{"id":11338,"date":"2013-03-13T16:53:46","date_gmt":"2013-03-13T15:53:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=11338"},"modified":"2013-03-13T18:12:18","modified_gmt":"2013-03-13T17:12:18","slug":"zuckerbeat-vol-317-du-kratzt-die-trauerrander-von-deiner-emo-platte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=11338","title":{"rendered":"\/\/ zuckerbeat vol. (3)17 &#8211; &#8222;du kratzt die trauerr\u00e4nder von deiner emo-platte&#8220;"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\"><em style=\"mso-bidi-font-style: normal;\"><span style=\"mso-ansi-language: EN-US;\" lang=\"EN-US\">mit neuer Musik von OK Kid, Chakuza, Black Rebel Motorcycle Club, Concrete Knives, Bosse, John Grant, Rover und Goodbye Fairground.<\/span><\/em><\/p>\n<p><span style=\"mso-ansi-language: EN-US;\" lang=\"EN-US\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-11339\" title=\"ok-kid\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/ok-kid-300x300.jpg\" alt=\"ok-kid\" width=\"250\" height=\"250\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/ok-kid-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/ok-kid-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/ok-kid.jpg 450w\" sizes=\"auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/><\/span>\/\/ Nachdem Marteria, Prinz Pi und Casper deutschen Rap wieder aus der Gosse geholt haben, steht nun bereits die n\u00e4chste Generation in den Startl\u00f6chern. <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal;\">OK Kid<\/strong> zum Beispiel vermengen auf ihrer neuen Platte charmante Pop-Anleihen der Marke Cro mit tanzbaren Beats. Der Opener \u201eAllein, zu zweit, zu dritt\u2026\u201c entstammt zwar noch der Vorg\u00e4nger-Combo Jona:S, deren Single \u201eGrau\u201c wir vor zwei Jahren rauf und runter geleiert haben, dann aber wird der Blick nach vorne gerichtet und mit Songs wie \u201eHellwach\u201c und \u201eVerschwende mich\u201c neues Terrain betreten. Die Stilvielfalt von OK Kid ist bemerkenswert, die Hooklines sitzen und mit Olli Banjo und Gerard haben sich auch gleich noch verschiedene Generationen von Rap-K\u00fcnstlern auf dem Silberling als Gaststars verewigt. Am Ende ist man schier erschlagen von der Wucht dieser Musik. Denn auf \u201eOK Kid\u201c sitzt jeder Ton. Vielleicht hat Cro da ja von gesprochen, als er auf seinem Deb\u00fct folgende Zeile <span style=\"mso-bidi-font-style: italic;\">ins Mikrofon pfefferte<\/span>: \u201eKeiner kann sich vorstellen, was wohl w\u00e4r, <span style=\"mso-bidi-font-style: italic;\">h\u00e4tt\u00b4 er sich angestrengt\u201c. OK Kid vermitteln mit ihrem Erstling einen Eindruck davon, was gehen k\u00f6nnte\u2026 in den kommenden Jahren. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNoSpacing\"><span style=\"mso-bidi-font-style: italic;\"><!--more--><\/span><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-11340\" title=\"chakuza\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/chakuza-300x300.jpg\" alt=\"chakuza\" width=\"250\" height=\"250\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/chakuza-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/chakuza-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/chakuza.jpg 960w\" sizes=\"auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/>\/\/ Ein wirklich faszinierendes Rap-Album erscheint in diesen Tagen von <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal;\">Chakuza<\/strong>. Der hat mit \u201eMagnolia\u201c mal eben all den Ballast seiner Vergangenheit \u00fcber Bord geworfen und sich frei gemacht von jeglichen Erwartungen. \u201eErst mal den Sch\u00e4del s\u00e4ubern, ich fang mein Leben neu ein\u201c hei\u00dft es gleich zu Beginn und man wird als H\u00f6rer wie auf Wellen getragen. Seit MoTrip im vergangenen Jahr seinen \u201eEmbryo\u201c ver\u00f6ffentlichte, ist uns kein solch gelungenes HipHop-Werk in deutscher Sprache mehr untergekommen. Nach der Vorab-Single \u201eIch lauf\u201c geht es dann weiter mit (vorwiegend) nachdenklichen Songs, die aber trotzdem so spannend arrangiert sind, dass man bis zum Ende bei der Stange bleibt. Zwischendurch darf \u00fcbrigens auch mal Sebastian Madsen f\u00fcr ein kleines Feature im Studio vorbei schauen. Er bleibt Chakuzas einziger Gast\u2026 und das ist auch verdammt nochmal gut so. Jegliche Gaststars h\u00e4tten das Gesamtbild von \u201eMagnolia\u201c nur zerst\u00f6rt. Chakuza hat mit seiner neuen Platte das wohl kompromissloseste Werk seit Caspers \u201eXOXO\u201c aufgenommen \u2013 hoffen wir, dass er damit auch ebenso erfolgreich ist.