{"id":19303,"date":"2017-05-26T13:07:30","date_gmt":"2017-05-26T11:07:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=19303"},"modified":"2017-05-26T13:25:52","modified_gmt":"2017-05-26T11:25:52","slug":"aufgelesen-vol-176-die-nacht-ist-laut-der-tag-ist-finster","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=19303","title":{"rendered":"\/\/ aufgelesen vol. (1)76 &#8211; &#8222;die nacht ist laut, der tag ist finster&#8220;"},"content":{"rendered":"<p><em>mit neuen B\u00fcchern von Gay Talese, Kat Kaufmann, Uwe Kopf, Peter Boxell und Brian Southall. <\/em><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/gay-talese.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-19304\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/gay-talese.jpg\" alt=\"\" width=\"199\" height=\"310\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/gay-talese.jpg 400w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/gay-talese-192x300.jpg 192w\" sizes=\"auto, (max-width: 199px) 100vw, 199px\" \/><\/a>\/\/ <strong>Gay Talese<\/strong> widmet sich in seinem neuen Werk ganz den Abgr\u00fcnden der menschlichen Seele. Dabei r\u00fcckt er einen gewissen Gerald Foos ins Rampenlicht seiner Geschichte, der s\u00fcchtig danach ist, \u00fcber das Sexleben anderer Menschen Bescheid zu wissen. Jahrzehntelang dringt er in die Intimsph\u00e4re seiner Motel-G\u00e4ste in Colorado ein und beobachtet sie beim Sex mit Ehegatten, Fremden oder Geliebten. Die Vorlieben der G\u00e4ste \u00e4ndern sich dabei mit der Zeit, Gruppensex, gleichgeschlechtliche Liebe kommt hinzu und nat\u00fcrlich auch der Sex mit sich selbst. Als er allerdings beginnt in das Geschehen einzugreifen, zieht sich die Schlinge um seinen Hals immer weiter zu und die drohenden Konsequenzen drohen ihm die Luft zum Atmen zu rauben. <!--more-->Ob es am Ende noch einen Ausweg gibt? \u201eDer Voyeur\u201c ist ein bisweilen wirklich verst\u00f6rendes Buch, das einen aber dennoch bis zur letzten Seite nicht mehr losl\u00e4sst. Wenn du also auf be\u00e4ngstigend-melancholische Geschichten stehst, dann lass dir dieses Werk nicht entgehen. Es lohnt sich.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/kat-kaufmann.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-19305\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/kat-kaufmann-185x300.jpg\" alt=\"\" width=\"185\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/kat-kaufmann-185x300.jpg 185w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/kat-kaufmann.jpg 383w\" sizes=\"auto, (max-width: 185px) 100vw, 185px\" \/><\/a>\/\/ <strong>Kat Kaufmann<\/strong> hat uns ja bereits mit ihrem Werk \u201eSuperposition\u201c um den kleinen Finger gewickelt und daf\u00fcr noch dazu den \u201eZDF-aspekte-Literaturpreis\u201c abger\u00e4umt. Nun steht der Nachfolger namens \u201eDie Nacht ist laut \u2013 der Tag ist finster\u201c in den Regalen und schon nach wenigen Zeilen ist man wieder fasziniert vom literarischen Klang dieses Werkes. Im Mittelpunkt der Geschichte steht dabei ein gewisser Jonas, der vor seiner abgebrannten Wohnung herumhockt und lediglich noch 5000 \u20ac und eine Notiz von seinem verstorbenen Opa mit sich herumtr\u00e4gt. Darauf steht, dass er einen gewissen Valerij Butzukin finden soll, ein Name der Jonas so rein gar nichts sagt. Fortan macht sich der junge Mann auf zu einer gro\u00dfen Reise, die ihn schlie\u00dflich bis nach Moskau f\u00fchrt und f\u00fcr ihn selbst zu einer wahrhaft lebensgef\u00e4hrlichen Odyssee wird. Ob er am Ende wirklich vor dem gesuchten steht und was es mit Selbigem eigentlich auf sich hat? Lasst euch dieses literarische Road-Movie auf keinen Fall durch die Lappen gehen. Es wei\u00df einen mehr als nur einmal zu \u00fcberraschen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/uwe-kopf.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-19306\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/uwe-kopf-182x300.jpg\" alt=\"\" width=\"182\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/uwe-kopf-182x300.jpg 182w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/uwe-kopf.jpg 353w\" sizes=\"auto, (max-width: 182px) 100vw, 182px\" \/><\/a>\/\/ Das Romandeb\u00fct von <strong>Uwe Kopf<\/strong> wei\u00df derweil schon allein mit seinem fulminanten Titel zu punkten. \u201eDie elf Gehirne der Spinnenraupe\u201c dreht sich dabei um das Leben von Tom und was in Selbigem so alles schief gelaufen ist. Im Mai 1998 schlie\u00dflich, und das ist der Ausgangspunkt von Kopfs Roman, erh\u00e4ngt sich \u201eder 40-j\u00e4hrige Junge\u201c in Hamburg und blickt vorher noch auf eine weitestgehend gescheiterte Existenz zur\u00fcck. Tom hatte n\u00e4mlich nicht nur wenig Gl\u00fcck bei der holden Weiblichkeit, sondern