{"id":33939,"date":"2025-12-05T14:56:33","date_gmt":"2025-12-05T13:56:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=33939"},"modified":"2025-12-05T14:56:48","modified_gmt":"2025-12-05T13:56:48","slug":"presswerke-vol-279-car","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=33939","title":{"rendered":"\/\/ presswerke vol. (2)79 &#8211; &#8222;car&#8220;"},"content":{"rendered":"\n<p><em>mit der neuen Vinyl-LP von Royel Otis.<\/em><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full is-resized\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Royel-Otis.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-33940\" width=\"250\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Royel-Otis.jpg 547w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Royel-Otis-297x300.jpg 297w\" sizes=\"(max-width: 547px) 100vw, 547px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>\/\/ Es gibt Scheiben, die einem schon beim ersten H\u00f6ren irgendwie bekannt vorkommen \u2013 und \u201eHickey\u201c von <strong>Royel Otis<\/strong> geh\u00f6rt f\u00fcr mich genau in diese Kategorie. Das australische Duo, das in den letzten Jahren mit einer Mischung aus l\u00e4ssigem Indie-Pop, cleverem Songwriting und diesem schwer zu erkl\u00e4renden Gef\u00fchl von Leichtigkeit aufgefallen ist, schl\u00e4gt mit seinem zweiten Album einen \u00fcberraschend reifen Ton an. Es wirkt, als w\u00e4ren sie in kurzer Zeit ein St\u00fcck \u00e4lter geworden \u2013 nicht im Sinne von abgekl\u00e4rter, sondern im besten Fall reflektierter, mutiger und emotionaler. Wer Royel Otis bislang nur \u00fcber ihre viralen Momente kennt \u2013 allen voran ihre gefeierte Version von \u201eMurder on the Dancefloor\u201c oder das charmant-chaotische \u201eOysters In My Pocket\u201c \u2013 wird \u201eHickey\u201c wahrscheinlich anders wahrnehmen: Das Album ist weniger verspielt, aber nicht weniger catchy. <\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Man merkt, wie sehr das Duo inzwischen wei\u00df, welche St\u00e4rken es hat. Diese Mischung aus unangestrengten Hooks, schimmernden Gitarren und einer Stimmung, die irgendwo zwischen Sonnenuntergang und 3-Uhr-morgens-Gedankenspirale liegt, klingt hier nochmal genauer, sch\u00e4rfer und direkter. Was mich an \u201eHickey\u201c sofort ber\u00fchrt hat, ist dieses Gef\u00fchl, dass die Songs gleichzeitig leicht und schwer sind. Man kann sie nebenbei h\u00f6ren, aber irgendwas darin bleibt h\u00e4ngen \u2013 ein Satz, ein Gitarrenlauf, ein kleiner Bruch im Gesang, der zeigt, dass hier wirklich etwas verarbeitet wurde. Der Titel ist vielleicht spielerisch, aber das Album selbst hat Tiefe: Es geht um N\u00e4he, um Unsicherheiten, um Verlangen und um die kleinen Dinge, die einem l\u00e4nger nachgehen, als man zugeben m\u00f6chte. Dass die Platte auf sogenanntem &#8222;Charcoal&#8220;-Vinyl erscheint, passt irgendwie perfekt: Der leicht dunkle Touch spiegelt die Stimmung wider, ohne sie zu erdr\u00fccken. Ich habe das Gef\u00fchl, dass dieses Album live noch einmal ganz anders wirkt \u2013 lauter, schwitziger, dringlicher. Auf Vinyl hingegen entfaltet es eine intime Klarheit, die die Songs noch unmittelbarer macht. Was Royel Otis hier liefern, ist ein Werk, das zeigt, dass sie deutlich mehr sind als ein virales Indie-Duo der Stunde. \u201eHickey\u201c beweist, wie souver\u00e4n sie in ihrem Genre angekommen sind \u2013 und dass sie auf dem besten Weg sind, im internationalen Indie einen festen Platz einzunehmen. F\u00fcr alle, die catchy Melodien m\u00f6gen, die trotzdem etwas unter der Oberfl\u00e4che haben, ist das Album ein kleiner Volltreffer. Und f\u00fcr mich ist es eines dieser Werke, die man nicht nur h\u00f6rt, sondern ein bisschen mit sich herumtr\u00e4gt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>mit der neuen Vinyl-LP von Royel Otis. \/\/ Es gibt Scheiben, die einem schon beim ersten H\u00f6ren irgendwie bekannt vorkommen \u2013 und \u201eHickey\u201c von Royel Otis geh\u00f6rt f\u00fcr mich genau in diese Kategorie. 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