<\/p>\n<p><span style=\"mso-bidi-font-style: italic;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-11341\" title=\"black-rebel\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/black-rebel-300x300.jpg\" alt=\"black-rebel\" width=\"250\" height=\"250\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/black-rebel-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/black-rebel-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/black-rebel.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/><\/span>\/\/ Sehr viel Freude d\u00fcrften langj\u00e4hrige Fans auch mit dem neuen Album des <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal;\">Black Rebel Motorcycle Club <\/strong>haben. Auf \u201eSpecter At The Feast\u201c l\u00e4sst es das Trio um Peter Hayes, Robert Levon Been und Leah Shaprio mal wieder ordentlich krachen und knallt seinen Fans zw\u00f6lf launische D\u00fcsterrocker vor den Latz, die einen sofort in Richtung W\u00fcstensand transportieren. Dem Charme der Band konnte anscheinend nicht einmal Dave Grohl wiederstehen, weshalb er die Gruppe einen gro\u00dfen Teil des Albums in seinem Studio in Los Angeles aufnehmen lies. Fehlen am Ende eigentlich nur noch die entsprechenden Nebelschwaden, die sich passend zu den m\u00fcrrisch-anrollenden Rock-Brettern im Zimmer verteilen. <span style=\"mso-spacerun: yes;\"> <\/span><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-11342\" title=\"concrete-knives\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/concrete-knives-300x285.jpg\" alt=\"concrete-knives\" width=\"250\" height=\"238\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/concrete-knives-300x285.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/concrete-knives.jpg 360w\" sizes=\"auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/>\/\/ Unter dem Namen <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal;\">Concrete Knives<\/strong> machen sich in der Zwischenzeit f\u00fcnf franz\u00f6sische Jungspunde daran, die Indie-Pop-Fraktion von sich zu \u00fcberzeugen. Im Gep\u00e4ck haben sie neben einer geh\u00f6rigen Portion Enthusiasmus auch eine Menge leichtf\u00fc\u00dfiger Ideen, die sich allesamt in schillernden Refrains wieder spiegeln. \u201eBe Your Own King\u201c regt einen von der ersten Sekunde an zum Tagtr\u00e4umen an und kommt so unvermittelt und \u00fcberschenglich angedackelt, dass man die Scheibe nur liebhaben kann. Wer auf knackige Pop-Songs mit 80er Jahre-Synthies und Mehfach-Gesang steht, sollte mal einen Durchlauf riskieren.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-11343\" title=\"bosse\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/bosse.jpg\" alt=\"bosse\" width=\"250\" height=\"250\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/bosse.jpg 280w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/bosse-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/>\/\/ <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal;\">Bosse<\/strong> wandelte in den vergangenen Jahren immer auf dem schmalen Grad zwischen Kitsch und Poesie. Im Besten Fall entstanden dadurch knackige Perlen der Marke \u201eFrankfurt\/Oder\u201c oder \u201eEigentlich eigentlich\u201c. Auf seinem neuen Album \u201eKraniche\u201c b\u00fcndelt er nun die St\u00e4rken der vergangenen Jahre und absolviert einen Drahtseilakt zwischen Schlager- und Indie-Pop, ohne dabei das Gleichgewicht zu verlieren. Songs wie \u201eViva La Danse\u201c und \u201eBrillant\u201c hat man noch Stunden sp\u00e4ter im Ohr und so kann man dem Musiker nur gratulieren zu dieser Platte, welche er in einem Landhaus in Umbrien aus dem \u00c4rmel gesch\u00fcttelt hat. Wer auf deutschsprachigen Liedermacher-Pop steht, der kommt an diesem Werk nicht vorbei.