{"id":13927,"date":"2014-08-18T17:51:09","date_gmt":"2014-08-18T16:51:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=13927"},"modified":"2014-08-18T17:51:48","modified_gmt":"2014-08-18T16:51:48","slug":"aufgelesen-vol-128-wurfschatten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=13927","title":{"rendered":"\/\/ aufgelesen vol. (1)28 &#8211; &#8222;wurfschatten&#8220;"},"content":{"rendered":"<p><em style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">mit neuen B\u00fcchern von Emma Jane Unsworth, Nic Pizzolatto, George Saunders, Simone Lappert und Franz Dobler.<\/em><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-13928\" title=\"biester\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/biester.jpg\" alt=\"biester\" width=\"199\" height=\"326\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/biester.jpg 265w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/biester-183x300.jpg 183w\" sizes=\"auto, (max-width: 199px) 100vw, 199px\" \/>\/\/ Bei \u201eMetrolit\u201c erscheint das aktuelle Werk der Autorin <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal;\">Emma Jane Unsworth<\/strong>, die mit \u201eBiester\u201c einen wirklich imposanten Schm\u00f6ker \u00fcber den Alltag einer Drei\u00dfigj\u00e4hrigen hinlegt. Die Autorin, die f\u00fcr ihr Deb\u00fct \u201eHungry, the Stars and Everything\u201c mit dem Betty-Trask-Award ausgezeichnet wurde, erz\u00e4hlt uns die Geschichte von Laura, die in ihrem Leben eigentlich noch nichts wirklich Gro\u00dfartiges erreicht hat. Ihren Job in einem Callcenter kontert sie mit einem exzessiven Party-Programm, das sie in regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden mit ihrer besten Freundin Tyler absolviert.<\/p>\n<p class=\"MsoNoSpacing\"><span style=\"mso-bidi-font-style: italic;\"><!--more--><\/span><\/p>\n<p>Irgendwann allerdings schleicht sich so ein gewisses, ungutes Gef\u00fchl bei ihr ein. Ist es nicht eigentlich langsam an der Zeit erwachsen zu werden? Und was zum Teufel bedeutet das eigentlich? \u201eBiester\u201c transportiert in diesem Zusammenhang gekonnt das Leben im Rahmen einer Gesellschaft, die es einem unter den richtigen Vorrausetzungen erm\u00f6glicht ein Leben lang Kind zu bleiben. Die Autorin berichtet davon wie in einem Rausch und so m\u00f6chte man das Werk auch am Liebsten in einem St\u00fcck durchschm\u00f6kern. Wenn du also auf hintersinnige Literatur mit bitterb\u00f6sen Passagen stehst, dann bist du hier genau an der richtigen Adresse.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-13929\" title=\"galveston\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/galveston.jpg\" alt=\"galveston\" width=\"180\" height=\"270\" \/>\/\/ Fans der gefeierten TV-Serie \u201eTrue Detective\u201c sollten die Ohren spitzen, wenn der Name <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal;\">Nic Pizzolatto<\/strong> f\u00e4llt. Selbiger ist n\u00e4mlich nicht nur alleiniger Drehbuchautor des spannendes Serien-Killer-Werks, sondern auch der Sch\u00f6pfer des nun erschienenen Buches \u201eGalveston\u201c, das man sich als Kriminalroman-Fan auf keinen Fall entgehen lassen sollte. Das Buch selbst ist wie erwartet eine ziemlich d\u00fcstere Angelegenheit.<span style=\"mso-spacerun: yes;\"> <\/span>Der Autor konfrontiert uns mit einem Protagonisten namens Roy Cady, der eines Tages die Diagnose Lungenkrebs erh\u00e4lt. Als w\u00e4re das noch nicht genug, hat auch noch sein Chef ein H\u00fchnchen mit ihm zu rupfen. Er will ihn n\u00e4mlich wegen einer Eifersuchtsgeschichte umbringen lassen. Die Aktion allerdings schl\u00e4gt fehl und so befindet sich Roy Cady auf einmal auf der Flucht mit einer jungen Frau, die ihn ordentlich auf Trapp h\u00e4lt. Die Ausweglosigkeit der Situation wird in diesem Zusammenhang nicht nur von Seite zu Seite deutlicher, man bekommt auch einen vielschichtigen Anti-Helden pr\u00e4sentiert, der nur so strotzt vor Coolness. Ob sich am Ende doch noch alles zum Guten wendet? Wir wagen es mal zu bezweifeln, aber am besten ihr \u00fcberzeugt euch selbst. \u201eGalveston\u201c ist n\u00e4mlich nicht mehr und nicht weniger als einer der besten Kriminal-Romane der Saison.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-13930\" title=\"zehnter-september\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/zehnter-september.jpg\" alt=\"zehnter-september\" width=\"159\" height=\"263\" \/>\/\/ <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal;\">George Saunders<\/strong> ist ein absoluter Ausnahmek\u00fcnstler. Mit seinen Kurzgeschichten wickelt er einen immer wieder um den kleinen Finger und bringt einen damit immer wieder auf Gedanken, die einen das Blut in den Adern gefrieren lassen. Eine Sammlung seiner Shortstorys erscheint nun erstmals auch hierzulande in Form des Werks \u201eZehnter September\u201c und wir sehen uns vorab erst einmal in der Pflicht eine Warnung rauszuschicken. Machen Sie sich auf einiges gefasst, wenn sie dieses Buch aufschlagen. Viele dieser Episoden werden ihnen wahrscheinlich \u00fcber Jahre hinweg nicht mehr aus dem Kopf gehen. Manche von ihnen sind witzig, manche eigenartig, manche durchweg \u00fcberm\u00fctig. Allesamt aber sind sie \u00e4u\u00dferst vielschichtig und hintersinnig und so regt einem dieser \u201eZehnte September\u201c zunehmend zum Nachdenken an. Der Autor aus Texas, der mit seinem Werk auf der Shortlist des \u201eNational Book Award\u201c stand und fr\u00fcher mal als Dachdecker und T\u00fcrsteher aktiv gewesen ist, geht dahin, wo es wehtut. Er erz\u00e4hlt Geschichten, die ihre jeweiligen Protagonisten in ein moralisches Dilemma st\u00fcrzen. Es geht um Entf\u00fchrungen, Sex und Selbstmord. Sie richten den Blick auf die Fehlbarkeit des Menschen und konfrontieren einen als Leser mit schwerwiegenden Entscheidungen. Wenn Sie also mal wieder ein Buch lesen m\u00f6chten, das ihre Welt auf den Kopf stellt, dann nehmen sie dieses hier. Es lohnt sich.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-13931\" title=\"wurfschatten\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/wurfschatten.jpg\" alt=\"wurfschatten\" width=\"200\" height=\"322\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/wurfschatten.jpg 200w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/wurfschatten-186x300.jpg 186w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/>\/\/ Ein wirklich eindrucksvolles Werk legt die Schweizer Autorin <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal;\">Simone Lappert<\/strong> vor, welche in diesen Tagen (ebenfalls bei \u201eMetrolit\u201c) ihr Deb\u00fct als Schriftstellerin ver\u00f6ffentlicht. \u201eWurfschatten\u201c ist in diesem Zusammenhang erst einmal ein ziemlich bedr\u00fcckendes Werk. Die Protagonistin namens Ada ist gerade in den Mittzwanzigern angekommen und beginnt sich zunehmend von ihren Mitmenschen zu distanzieren. Grund daf\u00fcr ist der feste Glaube an ihr baldiges Ableben, was letztlich sogar dazu f\u00fchrt, das einige gute Freundschaften in die Br\u00fcche gehen. Zu allem \u00dcberfluss leidet sie au\u00dferdem noch an akutem Geldmangel und so setzt ihr der Vermieter eines Tages urpl\u00f6tzlich einen Untermieter ins Wohnzimmer. Der Typ namens Juri ist nicht nur der Enkel des Hausbesitzers, er beginnt auch zunehmend der anfangs noch widerstrebenden Protagonistin ans Herz zu wachsen. Es entwickelt sich eine Liebesgeschichte, deren Ende zwar offen ist, die einen aber in Sachen Intensit\u00e4t zunehmen mitrei\u00dft und einem auch noch Tage nach dem Auslesen des Werkes im Kopf herum schwirrt.<span style=\"mso-spacerun: yes;\"> <\/span><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-13932\" title=\"bulle-im-zug\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/bulle-im-zug-198x300.jpg\" alt=\"bulle-im-zug\" width=\"198\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/bulle-im-zug-198x300.jpg 198w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/bulle-im-zug-675x1024.jpg 675w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/bulle-im-zug.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 198px) 100vw, 198px\" \/>\/\/ Zu guter Letzt noch der Hinweis auf einen wahrlich unkonventionellen Krimi aus der Feder von <strong style=\"mso-bidi-font-weight: normal;\">Franz Dobler<\/strong>. Der widmet sich in \u201eEin Bulle im Zug\u201c einem wirklich au\u00dfergew\u00f6hnlichen Fall. Das gr\u00f6\u00dfte Problem f\u00fcr Hauptkommissar Fallner ist n\u00e4mlich er selbst. Im Rahmen seiner T\u00e4tigkeit hat er erst vor kurzem einen jungen Kriminellen erschossen und kommt mit dessen Ableben \u00fcberhaupt nicht zurecht. Ganz im Gegenteil: seine Therapeutin r\u00e4t ihm nachdr\u00fccklich dazu, sich einen Auszeit von seinem Beruf zu g\u00f6nnen und stattdessen mal etwas f\u00fcr sich pers\u00f6nlich zu tun. Dementsprechend findet sich Fallner schon bald mit einer Bahncard100 bewaffnet auf einer epischen Zugreise wieder, die ihn immer wieder in skurrile Situationen verwickelt. \u201eEin Bulle im Zug\u201c ist im Grunde genommen eigentlich gar kein Krimi, sondern eine Charakterstudie \u00fcber einen vielschichtigen Charakter, der sich fragt, wie er die Dinge, die geschehen sind, nur wieder aus seinem Kopf heraus bekommt? Ob ihm das Ganze am Ende gelingt oder er vielleicht lernt mit den D\u00e4monen der Vergangenheit zu leben? Es lohnt sich mal reinzuschnuppern in diesen imposanten Stilmix, der allen Fans von Genre-\u00fcbergreifenden Romanen ein breites Grinsen aufs Gesicht zaubern d\u00fcrfte. Und damit Schluss f\u00fcr heute. Bis zur n\u00e4chsten Leserunde.<span style=\"mso-spacerun: yes;\"> <\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>mit neuen B\u00fcchern von Emma Jane Unsworth, Nic Pizzolatto, George Saunders, Simone Lappert und Franz Dobler. \/\/ Bei \u201eMetrolit\u201c erscheint das aktuelle Werk der Autorin Emma Jane Unsworth, die mit \u201eBiester\u201c einen wirklich imposanten Schm\u00f6ker \u00fcber den Alltag einer Drei\u00dfigj\u00e4hrigen hinlegt. 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