{"id":1906,"date":"2008-11-05T11:05:09","date_gmt":"2008-11-05T10:05:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=1906"},"modified":"2008-11-10T13:40:55","modified_gmt":"2008-11-10T12:40:55","slug":"zuckerbeat-volume-35","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=1906","title":{"rendered":"\/\/ zuckerbeat volume 35"},"content":{"rendered":"<p>Beim dritten Album kommt eine Band ja meistens an den Punkt, wo sie sich etwas einfallen lassen muss, um die Sache spannend zu halten. Deshalb entpuppen sich die Platten meistens als besonderer Spa\u00df f\u00fcr denjenigen, dem die Mucke bisher herzlich egal war. Schlie\u00dflich kann er nur gewinnen\u2026 und sich spitzb\u00fcbisch dar\u00fcber freuen, dass sich die alten Fans reihenweise die Haare raufen. Die<strong> <a href=\"www.myspace.com\/kaiserchiefs - 217k\" target=\"_blank\">Kaiser Chiefs<\/a><\/strong> <img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2008\/11\/kaiser-chiefs.jpg\" class=\"right\" alt=\"kaiser-chiefs.jpg\" \/> scheinen nun genau so ein Fall zu sein. Ihre Songs &#8211; inzwischen zum \u201eBierzeltindie\u201c degradiert- sind gekennzeichnet durch diesen stadiontauglichen, hymnischen Moment, zu dem man sich nachts um halb drei das letzte Bierchen hinter die Binde kippt. Nun allerdings haben sie beschlossen, sich dem einfach zu verweigern. \u201eOff With Their Heads\u201c ist zwar immer noch um Meilen eing\u00e4ngiger und plakativer, als Bloc Party &amp; Konsorten. Aber die raditaugliche Berieselung a la \u201eRuby\u201c ist verschwunden. Stattdessen gibt\u2019s Songs, wie \u201eHalf The Truth\u201c, aus dessen unmelodischer Schale sich nach und nach eine astreine Hymne sch\u00e4lt. <!--more-->Oder das sagenhafte \u201eNever Miss A Beat\u201c, das so gar nicht nach den charttauglich produzierten Bl\u00e4serhymnen Marke(e) Ronson klingt \u2013 der das Album mitproduziert hat-. Stattdessen setzt die Band auf ein gewisses Understatement, bei dem man sich immer wieder fragt, ob das jetzt Absicht ist, oder ob ihnen einfach die Melodien ausgegangen sind. Eine Antwort darauf wird man wohl erst auf dem n\u00e4chsten Album bekommen. Das hier jedenfalls ist f\u00fcr Kaiser Chiefsche Verh\u00e4ltnisse sehr mutig geraten \u2013 und d\u00fcrfte sich als wesentlich langlebiger erweisen, als der glatte Vorl\u00e4ufer. Wer es derweil etwas subtiler mag, sollte sich aber dennoch an den hervorragenden Sampler aus dem Hause Compost halten. Auf <a href=\"www.myspace.com\/djkinski1 - 186k\" target=\"_blank\">\u201e<strong>Compost 300<\/strong> <\/a>\u2013 Freshly Composted Vol. 3\u201c <img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2008\/11\/compost-300.jpg\" class=\"right\" alt=\"compost-300.jpg\" \/>finden sich zahlreiche elektro-jazzige Entw\u00fcrfe, die man nur zu gerne zur vorabendlichen Einstimmung auf den n\u00e4chtlichen Bar-Trip einschmei\u00dft. Besonders hervor stechen dabei Marbert Rocel (mit unver\u00f6ffentlichtem Track) und Beanfield. Getoppt werden sie allerdings noch von Blumentopfs DJ Sepalot, der mit \u201eGo Get It\u201c eine funkelnde Soul-Rakete abfeuert. \u00c4u\u00dferst eindrucksvoll gestaltet sich auch das treibende, technoide \u201eBeach Towel\u201c von Karma. Man muss