{"id":1477,"date":"2008-08-12T11:00:11","date_gmt":"2008-08-12T10:00:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=1477"},"modified":"2008-08-25T09:55:38","modified_gmt":"2008-08-25T08:55:38","slug":"zuckerbeat-volume-25","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=1477","title":{"rendered":"\/\/ zuckerbeat volume 25"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2008\/08\/_mudhoney.jpg\" alt=\"_mudhoney.jpg\" class=\"right\" \/>Derzeit wird ja allerorts ein Grunge-Revival nach dem anderen ausgerufen. Passend dazu melden sich auch wieder einige Ikonen von fr\u00fcher zu Wort. Zum Beispiel <strong><a href=\"http:\/\/www.myspace.com\/mudhoney\" target=\"_blank\">Mudhoney<\/a> <\/strong><em>(<\/em><em>klickt<\/em><em> auf den Interpreten und ihr gelangt zum Reinh\u00f6ren sofort auf dessen Myspace Seite)<\/em>. Die klingen auf ihrem neuen Album \u201eThe Lucky Ones\u201c (7) zwar ein bisschen aufger\u00e4umter, als in ihren dreckigen Anfangstagen, haben mich aber sp\u00e4testens, als nach dem Refrain des Openers der Schlachtruf \u201eI\u00b4m Now\u201c aus den Boxen donnert. Diese Band klingt auch anno 2008 noch wie ein musikgewordener Stinkefinger. Man sp\u00fcrt richtig die W\u00e4nde wackeln in den Prober\u00e4umen. Den Schwei\u00dfgeruch. Die zerfetzten Jeans. Die Verweigerungshaltung. Die zerschmetterten Gitarren nach einer sagenumwobenen Club-Show. Mudhoney schleudern dich zu Boden und w\u00e4lzen dich in einer verregneten Nacht durch eine Schlammlandschaft. Diese Platte macht einen fertig. Und das ist verdammt noch mal gut so. Da st\u00fcrzt man sich anschlie\u00dfend nur zu gerne ins n\u00e4chste musikalische Inferno. <!--more--> <img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2008\/08\/_walls-of-jericho.jpg\" alt=\"_walls-of-jericho.jpg\" class=\"right\" \/> <a href=\"www.myspace.com\/wallsofjericho\" target=\"_blank\"><strong>Walls Of Jericho<\/strong><\/a> haben die balladesken Fl\u00fcgel der letzten EP wieder abgestreift (zumindest mit Ausnahme des letzten Songs). K\u00f6nnen sich aber dennoch auf \u201cThe American Dream\u201c (4) nicht aus dem eng gestrickten Korsett befreien, dass ihnen das Genre Metalcore aufdr\u00fcckt. Ich meine, da kannst du noch so lange in ein Pustefix blasen. Da kommen trotzdem nur Seifenblasen und keine Goldbarren raus. Stattdessen entpuppt sich die gl\u00e4nzende Oberfl\u00e4che dieser Platte als leere H\u00fclle. Das hei\u00dft nicht unbedingt, dass man als Fan dieses Sounds nicht blind zugreifen k\u00f6nnte. Aber wer Innovationen sucht, den d\u00fcrften die Songs schwer entt\u00e4uschen. Mal abgesehen nat\u00fcrlich von dem brachial-genialen St\u00fcck \u201eFeeding Frenzy\u201c oder dem spannungsvoll aufgebautem \u201eA Long Walk Home\u201c. Bei diesen Brettern m\u00f6chte man kurzerhand aus einem geschlossenen Fenster im vierten Stock springen und ins k\u00fchle Nass des Mains abtauchen. <img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2008\/08\/_brendan-canning.jpg\" alt=\"_brendan-canning.jpg\" class=\"right\" \/>Denn sie machen Hoffnung. Hoffnung, dass diese Band mit dem n\u00e4chsten Album ihre M\u00f6glichkeiten vollends aussch\u00f6pft. Dann kommen da vielleicht noch die n\u00e4chsten Opeth raus. Who knows? Die Qualit\u00e4t jedenfalls scheint vorhanden. Womit wir dann mal wieder bei der