{"id":29581,"date":"2023-11-02T10:41:48","date_gmt":"2023-11-02T09:41:48","guid":{"rendered":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=29581"},"modified":"2023-11-02T10:41:50","modified_gmt":"2023-11-02T09:41:50","slug":"aufgelesen-vol-430-lichtspiel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=29581","title":{"rendered":"\/\/ aufgelesen vol. (4)30 &#8211; &#8222;lichtspiel&#8220;"},"content":{"rendered":"\n<p><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em>mit einem Roman von Daniel Kehlmann.<\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-large is-resized\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Daniel-Kehlmann-625x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-29586\" width=\"200\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Daniel-Kehlmann-625x1024.jpg 625w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Daniel-Kehlmann-183x300.jpg 183w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Daniel-Kehlmann-768x1259.jpg 768w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Daniel-Kehlmann-937x1536.jpg 937w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Daniel-Kehlmann-1249x2048.jpg 1249w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Daniel-Kehlmann.jpg 1506w\" sizes=\"(max-width: 625px) 100vw, 625px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>\/\/ <strong>Daniel Kehlmann<\/strong>s &#8222;Lichtspiel&#8220; ist zweifellos einer der Romane dieses Herbstes. Dieses Werk entf\u00fchrt uns in eine faszinierende Welt, in der Kunst und Macht auf dramatische Weise miteinander kollidieren. Mit seinen Worten gelingt es Kehlmann uns in einen wahren Sog der Emotionen zu rei\u00dfen. Die Geschichte dreht sich um G. W. Pabst, einen der gr\u00f6\u00dften Filmregisseure seiner Zeit, der seine Kunst in den Wirren des Dritten Reichs aus\u00fcbt. Zu Beginn des Romans sehen wir ihn in Frankreich drehen, um der Macht\u00fcbernahme der Nationalsozialisten zu entkommen. Doch selbst in der sonnenverw\u00f6hnten Umgebung Kaliforniens, wo er sich vor den Schrecken des neuen Deutschlands versteckt, wirkt er wie ein winziger Schatten seiner selbst. Selbst die unsterbliche Greta Garbo kann ihm nicht helfen. <\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Schlie\u00dflich findet er sich fast widerwillig in seiner Heimat \u00d6sterreich wieder, die nun die Ostmark ist. Hier erlebt er die brutale Natur des Regimes hautnah. Was &#8222;Lichtspiel&#8220; so packend macht, ist die Art und Weise, wie Kehlmann die inneren Konflikte von Pabst darstellt. Der Propagandaminister in Berlin m\u00f6chte das Filmgenie f\u00fcr seine Zwecke gewinnen und schreckt vor nichts zur\u00fcck. Pabst, der noch glaubt, seiner Kunst \u00fcber die Diktatur zu stehen, findet sich jedoch bereits in einem undurchsichtigen Netz aus Verstrickungen und Kompromissen wieder. Die moralischen Dilemmas, vor die er gestellt wird, sind herzzerrei\u00dfend und tiefgreifend. Kehlmanns Schreibstil machen die Charaktere lebendig und vielschichtig und die Spannung wird auf jeder Seite aufrechterhalten. &#8222;Lichtspiel&#8220; ist eine atemberaubende Reise in die Dunkelheit und das Licht der menschlichen Seele, in der Kunst und Barbarei auf unvergessliche Weise aufeinandertreffen. Die Biografie des Autors Daniel Kehlmann, der selbst aus einer Familie von K\u00fcnstlern stammt, verleiht dem Werk eine zus\u00e4tzliche Dimension. Seine eigenen Erfahrungen und sein tiefes Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die Welt der Kunst und Kreativit\u00e4t sind in jedem Wort sp\u00fcrbar. Also viel Spa\u00df beim Lesen. Du wirst es ganz sicher nicht bereuen. Bis zu unserer n\u00e4chsten B\u00fccherrunde.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>mit einem Roman von Daniel Kehlmann. \/\/ Daniel Kehlmanns &#8222;Lichtspiel&#8220; ist zweifellos einer der Romane dieses Herbstes. Dieses Werk entf\u00fchrt uns in eine faszinierende Welt, in der Kunst und Macht auf dramatische Weise miteinander kollidieren. Mit seinen Worten gelingt es Kehlmann uns in einen wahren Sog der Emotionen zu rei\u00dfen. 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