{"id":19418,"date":"2017-06-16T14:37:47","date_gmt":"2017-06-16T12:37:47","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=19418"},"modified":"2017-06-16T14:43:00","modified_gmt":"2017-06-16T12:43:00","slug":"aufgelesen-vol-177-transit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=19418","title":{"rendered":"\/\/ aufgelesen vol. (1)77 &#8211; &#8222;transit&#8220;"},"content":{"rendered":"<p><em>mit neuen B\u00fcchern von Patrick Flanery, Rachel Cusk, David Sax und Hans S\u00f6llner. <a href=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/patrick-flaanery.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-19419\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/patrick-flaanery.jpg\" alt=\"\" width=\"199\" height=\"315\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/patrick-flaanery.jpg 392w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/patrick-flaanery-189x300.jpg 189w\" sizes=\"auto, (max-width: 199px) 100vw, 199px\" \/><\/a><\/em><\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em>\/\/ \u201eIch bin niemand\u201c des kalifornischen Schriftstellers <strong>Patrick Flanery<\/strong> ist eines dieser Werke, das man am liebsten in einem Rutsch verschlingen m\u00f6chte. In dem 400-seitigen Roman dreht sich alles um einen Geschichtsproffesor namens Jeremy O\u00b4Keefe, der nach zehn Jahren von Oxford aus zur\u00fcck in seine Heimat New York zieht. Dort will er an der New York University unterrichten und sieht sich schon bald mit einer ganzen Reihe seltsamer Vorg\u00e4nge konfrontiert. Verabredungen platzen, obwohl er sie selbst niemals abgesagt hat und Pakete erreichen ihn, die er niemals bestellt hat. <!--more-->Zu allem \u00dcberfluss klebt er auch noch an seiner gro\u00dfen Liebe, was die Situation f\u00fcr ihn nicht unbedingt einfacher macht. Zunehmend verunsichert begibt er sich auf Spurensuche und landet schlie\u00dflich wieder bei seiner Zeit in Oxford. Was dort geschehen ist? Lasst euch dieses spannenden und komplexen, immer wieder \u00fcberraschenden Roman nicht entgehen, es spiegeln sich zahlreiche Geschichten aus unserem Alltag darin wieder und man kommt vor dem Schlie\u00dfen des Buchr\u00fcckens nicht mehr von diesem Werk los.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/rachel-cusk-2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-19420\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/rachel-cusk-2-181x300.jpg\" alt=\"\" width=\"181\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/rachel-cusk-2-181x300.jpg 181w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/rachel-cusk-2.jpg 386w\" sizes=\"auto, (max-width: 181px) 100vw, 181px\" \/><\/a>\/\/ Nicht nur die New York Times h\u00e4lt die englische Schriftstellerin <strong>Rachel Cusk<\/strong> f\u00fcr eine der besten ihrer Zunft. F\u00fcr ihren 2014er Roman \u201eOutline\u201c hat sie zahlreiche renommierten Preise abgestaubt und wir wollen euch dieses Werk auch an dieser Stelle noch einmal intensiv ans Herz legen. In dem Buch steht eine Frau im Mittelpunkt, die sich gerade auf dem Weg nach Athen befindet. Dort soll sie einen Schreibkurs geben und trifft w\u00e4hrend ihrer Reise viele spannende Menschen mit denen sie vor allem eins tut: wahnsinnig viel reden. Bereits im Flugzeug erz\u00e4hlt sie sich mit ihrem Sitznachbarn Geschichten und auch ihre anderen Bekanntschaften berichten allesamt von spannenden Episoden aus dem Alltag. Die Protagonistin allerdings h\u00f6rt lediglich zu, \u00fcber sich selbst gibt sie nichts Preis und so fragt man sich als Leser zunehmend, was es eigentlich mit ihrem Schweigen auf sich hat. \u201eOutline\u201c ist in diesem Zusammenhang nicht nur eine spannende Collage von Geschichten, sondern auch ein \u00fcberaus aufregendes Buch, das einen bis zur letzten Seite bei der Stange h\u00e4lt. <a href=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/rachel-cusk.