Broken Social Scene vorbei schauen. Genau genommen, bei <a href=\"http:\/\/www.myspace.com\/brendancanning\" target=\"_blank\"><strong>Brendan Canning<\/strong><\/a>. Der ver\u00f6ffentlicht unter dem Banner seines Kollektivs das Solo-Album \u201eSomething For All Of Us&#8230;\u201c (6). Die Scheibe ist ein gl\u00e4nzendes Indie-Pop Werk geworden, dass sich \u00fcberraschend sonnigen Melodien zuwendet. Man sp\u00fcrt zwar immer wieder den verschrobenen Geist seiner Hauptband (vor allem beim stimmungsvollen \u201eChameleon\u201c, dass auch stark an The Polyphonic Spree erinnert) aber dazwischen schubst er immer wieder zuckers\u00fc\u00dfe Popsongs vor seine H\u00f6rer, die einem den Tag vers\u00fc\u00dfen sollen. \u201eChurches Under The Stairs\u201c zum Beispiel ist eine einzige Ode ans Gl\u00fcck. Da schl\u00e4ngeln sich pl\u00f6tzlich Delphine vor dir <img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2008\/08\/_monika-kruse.jpg\" alt=\"_monika-kruse.jpg\" class=\"right\" \/>im Wasser und pr\u00e4sentieren dir atemberaubende Choreographien. \u201eLove Is New\u201c wiederum ist ein beschwingter Himmelsst\u00fcrmer. Und der melancholisch vertr\u00e4umte Abschluss durch den Doppelpack \u201eBeen At It So Long\u201c und \u201eTake Care, Look Up\u201c entl\u00e4sst einen endg\u00fcltig auf Wolke 7. Da kann man dann auch gleich sitzen bleiben und sich einlullen lassen von den elektronischen Spielerein <a href=\"http:\/\/www.myspace.com\/monikakrusemusic\" target=\"_blank\"><strong>Monika Kruses<\/strong><\/a>. Deren neuster Streich bietet ein breites Sammelsurium an ausufernden Sounds f\u00fcr ausgedehnte Tanzabende. \u201eChanges Of Perception\u201c (6) schafft es dabei trotz der vielen 6 bis 7min\u00fctigen Tracks, den H\u00f6rer bis zum Schluss bei der Stange zu halten. \u201eFragile\u201c strahlt sanfte Melancholie aus. \u201eMorgana\u201c erzeugt Strandatmosph\u00e4re. Und \u201eChange Of Perception\u201c schreit nach schwei\u00dfgetr\u00e4nkten K\u00f6rpern die sich in schicken Clubs in Ekstase schaukeln. Insgesamt also mal wieder alles richtig gemacht, die sympathische und couragierte Labelchefin. Mit dieser Platte sollte sie jedenfalls auf der ganzen<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2008\/08\/_rhythms-del-mundo.jpg\" alt=\"_rhythms-del-mundo.jpg\" class=\"right\" \/> Welt neue Freunde finden. Ob das <a href=\"http:\/\/www.myspace.com\/rhythmsdelmundo\" target=\"_blank\"><strong>Rhythms Del Mundo<\/strong><\/a> mit ihrer EP \u201eCubano Alem\u00e1n\u201c (4) auch schaffen, wird sich erst noch zeigen m\u00fcssen. Eine gelungene Zweitverwertung von Tocotronics \u201eKapitualtion\u201c mag ja durchaus noch charmant anmuten, aber sp\u00e4testens wenn Culcha Candela mit ihrem uns\u00e4glichen \u201eHamma\u201c um sich werfen, ist bei mir Ende Gel\u00e4nde. Insgesamt kann man also, dass diese Scheibe durchaus am\u00fcsant sein k\u00f6nnte, h\u00e4tte man nicht auf so viele Chartverd\u00e4chtige der Marke 2RaumWohnung und Ich + Ich zur\u00fcckgegriffen, sondern etwas mehr Mut zum Risiko bewiesen. \u201eKapitulation\u201c schick ich jetzt trotzdem auf Dauerschleife. Das passt n\u00e4mlich perfekt aufs Mixtape neben <a href=\"http:\/\/www.myspace.com\/ronflieger\" target=\"_blank\"><strong>Ron Flieger<\/strong><\/a>. Der macht auf seinem neuen Album \u201eGib