{"id":11372,"date":"2013-03-18T02:00:39","date_gmt":"2013-03-18T01:00:39","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=11372"},"modified":"2013-03-18T15:18:06","modified_gmt":"2013-03-18T14:18:06","slug":"filmwochenende-2013","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=11372","title":{"rendered":"\/\/ filmwochenende 2013 << reloaded"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNoSpacing\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-11374\" title=\"filmwochenende21\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/filmwochenende21-225x300.jpg\" alt=\"filmwochenende21\" width=\"199\" height=\"265\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/filmwochenende21-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/filmwochenende21-768x1024.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 199px) 100vw, 199px\" \/>\/\/ Donnerstagnachmittag\u2026 W\u00e4hrend drau\u00dfen die Schneeflocken vom Himmel purzeln, scheint die Welt drum herum in ein magisches Licht getaut. Einfach mal durchatmen, hei\u00dft die Devise und so bahnt man sich seinen Weg durch W\u00fcrzburgs Stra\u00dfen in Richtung Cinemaxx, wo gerade der erste Streifen des<span style=\"mso-spacerun:yes\"> <\/span>Internationalen Filmwochenendes zu sehen ist. Der norwegische Film \u201e<strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal\"><em style=\"mso-bidi-font-style:normal\">Kompani Orheim<\/em><\/strong>\u201c (5\/6) \u00fcbererf\u00fcllt die Erwartungen dann gleich zu Beginn derma\u00dfen, dass man nach 104 Minuten gar nicht glauben m\u00f6chte, dass diese \u201eComing Of Age\u201c-Geschichte schon wieder vorbei ist. Nach dem Tod seines Vaters reflektiert der junge Jarle Klepp noch einmal seine bewegte Jugend, die er im linken Milieu verlebt. Lange Zeit ist sein Vater alkohol-krank gewesen und rei\u00dft die Familie auf diese Weise zusehendes auseinander. Auf einer Bergtour eskaliert die Situation\u2026 wobei wir hier nat\u00fcrlich noch nicht allzu viel verraten m\u00f6chten. Diesen Film sollte man sich am liebsten selbst zu Gem\u00fcte f\u00fchren.<span style=\"mso-spacerun:yes\"> <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNoSpacing\"><span style=\"mso-bidi-font-style: italic;\"><!--more--><\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNoSpacing\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-large wp-image-11404\" title=\"LAWLESS\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/filmwochenende-lawless3-1024x681.jpg\" alt=\"LAWLESS\" width=\"463\" height=\"308\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/filmwochenende-lawless3-1024x681.jpg 1024w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/filmwochenende-lawless3-300x199.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 463px) 100vw, 463px\" \/>Anschlie\u00dfend steht dann ein bet\u00f6rendes Kammerspiel auf dem Programm. Was mit einer bis ins kleinste Detail ausgeleuchteten Sex-Szene beginnt, entwickelt sich schlie\u00dflich zu einem einzigen Rausch der Emotionen. Die beiden Protagonisten von Anne \u00c8monds Film \u201e<strong style=\"mso-bidi-font-weight:normal\"><em style=\"mso-bidi-font-style:normal\">Nuit #1<\/em><\/strong>\u201c (4,5\/6) knallen sich im Laufe der 91 Minuten allerlei Befindlichkeiten vor den Latz, ohne dabei die g\u00e4ngigen Klischees zu bedienen. Auf diese Weise nimmt der kanadische Film ordentlich Fahrt auf und endet in einem Tal der Tr\u00e4nen. \u201e<strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal\"><em style=\"mso-bidi-font-style:normal\">Derni\u00e8re S\u00e9ance<\/em><\/strong>\u201c (3,5\/6) wiederum lebt zwar von seinen bet\u00f6renden Aufnahmen, rei\u00dft einen aber dennoch nur phasenweise vom Hocker. Das Finale des Films ist gelungen: keine Frage. Und man muss Regisseur Laurent Achard auch zu Gute halten, dass er auf explizite Gewalt-Darstellungen verzichtet (was gar nicht so einfach ist, wenn man bedenkt, dass sich der Film um einen mordenden Kinovorf\u00fchrer dreht). Trotzdem muss man immer wieder an \u201ePsycho\u201c denken, w\u00e4hrend der 81-min\u00fctige Streifen voranschreitet. Und eine zus\u00e4tzliche Straffung der Ereignisse h\u00e4tte den G\u00e4nsehaut-Faktor sicher auch noch ein wenig erh\u00f6ht. (was au\u00dferdem unglaublich nervt, ist die stetige Einblendung der Zeit rechts oben am Bildrand, die auch noch im Hundertstel-Bereich vor sich hin rattert \u2013 wof\u00fcr die Vorf\u00fchrer aber wahrscheinlich nicht wirklich viel k\u00f6nnen).