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-19421\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/rachel-cusk-181x300.jpg\" alt=\"\" width=\"181\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/rachel-cusk-181x300.jpg 181w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/rachel-cusk.jpg 386w\" sizes=\"auto, (max-width: 181px) 100vw, 181px\" \/><\/a>Und weil man im Anschluss eigentlich direkt weiterlesen m\u00f6chte, erscheint passend dazu jetzt auch noch der neue Roman von Cusk, der auf den sch\u00f6nen Namen \u201eTransit\u201c h\u00f6rt. Die Schriftstellerin Faye kriegt darin ihr Leben einfach nicht auf die Reihe. Die Wohnung ist eine einzige Baustelle, die Kinder haben keinen Halt und sie selbst schafft es einfach nicht etwas Ordnung in ihren Alltag zu kriegen. Nach und nach stellet sie dabei fest, wie die Menschen es immer wieder schaffen, sich gegenseitig zu bel\u00fcgen und so dreht sich die Spirale bedingungslos weiter. Ob sie am Ende einen Weg aus dem ganzen Dilemma findet? \u201eTransit\u201c ist ein \u00fcberaus wirkungsvolles Werk \u00fcber die Macht der Selbstt\u00e4uschung und wie geschaffen als Urlaubslekt\u00fcre f\u00fcr den Sommer 2017. Worauf also wartest du noch? Tauch ein in die Welt der Rachel Cusk. Es lohnt sich.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/david-sax.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-19422\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/david-sax-196x300.jpg\" alt=\"\" width=\"196\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/david-sax-196x300.jpg 196w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/david-sax.jpg 219w\" sizes=\"auto, (max-width: 196px) 100vw, 196px\" \/><\/a>\/\/ Wem die st\u00e4ndige Verf\u00fcgbarkeit aller m\u00f6glichen Dinge im Internet auch ein wenig auf die Nerven f\u00e4llt, der sollte sich das neue Buch von<strong> David Sax<\/strong> nicht entgehen lassen. Der in Toronto lebende Autor, der uns zuletzt schon mit seinem Werk \u201eTastemakers\u201c um den kleinen Finger wickelte, wirft in seinem aktuellen Werk die Frage auf, warum wir uns eigentlich nach realen Dingen sehnen. \u201eDie Rache des Analogen\u201c ist in diesem Zusammenhang allerdings keine plumpe Breitseite gegen die M\u00f6glichkeiten der digitalen Welt, sondern es wirft die Frage auf, warum parallel dazu auch die Vinyl-Branche und der analoge Film eine Renaissance erleben. In spannenden Kapiteln widmet sich der Autor au\u00dferdem der R\u00fcckkehr des Papiers und dem Boom rund um die Brettspiele. Im zweiten Band schlie\u00dflich kommen dann neben den \u201eDingen\u201c auch noch die analogen \u201eIdeen\u201c zum Zug, was \u00fcberaus spannend zu lesen ist und in manchem Bereich gar dazu einl\u00e4dt, zuk\u00fcnftig selbst zum Sammler zu mutieren. Wenn du also mal wieder nach etwas wirklich \u201eGreifbarem\u201c suchst, hier gibt\u2019s jede Menge davon.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/hans-s\u00f6llner.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-19423\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/hans-s\u00f6llner-189x300.jpg\" alt=\"\" width=\"189\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/hans-s\u00f6llner-189x300.jpg 189w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/hans-s\u00f6llner.jpg 350w\" sizes=\"auto, (max-width: 189px) 100vw, 189px\" \/><\/a>\/\/ Zum Schluss noch der Hinweis an alle, die schon seit Jahren den Musiker und Rebell <strong>Hans S\u00f6llner<\/strong> feiern. Von dem erscheint n\u00e4mlich in diesen Tagen ebenfalls ein spannendes Werk \u00fcber sein bewegtes Leben und das ist eine wahre Fundgrube an spannenden Anekdoten. Der K\u00fcnstler war sich schlie\u00dflich in der Vergangenheit noch nie zu schade, sein Maul aufzumachen und so werden wir an dieser Stelle noch einmal Zeuge, wie er vom Arbeiterkind zum astreinen Staatsfein avanciert. Dazwischen verdingt er sich unter anderem als Kochlehrling und setzt sich unerm\u00fcdlich f\u00fcr Freigabe von Marihuana ein. Verpackt wird all das in eine spannende und Runde Geschichte mit dem schicken Titel \u201eFreiheit muss weh tun \u2013 Mein Leben\u201c, die man sich auch als jemand, der der Musik des Liedermachers nicht unbedingt nahe steht, unbedingt zu Gem\u00fcte f\u00fchren sollte. Wir w\u00fcnschen deshalb viel Spa\u00df bei der spannenden Achterbahnfahrt und sagen tsch\u00fcss f\u00fcr heute. Bis zur n\u00e4chsten Leserunde.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>mit neuen B\u00fcchern von Patrick Flanery, Rachel Cusk, David Sax und Hans S\u00f6llner. \u00a0\/\/ \u201eIch bin niemand\u201c des kalifornischen Schriftstellers Patrick Flanery ist eines dieser Werke, das man am liebsten in einem Rutsch verschlingen m\u00f6chte. 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