{"id":12504,"date":"2013-11-02T11:28:43","date_gmt":"2013-11-02T10:28:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=12504"},"modified":"2013-11-02T11:29:12","modified_gmt":"2013-11-02T10:29:12","slug":"aufgelesen-vol-102-ob-er-jemandes-lieblingsfigur-ist","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=12504","title":{"rendered":"\/\/ aufgelesen vol. (1)02 &#8211; &#8222;ob er jemandes lieblingsfigur ist?&#8220;"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNoSpacing\"><em style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">mit B\u00fcchern von Ekkehard Kn\u00f6rer, Tom Holert, Anthony Burgess, Ed Hardy<strong>, <\/strong>Joel Selvin und Naomi Schenck.<\/em><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-12505\" title=\"booklet1\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/booklet1.jpg\" alt=\"booklet1\" width=\"199\" height=\"308\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/booklet1.jpg 272w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/booklet1-194x300.jpg 194w\" sizes=\"auto, (max-width: 199px) 100vw, 199px\" \/>\/\/ Die wirklich gelungene \u201eBooklet\u201c-Reihe aus dem Hause \u201eDiaphanes\u201c geht in diesen Tagen in eine neue Runde. Mit \u201eBattlestar Galactica\u201c wird in diesem Zusammenhang eine der wohl besten Science Fiction-Serien der j\u00fcngeren Vergangenheit thematisiert und von <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal;\">Ekkehard Kn\u00f6rer<\/strong> auf ihre Inhalte abgeklopft. Der Mitherausgeber der Zeitschrift \u201eCargo\u201c und Redakteur des \u201eMerkur\u201c gibt sich in diesem Zusammenhang alle M\u00fche, die unterschiedlichen Facetten des Weltraum-Epos zu durchleuchten und st\u00f6\u00dft auf einige interessante Aspekte, die sich auch problemlos auf unsere Gegenwart \u00fcbertragen lassen. So spielt im Rahmen der Reihe die Rollenverteilung eine sehr wichtige Rolle.<\/p>\n<p class=\"MsoNoSpacing\"><span style=\"mso-bidi-font-style: italic;\"><!--more--><\/span><\/p>\n<p>\u201eBattlestar Galactica\u201c dreht sich um das Finden der eigenen Identit\u00e4t und hier wird nicht nur den Zuschauern, sondern auch zahlreichen Protagonisten im Rahmen der finalen Staffel der Boden unter den F\u00fc\u00dfen weg gezogen. Was bin ich? Diese Frage steht im Mittelpunkt des Geschehens und damit einhergehend\u2026 bin ich gut oder b\u00f6se? Diese Kategorien aufzul\u00f6sen, dazu tr\u00e4gt die Reihe nicht nur durch den flie\u00dfenden \u00dcbergang von einem Menschen in Richtung Maschine bei, sondern auch, indem sie das Zwischenmenschliche zunehmend in den Vordergrund r\u00fcckt. Was das Ganze mit unserem heutigen Leben zu tun hat? Der Autor liefert ein paar interessante Ans\u00e4tze und sorgt daf\u00fcr, dass man sich die Weltraum-Saga gleich nach dem Lesen des Werkes noch einmal zu Gem\u00fcte f\u00fchren m\u00f6chte.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-12506\" title=\"booklet2\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/booklet2.jpg\" alt=\"booklet2\" width=\"193\" height=\"297\" \/>\/\/ Dar\u00fcber hinaus m\u00f6chten wir au\u00dferdem noch auf die Western-Reihe \u201eDeadwood\u201c hinweisen, die ebenfalls im Rahmen der \u201eBooklet\u201c-Ausgaben thematisiert wird. Der Kunstwissenschaftler <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal;\">Tom Holert<\/strong> und Mitherausgeber der \u201eSpex\u201c widmet sich dieser so wichtigen Qualit\u00e4ts-TV-Reihe aus dem Hause \u201eHBO\u201c, die man sich als langj\u00e4hriger Serienfan auf keinen Fall entgehen lassen sollte. \u00c4hnlich wie bei den \u201eSopranos\u201c oder in \u201eThe Wire\u201c wird hier das Spiel mit der Macht und der Gewalt auf eine kleine (sich noch in der Entstehung befindenden) Stadt \u00fcbertragen, die nur das Recht des St\u00e4rkeren zu kennen scheint. Ein Souver\u00e4n jedenfalls ist in \u201eDeadwood\u201c nicht in Sicht und so mausern sich diverse Protagonisten zu wichtigen Ansprechpartner im Ort und versuchen das unter ihrem jeweiligen Blickwinkel Bestm\u00f6gliche aus der gegenw\u00e4rtigen Situation herauszuholen. Welche Gr\u00fcnde sie wirklich antreiben, wird oft erst nach einigen Folgen deutlich und so entwickelt sich ein spannender Neo-Western, der nur so strotzt vor gewaltt\u00e4tigen Szenen und hinterh\u00e4ltigen Charakteren. Den einsamen Cowboy im Kampf f\u00fcr das Gute sucht man hier jedenfalls vergebens. Und so macht es durchaus Sinn, die einzelnen Figuren nochmal etwas genauer zu durchleuchten. Tom Holert erweist sich hier als Kenner des Genres und beleuchtet auch den Ort des Geschehens nochmal unter ver\u00e4nderten Bedingungen. Was dabei rauskommt? Es lohnt sich mal reinzuschauen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-12507\" title=\"burgess\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/burgess.jpg\" alt=\"burgess\" width=\"180\" height=\"288\" \/>\/\/ Und wer bisher immer dachte, \u201eA Clockwork Orange\u201c w\u00e4re lediglich ein cineastisches Meisterwerk, der kann sich nun von <strong>Anthony Burgess <\/strong>eines Besseren belehren lassen. Dessen