{"id":1179,"date":"2008-07-06T13:11:38","date_gmt":"2008-07-06T12:11:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=1179"},"modified":"2008-07-08T14:46:49","modified_gmt":"2008-07-08T13:46:49","slug":"zuckerbeat-volume-20","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=1179","title":{"rendered":"\/\/ zuckerbeat volume 20"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2008\/07\/_hadauken-web.jpg\" alt=\"_hadauken-web.jpg\" class=\"right\" \/>Herzlich Willkommen zur\u00fcck. P\u00fcnktlich zum 20ten sind wir mal wieder back mit jeder Menge hei\u00dfen Schei\u00df. Und ich sach ma. Noch mehr back als wir sind h\u00f6chstens noch B\u00e4cker. Oder packer. Aber nat\u00fcrlich nur im englischen Sprachgebrauch. Backpacker am b\u00e4ckesten sozusagen. Weil man heute scheinbar lieber klotzt als kleckert. Und sich daf\u00fcr dann von den Medien anh\u00f6ren darf, dass man unter der Oberfl\u00e4che gar nix zu bieten h\u00e4tte. Dabei kann man das neue <a href=\"http:\/\/www.myspace.com\/hadoukenuk\" target=\"_blank\"><strong>Hadouken! <\/strong><\/a>\u00a0 <em>(klickt auf den Interpreten und ihr gelangt zum Reinh\u00f6ren sofort auf dessen Myspace Seite)<\/em> Album namens \u201eMusic For An Accelerated Culture\u201c (6) doch so sch\u00f6n abfeiern.<!--more--> Klar ist das kurzweilig, was da als Monster aus britischer Grime-Attit\u00fcde und Prodigy-Elektrogewummse auf einen einprasselt. Aber manchmal ist einem eben einfach nach<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2008\/07\/jazzkantine-web.jpg\" alt=\"jazzkantine-web.jpg\" class=\"right\" \/> ein paar Knalleffekten am Nachthimmel. Hadouken! machen deshalb auch das einzig richtige. Sie schnappen sich eine Packung Sylvesterraketen und feuern sie berauscht zum Mond, wo sie dann auf halbem Weg vergl\u00fchen. Kurz gesagt: Wer Tiefsinn sucht, sollte weitergehen. Wer auf den Festivals aber immer noch Rage Against The Machine und The Prodigy ins Tapedeck wirft. Bitte mal anchecken und abfeiern. Anschlie\u00dfend wird\u2019s n\u00e4mlich ziemlich d\u00fcster. Die <a href=\"http:\/\/www.myspace.com\/jazzkantine\" target=\"_blank\"><strong>Jazzkantine<\/strong><\/a> ist zur\u00fcck und agiert als offenes Kollektiv im Untergrund. Alte Metal-Klassiker wurden dabei f\u00fcr \u201eHell\u00b4s Kitchen\u201c (3) radiokombatibel zweckentfremdet. Das klingt zumindest am Anfang schlimmer, als es sich anh\u00f6rt. Tom Gaebel tapeziert das Loch, aus dem \u201eHighway To Hell\u201c entsprang, erst <img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2008\/07\/sir-simon-battle-web.jpg\" class=\"right\" alt=\"sir-simon-battle-web.jpg\" \/>mal mit einer rosa Pl\u00fcschtapete zu und kommt damit durch, weil er das Ganze nicht allzu ernst sieht. Ganz anders Xavier Naidoo. Seine Version von \u201eNothing Else Matters\u201c klingt wie der \u00fcberambitionierte Versuch, den H\u00f6rer nur schnellstm\u00f6glich dazu zu bringen, sich auf die Skip-Taste zu werfen, als w\u00e4r grad Profi-Wrestling. Soviel gequetschte Emotion ist kaum zu \u00fcberbieten. Und wird gl\u00fccklicherweise es am Ende nur noch Max Mutzke mit seiner Version von \u201eBack in Black\u201c unterboten. Da wird einem wirklich schwarz vor Augen, \u201eyeah yeah yeah y\u00e4\u00e4\u00e4\u00e4\u00e4\u00e4\u00e4\u00e4\u201c bla blubb blub. Begeisterung sieht anders aus. Und macht dieses Album in etwa so austauschbar, wie Panini-Bilder. Gut, dass wir da noch ein bisschen After-Umsonst &amp; Draussen-Mucke am Start haben. Besonders sch\u00f6n: Das neue Album von <a href=\"http:\/\/www.myspace.com\/sirsimonbattle\" target=\"_blank\"><strong>Sir Simon Battle<\/strong><\/a>. Der l\u00e4sst auf \u201eBattle\u201c (7) die