{"id":1485,"date":"2008-08-12T11:30:58","date_gmt":"2008-08-12T10:30:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=1485"},"modified":"2008-09-04T10:11:20","modified_gmt":"2008-09-04T09:11:20","slug":"zuckerbeat-volume-26","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=1485","title":{"rendered":"\/\/ zuckerbeat volume 26"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2008\/09\/_the-blakes.jpg\" alt=\"_the-blakes.jpg\" class=\"right\" \/>Wer heutzutage 60s-inspirierten Garagenrock vom Stapel l\u00e4sst, der kann sich eigentlich gleich ein Schild mit der Aufschrift umh\u00e4ngen, auf dem \u201ebitte ganz schnell nach hinten durchreichen\u201c prangert. Es gibt einfach nichts Schlimmeres, als die x-te Version von XY aus Next-Big-Thingsen. <a href=\"http:\/\/www.myspace.com\/theblakes\" target=\"_blank\"><strong>The Blakes<\/strong><\/a> (7) <em>(<\/em><em>klickt<\/em><em> auf den Interpreten und ihr gelangt zum Reinh\u00f6ren sofort auf dessen Myspace Seite)<\/em> lassen es trotzdem drauf ankommen und preschen in die L\u00fccke, die Jet vergeblich zu schlie\u00dfen versucht haben. Sie machen Rockmusik mit einer ordentlich Portion \u201eTwang\u201c und \u201eFuzz\u201c und vielleicht auch ein bisschen \u201eKaboooom\u201c. Und sie kommen verdammt noch mal damit durch. Keine Ahnung, was die vor den Aufnahmen dieser Scheibe f\u00fcr Energiedrinks in sich reingesch\u00fcttet haben. Die Jungs aus Seattle rocken jedenfalls, bis der Schwei\u00df sich in der Kniekehle sammelt, weil man gerade auf dem R\u00fccken liegend ein Riff nach dem anderen rausschmettert. Da steht wirklich alles in Flammen, wie es das m\u00e4rchenhafte Cover schon andeutet. Also checkts am Besten selbst aus. Play dr\u00fccken, Z\u00e4hne blecken (\u00e4h, blaken) und ab daf\u00fcr.<!--more--> Und hinterher vielleicht dann mal den neuen Lieblingen von Mike Shinoda (Linkin Park) eine Chance geben. <a href=\"http:\/\/www.myspace.com\/scarsonbroadway\" target=\"_blank\"><strong>Scars On Broadway<\/strong><\/a> (5) <img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2008\/09\/_scarsonbroadwaytd4.jpg\" alt=\"_scarsonbroadwaytd4.jpg\" class=\"right\" \/>haben n\u00e4mlich durchaus gelungene Momente auf ihr gleichnamiges Deb\u00fct gepackt. Die Single \u201eThey Say\u201c d\u00fcrfte inzwischen Limp Bizkit und Linkin Park von all den Tanzfl\u00e4chen gefegt haben, die seit zehn Jahren immer denselben Mist rauf und runtertr\u00e4llern. Da w\u00fcrde man ihnen auch mal die Abstecher in schmalzige Alternative-Rock-Gefilde (\u201eInsane\u201c) verzeihen, wenn nur nicht so viele der Songs nach gedrosselten System Of A Down klingen w\u00fcrden. Gut, die beiden Bandkollegen Malakian und Dolmayan sind dort ja hauptamtlich aktiv und d\u00fcrfen sich diesbez\u00fcglich nat\u00fcrlich am Stakkato-Sound ihrer Hauptband bedienen. Aber einen Preis f\u00fcr Innovation sollten sie daf\u00fcr nicht erwarten. Dazu h\u00e4tte der Scheibe etwas mehr Mut zu abwegigen Experimenten gut getan. Denn auch, wenn die Platte eigentlich ganz locker und flockig rockig durchl\u00e4uft. Es fehlt einfach der ein oder andere A-ha-Moment an den man sich festkrallen k\u00f6nnte. Mit Ausnahme von \u201eChemicals\u201c vielleicht. <img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2008\/09\/_alloy-mental.jpg\" alt=\"_alloy-mental.jpg\" class=\"right\" \/>Der Song haut so derbe rein, dass man schon eine Reunion der Stagediver in den einschl\u00e4gigen Indie-Dissen bef\u00fcrchten muss. Der Rest ist gelungener NuRock-Standard, dem man hinterher nicht sonderlich b\u00f6se ist. Bei dem aber jeder selbst entscheiden muss, ob er ihn noch braucht. \u00c4hnlich verh\u00e4lt sich die Sache bei <a href=\"http:\/\/www.myspace.com\/alloymental\" target=\"_blank\"><strong>Alloy Mental<\/strong><\/a>. Deren Album \u201eWe Have Control\u201c (6) ballert zweifelsohne, wie Ego-Shooter. Wirkt allerdings wie ein Rei\u00dfverschluss, der versucht, die Grenze zwischen The Prodigy und Nine Inch Nails aufzul\u00f6sen. Wer auf Techno-Gro\u00dfraum-Phantasien der Marke Chemical Brothers steht, d\u00fcrfte hier trotzdem einen neuen Lieblings-Teddy zum Knuddeln finden. Diese Band macht keine Kompromisse. Die St\u00fccke wollen allesamt gefeiert werden. Umso sch\u00f6ner zu sehen, dass Alloy Mental zur Mitte der Scheibe hin die Kurve kriegen zu experimentelleren Songans\u00e4tzen, die aber trotzdem ordentlich Arsch kicken. Das h\u00e4lt das Teil dann bis zum Ende hin spannend und sorgt daf\u00fcr, dass die euphorischen