{"id":14799,"date":"2015-02-25T19:00:32","date_gmt":"2015-02-25T18:00:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=14799"},"modified":"2015-02-25T19:00:32","modified_gmt":"2015-02-25T18:00:32","slug":"aufgelesen-vol-136-alles-ist-jetzt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=14799","title":{"rendered":"\/\/ aufgelesen vol. (1)36 &#8211; &#8222;alles ist jetzt&#8220;"},"content":{"rendered":"<p><em>mit neuen B\u00fcchern von Stefano D\u00b4Arrigo, Walter Gr\u00f6bchen, Thomas Mie\u00dfgang, Florian Obkircher, Gerhard St\u00f6ger, Eugen Baunach, Alexandra Ganser, Martin Blumenau, Christian Frascella, Julia Wolf und Michael Dobbs.<\/em><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-large wp-image-14800\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/horcynus-orca-668x1024.jpg\" alt=\"horcynus-orca\" width=\"199\" height=\"306\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/horcynus-orca-668x1024.jpg 668w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/horcynus-orca-195x300.jpg 195w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/horcynus-orca.jpg 771w\" sizes=\"auto, (max-width: 199px) 100vw, 199px\" \/>\/\/ Die Leipziger Buchmesse lockt in diesem Jahr wieder zahllose Lese-Fans an. Wir widmen uns deshalb auch heute zu Beginn<span style=\"mso-spacerun: yes;\"> <\/span>noch einmal einem wirklichen Hingucker, der in der Rubrik \u201eBeste \u00dcbersetzung\u201c nominiert worden ist. \u201eHorcynus Orca\u201c nennt sich das Mammutwerk von <strong>Stefano D\u00b4Arrigo<\/strong>, welches in diesen Tagen nach gut 40 Jahren endlich auch auf Deutsch erscheint. Dass das mit der \u00dcbersetzung so lange gedauert hat, liegt auch daran, dass das Werk lange Zeit als nicht-\u00fcbertragbar galt \u2013 und h\u00e4tte es sich Moshe Kahn nicht zur Lebensaufgabe gemacht, dieses opulente Werk ins Deutsche zu \u00fcbertragen, wir w\u00fcrden wahrscheinlich auch weiterhin vergeblich auf eine deutschsprachige Fassung des italienischen Literaturklassikers warten. <!--more-->Das Buch selbst nimmt einen mit auf eine wahrhafte Odyssee der Emotionen. In bildhafter Sprache werden wir mit der wundersch\u00f6nen Landschaft nahe der Stra\u00dfe von Messina konfrontiert, wo der Protagonist des Werkes sein letztes H\u00e4ufchen Gl\u00fcck zu finden versucht. Vier Tage dauert seine Reise, welche im Jahr 1943 beginnt. Die Marine ist eben erst zusammengebrochen und ein Matrose &#8218;Ndrja erf\u00e4hrt von den schlimmen Dingen, die der Krieg den ihm liebgewonnen Menschen angetan hat. Was das Ganze mit einer geheimnisvollen Frau zu tun hat, welche ihm auf seiner Reise behilflich ist und ob es wirklich noch eine Chance gibt, jemals wieder heimzukehren. Lange tappt man als Leser im Dunkeln im Rahmen dieses gro\u00dfartigen Romans, der einen auf eine verr\u00fcckte Reise mitnimmt, die ebenso aussichtslos wie gef\u00e4hrlich erscheint und nach deren Ende kein Stein mehr auf dem anderen zu liegen scheint. Wenn du also auf gro\u00dfe Weltliteratur der Marke \u201eDer alte Mann und das Meer\u201c und \u201eMoby Dick\u201c stehst, dann schau mal rein in diesen Klassiker der Weltliteratur.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-14801\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/austro-bob.jpg\" alt=\"austro-bob\" width=\"260\" height=\"333\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/austro-bob.jpg 260w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/austro-bob-234x300.jpg 234w\" sizes=\"auto, (max-width: 260px) 100vw, 260px\" \/>\/\/ Im Zuge der gro\u00dfartigen LP-Ver\u00f6ffentlichungen, die derzeit von \u00d6sterreich aus unser Herz im Sturm erobern und dabei lauthals \u201eLibertatia\u201c und \u201eAmore\u201c schreien, wollen wir euch heute auf zwei Standartwerke zum Thema \u201eWien Pop\u201c und \u201eAutro Bob\u201c aufmerksam machen, welche in den vergangenen Jahren beim \u201eFalter Verlag\u201c erschienen sind. Ersteres f\u00fchrt uns auf 400 Seiten sehr zielsicher vor Augen, welch gro\u00dfartige Musik seit den 50er Jahren immer wieder in der \u00f6sterreichischen Hauptstadt entstanden ist. Ob Folk, Pop, Punk