<\/p>\n<p class=\"MsoNoSpacing\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-large wp-image-11371\" title=\"filmwochenende-jump_001\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/filmwochenende-jump_001-1024x682.jpg\" alt=\"filmwochenende-jump_001\" width=\"463\" height=\"307\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/filmwochenende-jump_001-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/filmwochenende-jump_001-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 463px) 100vw, 463px\" \/>\/\/ Am Freitag stellt sich bei mir zunehmend die Frage, ob die Qualit\u00e4t der Filme in diesem Jahr wirklich so au\u00dferordentlich ist, oder ich nur verdammt viel Gl\u00fcck mit meiner pers\u00f6nlichen Auswahl gehabt habe. Auch nach dem Abspann des irischen Streifens \u201e<strong style=\"mso-bidi-font-weight:normal\"><em style=\"mso-bidi-font-style:normal\">Jump<\/em><\/strong>\u201c (3,5\/6) findet sich kein echter Ausfall auf meinem Zettel der gesichteten Filme und da bleibt eigentlich nur zu hoffen, dass das auch in den folgenden Tagen so weitergeht. Das irische Werk von Regisseur Kieron J. Walsh jedenfalls erinnert von der Machart ein bisschen an \u201eTrainspotting\u201c, dann aber entspinnt sich ein vielschichtiges Episoden-Drama um vier Personen, das dar\u00fcber hinaus auch noch sehr rasant inszeniert ist.<span style=\"mso-spacerun:yes\"> <\/span>In der Silvesternacht kommt es in diesem Zusammenhang nicht nur zu einigen tragischen Begegnungen, sondern auch zu einem Bruch im Raum-Zeit-Gef\u00fcge, der sich f\u00fcr den Zuschauer aber erst nach einer gewissen Laufl\u00e4nge offenbart. Zuvor gab es ebenfalls zwei sehenswerte Filme zu begutachten. Der amerikanische Streifen \u201e<strong style=\"mso-bidi-font-weight:normal\"><em style=\"mso-bidi-font-style:normal\">Electrick Children<\/em><\/strong>\u201c (4,5\/6) mutet an wie eine Mischung aus dem vielschichtigen HBO-Mormonen-Drama \u201eBig Love\u201c mit jeder Menge \u201eComing Of Age\u201c-Passagen.<span style=\"mso-spacerun:yes\"> <\/span>Nachdem ein junges M\u00e4dchen schwanger wird (ihrer Meinung nach ist ein Tonband daf\u00fcr verantwortlich, bzw. der S\u00e4nger darauf), flieht sie aus der Mormonen-Gemeinde und trifft auf eine Gruppe Jugendliche, die ihr beibringen, was es bedeutet, wirklich zu leben. Auf der Suche nach dem S\u00e4nger auf dem Band kommt es au\u00dferdem zu einer weiteren schicksalhaften Begegnung. Anschlie\u00dfend biegt dann zur besten Sendezeit noch die norwegisch-deutsche Co-Produktion \u201e<strong style=\"mso-bidi-font-weight:normal\"><em style=\"mso-bidi-font-style:normal\">Zwei Leben<\/em><\/strong>\u201c (4,5\/6) um die Ecke, die am vergangenen Freitag auch das Festival er\u00f6ffnet hat. Darin dreht sich alles um eine Frau namens Katrine, die in Norwegen ein scheinbar unbeschwertes Leben mit ihrer Familie f\u00fchrt. Als dann aber ein Anwalt Nachforschungen \u00fcber verschwundene Kinder in Deutschland anstellt, wird sie mit ihrer dunklen Vergangenheit konfrontiert, die schlie\u00dflich ihre gesamte Familie auseinanderzurei\u00dfen droht. Mit seinem Film zeigt Regisseur Georg Maas, was auch hierzulande m\u00f6glich ist, wenn man bereit ist, seine Figur mit einer gro\u00dfen Portion Tiefgang auszustatten. In \u201eTo Liv\u201c ist nichts, wie es scheint und eben das macht diese Geschichte so fantastisch. Das dramatische Ende kann man unter Umst\u00e4nde ein bisschen \u00fcberzogen finden, das wirkt sich aber kaum auf den positiven Gesamteindruck aus. Ganz im Gegenteil: man w\u00fcrde sich hierzulande mehr Filme w\u00fcnschen, die dieses Niveau erreichen, damit wir in Zukunft nicht weiter mit solch plumpen Mist, wie er oft in TV und Kino zu sehen ist, abgespeist werden. <span style=\"mso-spacerun:yes\"> <\/span><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-11375 alignright\" title=\"filmwochenende-electric-children_car\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/filmwochenende-electric-children_car-1024x576.jpg\" alt=\"filmwochenende-electric-children_car\" width=\"463\" height=\"260\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/filmwochenende-electric-children_car-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/filmwochenende-electric-children_car-300x168.