{"id":13231,"date":"2014-03-08T10:24:49","date_gmt":"2014-03-08T09:24:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=13231"},"modified":"2014-03-08T10:35:38","modified_gmt":"2014-03-08T09:35:38","slug":"aufgelesen-vol-120-auf-einmal-vernahm-er-die-stimme-einer-frau","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=13231","title":{"rendered":"\/\/ aufgelesen vol. (1)20 &#8211; &#8222;auf einmal vernahm er die stimme einer frau&#8220;"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNoSpacing\"><em style=\"mso-bidi-font-style:normal\">mit B\u00fcchern von Katja Eichinger, Karl Bruckmaier, J\u00f6rg Birkholz, Kerstin Bund und Katja Petrowskaja.<\/em><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-13232\" title=\"katja-eichinger\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/katja-eichinger.jpg\" alt=\"katja-eichinger\" width=\"199\" height=\"306\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/katja-eichinger.jpg 480w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/katja-eichinger-195x300.jpg 195w\" sizes=\"auto, (max-width: 199px) 100vw, 199px\" \/>\/\/ Die \u201eDazed &amp; Confused\u201c-Journalistin <strong style=\"mso-bidi-font-weight:normal\">Katja Eichinger<\/strong> ver\u00f6ffentlicht in diesen Tagen nach ihrem Film-Buch zu \u201eDer Baader Meinhof\u201c-Komplex ihren ersten Roman via \u201eMetrolit\u201c. \u201eAmerikanisches Solo\u201c erz\u00e4hlt die Geschichte eines ausgebrannten Jazzmusikers namens Harry Cubs, der sich nach einer gef\u00fchlten Ewigkeit on the road dazu entschlie\u00dft, mal wieder ins normale Leben zur\u00fcckzukehren. In seiner gro\u00dfen Wohnanlage in L.A. will er sich sammeln und trifft dort auf seine nette Nachbarin &#8211; eine junge Frau namens Mona, die in einer verzwickten Beziehung mit einem \u00e4lteren Herren feststeckt. Harry wiederum sieht es fortan als seine Aufgabe an, sie zu \u201eretten\u201c und l\u00f6st damit eine Kettenreaktion aus, durch welche sich die Ereignisse dramatisch zuspitzen.<\/p>\n<p class=\"MsoNoSpacing\"><span style=\"mso-bidi-font-style: italic;\"><!--more--><\/span><\/p>\n<p>Ob am Ende alle wieder heil aus der ganzen Geschichte herauskommen? Und wer hier welche Art von Dreck am Stecken hat? Es lohnt sich mal reinzuschauen in dieses Werk, das nicht nur von Einsamkeit, sondern auch von Selbstverliebtheit handelt und das einem auf dramatische Art und Weise vor Augen f\u00fchrt, wohin diese Gem\u00fctszust\u00e4nde letztlich f\u00fchren k\u00f6nnen. Katja Eichinger wirft einen Blick hinter die Kulissen des Glamour-Lebens und vermengt das Ganze mit einer geh\u00f6rigen Portion an Thriller-Elementen, die einen bis zum (bitteren?) Ende bei der Stange halten. Ein eindrucksvolles Deb\u00fct.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-13233\" title=\"story-of-pop\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/story-of-pop.jpg\" alt=\"story-of-pop\" width=\"230\" height=\"369\" \/>\/\/ \u00dcber Pop-Musik wurden schon zahlreiche Werke verfasst. Die Frage danach, ob dem Thema wirklich noch etwas hinzuzuf\u00fcgen ist, er\u00fcbrigt sich schon deshalb, weil sich Pop im st\u00e4ndigen Wandel befindet. Der Popkritiker <strong style=\"mso-bidi-font-weight:normal\">Karl Bruckmaier<\/strong> setzt in seinem Werk dennoch etwas fr\u00fcher an. Genau genommen im C\u00f3rdoba des Jahres 822. Dort beginnt seine Abhandlung \u00fcber den Lauf der Pop-Geschichte und so werden wir im Anschluss nicht nur mit Lady Gaga, sondern auch mit Bert Williams und John Hammond bekannt gemacht. Das Sch\u00f6ne an seinem Werk ist, dass er hier nicht nur Faktenwissen zu vermitteln versucht, sondern seine Leser bei der Hand nimmt. Er erz\u00e4hlt von \u201eTeenage Kicks\u201c und \u201eCool Britannia\u201c und man hat dabei oft das Gef\u00fchl einer wirklichen Erz\u00e4hlung zu lauschen. Dazu gesellen sich