{"id":21279,"date":"2018-01-27T12:27:08","date_gmt":"2018-01-27T11:27:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=21279"},"modified":"2018-01-27T12:27:08","modified_gmt":"2018-01-27T11:27:08","slug":"zuckerbeat-vol-497-all-die-bunten-lichter-aengstigen-dich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=21279","title":{"rendered":"\/\/ zuckerbeat vol. (4)97 &#8211; &#8222;all die bunten lichter \u00e4ngstigen dich&#8220;"},"content":{"rendered":"<p><em>mit neuer Musik von Tocotronic, Fever Ray, Typhoon, Anna Burch und The Orielles. <\/em><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/toco.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft  wp-image-21280\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/toco-300x300.jpg\" alt=\"\" width=\"250\" height=\"250\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/toco-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/toco-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/toco.jpg 410w\" sizes=\"auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/><\/a>\/\/ Zw\u00f6lf Alben haben <strong>Tocotronic<\/strong> inzwischen bereits aus dem \u00c4rmel gesch\u00fcttelt und die Hamburger Band ist bis heute nicht m\u00fcde geworden, immer wieder neue Wege einzuschlagen. Mit \u201eDie Unendlichkeit\u201c machen sie sich nun vollkommen frei und wagen sich daran einen biografischen Aspekt in ihren Songs zu verankern. Die St\u00fccke selbst n\u00e4mlich widersprechen all dem, wof\u00fcr Tocotronic in den vergangenen 15 Jahren eigentlich standen. Sie wollten keine Musik machen, welche das eigene Dasein spiegelt, und so wurden die Texte der Band immer abstrakter. Man konnte viel hineininterpretieren in diese Band und damit ist jetzt zumindest in gewisser Hinsicht Schluss. Auf ihrem neuen Album richten Tocotronic den Blick nach innen, schaffen es mit einem Song wie \u201eHey Du\u201c tats\u00e4chlich wie eine Band zu klingen, die einem hier gerade ihr Deb\u00fctalbum vor den Latz pfeffert und verlassen gleichzeitig doch nicht vollkommen die verschlungenen Pfade, welche sie einst einmal gefolgt sind. \u201eDie Unendlichkeit\u201c ist in diesem Zusammenhang so etwas wie ein Neustart nach 25 Jahren Bandgeschichte und zeigt auf, dass die Band wahrscheinlich auch das Potenzial hat, noch viele weitere Jahre so weiter zu machen, ohne sich selbst zu wiederholen. Wenn du also auf grenz\u00fcberschreitende Kl\u00e4nge stehst, dann lass dir dieses Werk auf keinen Fall entgehen. \u00a0<!--more--><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/fever-ray.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-21281\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/fever-ray-300x300.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/fever-ray-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/fever-ray-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/fever-ray.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>\/\/ Viele hatten eigentlich schon gar nicht mehr mit einer neuen Scheibe von <strong>Fever Ray <\/strong>gerechnet. Nun aber ist es soweit und das neue Album von Karin Dreijer steht tats\u00e4chlich in den Regalen. \u201ePlunge\u201c unterl\u00e4uft in diesem Zusammenhang dann auch erstmal alle Erwartungen und ist gerade deshalb so bemerkenswert. Die Scheibe punktet mit aggressiven Beats und synthetischen Kl\u00e4ngen und zeigt eine irrsinnige Bandbreite an Musikalit\u00e4t, mit der man nach dem gefeierten Erstling nicht unbedingt gerechnet h\u00e4tte. Die Musik ist in diesem Zusammenhang vielleicht nicht mehr ganz so strange, wie zuvor, aber sie rei\u00dft einen mindestens genauso mit. In gewisser Weise n\u00e4hert sich die Protagonistin mit diesem Werk also ihrer Hauptband an und schafft es ihrer Musik auch immer wieder helle Momente zu schenken. Dar\u00fcber hinaus ist das Album wesentlich politischer, als man es erwarten durfte, was wiederum dazu f\u00fchrt, dass man sich immer wieder dabei ertappt, kleine Versatzst\u00fccke der einzelnen Lieder noch Stunden sp\u00e4ter vor sich hin zu singen. \u201ePlunge\u201c bleibt dabei aber immer auch ein rastloses Werk, das niemals zu lange an einem bestimmten Platz verweilt, was wiederum dazu f\u00fchrt, dass Fever Ray noch nie so variantenreich klangen, wie heute. Im Grunde genommen also hat Karin Dreijer auch diesmal wieder alles richtig gemacht. .<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/typhoon.