{"id":34416,"date":"2026-02-28T21:41:49","date_gmt":"2026-02-28T20:41:49","guid":{"rendered":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=34416"},"modified":"2026-02-28T21:44:48","modified_gmt":"2026-02-28T20:44:48","slug":"zuckerbeat-vol-666-chainsaw-fiddle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=34416","title":{"rendered":"\/\/ zuckerbeat vol. (6)66 &#8211; &#8222;chainsaw fiddle&#8220;"},"content":{"rendered":"\n<p><em>mit dem Album &#8222;A Hymn Without A Sound&#8220; von The Morning Stars. <\/em><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-large is-resized\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/The-Morning-STars-1024x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-34417\" width=\"250\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/The-Morning-STars-1024x1024.jpg 1024w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/The-Morning-STars-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/The-Morning-STars-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/The-Morning-STars-768x768.jpg 768w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/The-Morning-STars.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>\/\/ Manchmal entstehen die sch\u00f6nsten Projekte aus einer Geste heraus \u2013 aus Freundschaft, aus einem Impuls, aus einem Moment. Genau so beginnt die Geschichte von <strong>The Morning Stars<\/strong>. Was als Geburtstags\u00fcberraschung f\u00fcr Schlagzeuger Sebastian Vogel gedacht war, wurde zu einer echten Band. Die Idee, ihm nicht einfach ein Geschenk zu machen, sondern gleich eine neue musikalische Spielwiese zu schenken, ist so charmant wie ungew\u00f6hnlich. Und vielleicht merkt man genau das dieser Musik auch an: dass sie nicht aus Kalk\u00fcl entstanden ist, sondern aus N\u00e4he und einer gemeinsamen Geschichte. Die vier Beteiligten \u2013 Sebastian Vogel, Barbara Morgenstern, Alex Paulick und Felix M\u00fcller-Wrobel \u2013 kennen sich seit vielen Jahren. Ihre Wege haben sich immer wieder gekreuzt, sei es bei Kreidler, Coloma, Kante oder in Morgensterns Soloprojekten. Diese gewachsene Verbindung h\u00f6rt man sofort. Als sie schlie\u00dflich gemeinsam in einem Berliner Proberaum standen, war da offenbar kein vorsichtiges Abtasten mehr n\u00f6tig. Stattdessen legte man einfach mal los. <\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Aus ersten Sessions entstanden Skizzen, aus Skizzen Songs. Besonders spannend finde ich, wie ausformuliert dieser Prozess am Ende dann doch wirkt. Nichts klingt konstruiert oder auf Wirkung hin optimiert. Vielmehr entfalten sich die St\u00fccke aus dem Zusammenspiel. Mehrstimmige Vocals geben vielen Songs eine zus\u00e4tzliche Tiefe, ohne sich in den Vordergrund zu dr\u00e4ngen. Alles bleibt im Fluss, gleichberechtigt, irgendwie auch offen. Musikalisch bewegt sich das Ganze in einem Feld, das man grob zwischen Kraut- und Postrock verorten k\u00f6nnte, ohne dass es je nach einer bestimmten Schublade klingt. Sebastian Vogels Schlagzeug tr\u00e4gt oft diesen motorischen, leicht hypnotischen Puls in sich, der an klassische Krautrock-Traditionen erinnert. Alex Paulicks Fretless-Bass sorgt f\u00fcr W\u00e4rme und Beweglichkeit, w\u00e4hrend Felix M\u00fcller-Wrobels Gitarren nicht nur Melodien liefern, sondern auch Rhythmus. Dar\u00fcber legt sich Barbara Morgensterns Stimme, die noch nie dominieren musste, um pr\u00e4sent zu sein. Sie wirkt eher wie ein weiteres Instrument im Gef\u00fcge \u2013 irgendwie eingebettet. Das Album <em>A Hymn Without A Soun<\/em>d ist, wie k\u00f6nnte man es sch\u00f6ner im Sinne von Kante sagen\u2026 mehr als die Summe der einzelnen Teile. Aufgenommen wurde es im LowSwing Studio in Berlin, einem Ort, der f\u00fcr seinen warmen, analogen Klang bekannt ist. Auch das h\u00f6rt man: Nichts wirkt \u00fcberpoliert. Selbst das Artwork von Marta Ricci f\u00fcgt sich stimmig in dieses Gesamtbild ein \u2013 zur\u00fcckhaltend, atmosph\u00e4risch, durchdacht. F\u00fcr mich f\u00fchlt sich dieses Projekt weniger wie ein klassisches \u201eBand-Deb\u00fct\u201c an, sondern eher wie eine logische Fortsetzung gemeinsamer musikalischer Wege. Vielleicht ist genau das das Besondere: Hier haben sich keine Musiker gesucht, um einen Trend zu bedienen, sondern Freund*innen haben sich entschieden, ihre gewachsene Verbindung in neue Songs zu \u00fcbersetzen. Das h\u00f6rt man in jeder Passage. <em>A Hymn Without A Sound<\/em> ist deshalb nicht nur ein Tontr\u00e4ger, sondern ein Dokument dieses Moments, aus dem Heraus etwas Dauerhaftes entsprang. Es ist Musik, die nicht laut um Aufmerksamkeit bittet, sondern sich im Gegenzug f\u00fcr viel Geduld entfaltet. Und gerade darin liegt ihre Kraft.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>mit dem Album &#8222;A Hymn Without A Sound&#8220; von The Morning Stars. \/\/ Manchmal entstehen die sch\u00f6nsten Projekte aus einer Geste heraus \u2013 aus Freundschaft, aus einem Impuls, aus einem Moment. 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