{"id":19432,"date":"2017-06-20T18:11:25","date_gmt":"2017-06-20T16:11:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=19432"},"modified":"2017-06-20T18:16:33","modified_gmt":"2017-06-20T16:16:33","slug":"aufgelesen-vol-178-pop-16","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=19432","title":{"rendered":"\/\/ aufgelesen vol. (1)78 &#8211; &#8222;pop 16&#8220;"},"content":{"rendered":"<p><em>mit neuen B\u00fcchern von Karl Ove Knausg\u00e5rd, Arno Frank, Dirk von Gehlen, Detlef Diederichsen \/ Florian Sievers und Chris Kraus. <\/em><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/karl-ove-knausgard.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-19434\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/karl-ove-knausgard.jpg\" alt=\"\" width=\"199\" height=\"325\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/karl-ove-knausgard.jpg 385w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/karl-ove-knausgard-184x300.jpg 184w\" sizes=\"auto, (max-width: 199px) 100vw, 199px\" \/><\/a>\/\/ <strong>Karl Ove Knausg\u00e5rd<\/strong> hat sich bereits vor Jahren einem echten Mammutprojekt angenommen, das nun mit dem sechsten Buch namens \u201eK\u00e4mpfen\u201c seinen kr\u00f6nenden Abschluss findet. In \u201eK\u00e4mpfen\u201c dreht sich dabei mal wieder alles um den Autor selbst. In seiner autobiografischen Buch-Reihe widmet er sich dabei nicht nur der Kunst und der Literatur, sondern auch in schonungsloser Offenheit den dunklen Seiten seiner Ehe und seiner Krankengeschichte. Derma\u00dfen r\u00fccksichtslos hat wahrscheinlich schon lange keiner mehr seinen pers\u00f6nlichen Alltag seziert und man kann gerade deshalb nicht genug bekommen von seinem Werk. Gerade deshalb n\u00e4mlich, weil Knausg\u00e5rd so schmerzlich all das ausbreitet, was in seinem Inneren und in seinem direkten Umfeld geschieht, gerade deshalb wirkt sein Werk so schonungslos ehrlich und authentisch, wie es nur wenige Werke tun. Der Autor lotet dabei nicht nur konsequent die Schmerzgrenze aller Beteiligten aus, sondern auch seine eigene und ja, jeder muss f\u00fcr sich selbst entscheiden, inwieweit er seinen Aufzeichnungen folgen m\u00f6chte, geschweige denn sie nachvollziehen m\u00f6chte. <!--more-->Weil hier allerdings jemand tats\u00e4chlich sein Innerstes Preis gibt, ist \u201eK\u00e4mpfen\u201c eine literarische Sensation, wie man sie nicht alle Tage vor den Latz geknallt bekommt. Wenn du also mal wieder etwas wirklich Gro\u00dfartiges lesen m\u00f6chte, dann lass dir dieses fulminante Gesamtwerk nicht entgehen. Es lohnt sich.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/arno-frank.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-19435\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/arno-frank-198x300.jpg\" alt=\"\" width=\"198\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/arno-frank-198x300.jpg 198w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/arno-frank.jpg 411w\" sizes=\"auto, (max-width: 198px) 100vw, 198px\" \/><\/a>\/\/ <strong>Arno Frank <\/strong>beschert uns derweil ein wirklich liebenswertes Buch, das uns mit einer zugegeben ziemlich schr\u00e4gen Ausgangssituation konfrontiert. \u201eSo, und jetzt kommst du\u201c erz\u00e4hlt n\u00e4mlich nicht nur davon, was es hei\u00dft, eine Familie zu gr\u00fcnden, sondern hat auch einen waschechten Krimi-Plot im Gep\u00e4ck. Die jungen Eltern, die im Mittelpunkt des Geschehens stehen, sind n\u00e4mlich gerade auf der Flucht vor der Polizei und schleppen notgedrungen ihre Kinder mit sich herum. Was als spannendes Abenteuer beginnt, entwickelt sich dabei immer mehr zu einem waschechten Desaster, das allen Fans von TV-Reihen der Marke \u201eThe Detour\u201c ein breites Grinsen aufs Gesicht zaubern d\u00fcrfte. Wenn du also mal ein etwas anderes Road-Movie gepaart mit einer herzerw\u00e4rmenden Familiengeschichte lesen m\u00f6chtest, dann lass dir \u201eSo, und jetzt kommst du\u201c auf keinen Fall durch die Lappen gehen. Du wirst aus dem Schmunzeln gar nicht mehr herauskommen und das Werk sicher nicht vor dem Schlie\u00dfen des R\u00fcckumschlages wieder aus der Hand legen. Kurz gesagt: Arno Frank hat das perfekte Urlaubsbuch geschrieben. Also schnupper mal rein.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/dirk-von-gehlen.