lange zur\u00fcckdenken, wann man sich von einem elektronischen Entwurf derma\u00dfen in den Bann gezogen f\u00fchlte. Trotz der vorhanden Stilvielfalt verliert die Platte in keinem Moment ihr gro\u00dfes Ziel vor Augen: gute Musik zu pr\u00e4sentieren. Das machen Compost nun bereits seit 14 Jahren. Und sie h\u00e4tten sich selbst kaum ein sch\u00f6neres Geschenk machen k\u00f6nnen, als dieses Sammelsurium aus bezaubernden Kl\u00e4ngen und Sounds. Es d\u00fcrfte also durchaus spannend bleiben, was das Label demn\u00e4chst noch f\u00fcr musikalische Knallbonbons z\u00fcndet. Bis dahin wandeln wir in geisterhafter Atmosph\u00e4re hinab zum Fluss. Der dichte Nebel h\u00fcllt uns ein. Irgendwo jauchzen melancholisch verzerrte Textfetzen a la The Cure mit Gitarrenkl\u00e4ngen der Marke Interpol um die Wette. Und schon ist man gefangen in der Welt von<a href=\"www.myspace.com\/miyagimusik - 168k\" target=\"_blank\"> <strong>Miyagi<\/strong><\/a><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2008\/11\/miyagi.jpg\" class=\"right\" alt=\"miyagi.jpg\" \/><strong> <\/strong>\u2013 einer zugegeben ziemlich charmanten Post-Wave-Kapelle aus M\u00fcnster. Ihr Album \u201eHydraulic Son\u201c verspr\u00fcht diesen hinterh\u00e4ltigen Reiz, der einen \u00fcberkommt, wenn man nachts im Keller ein Ger\u00e4usch vernimmt, das man nicht so recht zuzuordnen vermag. Da schnallt auf der Stelle dieser Drang in einem hoch, der ganzen Sache auf den Grund zu gehen. Das Herz f\u00e4ngt an zu pochen. Ein Hauch von Gefahr liegt in der Luft. Und schon zieht einen die Musik mit ihrer geheimnisvollen \u00c4sthetik in einen Bann &#8211; fesselt einen mit schmissigen Melodien, wie bei \u201eWhatever 2.0\u201c und umschmeichelt einen sanft mit ihrer kargen, trockenen Atmosph\u00e4re, die einen nicht mehr losl\u00e4sst. Miyagi werden mit diesem Album sicher nicht f\u00fcr schwei\u00df\u00fcberstr\u00f6mte H\u00e4upter sorgen, nein, sie verletzen dich lieber leicht am Arm. Das vor Blut triefende Cover spiegelt die Atmosph\u00e4re der Songs treffend wieder \u2013 und wirft eigentlich nur die Frage auf, wann sie das passende Comic dazu raus hauen. Womit wir uns dann mal wieder dem deutschen Rapgesch\u00e4ft zuwenden. <a href=\"www.myspace.com\/wwwkoolsavascom - 195k\" target=\"_blank\"><strong>Kool Savas<\/strong><\/a><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2008\/11\/kool-savas.jpg\" class=\"right\" alt=\"kool-savas.jpg\" \/> aka John Bello hat ein neues Mixtape am Start. Dabei muss ich zugeben. Ich bin Mixtape-m\u00fcde. Immer \u00f6fter scheint es den K\u00fcnstlern mehr um die Masse, als die Klasse ihrer Ver\u00f6ffentlichungen zu gehen. Der \u201eKing Of Rap\u201c entgeht der Gefahr, indem er auf \u201eJohn Bello Story II\u201c alles in Grund und Boden rappt. Hier steht jemand am Mikro, der sich seiner St\u00e4rken vollends bewusst ist. Schon auf dem \u00fcberraschend zur\u00fcckhaltenden, aber durchaus gelungenem Zweitling \u201eTot oder lebendig\u201c hat sich Savas ja von diversen Aggroganten des deutschen HipHop distanziert. Deshalb stellt sich die Frage, warum er sich auf diesem Mixtape nicht aufs Wesentliche konzentriert. Erneut prasselt stattdessen ein wahrer Featureregen auf einen ein. Und