{"id":12730,"date":"2013-12-06T16:11:55","date_gmt":"2013-12-06T15:11:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=12730"},"modified":"2013-12-06T16:12:28","modified_gmt":"2013-12-06T15:12:28","slug":"aufgelesen-vol-108-winter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=12730","title":{"rendered":"\/\/ aufgelesen vol. (1)08 &#8211; &#8222;winter&#8220;"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNoSpacing\"><em style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">mit B\u00fcchern von David Buckley, Ed Burns &amp; David Simon, Tony O\u00b4Neill, Friedrich Ani &amp; Sabine Scholl. <\/em><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-12731\" title=\"kraftwerk\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/kraftwerk.jpg\" alt=\"kraftwerk\" width=\"199\" height=\"306\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/kraftwerk.jpg 273w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/kraftwerk-195x300.jpg 195w\" sizes=\"auto, (max-width: 199px) 100vw, 199px\" \/>\/\/ Zum Thema Kraftwerk gibt es jede Menge Spannendes zu sagen. Nun macht sich <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal;\">David Buckley<\/strong> daran, die \u201eunautorisierte Biografie\u201c der renommierten Elektro-Band via \u201eMetrolit\u201c auf die Menschheit loszulassen und sorgt damit f\u00fcr allerhand A-Ha-Effekte beim Leser. In seinem Buch geht der Autor nicht nur auf Einfluss der Band in Bezug auf unsere heutige Musikszene ein, sondern widmet sich auch den Anf\u00e4ngen des Kollektivs. Ziel des ganzen Unterfangens ist es, die Menschen hinter den Robotern ins Rampenlicht zu schubsen. In diesem Zusammenhang hat Buckley nicht nur mit zahlreichen Weggef\u00e4hrten, sondern auch mit ehemaligen Mitgliedern gesprochen, die versuchen den letzten Geheimnissen in Sachen \u201eKraftwerk\u201c auf den Grund zu gehen.<\/p>\n<p class=\"MsoNoSpacing\"><span style=\"mso-bidi-font-style: italic;\"><!--more--><\/span><\/p>\n<p>Im Rahmen der acht Kapitel mit so illustren Titeln wie \u201eKommunikation\u201c und \u201eMechanik\u201c kommt man nicht nur in den Genuss zahlreicher, bisher nur wenig bekannter Details aus dem Band-Alltag, man m\u00f6chte auch die alten Platten mal wieder aus der Kiste kramen, um sich die gro\u00dfen Hits von damals noch einmal aufs Neue zu Gem\u00fcte zu f\u00fchren. Gerade in Sachen \u201eKraftwerk\u201c macht diese Biografie also durchaus Sinn, weil diese Band ja von Beginn an von sich behauptete: \u201eWir sind die Roboter\u201c. Dass hinter der packenden Live-Show und den elektronischen Kl\u00e4ngen der Band dennoch echte K\u00fcnstler stecken, wird hier \u00fcberdeutlich und lenkt den Blick immer wieder auf den menschlichen Aspekt des Kraftwerk-Universums. Soll hei\u00dfen: \u201eKraftwerk \u2013 Die unautorisierte Biografie\u201c ist ein l\u00e4ngst \u00fcberf\u00e4lliges Werk, das man sich nicht nur als Fan der Band unbedingt zu Gem\u00fcte f\u00fchren sollte.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-12732\" title=\"corner\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/corner.jpg\" alt=\"corner\" width=\"195\" height=\"309\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/corner.jpg 195w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/corner-189x300.jpg 189w\" sizes=\"auto, (max-width: 195px) 100vw, 195px\" \/>\/\/ Alle Fans der renommierten TV-Reihe \u201eThe Wire\u201c, welche leider nach f\u00fcnf Staffel eingestellt wurde, sollten wissen was kommt, wenn der Name \u201eThe Corner\u201c f\u00e4llt. Der Schm\u00f6ker von <strong><span style=\"font-family: &quot;Calibri&quot;,&quot;sans-serif&quot;; mso-ascii-theme-font: minor-latin; mso-hansi-theme-font: minor-latin; mso-bidi-font-family: &quot;Times New Roman&quot;; mso-bidi-theme-font: minor-bidi;\">Ed Burns<\/span><\/strong> und <strong><span style=\"font-family: &quot;Calibri&quot;,&quot;sans-serif&quot;; mso-ascii-theme-font: minor-latin; mso-hansi-theme-font: minor-latin; mso-bidi-font-family: &quot;Times New Roman&quot;; mso-bidi-theme-font: minor-bidi;\">David Simon<\/span><\/strong> hatte n\u00e4mlich einen immensen Einfluss auf den Inhalt der Serie. Handlungstechnisch befinden wir uns