{"id":13211,"date":"2014-03-03T09:25:05","date_gmt":"2014-03-03T08:25:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=13211"},"modified":"2014-03-03T09:25:39","modified_gmt":"2014-03-03T08:25:39","slug":"aufgelesen-vol-119-zweiundzwanzig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=13211","title":{"rendered":"\/\/ aufgelesen vol. (1)19 &#8211; &#8222;zweiundzwanzig&#8220;"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNoSpacing\"><em style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">mit B\u00fcchern von Colson Whitehead, Jan Christophersen, Sa\u0161a Stani\u0161i\u0107, Jean-Philippe Blondel und Richard Harland.<\/em><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-13212\" title=\"zone-one\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/zone-one.jpg\" alt=\"zone-one\" width=\"199\" height=\"304\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/zone-one.jpg 419w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/zone-one-196x300.jpg 196w\" sizes=\"auto, (max-width: 199px) 100vw, 199px\" \/>\/\/ Das Werk \u201eZone One\u201c konfrontiert uns mit einem wirklich d\u00fcsteren Ausgangsszenario. New York ist gerade von der Apokalypse heimgesucht worden. \u00dcberall in den Stra\u00dfen liegen Leichent\u00fcrme und die Menschen teilen sich in zwei Lager auf: Infizierte und Nichtinfizierte. In Zone One, s\u00fcdlich von Manhattan, machen sich Mark Spitz und einige Zivilisten daran, die herumstreifenden Zombies zu beseitigen. Gesch\u00fctzt werden sie von bewaffneten Einheiten aus Chinatown, die den Komplex zur\u00fcckerobert haben. Parallel dazu wird bereits der Wiederaufbau der Zivilisation geplant, doch dem stehen noch einige wirklich schwerwiegende Hindernisse im Weg.<\/p>\n<p class=\"MsoNoSpacing\"><span style=\"mso-bidi-font-style: italic;\"><!--more--><\/span><\/p>\n<p>Dabei gelingt es dem New Yorker Autor <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal;\">Colson Whitehead<\/strong> sehr gekonnt, die d\u00fcstere Geschichte mit einer ganzen Reihe an humoristischen Passagen zu kontern. \u201eZone One\u201c ist ein Roman mit Augenzwinkern, der aber dennoch sehr tiefsinnig daher kommt. Gleichzeitig n\u00e4mlich richtet das Werk den Blick auch auf unsere oftmals so triste Gegenwart in Antlitz einer Metropole wie New York, in der wir alle zu gesichtslosen Zombies zu verkommen drohen. Wenn du also auf gleichsam eloquente, wie hintersinnige Horror-Persiflagen stehst, dann bei\u00df dich mal rein in diesen Roman. Er wird dir ein breites Grinsen aufs Gesicht zaubern und dich so lange an der Nase herumf\u00fchren, bis dir das Lachen im Halse stecken bleibt.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-13213\" title=\"echo\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/echo-267x300.jpg\" alt=\"echo\" width=\"200\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/echo-267x300.jpg 267w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/echo.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/>\/\/ In dem Werk \u201eEcho\u201c, welches in diesen Tagen beim \u201eMare\u201c-Verlag erscheint, dreht sich alles um eine Seelenverwandtschaft zwischen zwei Menschen. Gesa und Tom lernen sich im Sommer 1989 im Rahmen einer Klassenfahrt in Richtung polnischer Ostsee Kennen. Letzterer, gleichzeitig als Gitarrist der Sch\u00fclerband aktiv, findet in der jungen Frau eine treue Weggef\u00e4hrtin bis sich eines Tages ihre Wege wieder trennen. Wie das im Leben allerdings immer so ist: man trifft sich immer zweimal und so kreuzen sich die Wege der Beiden nach einer gewissen Weile wieder. Ihre Bindung zueinander wird immer enger, w\u00e4ren da nicht Toms st\u00e4ndige Tourneen um die Welt, die sie immer wieder auseinander rei\u00dfen. Trotz alledem wird Gera ein Ankerpunkt in Toms Leben und die Zeit, die sie miteinander verbringen, geh\u00f6rt mit zur Besten in ihrem ganzen Leben. Als Tom dann allerdings auf Geras Hochzeit auftreten soll, geraten die Dinge zunehmend au\u00dfer Kontrollen und das Band, das sie zusammenh\u00e4lt, droht auseinander zu rei\u00dfen. Wenn du auf tiefsinnige Coming-Of-Age-Geschichten stehst, bist du bei dem neuen Roman des Flensburgers <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal;\">Jan Christophersen<\/strong> genau an der richtigen Adresse. Du solltest dich nur innerlich schon mal auf ein<span style=\"mso-spacerun: yes;\"> <\/span>wahres Feuerwerk der Emotionen einstellen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-13214\" title=\"vor-dem-fest\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/vor-dem-fest.jpg\" alt=\"vor-dem-fest\" width=\"195\" height=\"312\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/vor-dem-fest.jpg 195w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/vor-dem-fest-187x300.jpg 187w\" sizes=\"auto, (max-width: 195px) 100vw, 195px\" \/>\/\/ Die Geschichte einer Dorfgemeinschaft nimmt <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal;\">Sa\u0161a Stani\u0161i\u0107 <\/strong>in seinem aktuellen Werk \u201eVor dem Fest\u201c etwas genauer unter die Lupe. Der Autor aus Bosnien-Herzegowina lebt seit 1992 in Deutschland und hat mit seinem Deb\u00fct \u201eWie der Soldat das Grammofon benutzt\u201c schon f\u00fcr eine ganze Menge Aufregung gesorgt. Nun also widmet er sich dem uckerm\u00e4rkischen F\u00fcrstenfelde. Dort sollten eigentlich die Glocken l\u00e4uten, aber die sind spurlos verschwunden. Au\u00dferdem werden wir mit einem toten F\u00e4hrmann und einem ehemaligen Oberstleutnant der NVA konfrontiert. Sie alle haben ihre Leichen im Keller und in diesen Nacht wird sich ihr Leben dauerhaft ver\u00e4ndern. Wie es dem Autor dabei gelingt, die Zusammenh\u00e4nge im Rahmen des Ortes offenzulegen und hinter die Fassade des sch\u00f6nen Scheins zu blicken, ist bemerkenswert und so verwundert es auch nicht weiter, dass \u201eVor dem Fest\u201c in diesem Jahr f\u00fcr den renommierten Preis der Leipziger Buchmesse nominiert worden ist. Ob dieses Mosaik in Form eines Romans ihn am Ende auch bekommt? Warten wir es ab. Unabh\u00e4ngig geh\u00f6rt dieses Werk aufgrund seiner Vielschichtigkeit mit Sicherheit zum Besten, was wir in diesem Jahr in die Finger bekommen haben.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-13215\" title=\"22\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/22.jpg\" alt=\"22\" width=\"200\" height=\"331\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/22.jpg 235w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/22-181x300.jpg 181w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/>\/\/ Mit \u201eZweiundzwanzig\u201c steht man mitten in der Bl\u00fcte seines Lebens. Kein Wunder, dass sich der franz\u00f6sische Autor <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal;\">Jean-Philippe Blondel<\/strong> eben dieses Jahr ausgesucht hat, um es zum Thema seines neuen Werkes zu machen. Dem Protagonisten seines Buches allerdings hat das Leben bereits \u00fcbel mitgespielt. Seine Eltern sind genauso wie sein Bruder durch zwei Autounf\u00e4lle ums Leben gekommen. Nun macht er sich auf in Richtung Morro Bay, einem Ort an der Pazifikk\u00fcste, dem Lloyd Cole einst einen seiner Songs widmete. Dort will er endlich seinen Frieden finden und so begibt sich die Hauptfigur zusammen mit seiner Ex-Freundin Laure und seinen Kumpel Samuel in Richtung \u201eParadies\u201c. Dabei landet das Trio unter anderem in Las Vegas und Mexiko und hat die eine oder andere irrwitzige Begegnung mit den Menschen vor Ort. So entwickelt sich die Reise nicht nur zu einem verr\u00fcckten Abenteuer f\u00fcr die drei Weggef\u00e4hrten, sondern f\u00fchrt unseren Protagonisten auch Schritt f\u00fcr Schritt wieder in Leben zur\u00fcck. Wenn du also auf Geschichten der Marke \u201eTschick\u201c stehst, dann schnapp dir diese literarische Perle aus Frankreich. Sie lohnt sich.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-13216\" title=\"song-slums\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/song-slums-200x300.jpg\" alt=\"song-slums\" width=\"200\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/song-slums-200x300.jpg 200w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/song-slums.jpg 272w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/>\/\/ Der Steampunk-Roman \u201eSong Of The Slums\u201c von Richard Harland versetzt uns zu guter Letzt zur\u00fcck ins England des Jahres 1846. Dort sitzt gerade K\u00f6nig George IV auf dem Thron und die gesellschaftliche Ordnung steht vor einem Zusammenbruch. \u00dcberall im Land versinkt alles im Sog und die Lokomotiven-Hersteller wollen auch zuk\u00fcnftig ihre Machtposition festigen. Dem gegen\u00fcber stehen die armen Bewohner aus den Slums, die sich als Verlierer der Industrialisierung sehen. Im Zuge der Erfindung der Dampfmaschine wirken sie wie Zur\u00fcckgelassene, die keiner mehr braucht. Ihnen bleibt einzig und allein die Musik, die ihnen ein wenig Ablenkung vom tristen Alltag beschert. Dem englischen Alltag gelingt im dritten Band seiner renommierten Steampunk-Dilogie abermals das Kunstst\u00fcck uns in eine zauberhafte Parallelwelt zu schubsen. Und so k\u00f6nnen wir allen Fans der Vorg\u00e4nger-Werke \u201eWorldshaker\u201c und \u201eLiberator\u201c auch nur dringend raten, sich dieses eindrucksvolle Buch aus dem Verlagshaus \u201eJacoby &amp; Stuart\u201c zu Gem\u00fcte zu f\u00fchren. Und damit Schluss f\u00fcr heute. Bis zur n\u00e4chsten Leserunde.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>mit B\u00fcchern von Colson Whitehead, Jan Christophersen, Sa\u0161a Stani\u0161i\u0107, Jean-Philippe Blondel und Richard Harland. \/\/ Das Werk \u201eZone One\u201c konfrontiert uns mit einem wirklich d\u00fcsteren Ausgangsszenario. New York ist gerade von der Apokalypse heimgesucht worden. \u00dcberall in den Stra\u00dfen liegen Leichent\u00fcrme und die Menschen teilen sich in zwei Lager auf: Infizierte und Nichtinfizierte. 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