{"id":15053,"date":"2015-04-16T15:39:36","date_gmt":"2015-04-16T14:39:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=15053"},"modified":"2015-04-16T15:39:58","modified_gmt":"2015-04-16T14:39:58","slug":"aufgelesen-vol-140-california","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=15053","title":{"rendered":"\/\/ aufgelesen vol. (1)40 &#8211; &#8222;california&#8220;"},"content":{"rendered":"<p><em>mit B\u00fcchern von Alina Simone, Clemens J. Setz, Edan Lepucki und den H\u00f6rspielen \u201eGruselkabinett\u201c (Folge 98 &amp; 99) und Sherlock Holmes (Folge 18).<\/em><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-large wp-image-15054\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/einhorner-613x1024.jpg\" alt=\"einhorner\" width=\"199\" height=\"333\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/einhorner-613x1024.jpg 613w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/einhorner-179x300.jpg 179w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/einhorner.jpg 958w\" sizes=\"auto, (max-width: 199px) 100vw, 199px\" \/>\/\/ <strong>Alina Simone<\/strong> machte in den vergangenen zehn Jahren bereits als Stra\u00dfenmusikerin auf sich aufmerksam. Nun wechselt sie ins literarische Fach und sch\u00fcttelt einen packenden Roman aus den \u00c4rmeln, der unter dem sympathischen Titel \u201eIch wollte Einh\u00f6rner\u201c um die Ecke biegt. Das Werk selbst dreht sich um ihre eigene Geschichte als Musikerin. Anfangs berichtet sie dabei noch von zahlreichen, gescheiterten Versuchen sich in der Indie-Szene zu etablieren, dann aber richtet sie den Blick immer weiter nach innen und sieht sich pl\u00f6tzlich am Anfang einer gro\u00dfen Reise stehen, die sie zur\u00fcck zu ihren Urspr\u00fcngen f\u00fchrt. <!--more-->Bei ihren Fahrten in Richtung Ukraine und Sibirien besch\u00e4ftigt sie sich auch mit der Geschichte von Janka Djagilewa, einer sowjetischen S\u00e4ngerin, deren Songs sie einst gecovert hat und die inzwischen leider verstorben ist. Wenn du dich also f\u00fcr spannende Geschichten aus dem Leben einer Musikerin interessierst, dann lass dir dieses Werk auf keinen Fall entgehen. Es lohnt sich, nicht nur wegen den zahlreichen witzigen und gleichsam melancholischen Momenten, die hier miteinander ringelreih tanzen. Die Autorin hat dar\u00fcber hinaus auch noch eine packende Geschichte \u00fcber Identit\u00e4tssuche und Fernweh zu erz\u00e4hlen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-15055\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/clemens-j-setz.jpg\" alt=\"clemens-j-setz\" width=\"180\" height=\"276\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/clemens-j-setz.jpg 226w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/clemens-j-setz-195x300.jpg 195w\" sizes=\"auto, (max-width: 180px) 100vw, 180px\" \/>\/\/ <strong>Clemens J. Setz<\/strong> bechert uns in der Zwischenzeit ebenfalls ein spannendes Werk namens \u201eGl\u00fccklich wie Blei im Getreide\u201c, das aus zahlreichen sogenannten \u201eNacherz\u00e4hlungen\u201c besteht. Der Grazer Autor, der bereits mehrfach ausgezeichnet worden ist, hat sich dazu auch noch den Berliner Zeichner Kai Pfeiffer mit ins Boot geholt, der daf\u00fcr sorgt, dass die einzelnen Geschichten auch sch\u00f6n mit den dazu passenden Illustrationen versehen werden. Das Buch selbst beinhaltet in diesem Zusammenhang \u00fcbrigens zahlreiche Geschichten, die der Autor bereits als Neunzehnj\u00e4hriger zu Papier brachte. Auf diese Weise kommen wir nun in den Genuss von sage und schreibe 45 verschiedenen Kurzgeschichten, die nur selten den Rahmen einer Buchseite sprengen. Dabei erfahren wir nicht nur spannenden Dinge \u00fcber den \u201eStylit und den Wolkenkratzer\u201c, sondern auch einige Hintergr\u00fcnde zu \u201eFleischmanns Trauer um einen verr\u00fcckt gewordenen Kirschbaum\u201c. Ihr seht also schon, hier geht\u2019s ziemlich verr\u00fcckt zu und genau das macht diese Geschichtensammlung so einzigartig und liebenswert, dass man sie sofort all seinen Freunden innig ans Herz legen m\u00f6chte.