{"id":1818,"date":"2008-11-06T15:59:49","date_gmt":"2008-11-06T14:59:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=1818"},"modified":"2008-11-06T16:10:38","modified_gmt":"2008-11-06T15:10:38","slug":"tigapics-streetart-der-verruckten-art","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=1818","title":{"rendered":"\/\/ tigapics: streetart der verr\u00fcckten art &#8230; freitag vernissage im cairo"},"content":{"rendered":"<p align=\"left\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2008\/11\/tigerpics1.jpg\" alt=\"tigerpics11\" \/><\/p>\n<p>Tigapics ist ein Collective, bestehend aus missmanou, QueQue und anderen Streetartk\u00fcnstlern (Streetart ist Kunst auf der Stra\u00dfe, \u201eaber bitte kein Graffity\u201d). Wenn man mit offenen Augen durchs Leben spaziert, kann man \u00fcberall auf der Welt Werke von Tigapics finden! Die urspr\u00fcnglich aus W\u00fcrzburg stammende K\u00fcnstlerin, missmanou,  war schon an solch traumhaften Orten wie S\u00fcdafrika oder Hawaii zu Hause. Wir hatten die Ehre, sie einen Abend lang bei einer ihrer alln\u00e4chtlichen Touren durch die W\u00fcrzburger City zu begleiten.<\/p>\n<p>Es ist ungef\u00e4hr 20 Uhr und die Sonne ist bereits auf dem Weg ans andere Ende der Welt, als wir bei einer WG klingeln! Eine fr\u00f6hliche, circa 1,60m kleine Person in giftgr\u00fcnem Pulli und Baggies, mit verstruppelter Kurzhaarfrisur \u00f6ffnet uns die T\u00fcr. Sie stellt sich mit missmanou vor. Hinter der Eingangst\u00fcr der vierer-WG verbirgt sich eine Wohnung, an deren W\u00e4nden  sich kleine und gro\u00dfe Monster in allen erdenklichen Farben und Formen tummeln. Sp\u00e4ter erz\u00e4hlt uns missmanou, dass sie gleich am 2. Tag nach dem Einzug zu Pinsel,  Farbe und Spraydose griff, um die Wohnung mit ihren Phantasiewesen zu best\u00fccken.\u201dWei\u00dfe W\u00e4nde sind einfach sooo langweilig!\u201d.<!--more--><br \/>\nIn der K\u00fcche begr\u00fc\u00dfen uns dann noch drei weitere Freunde. In dieser Wohngemeinschaft sind alle willkommen, die das Leben lieben und sich gerne mal kreativ bet\u00e4tigen. Der Esstisch in der gem\u00fctlich zusammengew\u00fcrfelten Wohnk\u00fcche liegt voll von Bastelzeugs und unz\u00e4hligen Stiften. Missmanous neuer, im Hof aufgerissener, Partner und Helfer \u201eQueQue\u201d ist gerade dabei, ein Comic, mit dem Titelheld \u201eEgmont\u201d, im Tigapics-style zu basteln, w\u00e4hrend gegen\u00fcber eine Mitbewohnerin ein Kissen neu \u00fcberzieht. Auf dem Stuhl neben manou d\u00f6st gerade die leicht \u00fcbergewichtige WG-Katze, ohne sich von dem L\u00e4rm um sie herum st\u00f6ren zu lassen. Eine Zigarette und ein Bier sp\u00e4ter, setzen wir unsere Entdeckungstour frisch gest\u00e4rkt in missmanous Schlafgemach fort. Auch hier sind, wie im Rest der Wohnung, alle W\u00e4nde mit diversen, lustig herumtollenden Characteren versch\u00f6nert. Nicht nur Bilder, auch unendlich viele, von ihr selbst zusammengeflickte, Kuscheltiere geben dem Zimmer eine einmalige, schr\u00e4ge, aber doch warme Atmosph\u00e4re.