{"id":22737,"date":"2018-08-18T12:29:06","date_gmt":"2018-08-18T10:29:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=22737"},"modified":"2018-08-18T12:29:06","modified_gmt":"2018-08-18T10:29:06","slug":"aufgelesen-vol-250-verwirrnis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=22737","title":{"rendered":"\/\/ aufgelesen vol. (2)50 &#8211; &#8222;verwirrnis&#8220;"},"content":{"rendered":"<p><em>mit neuen B\u00fcchern von Heinz Strunk, Inger-Maria Mahlke, Susanne Fritz, Stefanie Sargnagel und Christoph Hein. <\/em><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/heinz-strunk.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright  wp-image-22738\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/heinz-strunk.jpg\" alt=\"\" width=\"199\" height=\"332\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/heinz-strunk.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/heinz-strunk-180x300.jpg 180w\" sizes=\"auto, (max-width: 199px) 100vw, 199px\" \/><\/a>\/\/ Um sich in diesem nicht enden wollenden Sommer die Zeit zu vertreiben, dazu eignet sich in diesem Jahr die neue Kurzgeschichtensammlung von <strong>Heinz Strunk<\/strong> ganz hervorragend. Wer noch die M\u00f6glichkeit hat, sich das Buch in seinen Strandrucksack zu packen, dem liegt ein wirklich zauberhaftes literarisches Filetst\u00fcckchen in den H\u00e4nden. \u201eDas Teem\u00e4nnchen\u201c n\u00e4mlich b\u00fcndelt die St\u00e4rken des Hamburger Schriftstellers auf famose Weise und erz\u00e4hlt uns Geschichten, die mal schr\u00e4g, mal am\u00fcsant und mal ziemlich hintersinnig um die Ecke biegen. <!--more-->Der Titel bezieht sich in diesem Zusammenhang \u00fcbrigens um einen Mann, der einen Laden er\u00f6ffnen m\u00f6chte, an dieser Aufgabe aber bravour\u00f6s scheitert. Die dunkle Seite, die Strunk nur zu gerne nach au\u00dfen kehrt, ist also auch hier wieder pr\u00e4sent und so bleibt einem das Lachen immer wieder im Halse stecken, wenn man sich diese Sammlung an Geschichten zu Gem\u00fcte f\u00fchrt. Was das Ganze mit Axl Rose und einer Expertin f\u00fcr Wilhelm Busch zu tun hat? Am besten du findest es selbst heraus. Dieses Werk deckt auf spannende Weise das komplette Spektrum menschlicher Emotionen in grotesken Episoden ab.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/archipel.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft  wp-image-22739\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/archipel.jpg\" alt=\"\" width=\"234\" height=\"383\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/archipel.jpg 346w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/archipel-183x300.jpg 183w\" sizes=\"auto, (max-width: 234px) 100vw, 234px\" \/><\/a>\/\/ Erst vor kurzem wurde die Longlist f\u00fcr den diesj\u00e4hrigen Buchpreis in Frankfurt bekannt gegeben. Auch wir wollen euch nat\u00fcrlich hier in den kommenden Monaten auf einige der Werke aufmerksam machen, die sich Hoffnung auf die renommierte Auszeichnung machen k\u00f6nnen. Den Auftakt macht heute das Werk von <strong>Inger-Maria Mahlke<\/strong>, welches auf den sch\u00f6nen Namen \u201eArchipel\u201c h\u00f6rt. Die Autorin, welche in L\u00fcbeck aufgewachsen ist und Rechtswissenschaften an der FU Berlin studiert hat, wirft einen Blick auf die letzten hundert Jahre europ\u00e4ischer Geschichte. Sie geht die Sache dabei so locker und unkonventionell an, dass man immer wieder ins Staunen ger\u00e4t. Abseits aller Befindlichkeiten erz\u00e4hlt sie aus dem Leben einer Familie und f\u00fchrt uns nach Teneriffa \u2013 der Insel des ewigen Fr\u00fchlings. Wir treffen auf Rosa, die gerade ihr Studium der K\u00fcnste abgebrochen hat und zur\u00fcck zu ihren Eltern kommt. Wie das ihr Leben und das der anderen beeinflusst. Davon handelt dieses Buch und es ist so gro\u00dfartig erz\u00e4hlt, des es v\u00f6llig zurecht f\u00fcr den diesj\u00e4hrigen Buchpreis nominiert wurde.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/susanne-fritz.