{"id":33306,"date":"2025-07-11T15:08:31","date_gmt":"2025-07-11T13:08:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=33306"},"modified":"2025-07-11T15:08:32","modified_gmt":"2025-07-11T13:08:32","slug":"presswerke-vol-259-recognise","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=33306","title":{"rendered":"\/\/ presswerke vol. (2)59 &#8211; &#8222;recognise&#8220;"},"content":{"rendered":"\n<p><em>mit der neuen Vinyl-LP von Shura.<\/em><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-large is-resized\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Shura-1024x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-33311\" width=\"250\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Shura-1024x1024.jpg 1024w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Shura-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Shura-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Shura-768x768.jpg 768w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Shura-1536x1536.jpg 1536w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Shura.jpg 1900w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>\/\/ Manche Alben rauschen an einem vorbei. Andere bleiben h\u00e4ngen. Und dann gibt es solche, die einen in einer stillen Stunde v\u00f6llig unverhofft umarmen \u2013 wie eine alte Freundin, die sich neben dich setzt und sagt: \u201eIch wei\u00df, wie du dich f\u00fchlst.\u201c <strong>Shura<\/strong>s neues Album <em>I Got Too Sad For My Friends<\/em> ist genau so eine Platte. Keine, die schreit oder sich aufdr\u00e4ngt \u2013 sondern eine, die bleibt, weil sie ehrlich ist. Unfassbar ehrlich. F\u00fcnf Jahre nach dem letzten Studioalbum <em>Forevher<\/em> schl\u00e4gt die britische S\u00e4ngerin und Songwriterin einen neuen Ton an. W\u00e4hrend ihr Deb\u00fct <em>Nothing\u2019s Real<\/em> noch stark von Synthie-Pop und Selbstfindung vibrierte, und <em>Forevher<\/em> vor allem von queerer Euphorie und Liebe erz\u00e4hlte, ist <em>I Got Too Sad For My Friends<\/em> eine R\u00fcckkehr zur inneren Landschaft \u2013 stiller, melancholischer, aber daf\u00fcr umso intensiver. Shura singt \u00fcber Traurigkeit, \u00fcber Isolation, \u00fcber dieses Gef\u00fchl, sich selbst zu verlieren \u2013 und \u00fcber die paradoxe Freude, all das in Musik zu verwandeln. Was beim ersten Lesen des Albumtitels vielleicht nach schwerer Kost klingt, entpuppt sich beim H\u00f6ren als ein fein gewebter Klangteppich aus Kammerpop, 60er-Jahre-Folk und Americana. <\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Die Songs wirken wie Polaroids aus einem emotionalen Roadtrip \u2013 mal verschwommen, mal gestochen scharf, aber immer zutiefst pers\u00f6nlich. Besonders ber\u00fchrend ist die Tatsache, dass das Album gr\u00f6\u00dftenteils live aufgenommen wurde. Bass, Gitarre, Keys und Drums wurden gemeinsam im Studio eingespielt \u2013 keine sterile Perfektion, sondern echte, h\u00f6rbare N\u00e4he. Diese W\u00e4rme \u00fcbertr\u00e4gt sich auf jeden Song. Shuras Stimme bleibt dabei das emotionale Zentrum \u2013 klar, zerbrechlich und doch voll innerer St\u00e4rke. Sie erz\u00e4hlt nicht mit gro\u00dfen Gesten, sondern mit Nuancen: einem kaum h\u00f6rbaren Luftholen, einem gebrochenen Ton, einem leisen L\u00e4cheln zwischen den Zeilen. Auf \u201eRingpull\u201c schimmert sogar ein Hauch von Funk durch \u2013 aber auch hier ohne Effekthascherei, sondern ganz im Dienst der Geschichte. Ein Satz von Shura selbst bringt es vielleicht am besten auf den Punkt: <em>\u201eAuch wenn es nicht unbedingt eine maximalistische Platte ist, war der Ansatz, sie mit maximaler Freude aufzunehmen \u2013 was urkomisch ist, denn es geht darum, ungl\u00fccklich zu sein.\u201c<\/em> Diese Selbstironie, dieses Augenzwinkern mitten in der Traurigkeit, macht das Album so besonders. Es ist kein Werk der Hoffnungslosigkeit \u2013 sondern eins der Akzeptanz. Es umarmt das Unperfekte, das Unbequeme. Und das tut in einer Zeit wie dieser unglaublich gut. Die Vinyl-Version kommt in einem schlichten, aber wertigen Schuber \u2013 inklusive bedruckter Innenh\u00fcllen mit allen Songtexten. Eine sch\u00f6ne Geste, denn dieses Album l\u00e4dt zum Mitlesen, Mitf\u00fchlen und Sich-Wiederfinden ein. Man m\u00f6chte es nicht einfach nur auflegen \u2013 man m\u00f6chte es aufbewahren, wie einen Brief, den man immer wieder liest. F\u00fcr Fans von Laura Marling, Phoebe Bridgers oder Joni Mitchell ist <em>I Got Too Sad For My Friends<\/em> ohnehin ein Pflichtkauf. F\u00fcr alle anderen: gebt dieser Platte eine Chance. Vielleicht findet ihr euch darin wieder. Vielleicht f\u00fchlt ihr euch verstanden. Und vielleicht \u2013 ganz vielleicht \u2013 seid ihr nach dem H\u00f6ren ein kleines bisschen weniger traurig.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>mit der neuen Vinyl-LP von Shura. \/\/ Manche Alben rauschen an einem vorbei. Andere bleiben h\u00e4ngen. Und dann gibt es solche, die einen in einer stillen Stunde v\u00f6llig unverhofft umarmen \u2013 wie eine alte Freundin, die sich neben dich setzt und sagt: \u201eIch wei\u00df, wie du dich f\u00fchlst.\u201c Shuras neues Album I Got Too Sad [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[],"class_list":["post-33306","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category--stadtgesprach"],"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/33306","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=33306"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/33306\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":33312,"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/33306\/revisions\/33312"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=33306"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=33306"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=33306"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}