<br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2008\/11\/tigerpics3.jpg\" alt=\"tigerpics2\" \/><\/p>\n<p>Aus einem der vollgestopften Regale zieht die immerfort plappernde K\u00fcnstlerin ein Album heraus, in dem sie viele ihre Werke zusammngetragen hat.<br \/>\nSeit insgesamt f\u00fcnf Jahren ist sie jetzt schon auf den Stra\u00dfen dieser Welt unterwegs, um diese mit diversen Pasteups zu versch\u00f6nern. Pasteups sind auf Backpapier oder auch wei\u00dfen Tischdecken, die man \u00fcblicherweise aus Bierg\u00e4rten mit dazu passenden Bierb\u00e4uchen kennt, gemalte oder gesprayte Bilder. Diese kann man dann mit ein bisschen Kleister an so ziemlich jede Art von Wand kleben. Klarer Vorteil: das Aufkleben geht, zumindest meistens, sehr schnell, und falls sich ein gesetzestreuer B\u00fcrger beschwert, sind sie ganz einfach wieder abzul\u00f6sen.  Ob ihre Kunst einen, wie so oft in der Kunstszene, unbedingt ben\u00f6tigten, tieferen Sinn hat? missmanou: \u201eWas im Leben hat schon einen Sinn?\u201d. Vielleicht ist der \u201eSinn\u201d oder eben der Effekt auch schlicht und einfach die gute Laune, die einen garantiert \u00fcberkommt, wenn man einem von Tigapics Werken begegnet. W\u00e4hrend der f\u00fcnf Jahre verewigte sie sich unter anderem in S\u00fcdafrika \/ Kapstadt und im Surferparadies Hawaii. In Kapstadt hatte auch das \u201eBeanie bombing\u201d seinen Ursprung, was man am besten so erkl\u00e4ren kann: \u201eMan nehme eine Kopfbedeckung und setze diese einer in der \u00d6ffentlichkeit stehenden Statue auf!\u201d Die geb\u00fcrtige W\u00fcrzburgerin strickte eine wei\u00df-gelb gekringelte Wollm\u00fctze und musste daraufhin leider feststellen, dass der neue Kopfw\u00e4rmer h\u00f6chstens einem Viermetermann mit entsprechendem Kopfumfang passen w\u00fcrde. Da kam es gerade gelegen, dass ihr so ein Viermetermann am n\u00e4chsten Tag begegnete: Dieser war aus Stein, stand vor dem kapst\u00e4dtischen Parlament und verk\u00f6rperte den afrikanischen Nationalhelden Jans Mutz. Durch einige Kletterabenteuer sch\u00f6n ge\u00fcbt, sollte der Aufstieg kein Problem darstellen, ganz im Gegensatz zu dem Spotlight der den edlen Reiter die ganze Nacht bestrahlt. Man muss nur die richtige Zeit abpassen! Und die w\u00e4re: \u201e4 Uhr fr\u00fch, da pennen alle Nachtwachen in Kapstadt.\u201d<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2008\/11\/tigagries-grampics.jpg\" alt=\"tigagries-grampics.jpg\" class=\"left\" \/><br \/>\nUnd so wurde das Haupt des Nationalhelden f\u00fcr mehrere Wochen von einer wei\u00df-gelb gekringelten Wollm\u00fctze gekr\u00f6nt. Bis sie dann sp\u00e4ter auf dem Kopf eines Obdachlosen, der durch seine Dreads das fehlende Kopfvolumen ausgleichen konnte, gesichtet wurde. \u201eAlles was \u00fcber Kopfh\u00f6he h\u00e4ngt, hat eine sehr viel l\u00e4ngere \u00dcberlebenschance, wie weiter unten Angebrachtes. Das liegt daran, dass die geradeaus starrende Masse es entweder erst gar nicht bemerkt oder einfach zu faul ist, eine Leiter zu holen und wom\u00f6glich auch noch hochzusteigen. Viel zu anstrengend!