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright  wp-image-22740\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/susanne-fritz.jpg\" alt=\"\" width=\"197\" height=\"322\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/susanne-fritz.jpg 302w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/susanne-fritz-183x300.jpg 183w\" sizes=\"auto, (max-width: 197px) 100vw, 197px\" \/><\/a>\/\/ Gleiches gilt f\u00fcr ein Werk aus dem \u201eWallstein\u201c-Verlag, das einen mit einer \u00fcberaus pers\u00f6nlichen Episode aus dem Leben konfrontiert. Dabei dreht sich alles um eine komplexe Mutter-Tochter-Geschichte, die uns ins Jahr 1945 zur\u00fcckversetzt. Die Mutter wird gerade verhaftet, als ihre Tochter 14 Jahre alt ist. Sie wird ins polnische Arbeitslager Potulice gebracht, weil sie mit neun Jahren einen Zettel unterschrieb, der sie als Deutsche zu erkennen gab. Dabei stellen sich im Anschluss immer wieder die grunds\u00e4tzlichen Fragen unserer Existenz und so rei\u00dft einen dieses Buch mit jeder weiteren Seite in einen regelrechten Sog der Emotionen. \u201eWie kommt der Krieg ins Kind\u201c ist eine Art Zwiegespr\u00e4ch mit der eigenen Geschichte und in diesem Zusammenhang auch mit den gesellschaftlichen Entwicklungen. <strong>Susanne Fritz<\/strong> schafft es mit ihren Worten Bilder im Kopf des Lesers hervorzurufen, die man sich nicht entgehen lassen sollte. Nicht umsonst wurde sie bereits zuvor mit zahlreichen Literaturpreisen ausgezeichnet.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/stefanie-sargnagel.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-22741 alignleft\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/stefanie-sargnagel.jpg\" alt=\"\" width=\"204\" height=\"337\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/stefanie-sargnagel.jpg 500w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/stefanie-sargnagel-182x300.jpg 182w\" sizes=\"auto, (max-width: 204px) 100vw, 204px\" \/><\/a>\/\/ Nochmal hinweisen m\u00f6chten wir euch zur Ver\u00f6ffentlichung der Taschenbuch-Ausgabe auch auf das ganz wunderbare Werk von <strong>Stefanie Sargnagel<\/strong>. Denn hinter \u201eStatusmeldungen\u201c verbirgt sich kein Austria-Pop-Roman von einer jungen Heldin. Nein, ehr scheint es ein Aphorismen Band \u00e1 la Schopenhauer zu sein. Darauf einlassen sollte man sich allerdings unbedingt. Denn wo finden man schon S\u00e4tze wie diese: \u201eMeine Gegend wird immer h\u00e4sslicher, niemand will sie genftisieren.\u201c oder \u201eWas ist die richtige \u00dcbersetzung von Foodie? Essi oder Speisi?\u201c. Und \u00fcberhaupt, wie kann es sein, dass wir die 30-J\u00e4hrige bisher so \u00fcbersehen konnten. Schlie\u00dflich hat sie schon 3 B\u00fccher mit ihren grotesken \u00c4u\u00dferungen aus dem Call Center Milieu und dem \u00f6sterreichischen Proletariat in Indieverlagen ver\u00f6ffentlicht. \u2026 und immer wieder wenn man von Sargnagel liest, beneidet man um sie um die Wiener Beisl \u2013 Eckkneipen, in der noch gepflegt geraucht werden darf und preiswertes Bier getrunken werden kann. Sehr treffend schrieb die taz \u00fcber die Literatur von S. \u201eMorbider \u00f6sterreichischer Humor mit Sprengkraft. Eine Parodie auf das kaputte Leben.\u201c Vielleicht geht es euch ja auch wie der Autorin: \u201eIch hab so viel genetworkt in meinem Leben, aber eher unabsichtlich. Ich habe ja nie ernsthaft angenommen, dass aus irgendeiner meiner Bekannten etwas wird.\u201c Sehr sch\u00f6n, dieses Buch.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/42822.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-22742\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/42822-180x300.jpg\" alt=\"\" width=\"180\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/42822-180x300.jpg 180w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/42822.jpg 383w\" sizes=\"auto, (max-width: 180px) 100vw, 180px\" \/><\/a>\/\/ Im neuen Roman von <strong>Christoph Hein<\/strong> dreht sich derweil alles um zwei Menschen die sich gegen alle Widerst\u00e4nde f\u00fcreinander entscheiden. Wir treffen auf Friedeward und Wolfgang, die sich zueinander hingezogen f\u00fchlen. Sie radeln jeden Tag im Sommer zusammen zum Meer und quatschen \u00fcber die Dinge, die sie bewegen. Ihre Zuneigung zueinander allerdings m\u00fcssen sie vor den anderen verbergen, weil wir uns im Rahmen des Romans noch in den 50ern befinden und beide in einem katholischen Umfeld gro\u00dfwerden. Es geht also um alles und auch wie dieses Geheimnis sie im gesellschaftlichen Umfeld beeinflusst. Heraus kommt ein \u00fcberaus glaubw\u00fcrdiges und intensives Werk \u00fcber die Geschichte einer Liebe, die unm\u00f6glich scheint und doch existiert. Gib diesem Werk namens &#8222;Verwirrnis&#8220; also einmal eine Chance, es lohnt sich. Und damit Schluss f\u00fcr heute. Bis zur n\u00e4chsten Leserunde.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>mit neuen B\u00fcchern von Heinz Strunk, Inger-Maria Mahlke, Susanne Fritz, Stefanie Sargnagel und Christoph Hein. \/\/ Um sich in diesem nicht enden wollenden Sommer die Zeit zu vertreiben, dazu eignet sich in diesem Jahr die neue Kurzgeschichtensammlung von Heinz Strunk ganz hervorragend. 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