{"id":11058,"date":"2013-01-22T14:06:47","date_gmt":"2013-01-22T13:06:47","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=11058"},"modified":"2013-01-22T14:07:07","modified_gmt":"2013-01-22T13:07:07","slug":"zuckerbeat-vol-309-nothing-arrived","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=11058","title":{"rendered":"\/\/ zuckerbeat vol. (3)09 &#8211; nothing arrived"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\"><em style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">mit neuer Musik von Villagers, Jenn Grant, Jill Barber, Patrick Richardt, bergen, Schorsch Kamerun, Cr7z und Flexis.<\/em><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-11059\" title=\"villagers\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/villagers-300x300.jpg\" alt=\"villagers\" width=\"250\" height=\"250\" \/>\/\/ Die Gruppe <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal;\">Villagers<\/strong> wird gerade von allen Seiten mit Lobeshymnen \u00fcberh\u00e4uft. In einem solchen Fall sollte man als H\u00f6rer normalerweise erst einmal vorsichtig sein, doch siehe da: die aktuelle Scheibe der Gruppe um Mastermin Conor O\u00b4Brien h\u00e4lt, was sie verspricht. Mit \u201e{Awayland}\u201c d\u00fcrften all jene warm werden, die sich schon vor Jahren von Bright Eyes abgewendet haben, weil ihnen die Gruppe zu sehr in Richtung Popmusik schielte. Die Villagers haben mit \u201eNothing Arrived\u201c zwar auch einen echten Schmachtfetzen im Gep\u00e4ck, der ihnen eine Menge Aufmerksamkeit bescheren sollte, dar\u00fcber hinaus aber l\u00e4sst sich ihre Musik nur selten in ein g\u00e4ngiges Format quetschen. Im Grenzgebiet von Folk und Pop sucht sich die Band stattdessen ihre eigene Nische und bringt einen mit dem \u00fcberbordenden \u201eEarthly Pleasure\u201c oder dem z\u00e4rtlichen Opener \u201eMy Lighthouse\u201c immer wieder aufs Neue um den Verstand. Wer schon seit Langem mal wieder ein \u201eLiedermacher\u201c-Album h\u00f6ren wollte, das nicht schon nach f\u00fcnf Liedern langweilig wird, der wird von dieser Platte hier positiv \u00fcberrascht sein.<\/p>\n<p class=\"MsoNoSpacing\"><span style=\"mso-bidi-font-style: italic;\"><!--more--><\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-spacerun: yes;\"> <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-11060\" title=\"jenn-grant\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/jenn-grant-300x268.jpg\" alt=\"jenn-grant\" width=\"250\" height=\"224\" \/>\/\/ <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal;\">Jenn Grant<\/strong> z\u00e4hlt derzeit zu den gefragtesten K\u00fcnstlern der inzwischen wieder konkurenzf\u00e4higen Americana-Bewegung. Auf ihrem neuen Album \u201eThe Beautiful Wild\u201c verzaubert einen die 32j\u00e4hrige Liedermacherin mit schn\u00f6rkellosen Folk-Pop-Perlen, die man noch Studnen sp\u00e4ter im Ohr hat. Allein das wunderbare \u201eThe Fighter\u201c ist das Eintrittsgeld wert und sorgt daf\u00fcr, dass man schon nach wenigen Sekunden alle Vorbehalte gegen diese Art von Musik ablegt. Jenn Grant hat ihre Hausaufgaben gemacht: Sie hat bereits im Vorprogramm von so illustren Acts wie den Weakerthans oder Great Lake Swimmers gespielt und sich mit ihren Deb\u00fctalbum \u201eOrchestra For The Moon\u201c einen Namen gemacht. Nun aber scheint es an der Zeit f\u00fcr den gro\u00dfen Sprung: denn \u201eThe Beautiful Wild\u201c hat alles, was ein Hit-Album braucht. Mehr Lagerfauer-Hymnen wird man so