Momentaufnahmen nur umso heller scheinen. Schade nur, dass man das alles schon mal irgendwo in \u00e4hnlicher Form geh\u00f6rt hat. Zeitgem\u00e4\u00dfer wirkt da <a href=\"http:\/\/www.myspace.com\/monotekktoni\" target=\"_blank\"><strong>Monotekktoni<\/strong><\/a>. Ihre<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2008\/09\/_monotekktoni.jpg\" alt=\"_monotekktoni.jpg\" class=\"right\" \/> Platte \u201eDifferent Steps To Stumble\u201c (5) wird gleich mal von einem Beat er\u00f6ffnet, der dich kurzerhand zum spontanen Handclappen animiert. Dabei fabriziert die K\u00fcnstlerin eigentlich ganz sch\u00f6n abwegige Soundger\u00fcste. Das hei\u00dft aber wiederum, dass man auch ganz sch\u00f6n aufpassen muss, dass man nicht ins Stolpern ger\u00e4t. Sehr viel Songs auf dieser Platte wirken so derma\u00dfen zugekleistert mit Sounds, dass man sich ein perfekt ausgepegeltes Surround System herbei w\u00fcnscht. Unter regul\u00e4ren Umst\u00e4nden jedenfalls wirken viele Tracks schlicht \u00fcberladen. Das ist am Ende vor allem deshalb schade, weil man durchaus sp\u00fcrt, dass sich hinter der Wall Of Sound interessante Ans\u00e4tze verbergen. \u201eFuck The Engine\u201c zum Beispiel k\u00f6nnte in dieser Form auch von der brillianten Elektro-Lo-Fi-Zauberin Dillon stammen. Nur eben ohne den dauerhaften Drang alles zuzufrickeln. Am Ende ist man hin- und hergerissen zwischen Faszination und \u00dcberforderung. Aber doch irgendwie gespannt, wie wohl der Nachfolger klingen wird. Der k\u00f6nnte n\u00e4mlich durchaus den Durchbruch f\u00fcr Monotekktoni bedeuten, wenn sie ihre Musik etwas entschlackt. Eing\u00e4ngigere Kost gibt\u2019s derweil von den <a href=\"http:\/\/www.myspace.com\/fiveoclockheroes\" target=\"_blank\"><strong>Five O\u00b4Clock Heroes<\/strong><\/a>. Die <img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2008\/09\/_five-oclock-heroes.jpg\" alt=\"_five-oclock-heroes.jpg\" class=\"right\" \/>pr\u00e4sentieren auf ihrem Zweitling \u201eSpeak Your Language\u201c (6) eine ganze Reihe an IndieRock-Perlen Marke Kooks und Konsorten, die keinem weh tun. Sch\u00f6n zu sehen, dass sich Tracks wie \u201eNew York Chinese Laundry\u201c dabei auch scheinbar nicht totlaufen. Da geht immer wieder die Sonne auf, wenn diese Musik sich in den Geh\u00f6rg\u00e4ngen vernetzt. Lediglich die beiden Mini-Hits \u201eAlice\u201c und \u201eSpeak Your Language\u201c wirken etwas plakativ. Sollen aber wohl als T\u00fcr\u00f6ffner dienen, damit es auch chartm\u00e4\u00dfig so richtig knallt. F\u00fcr so viel offensichtliche Anbiederung an die Hitparade sollte man die Band eigentlich hassen, aber dann schmiegt sich schon wieder der entspannte Reggae-H\u00fcpfer \u201eDon\u00b4t Say Don\u00b4t\u201c an deine H\u00fcften und alles ist vergessen. \u201eSpeak Your Language\u201c ist ein Album, das keinem weh tut. Ein Feel-Good-Record, der einlullt. Wer nicht mehr erwartet, d\u00fcrfte mit den Songs gl\u00fccklich werden. Und wagt hinterher noch einen Abstecher zu den <a href=\"http:\/\/www.myspace.com\/thezutons\" target=\"_blank\"><strong>Zutons<\/strong><\/a>. Die<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2008\/09\/_the-zutons.jpg\" alt=\"_the-zutons.jpg\" class=\"right\" \/> haben auf \u201eYou Can Do Anything\u201c (6) endg\u00fcltig den Stadionrock f\u00fcr sich entdeckt. War ja eigentlich klar, dass sich das anbahnt. Wenn schon Winehouse und  Ronson einen ihrer Hits verwursten dann muss da eine passende Antwort folgen. Dabei stampft die Platte mit \u201eHarder And Harder\u201c ordentlich los. Die Melodien klingen nach wie vor berauschend, nur eben bis aufs kleinste Detail von St\u00f6rger\u00e4uschen bereinigt. Wenn sie so weitermachen k\u00f6nnen sie sich in Zukunft mit den Killers auf eine B\u00fchne stellen. Diesmal allerdings lassen wir ihnen diesen Glitzer-Indie noch durchgehen. Weil das Teil geradezu strotzt vor Melodien. Jetzt nur nicht die letzte Ausfahrt vor dem Bierzelt verpassen. Sonst folgt schon bald ein ausgedehnter Zuckerschock&#8230; bis zum n\u00e4chsten Zuckerbeat.<\/p>\n<p>\/\/ von Alexander Nickel-Hopfengart<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer heutzutage 60s-inspirierten Garagenrock vom Stapel l\u00e4sst, der kann sich eigentlich gleich ein Schild mit der Aufschrift umh\u00e4ngen, auf dem \u201ebitte ganz schnell nach hinten durchreichen\u201c prangert. Es gibt einfach nichts Schlimmeres, als die x-te Version von XY aus Next-Big-Thingsen. 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