oder Techno. Hier kommen die Vertreter der unterschiedlichsten Stilrichtungen zum Zug und die Macher entwerfen ein \u00fcbersichtliches Pop-Manifest, dass man sich als Autro-Pop-Fan auf keinen Fall entgehen lassen sollte. <strong>Walter Gr\u00f6bchen<\/strong>, <strong>Thomas Mie\u00dfgang<\/strong>, <strong>Florian Obkircher<\/strong> und <strong>Gerhard St\u00f6ger<\/strong> verstehen sich dabei als echte Kenner der Szene und haben f\u00fcr das vorliegende Album mit rund 130 K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstlern gesprochen. Dabei erz\u00e4hlen sie nicht nur von so renommierten Gestalten wie Wolfgang Ambros und Andr\u00e9 Heller, sondern auch von den illustren Kollegen aus dem Hause Kruder &amp; Dorfmeister oder der Worried Man Skiffle Group (bei der Gelegenheit ein kurzer Hinweis auf das aktuelle Album von Worried Man Worried Boy, welches Herbert Janata zusammen mit Sohn Sebastian aus dem Hause Ja, Panik! zusammen eingespielt hat). Das Buch nimmt sich in diesem Zusammenhang aber nicht nur die zahllosen Protagonisten des Genres vor, sondern widmet sich auch den Orten des Geschehens, wie zum Beispiel dem Chelsea, der Fledermaus und dem Flex. Dazu bekommt man \u00fcber 600 Abbildungen von Plattencovern, Bandfotos und Flyern pr\u00e4sentiert, <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-14802\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/wien-pop.jpg\" alt=\"wien-pop\" width=\"131\" height=\"171\" \/>die einem einen intensiven Eindruck in die Austro-Pop-Szene erm\u00f6glichen. Wem das immer noch nicht genug ist, der kann sich im Anschluss auch noch an das erst k\u00fcrzlich ver\u00f6ffentlichte Werk \u201eAustroBob\u201c heranwagen, das sich anschickt, die Geschichte der \u00f6sterreichischen Musik-, Kultur- und Literaturszene noch einmal anhand des Einflusses von Altmeister Bob Dylan nachzuvollziehen. Dabei werden nicht nur zahlreiche Bez\u00fcge in der \u00f6sterreichischen Kulturlandschaft in Richtung des Dylan-esken Schaffens offenbart, man erh\u00e4lt auch einige Infos dar\u00fcber, wie sich diverse Musiker das Schaffen des legend\u00e4ren K\u00fcnstlers annahmen. So erfahren die j\u00fcngeren Leser nicht nur einiges \u00fcber die Versuche von Wolfgang Ambros die Songs von Dylan ins Wienerische zu \u00fcbersetzen, es kommen auch neuere ganz hervorragende Bands, wie Ja, Panik! oder Der Nino aus Wien zu Wort, auf deren Musik der gute, alte Bob einen immensen Einfluss aus\u00fcbte. Die Macher um <strong>Eugen Baunach<\/strong>, <strong>Alexandra Ganser <\/strong>und <strong>Martin Blumenau<\/strong> geben sich dabei alle M\u00fche, das Thema umfassend anzugehen und widmen sich im ersten Band den Bereichen der Fankultur sowie den k\u00fcnstlerischen, musikalischen und literarischen Aneignungen in der \u00f6sterreichischen Kulturszene. Worauf also wartest du noch? Schnapp dir die beiden Werke. Es lohnt sich.<span style=\"mso-spacerun: yes;\"> <\/span><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-14803\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/christian-frascella.jpg\" alt=\"christian-frascella\" width=\"170\" height=\"278\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/christian-frascella.jpg 265w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/christian-frascella-183x300.jpg 183w\" sizes=\"auto, (max-width: 170px) 100vw, 170px\" \/>\/\/ Ebenfalls sehr empfehlenswert sind zwei neue Werke aus dem Hause der \u201eFrankfurter Verlagsanstalt\u201c. <strong>Christian Frascella<\/strong> hat ja bereits mit seinem mehrfach ausgezeichneten Roman \u201eMeine Schwester ist eine M\u00f6nchsrobbe\u201c f\u00fcr Aufregung gesorgt und nun liegt auch schon ein weiteres Werk des Turiner Schriftstellers vor. \u201eBet emp\u00f6rt sich\u201c dreht sich um eine w\u00fctende Protagonistin namens Elisabetta, die sich nicht so recht mit den bestehenden Verh\u00e4ltnissen auf unserem Planeten abfinden m\u00f6chte. Ob es nun um ihre Mutter geht oder um die Schule. An allem hat Bet etwas auszusetzen. Lediglich ihre Freundin Viola und Kumpel Andrea dienen ihr als Rettungsanker in dieser zum ertrinken