{"id":3466,"date":"2009-06-15T20:25:33","date_gmt":"2009-06-15T19:25:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=3466"},"modified":"2009-07-13T11:03:18","modified_gmt":"2009-07-13T10:03:18","slug":"zuckerbeat-vol-74","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=3466","title":{"rendered":"\/\/ zuckerbeat vol. 74"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-3535 alignleft\" title=\"green-day1\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/green-day1.jpg\" alt=\"green-day1\" width=\"200\" height=\"200\" \/>Jetzt geht das schon wieder los, <a href=\"http:\/\/www.greenday.com\">Green Day<\/a> haben ihre Rockoper Nummer zwei aufgenommen. Eigentlich war der Vorg\u00e4nger ja schon zum Scheitern verurteilt, aber dann hievte \u201eAmerican Idiot\u201c die Band kurzerhand aus dem Vorprogramm von Blink 182 ins Rampenlicht zur\u00fcck. Da erschien selbst ein Duett mit U2 pl\u00f6tzlich nicht mehr allzu abwegig. Und jetzt muss eigentlich nur noch das Revier verteidigt werden, dass da mit dem Vorl\u00e4ufer eingez\u00e4unt wurde. <!--more-->So schlie\u00dft \u201e21st Century Breakdown\u201c auch nahtlos dort an, wo der Vorg\u00e4nger aufh\u00f6rte. Die Songs schlagen Haken, stecken voller Melodien, die nur darauf warten von ganzen Stadien erwidert zu werden, man kann ohne Zweifel sagen: Green Day sind auf dem H\u00f6hepunkt ihres Schaffens angelangt. W\u00e4re die Band Oasis, \u201e21st Century Breakdown\u201c w\u00e4re ihr \u201eBe Here Now\u201c. Green Day sind an einem Punkt in ihrer Karriere angelangt, an dem sie sich alles erlauben k\u00f6nnen. Selbst eine r\u00fcckw\u00e4rtsgewandte Single, wie \u201eKnow Your Enemy\u201c wird der Band verziehen, weil hier ansonsten alles nur so strotzt vor Inspiration. Einfach das schmissige \u201eViva La Gloria\u201c abspielen oder das hymnische \u201eEast Jesus Nowhere\u201c\u2026 und fertig ist die Tanzparty. Nun allerdings hat es die Band sich neben dem Hitreigen auch zum Ziel gesetzt, ihre ambitionierten Ideen an den Mann zu bringen. Und da kommt dann die zweite H\u00e4lfte der Platte ins Spiel. Eingeleitet von dem Foo Fighters-m\u00e4\u00dfigen Abgesang \u201eLast Night On Earth\u201c, erklingen im zweiten Akt pl\u00f6tzlich Clash-Anleihen mit Gypsy-Romantik (\u201ePeacemaker\u201c), Beatles-Momente (\u201eRestless Heart Syndrome\u201c) und zum Abschluss des Albums wird auch noch Bruce Springsteen gehuldigt (\u201eSee The Light\u201c). Irgendwo habe ich zuletzt gelesen, diesem Album sollen die Hits fehlen. Verdammt, das Ding ist eine einzige Hitsammlung, mit 18 St\u00fccken so gr\u00f6\u00dfenwahnsinnig, wie Godzilla auf Innenstadttournee. Green Day steuern mit \u201e21st Century Breakdown\u201c geradewegs auf den Rockolymp zu. Die Wandlung zum Stadionact ist mit \u201e21st Century Breakdown\u201c endg\u00fcltig abgeschlossen. Ob man das nun geil findet oder nicht, muss jeder selbst entscheiden. Ich allerdings kann gar nicht genug kriegen von diesen Songs.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-3536 alignright\" title=\"cursive1\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/cursive1.jpg\" alt=\"cursive1\" width=\"200\" height=\"200\" \/>Und yes, es ist endlich da. Das neue Album von <a href=\"http:\/\/www.myspace.com\/cursive\">Cursive<\/a> und \u201eMama I\u00b4m Swollen\u201c ist mal wieder unberechenbar ohne Ende. Die Band verpackt ihre Hits ja gerne mal in verquere Songstrukturen, deswegen muss man sich in ihre Alben meist erst reinh\u00f6ren. Dann aber entfalten sie sich, wie Bl\u00fctenbl\u00e4tter. Die Songs strahlen in Richtung der aufgehenden Sonne, als wollten sie sagen: Hallo Welt, sch\u00f6n dich zu sehen. Nach einer ausgiebigen Pause von drei Jahren und internen Querelen ist den Musikern wohl klar geworden, dass es eigentlich doch ganz sch\u00f6n ist, in einer Band zu spielen. Die neuen Songs wirken so enthusiastisch und euphorisierend, dass man sich kurzerhand in einen rei\u00dfenden Fluss