schnell nicht wieder auf einem Album versammelt finden. <span style=\"mso-ansi-language: EN-US;\" lang=\"EN-US\">Also kommt schon\u2026 \u201eI\u00b4ve Got Your Fire, I\u00b4ve Got Your Fire, I\u00b4ve Got Your Fire\u2026\u201d<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-ansi-language: EN-US;\" lang=\"EN-US\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-11061\" title=\"jill-barber\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/jill-barber.jpg\" alt=\"jill-barber\" width=\"250\" height=\"250\" \/><\/span>\/\/ Die kanadische Liedermacherin <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal;\">Jill Barber<\/strong> sehnt sich nun schon seit \u00fcber 10 Jahren in die 50er zur\u00fcck. Auch auf ihrem neuen Album \u201eMischievous Moon\u201c blickt sie mit hochgesteckter Frisur in Richtung H\u00f6rer und verzaubert ihn anschlie\u00dfend mit jazzigen Pop-Melodien. Barber schreibt Songs, an denen sich auch Kolleginnen wie Norah Jones und Konsorten ein Beispiel nehmen k\u00f6nnten. Jedenfalls kommt man aus dem Grinsen gar nicht mehr heraus, bis der letzte Ton dieses Werkes verklungen ist. Songs wie \u201eOh My My\u201c sind wie geschaffen, um dazu im eleganten Look \u00fcber die Tanzfl\u00e4che eines \u00f6rtlichen Tanzcaf\u00e9s zu schweben. Wer auf jazzig-angehauchten Retro-Pop steht, der sollte mal einen Durchlauf riskieren.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-11062\" title=\"patrick-richardt\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/patrick-richardt.jpg\" alt=\"patrick-richardt\" width=\"230\" height=\"230\" \/>\/\/ Der sicherlich hoffnungsvollste Newcomer aus hiesigen Gefilden, h\u00f6rt derzeit auf den Namen <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal;\">Patrick Richardt<\/strong>. Weil jetzt auch noch die Label-Vertreter vom \u201eGrand Hotel van Cleef\u201c auf ihn aufmerksam geworden sind, kann man seine tollen Songs inzwischen nicht nur im Live-Kontext abfeiern, sondern sich auch sein packendes Deb\u00fct-Album \u201eSo, wie nach Kriegen\u201c mit nach Hause nehmen. Darauf finden sich 13 schmissige Songs, die sich auf dem schmalen Grad zwischen Kettcar, Gisbert zu Knyphausen und den Ton Steine Scherben bewegen, ohne dabei ins Schwanken zu geraten. Es ist schon bemerkenswert, wie der Musiker hier sein Herz vor den Augen (pardon: Ohren) des H\u00f6rers auskotzt. Da kommt derzeit in Sachen Lyrics h\u00f6chstens noch Spaceman Spiff hinterher. Also mehr davon, bitte.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-11063\" title=\"bergen\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/bergen-300x299.jpg\" alt=\"bergen\" width=\"250\" height=\"250\" \/>\/\/ Hinterher kann man dann gleich mit den Kollegen von <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal;\">bergen<\/strong> weitermachen. Die konzentrieren sich auf ihrem neuen Album \u201eB\u00e4renmann\u201c darauf, schmissige Pop-Songs in gro\u00dfe Kunst zu verwandeln. Sch\u00f6ne Erinnerungen an Anajo werden ebenso wach wie an die Kollegen von Element Of Crime. bergen aber gie\u00dfen all ihre Einfl\u00fcsse in ein formvollendetes Ganzes und so klebt man an ihren Lippen, bis einen dieses bezaubernde Werk nach nur acht Songs in die dunkle Nacht entl\u00e4sst \u2013 letztlich allein l\u00e4sst, mit dem Gef\u00fchl, gerade etwas ganz besonderem beigewohnt zu haben. Oder sag mal: \u201eWie ist das bei dir?