{"id":33304,"date":"2025-08-01T18:51:20","date_gmt":"2025-08-01T16:51:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=33304"},"modified":"2025-08-01T18:51:22","modified_gmt":"2025-08-01T16:51:22","slug":"presswerke-vol-262-earcandy","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=33304","title":{"rendered":"\/\/ presswerke vol. (2)62 &#8211; &#8222;earcandy&#8220;"},"content":{"rendered":"\n<p><em>mit der neuen Vinyl-LP von Miso Extra.<\/em><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-large is-resized\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Miso-Extra-1024x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-33307\" width=\"250\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Miso-Extra-1024x1024.jpg 1024w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Miso-Extra-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Miso-Extra-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Miso-Extra-768x768.jpg 768w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Miso-Extra-1536x1536.jpg 1536w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Miso-Extra.jpg 1900w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>\/\/ Es gibt Alben, bei denen man schon nach wenigen Takten sp\u00fcrt: Hier passiert gerade etwas Eigenes. Etwas Ungefiltertes, Verspieltes \u2013 und doch klingt alles vollkommen auf den Punkt. <em>Earcandy<\/em>, das Deb\u00fct der japanisch-britischen S\u00e4ngerin und Produzentin <strong>Miso Extra<\/strong>, ist genau so ein Album. Ein bitters\u00fc\u00dfes Klang-Abenteuer, das mit Genres jongliert \u2013 und dabei einen unverwechselbaren Style hinterl\u00e4sst. Schon optisch ist die Vinyl-Ausgabe ein kleines Statement: gepresst auf sanftem, babypinken Viny<strong>l<\/strong>, im schlichten Schuber, aber mit bedruckten Innenh\u00fcllen \u2013 ein liebevoll gestaltetes Objekt f\u00fcr alle, die Musik nicht nur h\u00f6ren, sondern f\u00fchlen und anfassen wollen. Und der Inhalt? So verspielt wie das \u00c4u\u00dfere, aber mit Tiefgang. In zw\u00f6lf Tracks entwirft Miso Extra ein Klang-Universum, das sich jeder klaren Kategorie entzieht \u2013 irgendwo zwischen R&amp;B, UK-Garage, Rap, Hyperpop und 80er-Referenzen, dabei aber nie beliebig. Vielmehr wirkt alles wie aus einem Guss \u2013 durchzogen von ihrem pers\u00f6nlichen Stil, ihrer frechen, charmanten und manchmal verletzlich-poetischen Stimme, die mal fl\u00fcstert, mal rappt, mal singt. <em>Earcandy<\/em> ist genau das, was der Titel verspricht: ein zuckriger, bitters\u00fc\u00dfer Genuss f\u00fcr die Ohren \u2013 aber nie oberfl\u00e4chlich. <\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Tracks wie \u201ePOP\u201c bringen sofort Energie in den Raum \u2013 voll mit K-Pop-Zitaten, glitzernden Hooks und einem Beat, der sich perfekt f\u00fcr n\u00e4chtliche Stra\u00dfenbahnen oder Kopfh\u00f6rer-Momente an der Ampel eignet. \u201eGood Kisses<strong>\u201c<\/strong> dagegen taucht tief in liebeskranken R&amp;B \u2013 mit dicken B\u00e4ssen, butterweichem Flow und Texten, die zwischen Sehnsucht und Selbstbestimmung pendeln. \u201eCertified\u201c swingt sich locker durch Synth-House-Gefilde, w\u00e4hrend \u201eGhostly\u201c eine melancholische 80s-Hommage ist, die wie aus einer Parallelwelt klingt \u2013 leicht vernebelt, aber emotional glasklar. Und \u00fcber allem schwebt dieses Gef\u00fchl, dass Miso Extra genau wei\u00df, was sie tut. Kein Sound, kein Bruch, kein Beat f\u00fchlt sich zuf\u00e4llig an \u2013 trotz aller Spontaneit\u00e4t. Die Produktion, aufgenommen in Damon Albarns Studio 13 in London und veredelt von Grammy-Gewinner Riccardo Damian, l\u00e4sst alles gleichzeitig roh und poliert wirken. Es klingt nach einem ersten Album, ja \u2013 aber eben nach einem Deb\u00fct, das vor Selbstbewusstsein nur so strotzt. Hinzu kommen namhafte Kollaborationen mit DJ Boring, Metronomy, AK Paul, Tyson und anderen \u2013 Features, die das Album zwar bereichern, aber nie von Miso Extra ablenken. Sie bleibt das Herzst\u00fcck, die treibende Kraft, der rote Faden durch diesen genreflirrenden Traum. <em>Earcandy<\/em> ist mehr als ein Versprechen \u2013 es ist eine Bestandsaufnahme einer K\u00fcnstlerin, die mitten in der Entwicklung ist und dabei schon jetzt so sicher klingt, als h\u00e4tte sie zehn Alben hinter sich. Es ist verspielt, feminin, technoid, romantisch und gleichzeitig knallhart \u2013 ein Album f\u00fcr alle, die sich zwischen den Schubladen wohlf\u00fchlen. Fazit: <em>Earcandy<\/em> ist ein Pop-Experiment mit Seele. Eine Vinyl-Perle, die jede Sammlung aufwertet \u2013 nicht nur wegen der Optik, sondern wegen der Haltung. Denn wer Miso Extra h\u00f6rt, h\u00f6rt nicht nur Musik. Man h\u00f6rt Aufbruch. Pers\u00f6nlichkeit. Und richtig viel Spa\u00df dabei, alles einmal durchzusch\u00fctteln.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>mit der neuen Vinyl-LP von Miso Extra. \/\/ Es gibt Alben, bei denen man schon nach wenigen Takten sp\u00fcrt: Hier passiert gerade etwas Eigenes. Etwas Ungefiltertes, Verspieltes \u2013 und doch klingt alles vollkommen auf den Punkt. Earcandy, das Deb\u00fct der japanisch-britischen S\u00e4ngerin und Produzentin Miso Extra, ist genau so ein Album. 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