Original-Roman, auf dem auch der Film basiert, wird hierzulande noch einmal neu aufgelegt und liefert einen intensiven Einblick in das Innenleben des durchgeknallten Protagonisten. Wer die Story noch nicht kennt: das Buch dreht sich um einen F\u00fcnfzehnj\u00e4hrigen namens Alex, der an so absto\u00dfenden Dingen, wie zum Beispiel Vergewaltigungen, Gefallen findet. Dar\u00fcber hinaus konsumiert er hemmungslos Drogen und macht mit seinen Freunden die Stra\u00dfen unsicher. Alex geilt sich auf am Gewaltrausch und wird irgendwann zu 14 Jahren Haft verurteilt. Kurz darauf darf er einem Experiment teilnehmen, welches dazu dienen soll, seinen kranken Verstand zu heilen. Fortan wird ihm immer dann \u00fcbel, wenn er an eine gewaltt\u00e4tige Handlung denkt. Nach nur 14 Tagen darf Alex das Labor wieder verlassen und ist ein freier Mann. Die erneute Konfrontation mit einem seiner Opfer f\u00fchrt allerdings zu einem schweren Zwischenfall, in dessen Folge das Gehirn von Alex wieder auf Gewalt-Modus switcht. Was dann passiert? Am besten du findest es selbst heraus. Wer das Buch noch nicht gelesen hat, sollte unbedingt mal reinschnuppern. Die Geschichte ist ebenso packend, wie diskussionsw\u00fcrdig, regt den Leser aber gerade deswegen zum Nachdenken an.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-12508\" title=\"ed-hardy\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/ed-hardy.jpg\" alt=\"ed-hardy\" width=\"239\" height=\"367\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/ed-hardy.jpg 480w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/ed-hardy-195x300.jpg 195w\" sizes=\"auto, (max-width: 239px) 100vw, 239px\" \/>\/\/ <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal;\">Ed Hardy<\/strong> ist legend\u00e4r. Seine Tattoos sind inzwischen weltber\u00fchmt und es gibt kaum jemanden, der nicht schon einmal mit seinen Kunstwerken konfrontiert worden ist. Nun erz\u00e4hlt der Protagonist selbst zusammen mit <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal;\">Joel Selvin<\/strong> seine Geschichte und schickt seine Fans in die 60er Jahre zur\u00fcck. Im sonnigen Kalifornien beginnt er mit dem T\u00e4towieren und leidet kurz darauf die Renaissance der Tattoo-Kunst ein. Inzwischen ist sein Name Programm und zahllose Fans von Dave Navarro (Jane\u00b4s Addiction) bis David Byrne (Talking Heads) sind begeistert. Weil das Werk noch dazu mit zahlreichen Motiven und auch Erinnerungsfotos des Protagonisten gespickt ist, bekommt man einen umfassenden Einblick in das Leben des K\u00fcnstlers und darf sich au\u00dferdem \u00fcber einige spannende Anekdoten \u00fcber seine Zeit als Surfer und Modelabel-Besitzer freuen. Wenn du also auch neugierig bist, wie die renommierte T\u00e4towierer-Legende sich anfangs noch mit Fake-Tattoos \u00fcber Wasser hielt, dann lass dir dieses Buch nicht entgehen. Es lohnt sich und zwar nicht nur f\u00fcr Menschen mit Ganzk\u00f6rper-Tattoo.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-12509\" title=\"naomi-schenk\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/naomi-schenk.jpg\" alt=\"naomi-schenk\" width=\"463\" height=\"709\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/naomi-schenk.jpg 480w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/naomi-schenk-195x300.jpg 195w\" sizes=\"auto, (max-width: 463px) 100vw, 463px\" \/>\/\/ In dem ebenfalls bei \u201eMetrolit\u201c erh\u00e4ltlichem Homestory-Werk \u201eKann ich mal ihre Wohnung sehen\u201c macht sich die Szenenbildnerin <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal;\">Naomi Schenck<\/strong> daran, einen Blick in die Wohnungen fremder Leute zu werfen. Was sie dort zu sehen bekommt, ist nicht nur in regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zu begutachten, sondern nun auch in Form einen wirklich gelungenen Schm\u00f6kers, in den man als Au\u00dfenstehender auf jeden Fall mal einen Blick hinein werfen sollte. Die Autorin begibt sich im Rahmen ihres Projekts nicht nur ins nahe gelegene Wiesbaden, sondern auch auf die andere Seite des Erdballs. So klopft sie unter anderem in Borneo und Beverly Hills an die Haust\u00fcren der Menschen und l\u00e4sst sich auf die Geschichten der Leute dort ein. Auf diese Weise entstanden schlie\u00dflich 28 spannende, witzige, aber auch absurde Erz\u00e4hlungen, die nur so strotzen vor Inspiration und Charme. Dazu bekommt man eine illustre Reihe an schwarz-wei\u00dfen Fotos pr\u00e4sentiert, die in bemerkenswerter Weise als Erg\u00e4nzung zu den Texten fungieren. Wenn du jetzt neugierig geworden bist, schnupper mal rein. Es schadet n\u00e4mlich keineswegs hier mal den Fu\u00df \u00fcber die eine oder andere T\u00fcrschwelle zu setzen. Und damit Schluss f\u00fcr heute. Bis zur n\u00e4chsten Leserunde.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>mit B\u00fcchern von Ekkehard Kn\u00f6rer, Tom Holert, Anthony Burgess, Ed Hardy, Joel Selvin und Naomi Schenck. \/\/ Die wirklich gelungene \u201eBooklet\u201c-Reihe aus dem Hause \u201eDiaphanes\u201c geht in diesen Tagen in eine neue Runde. 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