st\u00fcrzen m\u00f6chte, um sich eine Abk\u00fchlung von dem hei\u00dfen Schei\u00df zu verpassen. Cursive haben Blut geleckt. Sie neigen hin und wieder sogar dazu, den einen oder anderen Song einfach mal laufen zu lassen. Die Widerhaken der letzten Scheiben sind besser versteckt, als noch vor einigen Jahren. Aber leicht\u2026 leicht machen es Cursive einem immer noch nicht. So gibt es nach dem famosen Opener zum Beispiel Hinweise auf Edgar Allen Poe und Pinocchio, die den homogenen Fluss der Platte aber nicht weiter st\u00f6ren. Wer zudem beim beschwingten \u201eCaveman\u201c nicht von der ersten Sekunde an mitwippt, wie Schiffschaukeln, der ist eh hoffnungslos in seine schlechte Laune verknallt. \u201eMama I\u00b4m Swollen\u201c ist wie eine Jamsession. Eine ungezwungene, nahezu rockige Platte. Eine echte Cursive eben mit allem was dazu geh\u00f6rt. Checkt sie aus\u2026<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-3537 alignleft\" title=\"jon-savage1\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/jon-savage1.jpg\" alt=\"jon-savage1\" width=\"200\" height=\"183\" \/>\u2026und feiert hinterher eure Jugend mit einer selbst kompilierten Scheibe von niemand geringerem als <a href=\"http:\/\/www.myspace.com\/johnsavageband\">Jon Savage<\/a>. Wobei, der feiert mit \u201eTeenage\u201c wohl eher die Jugend derjenigen, die Anfang des 19ten Jahrhunderts mit Jazz, Blues &amp; Swing gro\u00df wurden. Und ob feiern da der richtige Ausdruck ist, sei auch mal dahin gestellt. Das Album erg\u00e4nzt jedenfalls sein Buch \u201eTeenage: Die Erfindung der Jugend 1875 \u2013 1945\u201c um die Komponente Musik und wirkt schon im Opener -einer Band namens \u201eGottlieb\u00b4s Orchestra\u201c- so herrlich altbacken und beschwingt, dass man sich sofort auf die Tanzfl\u00e4che st\u00fcrzt. Dass 1911 schon solche Songs entstanden sind! Einfach bemerkenswert. Und sch\u00f6n zu sehen, dass sich endlich mal jemand traut \u2013 in diesem Fall das allseits beliebte Label \u201eTrikont\u201c \u2013 das Ganze auch zu ver\u00f6ffentlichen. So hip und altbacken hat mich jedenfalls schon lange kein Tontr\u00e4ger mehr mitgenommen. Sch\u00f6ner w\u00e4re das ganze h\u00f6chstens noch auf Vinyl. Da w\u00fcrde es dann noch sch\u00f6ner knarzen, wenn die alten Musical-Melodien und Jazz-Kl\u00e4nge den Raum fluten. Als zeitgeschichtliches Dokument, als sagen wir: Soundtrack zur Vorgeschichte dessen, was wir heute als \u201eTeenager\u201c bezeichnen, strahlt dieses Album aber dennoch eine ganz besondere Faszination aus. Es wirft einen geradewegs in eine Zeitkapsel und transportiert einen ein knappes Jahrhundert zur\u00fcck in die Vergangenheit. Schade, dass man damals selbst noch nicht zu den Songs tanzen konnte. \u201eShe\u00b4s Got \u201eIt\u201c\u201c von Ted Weems &amp; His Orchestra w\u00e4re mit seinen beschwingten Pianokl\u00e4ngen nahezu perfekt dazu gewesen. Von Duke Ellingtons Song \u201eThe Cotton Club Stomp\u201c ganz zu schweigen. Da f\u00fchlt man sich allerdings eher als Trickfilmversion seiner selbst. Ich sag ja, einfach herrlich, die Scheibe.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-3538 alignright\" title=\"hollywood-undead1\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/hollywood-undead1.jpg\" alt=\"hollywood-undead1\" width=\"200\" height=\"193\" \/>Und wie sagt man so sch\u00f6n? Manche Sachen sind einfach nicht tot zu kriegen. Manche Musikstile auch nicht. NuMetal erlebt derzeit ein uns\u00e4gliches Revival, was nat\u00fcrlich die Frage aufwirft: wann kommt da endlich Nachschub, damit die Teenies ihre ollen Limp Bizkit-Cds endlich aus dem Player nehmen und sie durch zeitgem\u00e4\u00dfere Kl\u00e4nge ersetzen. Falls ihr jetzt denkt, das Ding ist durch, da geht nix mehr. Falsch gedacht. Das Ding ist hei\u00df, wie Himbeeren. Und man muss den Untoten aus Hollywood schon zugestehen, namenstechnisch h\u00e4tten sie sich keinen sch\u00f6neren Banner f\u00fcr ihr musikalisches Projekt einverleiben