\u201c<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-11064\" title=\"schorsch\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/schorsch.jpg\" alt=\"schorsch\" width=\"251\" height=\"250\" \/>\/\/ Texte aus dem Theater auf einen Silberling zu \u00fcberf\u00fchren, ist ein ambitioniertes Unterfangen. Noch dazu, wenn man sich, wie<strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal;\"> Schorsch Kamerun<\/strong>, dazu entschlossen hat, das Ganze auch noch musikalisch zu unterf\u00fcttern. So ist sein neues Werk \u201eDer Mensch l\u00e4sst nach\u201c \u00fcber die volle Distanz mehr Statement als Musik. Die Texte strotzen nur so vor abgedrehten Passagen und bewegen sich auf dem schmalen Grad zwischen Kopfkino und Allt\u00e4glichem. Schorsch Kamerun pflanzt sich mit seinem neuen Werk einfach zwischen alle St\u00fchle und knallt seinen H\u00f6rern einen gro\u00dfen Haufen kompromoissloser Tracks vor den Latz. Stellt sich am Ende eigentlich nur noch die rhetorische Frage? Wer bittesch\u00f6n h\u00e4tte etwas anderes erwartet?<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-11065\" title=\"cr7z\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/cr7z-300x300.jpg\" alt=\"cr7z\" width=\"250\" height=\"250\" \/>\/\/ Die Musik von <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal;\">Cr7z <\/strong>hat Soul. Deshalb hat der Rapper auch sein Album danach benannt. Auf \u201eAn7ma\u201c (was soviel hei\u00dft wie Seele) finden sich 15 digital-beschw\u00f6rende Rap-Tracks mit nachdenklichen Lyrics, die sich bisweilen erst nach dem x-ten Durchlauf erschlie\u00dfen. Der Musiker konnt f\u00fcr dieses Album sogar den altehrw\u00fcrdigen Jamer$on von \u201eFeinkost Paranoia\u201c zu einem Gastbeitrag bewegen, wobei seine Musik eigentlich \u00fcberhaupt kein Name-Dropping braucht. Denn Cr7z ist immer dann am Besten, wenn er aus seinem eigenen Leben erz\u00e4hlt. Dass es dabei manchmal etwas d\u00fcster zugeht, ist nicht weiter schlimm: stattdessen stechen positive Tracks, wie das wunderbare \u201eYou\u201c umso mehr heraus. Wer sich die Zeit nimmt, sich auf diese Platte einzulassen, wird mit einem nachhaltigen Rap-Werk belohnt, das in den n\u00e4chsten Monaten immer wieder das heimische Soundsystem fluten d\u00fcrfte.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-11066\" title=\"flexis\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/flexis-300x300.jpg\" alt=\"flexis\" width=\"250\" height=\"250\" \/>\/\/ Mehr auf die Kacke gehauen wird in der Zwischenzeit von <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal;\">Flexis<\/strong>, der auf \u201eEgotrips\u201c einfach mal macht, was ihm gef\u00e4llt. Dazu hat er sich neben Amewu und Mach One auch die Kollegen von K.I.Z. ins Studio eingeladen und steht deren dreisten Lyrics in keiner Weise nach. Hier trifft Irrsinn auf gut verpackte Sozialkritik und so bleibt einem auch immer wieder das Lachen im Halse stecken. Wer auf zeitgen\u00f6ssischen Rap mit frecher Schnauze steht, kommt an dieser Scheibe nicht vorbei. Also worauf wartet ihr noch: folgt eurem \u201eBauchgef\u00fchl\u201c und feiert den Schei\u00df. Es lohnt sich. Und damit Schluss f\u00fcre heute. Bis zum n\u00e4chsten Zuckerbeat.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>mit neuer Musik von Villagers, Jenn Grant, Jill Barber, Patrick Richardt, bergen, Schorsch Kamerun, Cr7z und Flexis. \/\/ Die Gruppe Villagers wird gerade von allen Seiten mit Lobeshymnen \u00fcberh\u00e4uft. 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