einsamen Herzen, <img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2008\/07\/audrey-web.jpg\" alt=\"audrey-web.jpg\" class=\"right\" \/>die Miles &amp; Electric Club zur\u00fcck gelassen haben, pochen, wie Poltergeister. Die Scheibe wandelt dabei eher in melancholischen Sph\u00e4ren. Aber die zahllosen Melodien bringen dich gedanklich immer ein St\u00fcck n\u00e4her zur Angebeteten am Ufer gegen\u00fcber. Wie ein Rettungsboot tr\u00e4gt dich die Musik durch die tobenden Fluten und schafft eine Oase der Ruhe. Dort verweilen wir hinterher noch bisschen mit den charmanten M\u00e4dels von <a href=\"http:\/\/www.myspace.com\/audreyswe\" target=\"_blank\"><strong>Audrey<\/strong><\/a>. Die haben sich auf ihrem Zweitling \u201eThe Fierce And The Longing\u201c (6) endg\u00fcltig dem Pop verschrieben. Ihre melancholische Ader k\u00f6nnen sie dabei zwar nicht vollst\u00e4ndig unterm Shirt verstecken. Man merkt der Platte aber an, dass da fr\u00fcher mal ordentlich postgerockt wurde, l\u00e4sst sich aber trotzdem auf die reduzierte Spielwiese geleiten. Stellt sich nur die Frage, ob man wirklich am Kreativsten ist, wenn man das \u00fcberfl\u00fcssige Spielzeug <img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2008\/07\/kidda-web.jpg\" alt=\"kidda-web.jpg\" class=\"right\" \/>mal auf dem Dachboden verstaut und sich aufs Wesentliche besinnt. Denn die Songs erschlie\u00dfen sich diesmal zwar erheblich schneller, verlieren aber dadurch etwas an Reiz. Ist halt bl\u00f6d, wenn man sich gerade auf Schatzsuche begeben will und dann stellt einem der Nachbar die Schatzkiste direkt vor die Haust\u00fcr. Trotzdem: Ein sch\u00f6nes, weil zweitweise \u00e4u\u00dferst bet\u00f6rendes Album. Auch wenn ich pers\u00f6nlich den Erstling zum Einstieg empfehle. Womit wir dann mal weiter in poppige Gew\u00e4sser segeln. Ein lauwarmer Sommerwind streift einen beim Genuss von \u201eGoing Up\u201c (6) durchs Haar. Das neue Album von <a href=\"http:\/\/www.myspace.com\/kiddauk\" target=\"_blank\"><strong>Kidda<\/strong><\/a> aus Brighton klingt in etwa so, als w\u00e4re Mika pl\u00f6tzlich kreativ geworden und w\u00fcrde einen auf Gnarls Barkley machen. Kurz gesagt: Dieses Album ist so Pop as Pop can eben be. Nur leider poppt am Ende keiner mehr. Die haben sich vor lauter Harmonien <img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2008\/07\/so-so-modern-web.jpg\" alt=\"so-so-modern-web.jpg\" class=\"right\" \/>schon auf ein dickes Monster geschwungen, um das pixelartige M\u00e4nnchen auf dem Cover platt zu walzen. Soviel positive Sounds h\u00e4lt ja kein Mensch aus. Was aber wiederum den Vorteil hat, dass man die St\u00fccke perfekt auf die n\u00e4chsten zehn Lieblingsmixtapes verteilen kann. Wohl dosiert n\u00e4mlich geht da einiges in dieser bunten Popcornt\u00fcte, wo die Melodien nur so im Kreis h\u00fcpfen, wie Ringelnattern. Also checkts mal aus. Vielleicht h\u00f6rt ihr hier ja schon das \u201en\u00e4chst big sing\u201c oder so \u00e4hnlich. Vielleicht sind das aber auch <a href=\"http:\/\/www.myspace.com\/sosomodern\" target=\"_blank\"><strong>So So Modern<\/strong><\/a>. Wobei? Erstmal abwarten. Die orientieren sich auf \u201eFriends &amp; Fires + 000Eps\u201c (5) n\u00e4mlich an rhythmischen Kapellen der Marke Robocop Kraus und The Rapture und d\u00fcrften damit zumindest szene-technisch schon mal auf ein tanzw\u00fctiges Indie-Publikum treffen. Einzig und allein ein alles \u00fcberstrahlender Hit will sich dabei noch nicht so recht abzeichnen. <img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2008\/07\/me-first-web.jpg\" alt=\"me-first-web.jpg\" class=\"right\" \/>Aber wer sich hinter Tiermasken versteckt, der schielt ja sowieso nicht ins Scheinwerferlicht. Der f\u00fchlt sich wohl in seiner H\u00f6hle. Und hat dort die beste Zeit seines Lebens, bis die Decke einkracht. Vielleicht sollte man die Sache am Ende dann aber auch nicht \u00fcbertreiben. Jedenfalls bin ich sicher nicht der einzige, dem beim Gedanken an ein neues Album von <a href=\"http:\/\/www.myspace.com\/gimmegimmes\" target=\"_blank\"><strong>Me First And The Gimme Gimmes<\/strong><\/a> eine wahre Flut aus G\u00e4hnarmeen \u00fcbermannt. Auf \u201eHave Another Ball!