in Baltimore. Und weil die wirtschaftlichen Aussichten f\u00fcr viele Menschen dort -gelinde gesagt- nicht sonderlich gut sind, wird an zahlreichen Stra\u00dfenecken rund um die Uhr gedealt. Die beiden Autoren haben sich ein Jahr ins Get\u00fcmmel geworfen, um zu verstehen, wie es dazu kommen konnte, dass Baltimore im Drogensumpf erstickt ist. Sie haben sich an die Fersen einer Familie geheftet und zeigen auf diese Weise, wie die Menschen hier vom Drogengesch\u00e4ft abh\u00e4ngig werden. Es geht schlicht und ergreifend ums \u00dcberleben. Alternativen gibt es so gut wie keine und die \u00e4u\u00dferen Umst\u00e4nde zwingen sie zu drastischen Entscheidungen. Simon und Burns r\u00fccken die Menschen in den Vordergrund ihrer Geschichte. Sie zeigen auf, wie sie durch das Raster der Gesellschaft bis ganz nach unten rutschen. Sie machen deutlich, wie die Hoffnungen und Tr\u00e4ume der Menschen auf der Stra\u00dfe irgendwann zerplatzen. Sie zeichnen ein Bild der Trostlosigkeit und geben dem Grauen ein menschliches Gesicht. Ihr Buch wurde dementsprechend auch vom renommierten TV-Sender \u201eHBO\u201c in eine Mini-Serie \u00fcberf\u00fchrt, die als offizieller Vorg\u00e4nger von \u201eThe Wire\u201c gilt, hierzulande aber leider sehr schwer zu bekommen ist. Aber vielleicht klappt es ja im Zuge dieser Buchver\u00f6ffentlichung. Mit \u201eThe Corner\u201c wollten die beiden Autoren einen \u201eBericht aus dem dunklen Herzen der amerikanischen Stadt\u201c kreieren. Es ist ihnen gelungen. Wobei wir alle Leser auch gleich noch auf den Roman \u201eHomicide\u201c (ebenfalls von David Simon) aufmerksam machen m\u00f6chten, der ebenfalls im \u201eHeyne Hardcore\u201c-Verlag erschienen ist. Der dreht sich n\u00e4mlich um das Leben der Polizisten in der Stadt und tr\u00e4gt am Ende ein geh\u00f6riges St\u00fcck dazu bei, einen differenzierten Gesamteindruck der gesellschaftlichen Verh\u00e4ltnisse vor Ort zu erhalten.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-12733\" title=\"black-neon\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/black-neon.jpg\" alt=\"black-neon\" width=\"162\" height=\"246\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/black-neon.jpg 277w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/black-neon-197x300.jpg 197w\" sizes=\"auto, (max-width: 162px) 100vw, 162px\" \/>\/\/ Nachdem uns schon \u201eSick City\u201c in gro\u00dfe Verz\u00fcckung versetzte, erscheint nun bei \u201eWalde+Graf\u201c der neue Roman von <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal;\">Tony O\u00b4Neill<\/strong>, der nicht nur in literarischer Hinsicht \u00e4u\u00dferst abwechslungsreich geraten ist. Mal abgesehen davon, dass sich das Schriftbild st\u00e4ndig ver\u00e4ndert, wurde das Werk auch noch mit einigen Illustrationen versehen, welche die Stimmung des geschriebenen Wortes sehr treffend transportieren. \u201eBlack Neon\u201c dreht sich um ein gleichnamiges Filmprojekt, das gleichzeitig das letzte des renommierten Regisseurs Jaques Selzer sein soll. Selbiger allerdings hat die vergangenen Jahre damit verbracht sich auf wilden Partys in Europa herumzutreiben und scheint keine gro\u00dfen Ambitionen an den Tag zu legen, seinem filmischen Schaffen noch etwas hinzuzuf\u00fcgen. Als er schlie\u00dflich doch irgendwann zur\u00fcck nach Hollywood kommt, um das Unterfangen namens \u201eBlack Neon\u201c in Angriff zu nehmen, engagiert er die beiden Verr\u00fcckten Randall und Jeffrey, die O\u00b4Neills Leserschaft bereits aus dem Roman \u201eSick City\u201c bekannt sein sollten. Zusammen mit ihnen richtet er den Blick auf die Schattenseiten des Lebens und sieht sich schon nach kurzer Zeit mit jeder Menge Dealern, Drogenabh\u00e4ngigen und Prostituierten konfrontiert. Ob das am Ende wirklich zu einem gelungenen Resultat f\u00fchrt oder sich der Protagonist damit vollends ins Verderben st\u00fcrzt? \u201eBlack Neon\u201c ist ein gefundenes Fressen f\u00fcr all jene, die sich schon immer mal gefragt haben, was wohl dabei heraus kommen w\u00fcrde, wenn die Produzenten von \u201eBreaking Bad\u201c sich an einer Fortsetzung von \u201eGet Shorty\u201c und \u201eBe Cool\u201c versuchen w\u00fcrden.