{"id":12350,"date":"2013-10-08T17:52:04","date_gmt":"2013-10-08T16:52:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=12350"},"modified":"2013-10-08T17:52:32","modified_gmt":"2013-10-08T16:52:32","slug":"aufgelesen-vol-95-komm-rein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=12350","title":{"rendered":"\/\/ aufgelesen vol. 95 &#8211; &#8222;komm rein&#8220;"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNoSpacing\"><em style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">mit B\u00fcchern von Dirk van Gehlen, Volker Gerling, Berthold Seliger, Gail Parent und Mary Miller.<\/em><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-12351\" title=\"dirk-von-gehlen\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/dirk-von-gehlen.jpg\" alt=\"dirk-von-gehlen\" width=\"199\" height=\"336\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/dirk-von-gehlen.jpg 220w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/dirk-von-gehlen-177x300.jpg 177w\" sizes=\"auto, (max-width: 199px) 100vw, 199px\" \/>\/\/ Manche d\u00fcrften ja inzwischen festgestellt haben, dass sich in den vergangenen Jahren so einiges ver\u00e4ndert hat auf dieser Welt. Dieser Blog zum Beispiel w\u00e4re vor drei\u00dfig Jahren noch nicht denkbar gewesen. Genauso wenig wie die massenweise Vernetzung \u00fcber Soziale Netzwerke und die allgegenw\u00e4rtige Verf\u00fcgbarkeit von Filmen und Musik. Der Journalist <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal;\">Dirk von Gehlen<\/strong> wagt sich in seinem neuen Werk nun daran, die Einfl\u00fcsse des Digitalen auf unsere Gesellschaft und Kultur darzulegen. In der Lage ist er dazu durch eine Crowdfunding-Plattform namens \u201estartnext.de\u201c, die das Erscheinen seines Buches in materieller Hinsicht unterst\u00fctzt.<\/p>\n<p class=\"MsoNoSpacing\"><span style=\"mso-bidi-font-style: italic;\"><!--more--><\/span><\/p>\n<p>So entstand ein Gemeinschaftsprojekt von G\u00f6nnern, Lesern und Autor, das nun in einer erweiterten Form noch einmal ganz regul\u00e4r ver\u00f6ffentlicht wird. Anfangs war das Ganze n\u00e4mlich nur als \u201eLimited Edition\u201c f\u00fcr die eigenen Helferinnen und Helfer erschienen. Nun aber k\u00f6nnen wir alle nochmal daran teilhaben, wie der Redaktionsleiter von \u201ejetzt.de\u201c sich im Rahmen dieses Experiments mit der Rolle von Verlagen in der heutigen Zeit auseinander setzt. Wer jetzt neugierig geworden ist: einfach mal bei \u201eMetrolit\u201c vorbei schauen. Da ist das begeisternde Werk n\u00e4mlich in diesen Tagen ganz regul\u00e4r erschienen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-12352\" title=\"gerling\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/gerling.jpg\" alt=\"gerling\" width=\"256\" height=\"420\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/gerling.jpg 256w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/gerling-182x300.jpg 182w\" sizes=\"auto, (max-width: 256px) 100vw, 256px\" \/>\/\/ Auf seiner Reise von Berlin nach Basel hat der Autor <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal;\">Volker Gerling<\/strong> jede Menge interessanter Menschen getroffen. Selbige portraitiert er nun in seinem aktuellen Werk \u201eBilder lernen laufen, indem man sie herumtr\u00e4gt\u201c, das mit zahlreichen schwarzwei\u00dfen Abbildungen versehen ist. Allein mit sechs Daumenkinos im Gep\u00e4ck macht er sich daran, dem Leben (im wahrsten Sinne des Wortes) seinen Lauf zu lassen und findet sich auf diese Weise in jeder Menge skurriler Situationen wieder. Wie der Zufall es so will, entstehen daraus Geschichten, die einen immer wieder ein breites Grinsen aufs Gesicht zaubern. \u201eBilder lernen laufen, indem man sie herumtr\u00e4gt\u201c ist ein zauberhaftes Werk gegen das schnelllebige Treiben da drau\u00dfen, das immer wieder sch\u00f6ne Erinnerungen an die legend\u00e4re \u201eStraight Story\u201c von Regisseur David Lynch wachruft. Wenn du also auch nach den gro\u00dfen Momenten im Kleinen suchst, bist du bei Volker Gerling an der richtigen Adresse.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-12353\" title=\"seliger\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/seliger.jpg\" alt=\"seliger\" width=\"169\" height=\"281\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/seliger.jpg 253w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/seliger-180x300.jpg 180w\" sizes=\"auto, (max-width: 169px) 100vw, 169px\" \/>\/\/ In einer Zeit, in der das Musikgesch\u00e4ft vorwiegend aus Gro\u00dfkonzernen besteht, macht sich der Berliner Autor und Betreiber einer Konzertagentur <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal;\">Berthold Seliger<\/strong> daran, all das auf Papier zu bringen, was ihn heutzutage so nervt. \u201eDas Gesch\u00e4ft mit der Musik\u201c ist die Streitschrift eines Insiders, die man sich als Musikbegeisterter unbedingt zu Gem\u00fcte f\u00fchren sollte. Das Buch f\u00fchrt nicht nur sehr nachvollziehbar vor Augen, warum die musikalische