{"id":25704,"date":"2020-02-07T16:47:13","date_gmt":"2020-02-07T15:47:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=25704"},"modified":"2020-02-07T16:47:13","modified_gmt":"2020-02-07T15:47:13","slug":"aufgelesen-vol-306-berlin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=25704","title":{"rendered":"\/\/ aufgelesen vol. (3)06 &#8211; &#8222;berlin&#8220;"},"content":{"rendered":"<p><em>mit neuen B\u00fcchern von Jens Bisky, Marion Messina und Marina Frenk. <\/em><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/jens-bisky.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright  wp-image-25705\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/jens-bisky.jpg\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"312\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/jens-bisky.jpg 430w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/jens-bisky-192x300.jpg 192w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><\/a>\/\/ <strong>Jens Bisky<\/strong> ist ein echter Meister darin, die Dinge auf den Punkt zu bringen. Umso mehr waren wir gespannt auf sein \u201eBerlin\u201c-Werk und das Warten hat sich gelohnt. \u201eBiografie einer gro\u00dfen Stadt\u201c ist n\u00e4mlich tats\u00e4chlich der zu erwartende gro\u00dfe Wurf des Schriftstellers. Die Stadt selbst beschreibt er dabei als Ballungsgebiet f\u00fcr viele Dinge, die auch in anderen Teilen Deutschlands eine wichtige Rolle spielen. Er erz\u00e4hlt von der Atmosph\u00e4re rund um das Jahr 1945, als sich die verschiedenen M\u00e4chte gegen\u00fcberstehen und f\u00fchrt uns vorab sogar zur\u00fcck in die Zeit des Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieges. Ausgehend davon nimmt er uns mit auf eine gro\u00dfe, zeitgeschichtliche Reise, die immer versucht die Geschichte der Stadt m\u00f6glichst allumfassend zum umrei\u00dfen. <!--more-->Dass das nur schwer m\u00f6glich ist, das versteht sich von selbst und dennoch schafft er es dennoch ziemlich nahe an diese Vorgabe heranzureichen. Ob er dabei von der Entwicklung der Stadt zu einer preu\u00dfischen Residenz erz\u00e4hlt oder von den goldenen Zwanziger Jahren. Man f\u00fchlt sich immer, als w\u00e4re man mittendrin und schon bald stellt man fest, dass man selbst dann noch nicht genug hat von diesem Werk, wenn man den R\u00fcckumschlag wieder schlie\u00dft. Das ist bemerkenswert, weil es sich am Ende um knapp 1000 Seiten handelt von denen man auf keinen Fall auch nur eine einzige missen m\u00f6chte.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/marion-messina.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-25706 alignright\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/marion-messina-627x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"463\" height=\"757\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/marion-messina-627x1024.jpg 627w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/marion-messina-184x300.jpg 184w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/marion-messina-768x1254.jpg 768w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/marion-messina.jpg 1600w\" sizes=\"auto, (max-width: 463px) 100vw, 463px\" \/><\/a>\/\/ <strong>Marion Messina<\/strong> wiederum legt in diesen Tagen zwar erst ihr literarisches Deb\u00fct vor, das aber hat es in sich. \u201eFehlstart\u201c n\u00e4mlich widmet sich der Geschichte einer 19-j\u00e4hrigen Frau, die es von Grenoble nach Paris verschl\u00e4gt. Gerade erst ist ihre Beziehung in die Br\u00fcche gegangen und so entschlie\u00dft sie sich endlich ein neues Kapitel in ihrem Leben aufzuschlagen. Sie will wieder studieren und vor allem raus aus der Provinz. Allerdings ist alles etwas schwieriger als erwartet. Sie ergattert einen Job als Empfangsdame und muss feststellen, dass man auf dem Pariser Wohnungsmarkt schon ziemlich viel Gl\u00fcck braucht, um etwas Passendes abzugreifen. Alles ist neu und ungewohnt und schon bald liegt kein Stein mehr auf dem anderen. Aber genau das macht diesen Roman so wunderbar, weil er einem immer wieder vor Augen f\u00fchrt, was das hei\u00dft: Neugierig auf das Leben zu sein.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/marina-frenk.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-25707 alignleft\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/marina-frenk.jpg\" alt=\"\" width=\"194\" height=\"309\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/marina-frenk.jpg 407w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/marina-frenk-188x300.jpg 188w\" sizes=\"auto, (max-width: 194px) 100vw, 194px\" \/><\/a>\/\/ Zu guter Letzt au\u00dferdem noch der Hinweis auf das neue Buch von <strong>Marina Frenk<\/strong>. Die in Moldawien geborene Schriftstellerin wohnt seit 1993 in Deutschland und hat schon diverse H\u00f6rspiel- und Radiopreise bekommen. Nun liegt mit \u201eEwig her und gar nicht wahr\u201c ihr literarisches Deb\u00fct vor und das hat es in sich. Im Mittelpunkt steht eine junge K\u00fcnstlerin namens Kira, die mit ihrem Freund und Sohn Karl in Berlin lebt. Inzwischen gibt sie Malkurse f\u00fcr Kinder, aber selbst kreativ war sie schon lange nicht mehr. Und auch die Beziehung zu Marc hat schon einmal bessere Zeiten erlebt. Wie sie damit umgeht und wo sie im Leben hinm\u00f6chte. Darum und noch um vieles mehr dreht sich dieses hintergr\u00fcndige Werk, das man sich auf keinen Fall durch die Lappen gehen lassen sollte. Und damit Schluss f\u00fcr heute. Bis zur n\u00e4chsten Leserunde.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>mit neuen B\u00fcchern von Jens Bisky, Marion Messina und Marina Frenk. \/\/ Jens Bisky ist ein echter Meister darin, die Dinge auf den Punkt zu bringen. 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