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-11344\" title=\"john-green\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/john-green-300x300.jpg\" alt=\"john-green\" width=\"250\" height=\"250\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/john-green-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/john-green-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/john-green.jpg 700w\" sizes=\"auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/>\/\/ <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal;\">John Grant<\/strong> hat sich bereits mit seinem ersten Album \u201eQueen Of Denmark\u201c ganz tief in unseren Herzen verankert. Allein die bretternde Single \u201eJesus Hates Faggots\u201c war das Eintrittsgeld wert und hielt der konservativen Elite einen Spiegel vors Gesicht. Nun erscheint das neue Album des Ausnahmemusikers und wandelt wieder auf dem schmalen Grad zwischen sanfter Elektronika und himmelhochjauchzenden Melodien. \u201ePale Green Ghosts\u201c ist in diesem Zusammenhang nicht nur eine Spur elektronischer, sondern auch hittiger geraten. Man kommt aus dem Staunen gar nicht mehr heraus, wenn der Musiker gleich zu Beginn eine Hymne nach der Anderen aus dem \u00c4rmel sch\u00fcttelt. F\u00fcr experimentelle Momente ist sich der Musiker aber trotzdem nicht zu schade und stellt mit dem vertrackten \u201eWhy Don\u00b4t You Love Me Anymore\u201c und dem verschrobenen \u201eErnest Borgnine\u201c ein um andere Mal unter Beweis, dass er auch mal in die Rolle des Kratzb\u00fcrstigen schl\u00fcpfen kann, wenn er denn mag.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-11345\" title=\"rover\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/rover-300x300.jpg\" alt=\"rover\" width=\"250\" height=\"250\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/rover-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/rover-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/rover.jpg 550w\" sizes=\"auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/>\/\/ Die Musik von <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal;\">Rover<\/strong> klingt derweil, als h\u00e4tten sich die Jungs von Coldplay zusammen mit Nick Cave in einem franz\u00f6sischen Studio eingeschlossen. Die gleichnamige Scheibe des Franzosen ist ganz gro\u00dfes Kino, das man sich am Besten auf einer monstr\u00f6sen Anlage zu Gem\u00fcte f\u00fchrt. Fans von Benjamin Biolay jedenfalls d\u00fcrften begeistert sein, wenn Songs wie \u201eQueen Of The Fools\u201c oder \u201eWedding Bells\u201c das Soundsystem fluten. Als Bonus gibt\u2019s neben den elf Original-Tracks auch noch sechs zauberhafte Zugaben oben drauf, die den anderen Tracks in nichts nachstehen. Wer es pomp\u00f6s mag, sollte unbedingt mal reinh\u00f6ren.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-11346\" title=\"goodby-fairground\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/goodby-fairground.jpg\" alt=\"goodby-fairground\" width=\"230\" height=\"230\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/goodby-fairground.jpg 230w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/goodby-fairground-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 230px) 100vw, 230px\" \/>\/\/ Alle Fans von The Gaslight Anthem und Against Me! sollten mal ihre Lauscher aufsperren, wenn der Name <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal;\">Goodbye Fairground<\/strong> f\u00e4llt. Deren zweites Album \u201eI Started With The Best Intentions\u201c pr\u00e4sentiert uns n\u00e4mlich elf packende Rock-Songs, welche den St\u00fccken der oben genannten Acts in nichts nachstehen. Ganz im Gegenteil: Songs wie \u201eMarch Of The Rats\u201c oder \u201eWestern Gold\u201c hat man noch Stunden sp\u00e4ter im Ohr. Dar\u00fcber hinaus versteht sich das Album als Konzeptwerk, das die Geschichte eines von seiner Umwelt entfremdeten Protagonisten erz\u00e4hlt, der von Zuhause abhaut und von einem Fettn\u00e4pfchen ins Andere stolpert, bevor er doch wieder in den Scho\u00df seiner geliebten Familie zur\u00fcckkehrt. Also schnuppert mal rein und genie\u00dft die Musik. Bis zum n\u00e4chsten Zuckerbeat.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>mit neuer Musik von OK Kid, Chakuza, Black Rebel Motorcycle Club, Concrete Knives, Bosse, John Grant, Rover und Goodbye Fairground. \/\/ Nachdem Marteria, Prinz Pi und Casper deutschen Rap wieder aus der Gosse geholt haben, steht nun bereits die n\u00e4chste Generation in den Startl\u00f6chern. 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