ein paar imposante Abbildungen von Olaf Unverzart und einem Download zur musikalischen Interpretation des literarischen Werkes in Form eines Woog-Riot-Songs (hier als QR-Code beigelegt). Karl Bruckmaier gelingt es, sein Anliegen mit leicht-verdaulichen Texten zu vermitteln. Sein Werk l\u00e4dt au\u00dferdem dazu ein, sich diverse popkulturelle Epochen nochmal auf dem heimischen Plattenteller zu Gem\u00fcte zu f\u00fchren. Wenn du also auf Pop-Theorie stehst, die trotzdem lebensnah wirkt, dann schnupper mal rein. \u201eThe Story Of Pop\u201c wird dir in vielerlei Hinsicht die Augen \u00f6ffnen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-13234\" title=\"birkholz\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/birkholz-197x300.jpg\" alt=\"birkholz\" width=\"197\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/birkholz-197x300.jpg 197w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/birkholz.jpg 494w\" sizes=\"auto, (max-width: 197px) 100vw, 197px\" \/>\/\/ Wer sich gerne \u00fcberraschen l\u00e4sst, der ist beim aktuellen Roman von <strong style=\"mso-bidi-font-weight:normal\">J\u00f6rg Birkholz<\/strong> an der der richtigen Adresse. Darin erz\u00e4hlt der Bremer Kulturwissenschaftler von einer wirklich irrwitzigen Lesereise, die man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte. \u201eSchachbretttage\u201c erz\u00e4hlt in diesem Zusammenhang vom Alltag eines aufstrebenden Autors, der sich irgendwie im Ged\u00e4chtnis der Massen verankern m\u00f6chte. Also klemmt er sich ans Telefon und versucht alle m\u00f6glichen H\u00e4ndler davon zu \u00fcberzeugen, dass sein Buch auf keinen Fall in der \u00f6rtlichen Buchhandlung fehlen sollte. Das Resultat des Ganzen ist schlie\u00dflich eine Tour durch die deutsche Provinz, die Benedikt Buchholz und seinen Kumpel Viktor mit allerhand skurrilen und verr\u00fcckten Situationen konfrontiert. Wenn du also wissen m\u00f6chtest, wie das so ist, wenn man gerade sein literarisches Deb\u00fct ver\u00f6ffentlicht hat und du noch dazu an Benjamin von Stuckrad Barres Werk \u201eLivealbum\u201c deine helle Freude hattest, dann schnupper mal rein. Du wirst mit ein paar wirklich am\u00fcsanten Episoden aus dem Alltag eines Schriftstellers konfrontiert. Wobei in diesem Zusammenhang auch ein Mann vom Balkon st\u00fcrzt\u2026 wieso, weshalb, warum das so ist\u2026 musst du aber schon selbst herausfinden.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-13235\" title=\"generation-y\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/generation-y.jpg\" alt=\"generation-y\" width=\"196\" height=\"315\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/generation-y.jpg 230w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/generation-y-186x300.jpg 186w\" sizes=\"auto, (max-width: 196px) 100vw, 196px\" \/>\/\/ Unsere Arbeitswelt befindet sich im st\u00e4ndigen Wandel. Die Wirtschaftsredakteurin <strong style=\"mso-bidi-font-weight:normal\">Kerstin Bund<\/strong> von der Wochenzeitung \u201eDie Zeit\u201c hat sich in ihrem aktuellen Werk dazu entschlossen, die Generation Y auf ihre Vorstellungen und Ansichten abzuklopfen und leitet daraus zahlreiche R\u00fcckschl\u00fcsse f\u00fcr wirtschaftliche Unternehmen ab. \u201eGl\u00fcck schl\u00e4gt Geld\u201c nimmt f\u00fcr sich in Anspruch, die W\u00fcnsche der oben genannten Generation in Worte zu fassen. So wird von den zwischen 1980 und 1995 Geborenen gefordert, dass sich die Berufswelt grundlegend \u00e4ndert. Soll hei\u00dfen: mehr Freiraum auf der Arbeit und ein ausgewogenes Verh\u00e4ltnis zwischen Karriere und Freizeit. Im Grunde genommen wird nicht mehr erwartet, als das man alles zusammen m\u00f6glichst reibungslos unter einen Hut bringt. Das scheint nicht allzu viel verlangt, ist aber in der heutigen Zeit schwerer als gedacht. Die Folge davon: die jungen Menschen kriegen