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-12734\" title=\"ani-m\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/ani-m.jpg\" alt=\"ani-m\" width=\"211\" height=\"323\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/ani-m.jpg 669w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/ani-m-195x300.jpg 195w\" sizes=\"auto, (max-width: 211px) 100vw, 211px\" \/>\/\/ Nachdem eine Journalistin ihren Lebensgef\u00e4hrten f\u00fcr vermisst erkl\u00e4rt hat, ist Tabor S\u00fcden wieder im Einsatz. Ihr Freund hat sich in letzter Zeit seltsam verhalten. Doch auch die Journalistin selbst verh\u00e4lt sich eigenartig und scheint weniger Informationen an die Redaktion weiterzugeben, als sie selbst welche hat. Bei der Ermittlung nach dem Vermissten verirrt sich der Protagonist schnell im Milieu der Neonazis. Als dann auch noch das LKA M\u00fcnchen den Vermissten sucht und Tabor S\u00fcden samt Kollegen aus dem Fall raus halten m\u00f6chte, schn\u00fcrt sich die Schlinge um den Hals der Beteiligten immer weiter zu. Eines ist jedenfalls sicher: Trauen kann Tabor S\u00fcden kaum noch jemandem, denn die Szenerie in \u201eM\u201c ist von Verrat und Gewalt gepr\u00e4gt. Trotzdem ist Aufgeben f\u00fcr die Hauptfigur keine Option. Und so gelingt <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal;\">Friedrich Ani<\/strong> auch diesmal wieder ein kleines Meisterwerk. Auf 368 Seiten dokumentiert er sorgsam das Vorgehen der einzelnen Figuren mit all ihren menschlichen Verfehlungen. Bedr\u00fcckend nah ist die Thematik au\u00dferdem am aktuellen Zeitgeschehen, l\u00e4uft doch in M\u00fcnchen immer noch der NSU-Prozess. Wenn man schlie\u00dflich am Ende des Romans angelangt ist, bleibt dennoch vieles ungekl\u00e4rt. Zur\u00fcck bleibt ein verst\u00f6rter, betroffener Leser, der von diesem gro\u00dfartigen Roman noch lange zehren wird. <em style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">(verfasst von K. Reschke)<\/em><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-12735\" title=\"sabine-scholl\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/sabine-scholl.jpg\" alt=\"sabine-scholl\" width=\"159\" height=\"257\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/sabine-scholl.jpg 260w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/sabine-scholl-185x300.jpg 185w\" sizes=\"auto, (max-width: 159px) 100vw, 159px\" \/>\/\/ Zu guter Letzt m\u00f6chten wir noch auf eine Art geheimes Tagebuch von <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal;\">Sabine Scholl<\/strong> hinweisen. Die Schriftstellerin aus Berlin wagt sich in \u201eMein Alphabet der M\u00e4nner\u201c daran, zahllose sexuelle Begegnungen zwischen Mann und Frau zu dokumentieren. Im Gegensatz zu effekthascherischen Werken wie \u201eShades Of Grey\u201c widmet sie sich dem Thema Pornografie auf h\u00f6chst poetische Weise. Ob es nun wild zu ging oder langweilig gewesen ist. Der Autorin gelingt es sehr gekonnt die geheimsten W\u00fcnsche von M\u00e4nnern (und Frauen) auszuleuchten und so eine imposante Zusammenfassung diverser Bettgeschichten aus dem Hut zu zaubern. Wer nach all den Geschichten \u00fcber Timo und Sebastian noch nicht genug hat, der kann zu guter Letzt sogar selbst zum Stift greifen und seine eigenen Erfahrungen hinzuf\u00fcgen. Dar\u00fcber hinaus ist das Werk netterweise in Online \/ Offline gegliedert, so dass auch Freunde von virtuellen Spielchen auf ihre Kosten kommen. Wenn du also auf anspruchsvolle Unterhaltung abseits der \u00fcblichen Porno-Klischees stehst, dann schnupper mal rein in dieses Werk &#8211; eingepackt in einen eleganten Lederimitat-Umschlag. Es lohnt sich. Und damit Schluss f\u00fcr heute. Bis zur n\u00e4chsten Leserunde.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>mit B\u00fcchern von David Buckley, Ed Burns &amp; David Simon, Tony O\u00b4Neill, Friedrich Ani &amp; Sabine Scholl. \/\/ Zum Thema Kraftwerk gibt es jede Menge Spannendes zu sagen. Nun macht sich David Buckley daran, die \u201eunautorisierte Biografie\u201c der renommierten Elektro-Band via \u201eMetrolit\u201c auf die Menschheit loszulassen und sorgt damit f\u00fcr allerhand A-Ha-Effekte beim Leser. 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