{"id":18370,"date":"2016-12-10T20:18:47","date_gmt":"2016-12-10T19:18:47","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=18370"},"modified":"2016-12-10T20:26:40","modified_gmt":"2016-12-10T19:26:40","slug":"aufgelesen-vol-168-realitatsgewitter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=18370","title":{"rendered":"\/\/ aufgelesen vol. (1)68 &#8211; &#8222;realit\u00e4tsgewitter&#8220;"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNoSpacing\"><em>mit neuen B\u00fcchern von Benjamin von Stuckrad-Barre, Julia Zange, Bob Dylan, Elena Ferrante und Gerhard J\u00e4ger.<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-18371\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/udo.jpeg\" alt=\"udo\" width=\"199\" height=\"266\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/udo.jpeg 710w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/udo-224x300.jpg 224w\" sizes=\"auto, (max-width: 199px) 100vw, 199px\" \/>\/\/ <strong>Benjamin von Stuckrad-Barre<\/strong> scheint sich derzeit in einem wahren Ver\u00f6ffentlichungswahn zu befinden. W\u00e4hrend uns schon \u201ePanikherz\u201c und \u201eN\u00fcchtern\u201c nahezu atemlos hinterlie\u00dfen, schlie\u00dft sein neuestes Werk nun nahtlos an seine Biografie an und widmet sich ausgiebig dem Thema Udo Lindenberg. Der tauchte ja bereits in \u201ePanikherz\u201c immer wieder auf der Bildfl\u00e4che auf, also scheint es nur naheliegend, dass Stuckrad-Barre jetzt noch einmal nachlegt. In \u201eUdo fr\u00f6hliche!\u201c wird noch einmal alphabetisch das Leben des renommierten Musikers durchdekliniert und man bekommt allerhand am\u00fcsante Passagen \u00fcber den Alkohol , die einsetzende Panik und die Tr\u00e4ume des Protagonisten beschert. <!--more-->Im gro\u00dfen Albumformat ver\u00f6ffentlicht, bleibt au\u00dferdem noch viel Platz f\u00fcr jede Menge Illustrationen und Fotografien, die das Werk \u00fcberaus kurzweilig machen. Noch dazu gibt Udo zu Beginn des Buches auch noch selbst zu Protokoll, dass ihm so mancher Inhalt des Werkes eigentlich gar nicht mehr so bewusst gewesen ist. Es ist also f\u00fcr alle Beteiligten ein lohnenswertes Unterfangen und vor allem ein gro\u00dfer Spa\u00df sich durch dieses \u201eLindenberg-Lexikon\u201c zu w\u00fchlen. Schlie\u00dflich schreibt hier ein Gro\u00dfer \u00fcber einen anderen Gro\u00dfen im Gesch\u00e4ft. Und was Besseres kann einem in dieser kalten Jahreszeit eigentlich \u00fcberhaupt nicht passieren.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-large wp-image-18372\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/julia-zange-596x1024.jpg\" alt=\"julia-zange\" width=\"462\" height=\"794\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/julia-zange-596x1024.jpg 596w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/julia-zange-174x300.jpg 174w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/julia-zange.jpg 1048w\" sizes=\"auto, (max-width: 462px) 100vw, 462px\" \/>\/\/ Ebenfalls sehr empfehlenswert ist das aktuelle Werk der Schauspielerin und Autorin <strong>Julia Zange<\/strong>. Die in Berlin T\u00e4tige ver\u00f6ffentlicht in diesen Tagen ihr zweites Werk nach dem 2006er Buch \u201eDie Anstalt der besseren M\u00e4dchen\u201c. In \u201eRealit\u00e4tsgewitter\u201c steht dabei eine junge Frau namens Marla im Mittelpunkt, deren Leben \u00e4u\u00dferst chaotisch verl\u00e4uft. Vor allem im virtuellen Raum ist Marla sehr aktiv, aber auch sonst befindet sich in ihrem Leben alles in Bewegung. Marla kommt damit \u00e4u\u00dferlich gut klar, doch innerlich \u00fcberkommt sie immer wieder ein Gef\u00fchl von Traurigkeit, das ihr Schritt f\u00fcr Schritt den Boden unter den F\u00fc\u00dfen wegzurei\u00dfen droht. Kurz bevor sie zu Boden f\u00e4llt, beschlie\u00dft sie deshalb zur\u00fcck in ihre Heimatdorf zu gehen und sich ein wenig mit den Geistern der Vergangenheit auseinander zu setzen. Was dann passiert? Am besten du schnupperst selbst mal rein in diesen famosen Roman zum Thema Erwachsenwerden. Einen besseren literarischen Jahresabschluss kann man sich eigentlich kaum vorstellen. Und damit Schluss f\u00fcr heute. Bis zur n\u00e4chsten Leserunde.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-18373\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/bob-dylan-200x300.jpg\" alt=\"bob-dylan\" width=\"200\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/bob-dylan-200x300.jpg 200w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/bob-dylan.jpg 387w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/>\/\/ Nach dem Nobelpreis f\u00fcr Literatur in diesem Jahr, war der Aufschrei gro\u00df. Nicht wegen der Wahl von <strong>Bob Dylan<\/strong> f\u00fcr den renommierten Preis, sondern weil selbiger sich scheinbar nicht wirklich darum scherte, dass ihn jemand in die Liste der Literaturnobelpreistr\u00e4ger w\u00e4hlte. Inzwischen sind die Wogen weitestgehend gegl\u00e4ttet und vor allem erscheinen endlich mal wieder einige seiner Werke in hiesigen Gefilden. Im Verlag \u201eHoffmann und Campe\u201c zum Beispiel kann man seit Neuestem der ersten Band seiner \u201eChronicles\u201c erwerben, die \u00fcberaus lesenswert sind. Urspr\u00fcnglich bereits im Jahre 2004 hierzulande auf den Markt geworfen, macht sich der Protagonist daran, sein Innerstes nach au\u00dfen zu kehren. Statt sich stringent an seiner bereits bekannten Lebensgeschichte zu orientieren, bekommt man als Fan hier tiefe Einblicke in die Gedankenwelt des K\u00fcnstlers und Musikers. Bob Dylan ist ein Poet und sein Werk l\u00e4sst, wie auch sein musikalisches Lebenswerk, viel Interpretationsfreiraum offen. Dar\u00fcber hinaus gibt es nat\u00fcrlich zahlreiche Hintergrundinformationen zu den Songs und doch muss man sich am Ende wieder selbst entscheiden, welcher Bob Dylan hier zu einem spricht. Bleibt am Ende eigentlich nur zu hoffen, dass schon bald der dem Titel bereits einverleibte zweite Teil seiner \u201eChronicles\u201c erscheint. Man m\u00f6chte n\u00e4mlich unbedingt mehr von diesem wunderbaren Literaten und Musiker lesen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-18374\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/elena-ferrante-179x300.jpg\" alt=\"elena-ferrante\" width=\"179\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/elena-ferrante-179x300.jpg 179w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/elena-ferrante.jpg 383w\" sizes=\"auto, (max-width: 179px) 100vw, 179px\" \/>\/\/ Eines der besten Werk des vergangenen Jahres h\u00f6rt derweil auf den sch\u00f6nen Namen \u201eMeine geniale Freundin\u201c. Die internationale Presse feierte das Werk bereits \u00fcber alle Ma\u00dfen in den vergangenen Monaten und auch wir m\u00fcssen zugeben: an dem Roman von <strong>Elena Ferrante<\/strong> ist wirklich etwas dran. Im Mittelpunkt der Geschichte stehen dabei zwei unzertrennliche Freundinnen namens Lila und Elena, die eines Tages getrennt werden. Eine von ihnen ist n\u00e4mlich spurlos verschwunden und so begibt sich die andere in der gemeinsamen Vergangenheit auf Spurensuche, um herauszufinden, wo sie denn abgeblieben ist. Die Story selbst ist dabei anfangs im Neapel der 50er Jahre angesiedelt, wo die beiden zusammen aufwachsen. Lila ist in diesem Zusammenhang als Schustertochter eher draufg\u00e4ngerisch, w\u00e4hrend Elena eher sch\u00fcchtern anmutet. Nachdem sich ihre Wege im Rahmen der ersten Berufswahl erstmals trennen, rei\u00dft das Band der Freundschaft dennoch nicht ab und die beiden bleiben sich auch weiterhin eng verbunden. Etwas allerdings ist anders als fr\u00fcher, die Beziehung komplizierter und vom Leben gekennzeichnet. Liegt darin auch der Schl\u00fcssel von Lilas Verschwinden? Ihr d\u00fcrft gespannt sein auf dieses literarische Meisterwerk.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-18377 alignleft\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/aufgelesen-168-639x1024.jpg\" alt=\"Cover\" width=\"250\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/aufgelesen-168-639x1024.jpg 639w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/aufgelesen-168-187x300.jpg 187w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/aufgelesen-168.jpg 1618w\" sizes=\"auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/><\/p>\n<p>\/\/ Ein alter Mann, den eigenen Tod schon vor Augen, m\u00f6chte eine Sache noch kl\u00e4ren: Sein Cousin war 1950 spurlos verschwunden. Also macht sich der Greis auf seine letzte Reise um zu erfahren, was passiert war. Er bereut die Reise so lange aufgeschoben zu haben. In den letzten Jahren hat er immer wieder an den Umstand gedacht, aber sein Frau Rosalinde und sein Beruf brachten ihm Ablenkung. Was war wohl passiert? 1950 kam also ein junger Historiker aus Wien, Max Schreiber, der Cousin des Alten, in ein Tiroler Bergdorf. Das Leben in der Bergwelt ist gepr\u00e4gt von harter Knochenarbeit, Misstrauen zu allem was fremd ist und das Recht des St\u00e4rkeren. Schreiber, k\u00fcrzlich von seiner Freundin verlassen, m\u00f6chte \u00fcber ein historisches Ereignis, eine Hexenverbrennung, einen Roman schreiben. Daf\u00fcr gab er sein bequemes Leben und Arbeiten in Wien auf. Im Dorf bekommt er aber kaum eine Zeile zustande. Seine Recherchen sind ehr unbefriedigend und er wird schlie\u00dflich in die Dorfangelegenheit eingezogen und ist doch der einsame Fremdling. Die Zuneigung zu einer Frau aus dem Dorf, erleichtert die Situation in keiner Weise. <strong>Gerhard J\u00e4ger<\/strong>s Deb\u00fctroman \u201eDer Schnee, das Feuer, die Schuld und der Tod\u201c (Karl Blessing, ISBN 9783896675712) ist eine spannende Spurensuche. Die Schnee- und Lawinenlandschaft ist authentisch und beklemmend beschrieben. (Euro 22,99)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>mit neuen B\u00fcchern von Benjamin von Stuckrad-Barre, Julia Zange, Bob Dylan, Elena Ferrante und Gerhard J\u00e4ger. \/\/ Benjamin von Stuckrad-Barre scheint sich derzeit in einem wahren Ver\u00f6ffentlichungswahn zu befinden. 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