mit Ausnahme von Olli Banjo kann kaum einer der G\u00e4ste mit der Wortgewalt von Savas mithalten. Da fragt man sich nat\u00fcrlich, was aus dieser Scheibe h\u00e4tte werden k\u00f6nnen, wenn der begnadete Rapper es einfach mal solo versucht h\u00e4tte. Stattdessen entpuppt sich Bello Nummer zwei als Schaulaufen f\u00fcr die Signings seines Labels. Und ist letztlich auch eine Art Eingest\u00e4ndnis, dass sich mit Musik heute leider nicht mehr viel Kohle verdienen l\u00e4sst. \u201cJohn Bello\u201c ist n\u00e4mlich das Abschiedswerk von Optik Records. Danach kommt nichts mehr. Bleibtnur zu hoffen, dass Savas weiter dran bleibt. Und der melancholieverliebte Sturz in rockigere Gefilde. <a href=\"www.myspace.com\/tigerlou - 202k\" target=\"_blank\"><strong>Tiger Lou<\/strong><\/a><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2008\/11\/tiger-lou.jpg\" class=\"right\" alt=\"tiger-lou.jpg\" \/> geben sich auf ihrem neuen Album ziemlich gro\u00dfspurig. Der Opener l\u00e4uft beinahe \u00fcber vor produktionstechnischer Finesse. Hinterher wird es dann aber gediegener. Und nach einigen Durchl\u00e4ufen schimmern die Songs ebenso hell und melodisch wie fr\u00fcher. Dennoch ist \u201eA Partical Print\u201c im Gegensatz zu den beiden Vorl\u00e4ufern ein Album, das man sich erarbeiten muss. Kleine Perlen, wie \u201eTrust Falls\u201c stechen zwar sofort ins Auge, aber viele Songs entfalten sich erst nach und nach. Wenn man sie allerdings mal ins Herz geschlossen hat, krallen sie sich fest. Tiger Lou gehen mit diesem Album einen wichtigen Schritt nach vorne. Schienen sie fr\u00fcher einen Platz auf dem Sonnendeck gebucht zu haben, um dort der roten Sonne beim Untergang zuzusehen, st\u00fcrzen sie sich nun hinab in das Geflecht der City. Laufen dabei sogar mehrmals Gefahr sich zu verheddern und krabbeln dann aber doch wieder aus dem Dickicht an die Oberfl\u00e4che. Eingeh\u00fcllt vom Glanz der Abendsonne, die allein ihren Songs zu lauschen scheint, spielen sie ihre Musik. Bis die Welt verschwindet. Verschluckt wird von der Dunkelheit. Dann pl\u00f6tzlich ert\u00f6nt eine Stimme. \u201eThis Is My Voice, My Weapon Of Choice\u201c. <a href=\"www.myspace.com\/gracejonesofficial - 168k\" target=\"_blank\"><strong>Grace Jones <\/strong><\/a><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2008\/11\/grace-jones.jpg\" class=\"right\" alt=\"grace-jones.jpg\" \/>ist zur\u00fcck. Mit einem mehr als eindrucksvollem Album, dass sich zeitweise anh\u00f6rt, als h\u00e4tte Tricky sich in cineastische Gefilde verirrt. \u201eHurricane\u201c jedenfalls strahlt eben jene Erhabenheit aus, die man sich von Roisin Murphy auf ihrem letzten Werk gew\u00fcnscht h\u00e4tte. Das famose \u201eWilliams\u00b4 Blood\u201c ist einer dieser gro\u00dfen Pophits, die man sich zur Untermalung einer verrauchten Kneipenszenerie herbeisehnt. Und \u201eCorporate Cannibal\u201c scheint schon allein aufgrund des verzerrten Wahnsinns von Videoclip der perfekte Anw\u00e4rter f\u00fcr den Preis als \u201eComeback Single des Jahres\u201c. Dabei hatte man Grace Jones fast schon wieder aus der Erinnerung verbannt. Umso nachdr\u00fccklicher empfiehlt sie sich auf \u201eHurricane\u201c als Vorreiterin f\u00fcr ein breit angelegtes \u201eDisco\u201c-Revival. W\u00e4ren da nicht immer wieder diese herzzerrei\u00dfenden, schmeichelnden, schlicht zeitlosen Balladen, wie \u201eI\u00b4m Crying (Mother\u00b4s Tears)\u201c oder das luftige Reggaeexperiment \u201eWell Well Well\u201c, dass die Musik \u00fcber weite Strecken vollkommen unkategorisierbar werden l\u00e4sst. Grace Jones mag das alles herzlich egal sein. Denn es ist ihre Stimme, die diese Platte im Innersten zusammen h\u00e4lt, die einen von einer Sekunde auf die andere in einen Zeitstrudel rei\u00dft und den Kreis zur eigenen Vergangenheit zu schlie\u00dfen vermag. \u201eHurricane\u201c atmet Nostalgie und verkauft sie zukunftsweisend. So dass die Menschen am Ende lieber die Tanzfl\u00e4che st\u00fcrmen, als ehrf\u00fcrchtig zu erstarren. Vor einer K\u00fcnstlerin, der die Zeit scheinbar nichts anhaben kann. Jacques Palminger vom allseits beliebten Studio Braun einet sich da nur zu gut, um als n\u00e4chstes den Plattenteller mit seiner Anwesenheit zu begl\u00fccken. Zwangsl\u00e4ufig muss man bei \u201eMondo Jerry\u201c, das<strong> <a href=\"www.myspace.com\/palminger - 147k \" target=\"_blank\">Jacques Palminger &amp; The Kings Of Dub Rock<\/a><\/strong><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2008\/11\/jacques-palminger.jpg\" class=\"right\" alt=\"jacques-palminger.jpg\" \/> zusammen eingespielt haben, an eine vernebelte Version von Knarf Rell\u00f6m denken. Diese Musik jedenfalls schleicht so unscheinbar, wie pointiert ums Eck, dass man sich ihr kaum entziehen kann. Immer wieder hebt Rica Blunks Stimme Jacques d\u00fcsteren Sprechgesang aus dem verkorksten Umfeld empor, surft mit ihm durch watteweiche Wolkenfetzen und prasselt schlie\u00dflich in zauberhafter Beil\u00e4ufigkeit auf den Finger schnippenden H\u00f6rer ein. Diese Musik schafft sich ihr ganz eigenes Pl\u00e4tzchen im verpoppten Duberlei. Weitaus subtiler, als mancher Kollege wirkt diese Musik trotz ihrer charmanten Wohnzimmersesselatmosph\u00e4re, wie ein augenzwinkernder Weckruf. Ihr gelingt es spielend die Sache \u00fcber die volle L\u00e4nge spannend zu halten, obwohl sie doch so unfassbar ist, wie Lynch-Filme. Ein insgesamt also sehr widerspr\u00fcchliches Album\u2026 fast so, wie Menschen die gleichg\u00fcltig mit dem Kopf sch\u00fctteln. Dadurch aber nur umso bemerkenswerter. Ebenso wie das famose Livevideo der \u201e<a href=\"www.myspace.com\/arcticmonkeys - 161k\" target=\"_blank\"><strong>Arctic Monkeys<\/strong><\/a> At The Apollo\u201d. Schon der Auftakt ist sensationell. Dieser Sturm auf die B\u00fchne. Diese versteinerte Pose des Drummers \u2013 bravour\u00f6se von hinten in Szene gesetzt-, kurz<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2008\/11\/arctic-monkeys.jpg\" class=\"right\" alt=\"arctic-monkeys.jpg\" \/> bevor dann die ersten Takte von \u201eBrianstorm\u201c auf einen einprasseln. Das ist schier unglaublich. Man m\u00f6chte sich einfach immer wieder aufs Neue in die Songs dieser Band verlieben. Einfach weil sie so atemlos vor sich hin st\u00fcrmen, als ginge es ums nackte \u00dcberleben. Die B\u00fchne \u2013 in ein sanftes rot getaucht \u2013 wird zum Schauplatz eines atemlosen, 76min\u00fctigen Wettlaufes einer Crew, die sich energisch durch