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-21282\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/typhoon.jpg\" alt=\"\" width=\"220\" height=\"220\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/typhoon.jpg 220w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/typhoon-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 220px) 100vw, 220px\" \/><\/a>\/\/ Die Gruppe <strong>Typhoon<\/strong> wiederum m\u00f6chte uns im Rahmen ihres neuen Albums ein Angebot machen, das man nur schwer ablehnen kann. \u201eOfferings\u201c ist bereits das vierte Album der Indie-Rock-Band aus den Vereinigten Staaten und dort haben sie sich auch schon eine breite Fanbase erspielt. Der Vorg\u00e4nger \u201eWhiter Linger\u201c sorgte zudem daf\u00fcr, dass sie seither \u00f6fter in einem Atemzug mit Kollegen wie den Decemberists und Portugal, The Man genannt werden, mit denen sie sich auch schon so manche B\u00fchne teilten. Im Mittelpunkt ihres neuen Albums steht nun ein fiktiver Mensch, der sein Ged\u00e4chtnis verliert und die Band m\u00f6chte dahingehend die Frage thematisieren: Was sind eigentlich die wesentlichen Eigenschaften eines Menschen, wenn er nicht mal mehr wei\u00df woher er kommt. Das Album ist diesbez\u00fcglich in vier Abschnitte untergliedert, welche die einzelnen Phasen beinhalten, die die Hauptfigur durchl\u00e4uft. Dementsprechend passt hier auch alles formvollendet zusammen und alle Fans von ambitionierten Konzept-Platten sollten das Album unbedingt mal durchh\u00f6ren. Es lohnt sich.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/anna-burch.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-21283\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/anna-burch-300x300.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/anna-burch-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/anna-burch-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/anna-burch-768x768.jpg 768w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/anna-burch-1024x1024.jpg 1024w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/anna-burch.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>\/\/ <strong>Anna Burch<\/strong> wiederum wickelt uns mit ihrem aktuellen Album ebenfalls um den kleinen Finger. Die Scheibe, die via \u201eHeavenly Recordings\u201c erscheint h\u00f6rt auf den sch\u00f6nen Namen \u201eQuit The Curse\u201c und macht im Gegensatz zu vielen, gleichf\u00f6rmig vor sich hinlaufenden Liedermacher-Alben, einfach nur verdammt viel Spa\u00df. Das Liegt auch daran, dass die K\u00fcnstlerin ihrer Musik eine geh\u00f6rige Portion Abwechslungsreichtum einfl\u00f6\u00dft und so bekommt man ein auf den ersten Blick locker-flockig-verspieltes Album pr\u00e4sentiert, dass einen immer wieder ein Grinsen aufs Gesicht zaubert. Blickt man allerdings hinter die sch\u00f6ne Fassade, merkt man recht schnell, dass der Teufel hier im Detail steckt. Die d\u00fcsteren Lyrics kontrastieren n\u00e4mlich die positiv-stimmende Musik und so schafft es Anna Burch immer wieder, dass einem beim H\u00f6ren tats\u00e4chlich das Lachen im Halse stecken bleibt.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/the-orielles.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft  wp-image-21284\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/the-orielles-300x300.jpeg\" alt=\"\" width=\"255\" height=\"255\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/the-orielles-300x300.jpeg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/the-orielles-150x150.jpeg 150w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/the-orielles.jpeg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 255px) 100vw, 255px\" \/><\/a>\/\/ <strong>The Orielles<\/strong> wiederum bescheren uns auf ihrem neuen Werk zw\u00f6lf spannende Tracks, die allesamt im \u201eEve Studio\u201c in Stockport entstanden sind. Bereits im Sommer des vergangenen Jahres hat sich die Band dort mit Marta Salongi (produzierte auch schon die Musik von Bj\u00f6rk) zusammengefunden, um die Songs auf Band zu bannen. Das Trio versteht es dabei sehr gekonnt unterschiedliche Stile miteinander zu vermischen, ohne dass es irgendwie bem\u00fcht r\u00fcber kommen w\u00fcrde. Ob Funk, Disco oder Synthie-Pop \u2013 alles findet hier auf zauberhafte Weise zusammen und auch die Songs selbst drehen sich wieder um alles, was das kulturelle Herz h\u00f6her schlagen l\u00e4sst. Kunst, Kino und Literatur stehen im Mittelpunkt der einzelnen Tracks und all das wird auf gelungene Weise auch noch psychologisch von der Band unterf\u00fcttert. Wenn du also auf vielschichtige Musik stehst, die gerne mal Grenzen auslotet, dann bist du bei dieser Band genau an der richtigen Adresse. Und damit Schluss f\u00fcr heute. Bis zum n\u00e4chsten Zuckerbeat.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>mit neuer Musik von Tocotronic, Fever Ray, Typhoon, Anna Burch und The Orielles. \/\/ Zw\u00f6lf Alben haben Tocotronic inzwischen bereits aus dem \u00c4rmel gesch\u00fcttelt und die Hamburger Band ist bis heute nicht m\u00fcde geworden, immer wieder neue Wege einzuschlagen. 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