sp\u00e4ter und weniger Kinder und das Getriebe in unserer Gesellschaft ger\u00e4t ins Stocken. Dementsprechend liefert \u201eGl\u00fcck schl\u00e4gt Geld\u201c einen wichtigen Gedankenansto\u00df, der zum Diskutieren einl\u00e4dt. Am Ende jedenfalls muss sich etwas \u00e4ndern. Schon deshalb, weil die Autorin mit ihrer Meinung ganz sicher nicht allein dasteht. Es lohnt sich also auch f\u00fcr die F\u00fchrungsebene, sich mal in dieses Werk mit dem schicken Untertitel \u201eGeneration Y: Was wir wirklich wollen\u201c zu vertiefen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-13236\" title=\"petrowskaya\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/petrowskaya.jpg\" alt=\"petrowskaya\" width=\"199\" height=\"329\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/petrowskaya.jpg 607w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/petrowskaya-182x300.jpg 182w\" sizes=\"auto, (max-width: 199px) 100vw, 199px\" \/>\/\/ Zu guter Letzt noch der Hinweis auf das aktuelle Buch der FAS-Kolumnistin <strong style=\"mso-bidi-font-weight:normal\">Katja Petrowskaja<\/strong>, die sich daran macht, die Vergangenheit noch einmal intensiv zu durchleuchten. In ihrem Werk \u201eVielleicht Esther\u201c, das 2013 mit dem \u201eIngeborg Bachmann Preis\u201c ausgezeichnet worden und f\u00fcr den diesj\u00e4hrigen Preis der Leipziger Buchmesse nominiert ist, dreht sich alles um eben jene Epochen, die im vergangenen Jahrhundert so viel Angst und Schrecken unter den Menschen verbreitet haben. Die Autorin durchleuchtet die Orte und Pl\u00e4tze des Geschehens auf ihren geschichtlichen Hintergrund und widmet sich den Figuren im Kontext der damaligen Ereignisse. So entsteht ein eindringliches Mosaik aus bemerkenswerten Geschichten, die einen auf eine spannende Zeitreise mitnehmen. Manchmal tut es in diesem Zusammenhang zwar ziemlich weh, sich mit diesen Erz\u00e4hlungen zu konfrontieren. Der Autorin gelingt es aber dennoch sehr gut, den epischen Stoff auf ein kompaktes Ma\u00df zurecht zu stutzen. Am Ende erf\u00e4hrt man N\u00e4heres \u00fcber ein Waisenhaus in Warschau, den Studenten Judas Stern und ein Attentat auf den deutschen Botschaftsrat in der russischen Hauptstadt. Gewissheit allerdings kann hier niemand erwarten. Und so setzt sich das komplexe Bild erst im Kopf des Lesers zusammen, der sich w\u00e4hrend des \u00dcberfliegens dieser Zeilen immer wieder ungl\u00e4ubig fragt, wie es nur so weit kommen konnte. Wir wiederum verabschieden und w\u00e4hrenddessen erst einmal f\u00fcr heute und sagen auf Wiedersehen. Bis zur n\u00e4chsten Leserunde.<span style=\"mso-spacerun:yes\"> <\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>mit B\u00fcchern von Katja Eichinger, Karl Bruckmaier, J\u00f6rg Birkholz, Kerstin Bund und Katja Petrowskaja. \/\/ Die \u201eDazed &amp; Confused\u201c-Journalistin Katja Eichinger ver\u00f6ffentlicht in diesen Tagen nach ihrem Film-Buch zu \u201eDer Baader Meinhof\u201c-Komplex ihren ersten Roman via \u201eMetrolit\u201c. \u201eAmerikanisches Solo\u201c erz\u00e4hlt die Geschichte eines ausgebrannten Jazzmusikers namens Harry Cubs, der sich nach einer gef\u00fchlten Ewigkeit on [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-13231","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category--unter-der-haut"],"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13231","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=13231"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13231\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":13238,"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13231\/revisions\/13238"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=13231"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=13231"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=13231"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}