{"id":31764,"date":"2024-09-27T14:01:06","date_gmt":"2024-09-27T12:01:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=31764"},"modified":"2024-09-27T14:01:08","modified_gmt":"2024-09-27T12:01:08","slug":"presswerke-vol-220-weirdos","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=31764","title":{"rendered":"\/\/ presswerke vol. (2)20 &#8211; &#8222;weirdos&#8220;"},"content":{"rendered":"\n<p><em>mit der neuen Vinyl-LP von O..<\/em><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full is-resized\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Weirdos.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-31775\" width=\"250\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Weirdos.jpg 820w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Weirdos-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Weirdos-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Weirdos-768x768.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 820px) 100vw, 820px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>\/\/ Wenn ich die Platte &#8222;WeirdOs&#8220; von <strong>O.<\/strong> auflege, wei\u00df ich sofort: Hier kommt etwas Besonderes auf mich zu. Schon der schlichte Schuber macht klar, dass diese Platte keine gro\u00dfe Show braucht \u2013 die Musik spricht f\u00fcr sich. Und was da aus den Boxen dringt, ist schwer in Worte zu fassen. Vielleicht liegt es an der Produktion von Dan Carey, der sich als UK-Indie-Legende einen Namen gemacht hat, oder daran, dass O., das Londoner Duo bestehend aus Baritonsaxophonist Joe Henwood und Schlagzeugerin Tash Keary, komplett aus dem Rahmen f\u00e4llt. Das Album ist eine wilde, genre\u00fcbergreifende Fahrt \u2013 von mitrei\u00dfenden Jungle-Breakbeats bis hin zu jazzigen Rhythmen, die sich gegen jede Form von Konvention str\u00e4uben. Aber dann, als w\u00fcrde man pl\u00f6tzlich eine scharfe Kurve nehmen, bricht ein Doom-Metal-Gewitter \u00fcber einen herein. Es ist, als h\u00e4tte jemand das Regelbuch der Genres in tausend St\u00fccke gerissen und neu zusammengeklebt \u2013 aber irgendwie funktioniert es perfekt. <\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Das erste, was auff\u00e4llt, ist der Kontrast zwischen der scheinbar minimalistischen Besetzung und dem massiven Klang, der die Platte durchzieht. Henwoods Baritonsaxophon ist alles andere als zur\u00fcckhaltend. Es brummt, knurrt und st\u00f6\u00dft durch die Tracks, als w\u00fcrde es den Boden unter deinen F\u00fc\u00dfen zum Vibrieren bringen. Gleichzeitig ist Kearys Schlagzeugspiel so pr\u00e4zise wie vertrackt \u2013 sie schafft es, die Rhythmen so zu verdrehen, dass du nie genau wei\u00dft, was als n\u00e4chstes kommt. Aber was WeirdOs wirklich auszeichnet, ist seine Unberechenbarkeit. Dieses Album ist ein st\u00e4ndiger Balanceakt zwischen Kontrollverlust und Perfektion. O. sind wie verr\u00fcckte Wissenschaftler, die in ihrem Labor aus den schr\u00e4gsten Zutaten einen v\u00f6llig neuen Cocktail mixen. Du h\u00f6rst einen Song, der sich in einem kathartischen Dancefloor-Drop aufzul\u00f6sen scheint, nur um im n\u00e4chsten Moment in d\u00fcsterem Metal oder jazzigem Chaos zu versinken. Jedes St\u00fcck auf dieser Platte f\u00fchlt sich an wie eine \u00dcberraschung, ein neuer Twist. Und obwohl WeirdOs auf den ersten Blick wie ein musikalisches Durcheinander wirkt, merkt man schnell, dass dahinter eine unglaubliche Pr\u00e4zision steckt. Alles hier ist genau da, wo es sein soll, auch wenn es beim ersten H\u00f6ren chaotisch erscheint. Diese st\u00e4ndige Spannung zwischen Struktur und Zerfall macht das Album so spannend \u2013 du wei\u00dft nie, wohin es dich als n\u00e4chstes f\u00fchrt, aber du kannst sicher sein, dass der Weg aufregend wird. Der Sound der Scheibe ist hervorragend \u2013 sauber, direkt und dabei so kraftvoll, dass du fast vergessen k\u00f6nntest, dass hier &#8222;nur&#8220; zwei Musiker am Werk sind. Besonders auf Vinyl entfaltet sich der Klang in einer Tiefe, die digital oft verloren geht. Jede Drehung der Platte bringt neue Details hervor: die Art, wie das Saxophon in den Tiefen brummt, das Schlagzeug, das dir immer wieder den Boden unter den F\u00fc\u00dfen wegzieht, die Momente, in denen die Musik pl\u00f6tzlich Raum f\u00fcr Stille l\u00e4sst, bevor sie mit voller Wucht zur\u00fcckschl\u00e4gt. O. haben mit WeirdOs ein Album geschaffen, das sich jeder Kategorisierung entzieht. Es ist wild, schr\u00e4g, ein bisschen verr\u00fcckt \u2013 und genau deshalb so genial. Wer sich auf diese Platte einl\u00e4sst, bekommt kein leicht konsumierbares Indie-Album, sondern ein experimentelles, unerwartetes Meisterwerk, das mit jedem H\u00f6ren neue Facetten enth\u00fcllt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>mit der neuen Vinyl-LP von O.. \/\/ Wenn ich die Platte &#8222;WeirdOs&#8220; von O. auflege, wei\u00df ich sofort: Hier kommt etwas Besonderes auf mich zu. Schon der schlichte Schuber macht klar, dass diese Platte keine gro\u00dfe Show braucht \u2013 die Musik spricht f\u00fcr sich. 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