ihr breites Sammelsurium an Hits ballert. Gebannt wurde das Ganze auf 16mm. Und man f\u00fchlt sich durch die zahlreichen Split-Screens und das reduzierte Ambiente sofort dazu eingeladen, den Wohnzimmersessel in die Ecke zu schmei\u00dfen und die akustische Gitarre an der Zimmerwand zu zertr\u00fcmmern. Das Sch\u00f6nste aber ist: das Ganze wird auch noch als schicke Monsterbox erscheinen \u2013 mit Live-LP\u2026 man sollte nur aufpassen, dass man das gute Teil nicht vor lauter Euphorie verkratzt. Das w\u00e4re einfach zu schade um den Feuer spuckenden H\u00f6llentrip, auf den die Jungs aus Sheffield dich hier mitnehmen. Und den man \u00fcbrigens auch auf der ganz gro\u00dfen Leinwand miterleben kann \u2013 zumindest wenn man Bock hat, einen Abstecher ins N\u00fcrnberger \u201eCinecitta\u201c zu unternehmen. Da l\u00e4uft das Teil n\u00e4mlich im Oktober. Und ich sag euch: der Trip d\u00fcrfte sich lohnen. Womit wir dann so langsam mal zum Ende kommen. Aber nicht ohne vorher noch eine Runde zu entspannen. Zu kuscheln. Ja, sich in den wogenden Wellen eines w\u00e4rmenden Dampfbads zu suhlen.<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2008\/11\/optimo.jpg\" class=\"right\" alt=\"optimo.jpg\" \/><a href=\"www.myspace.com\/optimoespacio - 144k \" target=\"_blank\"> <strong>Optimo<\/strong> (Espacio)<\/a>s neues Werk jedenfalls \u00fcberschwemmt einen gleich zu Beginn mit einem sanften Schwung Strandatmosph\u00e4re. Das Wasser pl\u00e4tschert so vor sich hin\u2026 eine sanfte Brise streichelt die Nasenfl\u00fcgel. Und man lehnt sich gelassen zur\u00fcck, um einem breit angelegten Set aus loungigen und verstrahlten Melodien und Rhythmen zu lauschen. Nachdem sich die Platte dann so langsam entschlossen hat, wie eine Leiche im Teich mit dem Blubbern aufzuh\u00f6ren, \u00fcberschwemmen Nebelschwaden die mysteri\u00f6se Szenerie. Verzieren selbige mit poppigen Rhythmen, wie Tuxedomoons \u201eIn A Manner Of Speaking\u201c und m\u00fcnden schlie\u00dflich in jazzigen Absurdit\u00e4ten der Marke Duke Ellington. Diese Compilation ist mehr, als eine lose Aneinanderreihung von Songs. Sie vermittelt ein Grundgef\u00fchl: das eines \u201eSleepwalk\u201c. Einer Reise durch abwegige Soundentw\u00fcrfe, cineastische Szenarien und anschmiegsame Popentw\u00fcrfe. Dabei erscheint kaum ein Moment der Popgeschichte zu abwegig \u2013 kein Musikschnipsel zu absonderlich, um sich nicht der Produktion dieses Mixtapes zu unterwerfen. Optimo vermengt das Ganze durch einen meisterlich arrangierten Spannungsbogen zu einem abenteuerlichen Trip, der so \u201ecool\u201c ist, dass er Gefahr l\u00e4uft, bald als Hipster-Sound auf einschl\u00e4gigen Studentenpartys zu laufen. Umso besser also, dass wir ihn gerade noch ganz f\u00fcr uns allein haben. Zumindest bis zum n\u00e4chsten Zuckerbeat.<\/p>\n<p><em>\/\/ von: alexander nickel-hopfengart<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Beim dritten Album kommt eine Band ja meistens an den Punkt, wo sie sich etwas einfallen lassen muss, um die Sache spannend zu halten. Deshalb entpuppen sich die Platten meistens als besonderer Spa\u00df f\u00fcr denjenigen, dem die Mucke bisher herzlich egal war. 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