inhalt der einzelnen Reihen, es geht vielmehr ums Eingemachte. Das Buch besch\u00e4ftigt sich in den einzelnen Kapiteln nicht nur mit den \u201eGrundlagen der Dramaturgie von Serienfiguren\u201c, sondern auch mit genre-typischen Aspekten und der Grundstruktur diverser TV-Serien. Dabei kommen auch die beiden Chefautoren der deutschsprachigen TV-Reihe \u201eVerliebt in Berlin\u201c zu Wort, welche ein paar interessante Einblicke hinter die Kulissen einer solchen Produktion liefern. Im letzten Teil des Bandes kommt dann auch noch mal die Digitalisierung zu Sprache. In einem Gastbeitrag von<span style=\"mso-spacerun: yes;\"> <\/span>Dr. Frauke Schmickl und im Rahmen eines Interviews mit den beiden Web-Serie-Produzenten Sven Miehe und Marco Knies wird \u00fcber die M\u00f6glichkeiten des Seriellen im digitalen Bereich diskutiert, was diesen Rundumschlag an geballter Dramaturgie-Hintergrundinformation schlie\u00dflich zu einem gelungenen Ende geleitet.<\/p>\n<p class=\"MsoNoSpacing\">\n<p class=\"MsoNoSpacing\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-10385\" title=\"feric\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/feric.jpg\" alt=\"feric\" width=\"237\" height=\"343\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/feric.jpg 298w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/feric-207x300.jpg 207w\" sizes=\"auto, (max-width: 237px) 100vw, 237px\" \/>\/\/ Der Zagbreber Autor und Kolumnist <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal;\">Zoran <span style=\"mso-bidi-font-weight: bold;\">Feri\u0107<\/span><\/strong> macht sich derweil daran, eine imposante Variante des allseits beliebten Klassentreffen-Themas zu kreieren. In seinem Roman \u201eDas Alter kam am 23. Mai gegen 11 Uhr\u201c l\u00e4sst er die ehemalige Klasse eines Zagbreber Gymnasiums im hohen Alter auf Schiffsreise entlang der dalmatinischen K\u00fcste gehen. Die Gruppe, deren Mitglieder inzwischen alle um die 70 sind, macht sich daran, ein gro\u00dfes Abenteuer zu erleben und wird dabei immer wieder von den Geistern der Vergangenheit eingeholt. Der Werk selbst ist dabei nicht nur gespickt mit zahllosen R\u00fcckblenden, welche die gegenw\u00e4rtigen Ereignisse immer wieder im neuen Licht erscheinen lassen, es kommt auch zu einem fatalen Zwischenfall, der das Leben von drei Menschen vollkommen auf den Kopf stellt. Dass das Ganze mit zunehmender Dauer immer drastischerer dargestellt wird, ist nicht weiter hinderlich und wirkt vor allem zu keinem Zeitpunkt unglaubw\u00fcrdig. Ganz im Gegenteil. Von Seite zu Seite scheint sich die angespannte Atmosph\u00e4re ein St\u00fcck weit mehr auf den Leser zu \u00fcbertragen und man ist zunehmend gespannt, wie die ganze Geschichte wohl ausgeht. Dabei stellt der Autor immer wieder sein Gesp\u00fcr f\u00fcr schmissige Dialoge und schwarzen Humor unter Beweis und macht deutlich, dass manche Wunden &#8211; so sehr das Leben sie auch in den Hintergrund ger\u00fcckt hat &#8211; niemals wirklich verheilen. Ganz im Gegenteil: die Beteiligten scheinen sich in ihrem Verhalten fast wieder zu pubertierenden Teenagern zur\u00fcck zu entwickeln. Wie das Ganze am Ende ausgeht? Am besten du findest es selbst heraus. Es lohnt sich.<\/p>\n<p class=\"MsoNoSpacing\">\n<p class=\"MsoNoSpacing\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-10386\" title=\"wesling\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/wesling.jpg\" alt=\"wesling\" width=\"212\" height=\"324\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/wesling.jpg 298w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/wesling-196x300.jpg 196w\" sizes=\"auto, (max-width: 212px) 100vw, 212px\" \/>\/\/ Eine Depression kann einem im wahrsten Sinne des Wortes das ganze Leben versauen. <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal;\">Kathrin We\u00dfling <\/strong>versucht in ihrem neuen Buch \u201eDr\u00fcberleben\u201c das Licht am Ende des Tunnels zu finden, ohne dabei in die Sarah Kuttner-Falle zu tappen. Die Protagonistin ihres Romans muss sich im Rahmen des Buches nicht nur mit ihrer depressiven Stimmung auseinander setzen, sondern gleich zu Beginn eine wichtige Entscheidung f\u00fcrs Leben treffen: Will sie den Rest ihres Lebens wirklich in diesem verdammten Grauschleier verbringen, der sie st\u00e4ndig umgibt oder stellt sie sich lieber ihren Problemen? Sie entschlie\u00dft sich f\u00fcr Letzteres, besucht fortan eine psychiatrischen Klinik -zum wiederholten Mal wohlgemerkt- und lernt auf diese Weise Schritt f\u00fcr Schritt sich mit den unbarmherzigen D\u00e4monen in ihrem Kopf auseinander zu setzen. Das Sch\u00f6ne an Kathrin We\u00dflings Buch ist, dass ihr trotz des traurigen Themas niemals der Humor ausgeht \u2013 ganz im Gegenteil: man fiebert mit der Betroffenen namens Ida mit und freut sich \u00fcber jeden hellen Punkt im eint\u00f6nigen Leben der Protagonistin. Solltest du also auch nach einem Gegenmittel gegen das (wie sagt es der Buchr\u00fccken so sch\u00f6n) \u201eTiefdruckgebiet in deinem Kopf\u201c suchen, bist du bei diesem Werk an der richtigen Adresse. Und damit Schluss f\u00fcr heute. Bis zur n\u00e4chsten Leserunde.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>mit B\u00fcchern von Simon Garfield, Oliver Bendel, Gunther Eschke &amp; Rudolf Bohne, Zoran Feri\u0107 und Kathrin We\u00dfling. \/\/ Ein wirklich gelungenes Buch \u00fcber die faszinierende Welt der Typographie sch\u00fcttelt in diesen Tagen der britische Journalist Simon Garfield aus dem \u00c4rmel. 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