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/filmwochenende-electric-children_car.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 463px) 100vw, 463px\" \/>\/\/ Am Wochenende selbst kommen dann auch die Fans des fantastischen Kinos auf ihre Kosten. Unter dem Titel \u201e<strong style=\"mso-bidi-font-weight:normal\"><em style=\"mso-bidi-font-style:normal\">Sein Nui Yau Wan<\/em><\/strong>\u201c (3\/6) steht ein Update des Klassikers \u201eA Chinese Ghost Story\u201c auf dem Programm und das reicht zwar nicht ganz an das Original heran, bezaubert einen aber dennoch mit seiner effekt-beladenen Kulisse und einer Story, welche die Grenzen zwischen Gut und B\u00f6se verwischt. Am Sonntagabend wird man dann von einem echten Leckerbissen aus den USA in die dunkle Nacht entlassen. \u201e<strong style=\"mso-bidi-font-weight:normal\"><em style=\"mso-bidi-font-style:normal\">Lawless<\/em><\/strong>\u201c (3,5\/6) von John Hillcoat kann zwar in Sachen Intensit\u00e4t nicht mit der gro\u00dfartigen TV-Reihe \u201eBoardwalk Empire\u201c mithalten, sorgt aber trotzdem \u00fcber die volle Distanz von 105 Minuten f\u00fcr spannende Unterhaltung bei all jenen, die sich gerne mal in die Vereinigten Staaten der 30er Jahre zur\u00fcckversetzen lassen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-large wp-image-11376\" title=\"filmwochenende-la-bas\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/filmwochenende-la-bas-1024x683.jpg\" alt=\"filmwochenende-la-bas\" width=\"463\" height=\"309\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/filmwochenende-la-bas-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/filmwochenende-la-bas-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/filmwochenende-la-bas.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 463px) 100vw, 463px\" \/>\/\/ Womit wir auch schon wieder fast am Ende des diesj\u00e4hrigen Filmwochenendes angekommen sind. Fehlt eigentlich nur noch ein kurzes Fazit, das in diesem Jahr\u00a0 rundum positiv ausf\u00e4llt. Neben der Qualit\u00e4t der gezeigten Filme wurden auch die Gespr\u00e4chsrunden mit den einzelnen G\u00e4sten sehr gekonnt in Szene gesetzt. Zudem wurde mit dem Schwerpunkt &#8222;Flucht. Asyl. Immigration.&#8220; ein \u00e4u\u00dferst dringliches Thema aufgegriffen, \u00fcber welches unbedingt geredet werden muss. Somit leistete das <em><strong>39. Internationale Filmwochenende <\/strong><\/em>auch in gesellschaftspolitischer Hinsicht einen wichtigen Beitrag. Stellt sich am Ende eigentlich nur noch die Frage, wer eigentlich die diesj\u00e4hrigen Preise bekommen hat? Als bester Film wurde ausgezeichnet: der italienische Streifen \u201e<strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal;\"><em style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Io sono Li<\/em><\/strong>\u201c, gefolgt von \u201e<em><strong>Zwei Leben<\/strong><\/em>\u201c und \u201e<em><strong>Jump<\/strong><\/em>\u201c. Alle weiteren Gewinner findet ihr unter <a href=\"http:\/\/www.filmwochenende.de\/\">www.filmwochenende.de<\/a>. Und wir sagen jetzt schon tsch\u00fcss bis zum n\u00e4chsten Jahr, in welchem uns die Macher hoffentlich wieder so viele, packende Streifen pr\u00e4sentieren.<\/p>\n<p><em style=\"mso-bidi-font-style:normal\">\/\/ Fotos: Internationales Filmwochenende &amp; Anhaa <\/em><\/p>\n<p><em style=\"mso-bidi-font-style:normal\">\/\/ verfasst von Anhaa<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\/\/ Donnerstagnachmittag\u2026 W\u00e4hrend drau\u00dfen die Schneeflocken vom Himmel purzeln, scheint die Welt drum herum in ein magisches Licht getaut. Einfach mal durchatmen, hei\u00dft die Devise und so bahnt man sich seinen Weg durch W\u00fcrzburgs Stra\u00dfen in Richtung Cinemaxx, wo gerade der erste Streifen des Internationalen Filmwochenendes zu sehen ist. 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