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-15056\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/california.jpg\" alt=\"california\" width=\"220\" height=\"393\" \/>\/\/ Kalifornien lies den Blick vieler Zuh\u00f6rer in der Vergangenheit sehnsuchtsvoll in Richtung Ferne schweifen. In <strong>Edan Lepucki<\/strong>s neuem Buch allerdings wohnt dem Ort so gar nichts Romantisches mehr inne. Stattdessen liegt das Land weitestgehend brach. Diejenigen, die noch am Leben sind, fliehen in Richtung Wildnis und so treffen wir schon nach kurzer Zeit auf das P\u00e4rchen Calvin und Frieda, das Unterschlupf bei einer Kommune zu finden versucht. Deren Bewohner allerdings haben es faustdick hinter den Ohren und h\u00fcten noch dazu ein dunkles Geheimnis, das auch auf das ungeborene Kind von Frida unmittelbaren Einfluss hat. \u201eCalifornia\u201c ist in diesem Zusammenhang nicht nur ein packender Endzeit-Thriller, sondern es f\u00fchrt auch vor Augen, wozu Menschen in der Lage sind, wenn es pl\u00f6tzlich um das eigene \u00dcberleben geht. Ob hier also alles gut ausgeht, darf durchaus bezweifelt werden und wir k\u00f6nnen allen Lesern unserer Rubrik nur dringend raten, sich dieses spannende Deb\u00fct nicht durch die Lappen gehen zu lassen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-15057\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/grusel-98.jpg\" alt=\"grusel-98\" width=\"463\" height=\"463\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/grusel-98.jpg 650w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/grusel-98-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/grusel-98-300x300.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 463px) 100vw, 463px\" \/>\/\/ Zu guter Letzt wagen wir dann auch mal wieder einen Abstecher in den H\u00f6rspielbereich und widmen uns noch einmal den dunklen Seiten der menschlichen Existenz. Die Reihe \u201e<strong>Gruselkabinett<\/strong>\u201c geht n\u00e4mlich mit gro\u00dfen Schritten auf Folge 100 zu, bevor es aber soweit ist, biegen die Macher nochmal mit zwei imposanten Episoden um die Ecke, die alte Meisterwerke in ein neues, \u00fcberaus atmosph\u00e4risches Licht r\u00fccken. Den Auftakt macht diesmal der \u201eSchimmelreiter\u201c von Theodor Storm, <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-15058\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/grusel-99.jpg\" alt=\"grusel-99\" width=\"191\" height=\"191\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/grusel-99.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/grusel-99-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 191px) 100vw, 191px\" \/>der sich um einen Deichgrafen namens Hauke Haien dreht. Selbiger hat einen wundersch\u00f6nen Schimmel, der allerdings ein unheimliches Geheimnis mit sich tr\u00e4gt. So jedenfalls vermuten es die Dorfbewohner und beginnen schon bald sich vor dem Ross und seinen Reiter zu f\u00fcrchten. Anschlie\u00dfend wagen wir uns dann an die Geschichte \u201eDie Toten sind uners\u00e4ttlich\u201c heran, die Mitte des 19ten Jahrhunderts von Leopold von Sacher Masoch verfasst worden ist. Selbige transferiert uns in Richtung Karpaten und schickt uns zur\u00fcck ins Jahr 1880. Im Mittelpunkt des Geschehens steht dabei ein halbverfallenes Schloss, das ziemlich unheimlich anmutet. <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-15059\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/sherlock-18-300x300.jpg\" alt=\"sherlock-18\" width=\"216\" height=\"216\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/sherlock-18-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/sherlock-18-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/sherlock-18.jpg 650w\" sizes=\"auto, (max-width: 216px) 100vw, 216px\" \/>Der Reiz des Unbekannten bringt dabei immer wieder junge M\u00e4nner dazu, sich der Ruine zu n\u00e4hern, ob das allerdings eine gute Idee ist, darf durchaus bezweifelt werden. Uns jedenfalls ist im Laufe der Geschichte immer wieder ein kalter Schauer \u00fcber den R\u00fccken gekrochen und so m\u00f6chten wir zu guter Letzt auch noch auf den altehrw\u00fcrdigen \u201e<strong>Sherlock Holmes<\/strong>\u201c verweisen, der es in der 18ten Folge aus dem Hause \u201eTitania Medien\u201c mit dem \u201eMann mit der entstellten Lippe\u201c zu tun bekommt. Die reihe wurde in diesem Zusammenhang nicht nur dem \u201eBlauen Karfunkel\u201c der \u201eDeutschen Sherlock Holmes-Gesellschaft\u201c ausgezeichnet, sie f\u00fchrt auch treffsicher vor Augen, welch ungeahnte Folgen ein Besuch in einer Opiumh\u00f6hle nach sich zu ziehen vermag. Wenn du also auf die Geschichten von Sir Arthur Conan Doyle stehst, dann lass dir die neueste Folge auf keinen Fall entgehen. Und damit Schluss f\u00fcr heute. Bis zur n\u00e4chsten Leserunde.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>mit B\u00fcchern von Alina Simone, Clemens J. 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