\u201c (1) (\u00fcbrigens laut Info der zweite Teil der Sessions zum Deb\u00fctalbum \u201eHave A Ball\u201c) werden diesmal \u201eThe Boxer\u201c, \u201eCountry Roads\u201c und jede Menge andere, in dieser Form verzichtbare Pop-Klassiker durch den Punkwolf gedreht. Ich will ja nicht bezweifeln, dass man da im Sommer durchaus gut drauf durchdrehen kann. Aber das kann man bei Singstar-zockenden Nachbarn ja auch. Dann <img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2008\/07\/realmckenzies-web.jpg\" alt=\"realmckenzies-web.jpg\" class=\"right\" \/>vielleicht doch lieber die neue <a href=\"http:\/\/www.myspace.com\/therealmckenziess\" target=\"_blank\"><strong>Real McKenzies<\/strong><\/a> reinschieben. \u201eOff The Leash\u201c (6) disqualifiziert sich zwar f\u00fcr mich schon durch den ersten Einsatz der schottischen Bagpipe. Bietet aber dennoch f\u00fcr alle, die sich durch das Dudeln nicht \u00fcbelst drangsaliert f\u00fchlen, einen wahren Hitreigen. Das f\u00e4llt sogar mir auf, was soviel hei\u00dft, wie, ich habs tats\u00e4chlich bis zum Ende durchgehalten und sogar ab und zu mitgepfiffen. Was hei\u00dft das f\u00fcr euch? Holt euch das Teil! So viel Objektivit\u00e4t muss schon mal drin sein. Mehr Sonnenscheinpunk\u2026? Geht nicht! Und vielleicht find ich ja noch nen T\u00fcftler, dass mir die Bagpipe da rausmischt. Bis dahin zock ich noch ne Runde Luftpiano mit <a href=\"http:\/\/www.myspace.com\/ratatatmusic\" target=\"_blank\"><strong>Ratatat<\/strong><\/a>. Die verlieren sich auf \u201eLP.3\u201c (7) mal wieder in instrumentalen Synthie-Hero-Ged\u00e4chtnismomenten. Haben allerdings aus dem schnellen Abnutzungsgrad des Vorg\u00e4ngers ihre Lehren gezogen <img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2008\/07\/ratatat-web.jpg\" alt=\"ratatat-web.jpg\" class=\"right\" \/>und die St\u00fccke ein bisschen breiter angelegt. Soll hei\u00dfen. Es darf zwar zwischenzeitlich immer noch ordentlich die M\u00e4hne gesch\u00fcttelt werden, aber das Teil bleibt auch beim zehnten Mal noch spannend. Schon allein der Opener \u201eShiller\u201c steuert so konsequent am Emotionsausbruch vorbei, dass man am liebsten selber auf die B\u00fchne springen m\u00f6chte, um die beiden Musiker so richtig durchzusch\u00fctteln und den Gl\u00fccksmoment aus ihnen herauszukitzeln. Dabei ist es am Ende doch gerade diese Verweigerungshaltung, die das Teil so strahlen l\u00e4sst. Stellt sich nur die Frage, was da jetzt noch kommen mag? Am besten ist es wohl, man l\u00e4sst sich einfach \u00fcberraschen. So wie ich. Von all den sch\u00f6nen Platten, die da noch eintrudeln. Also haut rein. Bis zum n\u00e4chsten Zuckerbeat.<\/p>\n<p>\/\/ <em>von Alexander Nickel-Hopfengart<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Herzlich Willkommen zur\u00fcck. P\u00fcnktlich zum 20ten sind wir mal wieder back mit jeder Menge hei\u00dfen Schei\u00df. Und ich sach ma. Noch mehr back als wir sind h\u00f6chstens noch B\u00e4cker. Oder packer. Aber nat\u00fcrlich nur im englischen Sprachgebrauch. Backpacker am b\u00e4ckesten sozusagen. Weil man heute scheinbar lieber klotzt als kleckert. 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