verdammten Welt. Eines Tages, als ihrer Mutter die K\u00fcndigung angedroht wird, entschlie\u00dft sich die Protagonistin mit ihr zu demonstrieren und muss dabei feststellen, dass sie der Staatsmacht dennoch hilflos<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-14804\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/julia-wolf.jpg\" alt=\"julia-wolf\" width=\"147\" height=\"239\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/julia-wolf.jpg 213w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/julia-wolf-184x300.jpg 184w\" sizes=\"auto, (max-width: 147px) 100vw, 147px\" \/> ausgeliefert ist. Das allerdings will sie nicht akzeptieren und entschlie\u00dft sich zu einer radikalen Aktion, die unberechenbare Folgen nach sich zieht. Dabei gelingt es dem Autor sehr gekonnt die Perspektivlosigkeit der jungen Generation ins Literarische zu transferieren und wir leiten direkt weiter zum aktuellen Buch von <strong>Julia Wolf<\/strong> aus Gro\u00df-Gerau. Mit ihrem Roman-Deb\u00fct \u201eAlles ist jetzt\u201c wagt sie den Sprung in Richtung Gro\u00dfstadt und f\u00fchrt uns treffsicher vor Augen, was damit so alles einhergeht. Nachdem es ihr im Vorort zu eng wird, entschlie\u00dft sich Ingrid in einer Live-Sex-Bar anzudocken und dort Getr\u00e4nke zu mixen. Ihre neue Wohnung bewohnt sie zusammen mit ihrem Bruder Gordan und dann verliert sie auch noch bei einem Besuch bei ihrer Mutter die Fassung. Was das Ganze mit einer eigentlich l\u00e4ngst vergessenen Grillparty zu tun hat, die im Grunde genommen der Anfang des ganzen \u00dcbels gewesen ist, das wiederum findest du am besten selbst heraus. Es lohnt sich.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-14805\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/michael-dobbs.jpg\" alt=\"michael-dobbs\" width=\"164\" height=\"263\" \/>\/\/ All jene, die gerne mal wissen m\u00f6chten, wo die Macher von \u201eHouse Of Cards\u201c ihre tollen Ideen her haben, k\u00f6nnen sich nun endlich das literarische Vorbild der beiden TV-Serien ins Regal stellen (ja, in den 90ern gab es bereits eine britische Variante, die auch sehr gelungen ist). <strong>Michael Dobbs<\/strong> hat n\u00e4mlich bereits Ende der 80er einen rundum gelungenen Roman \u00fcber das Leben von Francis Urquhart ver\u00f6ffentlicht, an dem sich die Seriensch\u00f6pfer sehr eng orientierten. Der Thriller rei\u00dft einen in diesem Zusammenhang in einen \u00e4hnlichen Sog der Emotionen wie die Serie und hat auch nach all den Jahren nichts von seiner Qualit\u00e4t verloren. Ganz im Gegenteil: nur zu gerne verliert man sich in den Eskapaden des Titelhelden, der sich daran macht, seine Partei von innen heraus auseinander zu nehmen, nachdem er bei der Postenvergabe \u00fcbergangen wurde. Wie das Ganze ausgeht wollen wir hier nat\u00fcrlich noch nicht verraten. Stattdessen raten wir dringend dazu mal einen Blick in das Buch zu werfen. Und sagen tsch\u00fcss f\u00fcr heute. Bis zur n\u00e4chsten Leserunde.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>mit neuen B\u00fcchern von Stefano D\u00b4Arrigo, Walter Gr\u00f6bchen, Thomas Mie\u00dfgang, Florian Obkircher, Gerhard St\u00f6ger, Eugen Baunach, Alexandra Ganser, Martin Blumenau, Christian Frascella, Julia Wolf und Michael Dobbs. \/\/ Die Leipziger Buchmesse lockt in diesem Jahr wieder zahllose Lese-Fans an. Wir widmen uns deshalb auch heute zu Beginn noch einmal einem wirklichen Hingucker, der in der [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-14799","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category--unter-der-haut"],"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14799","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=14799"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14799\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":14807,"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14799\/revisions\/14807"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=14799"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=14799"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=14799"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}