auch im Berufsleben. Seine paar Gr\u00f6ten verdient er sich als Briefsortierer und Korrekturleser einer TV-Zeitung \u2013 ein Umstand, der ihn immer wieder dazu verleitet ein bisschen zu tief ins Glas zu gucken. \u00a0Dass er sich dann auch noch in eine \u00c4rztin verliebt, die f\u00fcr ihn einen Ausweg aus dem ganzen Dilemma namens Leben bedeutet haben k\u00f6nnte, gibt ihm schlie\u00dflich den Rest und so schlittert Tom Schritt f\u00fcr Schritt ins Verderben. Trotz aller Schwermut wird Uwe Kopfs Deb\u00fct dabei von einer literarischen Leichtigkeit getragen, die man wohl nur bei Erstlingswerken vorfindet und von der man einfach nicht genug kriegen kann. Also schaut mal rein in dieses Werk. Es lohnt sich.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/1001-b\u00fccher.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-19307\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/1001-b\u00fccher-233x300.jpg\" alt=\"\" width=\"196\" height=\"252\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/1001-b\u00fccher-233x300.jpg 233w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/1001-b\u00fccher.jpg 248w\" sizes=\"auto, (max-width: 196px) 100vw, 196px\" \/><\/a>\/\/ Wer gerne B\u00fccher \u00fcber B\u00fccher verschlingt kommt nun au\u00dferdem in den Genuss der 7. aktualisierten Auflage von \u201e1001 B\u00fccher, die sie lesen sollten, bevor das Leben vorbei ist\u201c. In dem Rundum-Gl\u00fccklich-Paket steckt ein gro\u00dfer Fundus an Klassikern und Geheimtipps, die hier allesamt in kleinen schmissigen Texten beschrieben werden. Nach einem aufschlussreichen Vorwort von Peter Ackroyd geht es los und wir rei\u00dfen erst einmal zur\u00fcck in der Zeit. Bereits vor dem Jahre 1800 wurden diverse wichtige Werke ver\u00f6ffentlicht und nat\u00fcrlich sollen auch Selbige ihre Erw\u00e4hnung in diesem Almanach finden. Im Grunde genommen f\u00fchlt man sich beim Durchbl\u00e4ttern dieses Werkes, als w\u00fcrde man auf einem alten Dachboden herumst\u00f6bern. Da wurden schon die verr\u00fccktesten Sch\u00e4tze ans Tageslicht gezerrt und so darf man sich als Leser auch durch die rege Beteiligung von 157 Schriftstellern unter der \u00c4gide von Herausgeber <strong>Peter Boxell<\/strong> auf ein wirklich spannendes Unterfangen einstellen, das nicht zur zum Weiterlesen anregt, sondern auch zahlreiche potenzielle Geschenktipps f\u00fcr die anderen B\u00fccherw\u00fcrmer im Freundeskreis bereit h\u00e4lt.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/sgt-pepper.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-19308\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/sgt-pepper.jpg\" alt=\"\" width=\"260\" height=\"260\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/sgt-pepper.jpg 260w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/sgt-pepper-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 260px) 100vw, 260px\" \/><\/a>\/\/ Zu guter Letzt richten wir den Blick heute au\u00dferdem noch auf die altehrw\u00fcrdigen Beatles und ihren Meilenstein namens \u201eSgt. Pepper\u00b4s Lonely Hearts Club Band. 1967 erschien das Album, das den Ruf der Bandmitglieder als Weltstars zementierte und das bis heute zu den wichtigsten Ver\u00f6ffentlichungen der Pop-Geschichte erz\u00e4hlt. Im schicken Hardcover-Album-Format werden wir dabei noch einmal zur\u00fcckversetzt in eben jene bewegte Zeit, als die Aufnahmen zu dem Album-Klassiker liefen. H\u00fcbsch untergliedert in A- und B-Seite finden sich im ersten Block die pers\u00f6nlichen Memoiren des Insiders <strong>Brian Southall<\/strong>, der extra daf\u00fcr die Tontechniker und Journalisten von einst interviewte. Heraus kommt ein spannender Schatz voll Anekdoten, der den einen oder anderen Song noch einmal in einem anderen Licht erstrahlen l\u00e4sst. Die B-Seite schlie\u00dflich wendet sich dem Weltgeschehen zwischen 1966 und 1968 zu und versucht das Album und die Stellung der Beatles in einen zeitgeschichtlichen Hintergrund zu r\u00fccken. Dabei wird auch der Einfluss auf die Pop-Kultur in den Blick genommen und die Auswirkungen auf unsere heutige Gegenwart. Wenn du also tiefer eintauchen willst in die Welt der Beatles, dann lass dir dieses Buch nicht entgehen. Und damit Schluss f\u00fcr heute. Bis zur n\u00e4chsten Leserunde.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>mit neuen B\u00fcchern von Gay Talese, Kat Kaufmann, Uwe Kopf, Peter Boxell und Brian Southall. \/\/ Gay Talese widmet sich in seinem neuen Werk ganz den Abgr\u00fcnden der menschlichen Seele. Dabei r\u00fcckt er einen gewissen Gerald Foos ins Rampenlicht seiner Geschichte, der s\u00fcchtig danach ist, \u00fcber das Sexleben anderer Menschen Bescheid zu wissen. 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