mir etwas woran ich mich\u201c (5) ziemlich viel richtig. Der Opener \u201eWas treibt uns an\u201c ist die perfekte Hymne f\u00fcr einen Trip raus aufs Meer. Umschifft er doch in perfekter Weise die Klischee-Falle der deutschen Sprache. \u201eKomm, frag mich\u201c\u2013 mit seiner Klaviermelodie \u2013 <img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2008\/08\/_ron-flieger.jpg\" alt=\"_ron-flieger.jpg\" class=\"right\" \/>ist zudem ein Traum von Song, der einen z\u00e4rtlich umschmeichelt. Man kann Ron Flieger eigentlich nur eins vorwerfen: dass er am Ende dann doch nicht ganz die Kurve kriegt. Da landet er n\u00e4mlich hin und wieder in schlimmsten Chartgefilden der Marke (&#8230;). Was nat\u00fcrlich auch an seiner Stimme liegt. Die erinnert so unversch\u00e4mt an diverse Dummreimer-Combos, dass er einem schon fast wieder leid tut. Trotzdem ist es nat\u00fcrlich sch\u00f6n zu sehen, dass sich seine Musik von deren abhebt. Wie viel mehr allerdings drin ist, wird man aber wohl erst nach dem n\u00e4chsten Output wissen. Da gilt es den Beweis anzutreten, dass er wirklich einer von den Guten ist. Womit wir dann bei <a href=\"http:\/\/www.myspace.com\/cajusblumentopf\" target=\"_blank\"><strong>Cajus<\/strong><\/a> vom Blumentopf angelangt w\u00e4ren. Der haut in diesen Tagen sein Solo-Album \u201ePlanet Cajun\u201c (6) raus und versucht sich an Elektro-Hop, der dezent von gelungenen Wortspielen umschw\u00e4rmt wird. F\u00fcr die Charts d\u00fcrfte die Scheibe zwar zu brav sein, aber jeder der deutschen HipHop f\u00fcr seine Wortspiel-Qualit\u00e4ten <img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2008\/08\/_cajus.jpg\" alt=\"_cajus.jpg\" class=\"right\" \/>in den 90ern liebte, wird dieses Album derbe abfeiern. An die letzte Scheibe seiner Hauptband kommt Cajus dabei zwar nicht heran, den Vergleich sollte man aber auch nicht ziehen. Diese Mucke wildert n\u00e4mlich eher in Gefilden, in denen sich Dendemann k\u00fcrzlich niedergelassen hat. Cajus ist auf der Suche nach der Popmusik. Verliert dabei aber auch seine Vergangenheit nicht aus den Augen. Das ist anfangs durchaus gew\u00f6hnungsbed\u00fcrftig. Kickt dann aber umso mehr. Also Tonne zugekloppt und ab daf\u00fcr. Die Spiele sind f\u00fcr heute beendet. Bis zum n\u00e4chsten Zuckerbeat.<\/p>\n<p>\/\/ von Alexander Nickel-Hopfengart<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Derzeit wird ja allerorts ein Grunge-Revival nach dem anderen ausgerufen. Passend dazu melden sich auch wieder einige Ikonen von fr\u00fcher zu Wort. Zum Beispiel Mudhoney (klickt auf den Interpreten und ihr gelangt zum Reinh\u00f6ren sofort auf dessen Myspace Seite). Die klingen auf ihrem neuen Album \u201eThe Lucky Ones\u201c (7) zwar ein bisschen aufger\u00e4umter, als in [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[7],"tags":[],"class_list":["post-1477","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-filmkunst"],"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1477","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1477"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1477\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1477"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1477"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1477"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}