Vielfalt heutzutage vom Aussterben bedroht ist, wenn nur noch die Verkaufszahlen im Vordergrund stehen, sondern setzt sich auch intensiv mit der Gema, dem Thema Musikjournalismus und der Debatte um das Copyright auseinander. Auf 350 Seiten bekommt man auf diese Weise einen tiefen Einblick in die Musikszene und deren Mechanismen, die jeden Anflug von Kreativit\u00e4t im Keim zu ersticken drohen. So pl\u00e4diert der Autor unter anderem daf\u00fcr, dass man sich in Zukunft unter anderen Kriterien mit dem Thema Kunst auseinander setzt und wagt sich gleich zu Beginn an das durchweg diskussionsw\u00fcrdige Thema namens \u201eO2 World\u201c in der deutschen Hauptstadt heran. \u201eDas<span style=\"mso-spacerun: yes;\"> <\/span>Gesch\u00e4ft mit der Musik\u201c ist in diesem Zusammenhang am Ende auch f\u00fcr Musiker (und die, die es werden wollen) interessant, weil es einen guten \u00dcberblick dar\u00fcber verschafft, wie die Dinge hierzulande laufen (und was sich in Zukunft dringend \u00e4ndern sollte).<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-12354\" title=\"sheila\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/sheila.jpg\" alt=\"sheila\" width=\"196\" height=\"325\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/sheila.jpg 254w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/sheila-181x300.jpg 181w\" sizes=\"auto, (max-width: 196px) 100vw, 196px\" \/>\/\/ Einen echten Geheimtipp bekommen wir in diesen Tagen von der New Yorker Filmproduzentin und Drehbuchautorin <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal;\">Gail Parent<\/strong> pr\u00e4sentiert, die sich daran macht, eine leidenschaftliche Geschichte f\u00fcr die Pr\u00e4-\u201eSex And The City\u201c-Generation aus dem \u00c4rmel zu sch\u00fctteln. \u201eSheila Levine ist tot und lebt in New York\u201c ist nur auf den ersten Blick ein \u00e4u\u00dferst widersinniger Titel. Hat man sich aber erst einmal in die Zeilen dieses Werkes vertieft, wird man Seite f\u00fcr Seite hineingezogen in einen wahren Sog der Emotionen. Die drei\u00dfigj\u00e4hrige Protagonistin versucht ihr Leben irgendwie hinter sich zu bringen. Eigentlich hasst sie alles und jeden bis auf Mr. Right, der ihr aber bisher leider noch nicht \u00fcber den Weg gelaufen ist. Stattdessen sieht sie sich konfrontiert mit ihrer nervigen Mutter und einer kleinen Portion \u00dcbergewicht, die sie von so manchem zauberhaften Kleidungsst\u00fcck zu entzweien vermag. Als sich dann auch noch ein paar potenzielle Kandidaten als homosexuell herausstellen, entschlie\u00dft sich Sheila endg\u00fcltig vom Leben Abschied zu nehmen. Ob sie es durchzieht? Es lohnt sich nicht nur f\u00fcr \u201eBridget Jones\u201c-Fans das herauszufinden.<span style=\"mso-spacerun: yes;\"> <\/span><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-12355\" title=\"suser-jesus\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/suser-jesus.jpg\" alt=\"suser-jesus\" width=\"179\" height=\"275\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/suser-jesus.jpg 274w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/suser-jesus-195x300.jpg 195w\" sizes=\"auto, (max-width: 179px) 100vw, 179px\" \/>\/\/ \u201eS\u00fc\u00dfer K\u00f6nig Jesus\u201c entwickelt sich in der Zwischenzeit zu einer literarischen Achterbahnfahrt. Das Werk der mehrfach ausgezeichneten Autorin <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal;\">Mary Miller <\/strong>macht sich daran, die Geschichte eines Road Trips noch einmal unter neuen Voraussetzungen durch zu deklinieren. Was die Autorin dazu braucht ist nicht mehr als einen Ford, zwei Lolitas und ein paar religi\u00f6s-fundamentalistische Eltern. Zusammen machen sie sich in Richtung Kalifornien auf, wo sich bereits ein paar dunkle Wolken am Firmament auszubreiten scheinen. Was das Ganze mit dem nahenden Weltuntergang und dem guten alten Alabama zu tun hat (welches das Quartett hinter sich l\u00e4sst)?. Es lohnt sich das herauszufinden, weil es der Autorin gelingt, eine messerscharfe Analyse menschlicher Befindlichkeiten in zauberhafte S\u00e4tze zu packen. So hat man das Gef\u00fchl, hier ein packendes Endzeit-Drama und eine bewegende Familiengeschichte in einem pr\u00e4sentiert zu bekommen, die so explosiv ist, dass man sich lieber weg duckt, wenn am Ende alles auseinander zu brechen droht. Womit wir dann auch schon wieder am Ende w\u00e4ren f\u00fcr heute. Also lasst es euch gutgehen und schaut mal auf der Frankfurter Buchmesse vorbei. Da gibt\u2019s viel zu entdecken in diesem Monat. Bis zur n\u00e4chsten Leserunde.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>mit B\u00fcchern von Dirk van Gehlen, Volker Gerling, Berthold Seliger, Gail Parent und Mary Miller. \/\/ Manche d\u00fcrften ja inzwischen festgestellt haben, dass sich in den vergangenen Jahren so einiges ver\u00e4ndert hat auf dieser Welt. Dieser Blog zum Beispiel w\u00e4re vor drei\u00dfig Jahren noch nicht denkbar gewesen. 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