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-19436\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/dirk-von-gehlen.jpg\" alt=\"\" width=\"221\" height=\"419\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/dirk-von-gehlen.jpg 528w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/dirk-von-gehlen-158x300.jpg 158w\" sizes=\"auto, (max-width: 221px) 100vw, 221px\" \/><\/a>\/\/ Wer sich gerne etwas intensiver mit den Medien und der \u00d6ffentlichkeit im Allgemeinen besch\u00e4ftigen m\u00f6chte, der kommt an der neuesten Ver\u00f6ffentlichung von <strong>Dirk von Gehlen<\/strong> nicht vorbei. In \u201eMeta! Das Ende des Durchschnitts\u201c wendet er sich dem Ursprung von Informationen zu, die immer von einem Absender in die Welt hinaus gesandt werden. Im Zeichen der Digitalisierung kommt es zu zahllosen, bisweilen noch nicht mal vorstellbaren Umw\u00e4lzungen und so richtet der Autor den Blick auf die Risiken und Chancen dieser Entwicklung. Dirk von Gehlen geht es dabei vor allem darum aufzuzeigen, welche M\u00f6glichkeiten f\u00fcr Arbeit, Kultur und Konsum durch die digitale Welt entstehen und fordert von unserer Gesellschaft einen m\u00fcndigen Umgang mit Daten, um brach liegendes Potenzial vollends auszusch\u00f6pfen. Er pl\u00e4diert f\u00fcr eine Verteidigung der Grundwerte durch die digitale Zivilgesellschaft und man kann gar nicht genug kriegen von seinen spannenden Abhandlungen \u00fcber unsere so moderne Gesellschaft.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/pop16.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-19437\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/pop16.jpg\" alt=\"\" width=\"292\" height=\"437\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/pop16.jpg 709w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/pop16-200x300.jpg 200w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/pop16-683x1024.jpg 683w\" sizes=\"auto, (max-width: 292px) 100vw, 292px\" \/><\/a>\/\/ Bei der Gelegenheit au\u00dferdem noch der Hinweis auf den aktuellen Band von <strong>Detlef Diederichsen<\/strong> und <strong>Florian Sievers<\/strong>. Zusammen machen sie sich in \u201ePop 16 \u2013 100 Jahre produzierte Musik\u201c daran die letzten hundert Jahre im Bereich der Musik und deren Einfluss auf technologische Errungenschaften zu skizzieren. Musik spiegelt sich immer auch im allt\u00e4glichen Leben wieder und so wendet sich der Band unter anderem der alten Schellack-Schallplatte und dem Grammophon als Abspielger\u00e4t zu. Dadurch werden erstmals Sender und Empf\u00e4nger voneinander getrennt und die Musik findet ihren Weg hinaus in die Welt. Unabh\u00e4ngig von Ort und Zeit hat von nun an jeder die M\u00f6glichkeit ein bestimmtes Musikst\u00fcck zu h\u00f6ren und seine Empfindungen in diesem Zusammenhang der ganzen Welt zu offenbaren. Die Technologie hilft also der Musik dabei sich zu verbreiten und landet in gepresster Form auf dem Plattenteller oder auf dem Handy. Wie es so weit kam? Es lohnt sich mal reinzuschnuppern in dieses spannende Werk, das einem immer wieder neue Sichtweisen auf den zu verhandelnden Sachverhalt zu er\u00f6ffnen vermag.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/chris-kraus.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-19438\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/chris-kraus-199x300.jpg\" alt=\"\" width=\"199\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/chris-kraus-199x300.jpg 199w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/chris-kraus.jpg 331w\" sizes=\"auto, (max-width: 199px) 100vw, 199px\" \/><\/a>\/\/ Zu guter Letzt au\u00dferdem noch der Hinweis auf ein spannendes Werk von <strong>Chris Kraus<\/strong>. Selbige lernt im Rahmen ihres Buches &#8222;I Love Dick&#8220; nicht nur den akademischen Cowboy Dick kennen, sie ist auch selbst als K\u00fcnstlerin aktiv und so freuen wir uns auf eine spannende Geschichte \u00fcber Obsessionen, die einfach kein Ende finden m\u00f6gen. Es ist 1994 als Chris Kraus zum ersten Mal auf Dick trifft. Schlagartig von einem Gef\u00fchl der Liebe durchdrungen stellt der Kollege ihres Ehemanns ihr ganzes Leben auf den Kopf. In den Briefen, die sie ihm fortan schreibt, welche sie aber niemals abschickt, teilt sie dem Objekt ihrer Begierde selbst ihre intimsten Geheimnisse mit und man kommt als Leser einfach nicht mehr von ihren Zeilen los. Ganz im Gegenteil: Chris Kraus rei\u00dft uns mit ihrem Werk in einen regelrechten Sog der Emotionen und man m\u00f6chte das Buch nicht mehr zur Seite legen, bevor irgendwann der R\u00fcckumschlag wieder geschlossen ist. Wenn du also mal wieder nach einem Buch suchst, das nur so strotzt vor Lebensweisheiten, dann bist du hier genau an der richtigen Adresse. Und damit Schluss f\u00fcr heute, bis zur n\u00e4chsten Leserunde.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>mit neuen B\u00fcchern von Karl Ove Knausg\u00e5rd, Arno Frank, Dirk von Gehlen, Detlef Diederichsen \/ Florian Sievers und Chris Kraus. \/\/ Karl Ove Knausg\u00e5rd hat sich bereits vor Jahren einem echten Mammutprojekt angenommen, das nun mit dem sechsten Buch namens \u201eK\u00e4mpfen\u201c seinen kr\u00f6nenden Abschluss findet. 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