\u201d<br \/>\nEinige Geschichten sp\u00e4ter, die bedauerlicherweise den Rahmen dieses Artikels sprengen w\u00fcrden, brechen wir auf, um W\u00fcrzburg unter anderem mit einigen fliegenden Brath\u00e4hnchen zu versch\u00f6nern. Noch schnell einen Eimer Kleister und Pinsel einpacken, und los gehts! Die Brath\u00e4hnchen im Innenhof die bereits Flug\u00fcbungen an den W\u00e4nden machen, bekommen noch Unterst\u00fctzung von zwei weiteren, bevor wir in Richtung Stadt losstarten. Der n\u00e4chste Stopp ist eine Plakatwand, auf der uns ein offensichtlich neu angebrachtes Plakat entgegenlacht. Darunter befinden sich einige Pasteups die eigentlich noch Gesellschaft bekommen sollten! Das kann missmanou sich nat\u00fcrlich nicht gefallen lassen, und verpasst dem wei\u00dfen L\u00f6wen, der majest\u00e4tisch auf uns herabschaut, prompt ein \u00fcberdimensionales Auge. Dazu gibts noch einen kleinen Snack in Form einer Brokkollirose ins Maul (\u201edamit er auch was zum Essen hat\u201d). Auf die Frage, ob es nicht frustrierend w\u00e4re, von gelangweilten Zirkusl\u00f6wen oder frustrierten Hausfrauen, die f\u00fcr das neuste garantiert fleckenfreie Waschmittel werben, \u00fcberklebt zu werden, meint missmanou, dass es sie bei Werken, die ihr besonders gut gefallen oder auch noch nicht fertig sind, nat\u00fcrlich schon \u00e4rgert, sie aber genauso oft auch froh ist, manches nicht mehr sehen zu m\u00fcssen, und somit Platz f\u00fcr neues zu haben.<br \/>\nNach einigen aufgeklebten Brath\u00e4hnchen mehr, die jetzt durch W\u00fcrzburg schwirren, neigt sich unser kleiner Nachtspaziergang auch schon dem Ende zu.<br \/>\nAls abschlie\u00dfende Frage wollte ich noch wissen: Was ist dein pers\u00f6nlicher Traum?<br \/>\nmissmanou: \u201eIch will fett werden und alles was dazu geh\u00f6rt!\u201d<br \/>\nMacht euch einfach selbst ein Bild von dieser quirligen Person, die es hervorragend versteht, ihre Lebensfreude in ihrer Kunst auszudr\u00fccken.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2008\/11\/kick-the-pig1.jpg\" alt=\"tiger_pics\" \/><\/p>\n<p>Vielleicht habt ihr Gl\u00fcck und k\u00f6nnt eine der bemalten Spraydosen ergattern, die \u00fcberall in der Stadt als Werbung f\u00fcr die Vernissage der Streetartausstellung \u201eWue-Can\u201d verteilt werden, welche von Tigapics mitorganisiert wird. Die Dosen stammen von Steetartk\u00fcnstlern aus er ganzen Welt. Das ganze nennt sich dann W(u)e-can, Art with cans und findet vom 7. November &#8211; 7. Dezember 2008 im Blowout, im Waschsalon in der Zellerau und im Cairo statt. Die gr\u00f6\u00dften Chancen, missmanou selbst anzutreffen, habt ihr am <strong>Freitag den 7. November ab 19 Uhr bei der Vernissage im Cairo.<\/strong><br \/>\nViel Spa\u00df beim Inspirieren lassen!<br \/>\n<em> \/\/ von sandra preinl<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tigapics ist ein Collective, bestehend aus missmanou, QueQue und anderen Streetartk\u00fcnstlern (Streetart ist Kunst auf der Stra\u00dfe, \u201eaber bitte kein Graffity\u201d). Wenn man mit offenen Augen durchs Leben spaziert, kann man \u00fcberall auf der Welt Werke von Tigapics finden! 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