{"id":33890,"date":"2025-11-14T16:28:10","date_gmt":"2025-11-14T15:28:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=33890"},"modified":"2025-11-17T21:17:15","modified_gmt":"2025-11-17T20:17:15","slug":"presswerke-vol-276-boo-boo-time","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=33890","title":{"rendered":"\/\/ zuckerschock f\u00fcr den november 2025: boo boos &#8211; &#8222;young love&#8220;"},"content":{"rendered":"\n<p><em>mit der neuen Vinyl-LP von Boo Boos.<\/em><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-large is-resized\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Boo-Boos-1024x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-33892\" width=\"250\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Boo-Boos-1024x1024.jpg 1024w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Boo-Boos-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Boo-Boos-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Boo-Boos-768x768.jpg 768w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Boo-Boos-1536x1536.jpg 1536w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Boo-Boos-2048x2048.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>\/\/ Young Love von <strong>Boo Boos<\/strong> ist eines dieser seltenen Alben, bei denen man schon nach den ersten T\u00f6nen sp\u00fcrt, dass hier zwei Musiker*innen eine besondere, fast magische Verbindung gefunden haben. Das Duo \u2013 bestehend aus Bronco Boo (besser bekannt als E von EELS) und Katie Boo (alias Kate Mattison) \u2013 ver\u00f6ffentlicht sein gemeinsames Deb\u00fctalbum, und schon jetzt f\u00fchlt sich <em>Young Love <\/em>wie ein kleines Juwel zwischen Soul, Indie und nostalgischem Westk\u00fcstenpop an. Die Geschichte hinter dem Projekt ist fast so sch\u00f6n wie die Musik selbst: Katie Boo, geboren in einer kleinen Bergbaustadt in Ohio, zog nach Brooklyn und fand dort ihre kreative Stimme in der Band 79.5, deren Sound irgendwo zwischen Funk, Jazz und Soul oszilliert. Bronco Boo hingegen, urspr\u00fcnglich aus Washington, D.C., wurde als Mark Everett \u2013 der Kopf hinter EELS \u2013 weltbekannt f\u00fcr seine introspektiven Songs voller Melancholie, Humor und Lebensweisheit. Dass sich diese beiden musikalischen Welten irgendwann begegnen mussten, wirkt r\u00fcckblickend fast schicksalhaft. <\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Der Moment der Begegnung war denkbar unspektakul\u00e4r und zugleich magisch: Bronco Boo h\u00f6rte eines Nachts in Los Angeles den Sender KCRW, wo zuf\u00e4llig ein Song von 79.5 lief \u2013 ein St\u00fcck, das ihn sofort fesselte. Als er kurz darauf eine Playlist f\u00fcr Radio L\u2019envie zusammenstellte, setzte er genau diesen Song darauf \u2013 und l\u00f6ste damit den ersten Kontakt mit Katie Boo aus. Was als Austausch von Songs und Ideen begann, entwickelte sich schnell zu einer kreativen Freundschaft, die schlie\u00dflich \u00fcber die gesamte US-K\u00fcste hinweg reifte. Zwischen Brooklyn und Kalifornien entstanden so die Songs, die nun Young Love ausmachen \u2013 ein Album, das genau diesen Geist des weiten Landes, der Gegens\u00e4tze und der Sehnsucht in sich tr\u00e4gt. Musikalisch klingt Young Love wie eine verspielte Liebeserkl\u00e4rung an die 1970er \u2013 aber ohne je retro zu wirken. Die warme Produktion, die von Orgeln, analogen Drums und glitzernden Gitarren getragen wird, erinnert an alte Soul-Platten, w\u00e4hrend die Stimmen der beiden Boos einander perfekt erg\u00e4nzen: seine rau, charmant gebrochene Melancholie trifft auf ihre samtige, jazzige Klarheit. Songs wie \u201eRadio Ghost\u201c, \u201eDesert Drive\u201c oder der Titeltrack \u201eYoung Love\u201c schwingen zwischen Sommermelancholie und vertr\u00e4umtem Optimismus \u2013 Musik, die nach Sonnenuntergang klingt, nach Zigarettenrauch und sanfter Nostalgie. Inhaltlich ist das Album eine Art Roadmovie in T\u00f6nen: Geschichten \u00fcber Begegnungen, \u00fcber N\u00e4he und Distanz, \u00fcber das Suchen und Finden von Verbindung \u2013 nicht nur romantischer, sondern auch menschlicher Art. Man h\u00f6rt den Songs an, dass sie in Bewegung entstanden sind, zwischen zwei Welten, zwischen Ostk\u00fcste und Westk\u00fcste, zwischen Tagtr\u00e4umen und Alltagsrealit\u00e4t. Optisch bekommt Young Love zudem die Verpackung, die es verdient: Die Vinyl-Ausgabe erscheint im hochwertigen Gatefold-Artwork mit bedruckten Innenh\u00fcllen und s\u00e4mtlichen Songtexten \u2013 ein liebevoll gestaltetes Sammlerst\u00fcck, das schon beim Aufklappen nach analoger Leidenschaft duftet. Dass sich E nach Jahrzehnten als introspektiver Songwriter in der Zusammenarbeit mit Kate Mattison so gel\u00f6st, fast verspielt zeigt, ist vielleicht das sch\u00f6nste Geschenk dieses Albums. Es ist, als h\u00e4tte er mit Boo Boos wieder einen neuen Zugang zur Musik gefunden \u2013 weniger von Schmerz, mehr von Leichtigkeit getragen. <em>Young Love<\/em> ist damit nicht nur ein Albumtitel, sondern ein Programm: eine Ode an die jugendliche Begeisterung, an die Unbeschwertheit des Anfangs, an das Gef\u00fchl, dass Musik Menschen verbinden kann \u2013 \u00fcber St\u00e4dte, Meilen und Lebenswege hinweg. Ein herzerw\u00e4rmendes, charmant unperfektes Deb\u00fct, das zeigt, wie zwei erfahrene K\u00fcnstlerinnen noch einmal ganz von vorne anfangen \u2013 mit offenen Ohren, offenen Herzen und jeder Menge Soul.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>mit der neuen Vinyl-LP von Boo Boos. \/\/ Young Love von Boo Boos ist eines dieser seltenen Alben, bei denen man schon nach den ersten T\u00f6nen sp\u00fcrt, dass hier zwei Musiker*innen eine besondere, fast magische Verbindung gefunden haben. 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