{"id":31596,"date":"2024-09-10T14:55:38","date_gmt":"2024-09-10T12:55:38","guid":{"rendered":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=31596"},"modified":"2024-09-10T15:18:49","modified_gmt":"2024-09-10T13:18:49","slug":"aufgelesen-vol-508-ich-warte-noch-immer-auf-eine-entschuldigung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=31596","title":{"rendered":"\/\/ aufgelesen vol. (5)08 &#8211; &#8222;ich warte noch immer auf eine entschuldigung&#8220;"},"content":{"rendered":"\n<p><em>mit dem neuen Buch von Michaela Marzano. <\/em><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-full is-resized\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Michaela-Marzano.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-31600\" width=\"200\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Michaela-Marzano.jpg 532w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Michaela-Marzano-187x300.jpg 187w\" sizes=\"(max-width: 532px) 100vw, 532px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>\/\/ &#8222;Ich warte noch immer auf eine Entschuldigung&#8220; ist kein Buch, das du einfach so in die Ecke schmei\u00dft, nachdem du es gelesen hast. <strong>Michela Marzano<\/strong> trifft dich mitten ins Herz, packt dich und l\u00e4sst dich auch nach der letzten Seite nicht mehr los. Das hier ist kein Roman, der nur erz\u00e4hlen will \u2013 er stellt sich zwischen dich und deine bequemen Denkmuster und zwingt dich, hinzuschauen, nachzudenken und zu f\u00fchlen. Anna, die Protagonistin, lebt in Paris, aber ihre Wurzeln sind italienisch. Sie ist Journalistin beim Radio, sie unterrichtet an der Uni, und sie beginnt, ihre eigenen Erfahrungen mit Macht und Sexualit\u00e4t zu reflektieren. Was das Buch so stark macht, ist, dass es keine einfachen Antworten liefert. Stattdessen zieht es uns Leser tief hinein in die Grauzonen der menschlichen Beziehungen. Marzano gibt uns nicht die Erl\u00f6sung eines klaren Endes. <\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Stattdessen bietet sie kluge Fragen und eine Sichtweise, die so frisch und herausfordernd ist, dass man sich immer wieder ertappt f\u00fchlt, wie man selbst festgefahrene Ansichten hinterfragt. Man k\u00f6nnte meinen, der Roman sei ein Beitrag zur #MeToo-Debatte \u2013 und das ist er auch.  Aber er ist so viel mehr. Er ist ein unerschrockener Blick auf das, was es bedeutet, eine Frau zu sein, mit all den unausgesprochenen Erwartungen, die damit einhergehen. Er fordert dazu auf, sich dem Unertr\u00e4glichen zu stellen \u2013 den st\u00e4ndigen kleinen Verr\u00e4tereien, den gesellschaftlichen Strukturen, die uns in bestimmte Rollen pressen. Es gibt keine pathetischen Momente oder \u00fcbertriebenen Dramen. Marzanos Sprache ist pr\u00e4zise und n\u00fcchtern, fast schon sachlich \u2013 und gerade das verleiht ihren Worten so viel Kraft. Ihre Erz\u00e4hlweise hat etwas Kathartisches. Der Text verlangt von uns, die eigene Bequemlichkeit abzulegen und sich dem Schmerz, der Scham und der Schuld zu stellen. Aber es ist eine lohnende Auseinandersetzung. &#8222;Ich warte noch immer auf eine Entschuldigung&#8220; ist ein Buch, das man nicht nur liest, sondern das man erlebt. Es ist ein Aufruf zum Nachdenken, zum Hinterfragen, zum Diskutieren. Und am Ende bleibt ein leises Echo, das dich noch lange begleitet. Michela Marzano hat einen Roman geschrieben, der unbequem und wichtig ist \u2013 und der in jedem B\u00fccherregal seinen Platz finden sollte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>mit dem neuen Buch von Michaela Marzano. \/\/ &#8222;Ich warte noch immer auf eine Entschuldigung&#8220; ist kein Buch, das du einfach so in die Ecke schmei\u00dft, nachdem du es gelesen hast. Michela Marzano trifft dich mitten ins Herz, packt dich und l\u00e4sst dich auch nach der letzten Seite nicht mehr los. 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