k\u00f6nnen. <a href=\"http:\/\/www.myspace.com\/hollywoodundead \">Hollywood Undead<\/a> hei\u00dft der neueste Entwurf der Marke Rock meets Rap. Covertechnisch so in Slipknot-light entpuppt sich das Album als mitspringfreudiger Mix aus Papa Roach meets Iglu &amp; Hartly (\u201eNo Other Place\u201c), Pink meets Linkin Park (\u201eEverywhere I Go\u201c) und Eminem meets Limp Bizkit (\u201eYoung\u201c). Auf \u201cSwan Songs\u201d ist f\u00fcr jeden was dabei. Die Scheibe wird sowohl von Fans von Fall Out Boy ins Herz geschlossen werden, wie auch von denjenigen, die sich in den Indie-Dissen zu Marilyn Manson am Ausdruckstanz versuchen. Zumindest so lange, wie sie nicht allzu genau hinh\u00f6ren. Anfangs dachte ich noch, da kommt vielleicht so eine gewisse Ironie zum Vorschein. \u00dcberhaupt dachte ich, warum auch immer, dass die dieses ganze NuMetal Ding ironisch auf die Schippe nehmen. Vor allem weil niemand geringerer als Josh Freese von den Vandals bei einigen Songs am Schlagzeug sa\u00df. Aber nach dem Genuss folgender Textzeile: \u201cHorny like a sickness, quickies with the quickness, pussy like it&#8217;s business, Work it like it&#8217;s fitness, Listen while I spit this game at all these bitches, now I&#8217;m gonna hit this and fuck it till I&#8217;m dickless\u2026\u201d da frage ich mich dann doch, ob Limp Bizkit nicht vielleicht Philosophen waren. Sorry, aber, ich bin ja vor Ewigkeiten auch zu Linkin Park im Kreis gesprungen, aber bei Hollywood Undead muss ich dann doch leider passen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-3539 alignleft\" title=\"attwenger1\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/attwenger1.jpg\" alt=\"attwenger1\" width=\"200\" height=\"213\" \/><a href=\"http:\/\/www.myspace.com\/attwenger \">Attwenger<\/a> haben es derweil geschafft, ihren wunderbaren \u201eAttwengerfilm\u201c mal eben auf DVD zu ver\u00f6ffentlichen. Das bedeutet Interviewverweigerung deluxe. Endloses herumfahren mit der Schrottkiste. Stundenlanges Labern \u00fcber Nichtigkeiten. Den Job mit der \u00d6ffentlichkeitsarbeit lassen die Jungs lieber von Anderen erledigen. Jochen Distelmeyer von Blumfeld zum Beispiel, der sich zu der Aussage gen\u00f6tigt sieht, die Band mal eben als \u201e\u2026Nichts\u201c, besser gesagt als \u201eein H\u00e4ufchen Musikband\u201c zu bezeichnen. Was gibt es auch zu sagen, wenn die Musik eigentlich f\u00fcr sich selbst spricht. Dementsprechend wird lieber gefeiert. Und ja, es geht weiter, ist schlie\u00dflich Ehrensache. Die Jungs sagen es ja auch selbst am Ende des Films: \u201eschon allein deshalb, weil wir weiterleben\u201c. Sympathischer geht\u2019s nicht. Dementsprechend gibt\u2019s zur DVD dann auch noch die Band-Doku aus dem Jahre 2005 mit dazu. \u201eAttwenger Adventure\u201c ist ein h\u00fcbsches Begleitvideo zum Bandalltag des jungen Regisseurs Markus Kaiser-M\u00fchlecker aus Linz. Er hat die Band ein Jahr auf Tour begleitet und vor allem den Alltag der Jungs gefilmt. Dazu steht nat\u00fcrlich wieder der feinsinnige Blumfeld-S\u00e4nger Rede und Antwort, was wiederum nur umso deutlicher vor Augen f\u00fchrt, welchen gro\u00dfen Einfluss Markus Binder und Hans-Peter Falkner mit ihrer Musik auf die hiesige Indie-Szene aus\u00fcben. Kommt ja zugegeben recht selten vor, dass eine Band aus dem Volksmusik-Sektor von den Indie-Helden der Nation gefeiert wird. Attwenger schaffen es mit ihrer Musik dem ganzen Bierzelt-Gr\u00f6\u00dfenwahn einen subtilen Unterton einzuhauchen. Sie stellen einen gekonnten Gegenentwurf zur platten Volksmusik-Szene da, wenn sie sich a la Sonic Youth in ein Feedback-Gewitter st\u00fcrzen und damit dem volkst\u00fcmlichen Sound neue Facetten entlocken.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-3540 alignright\" title=\"wendy-mcneill1\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/wendy-mcneill1.jpg\" alt=\"wendy-mcneill1\" width=\"200\" height=\"200\" \/>Wer derweil gerne mal einen Hauch von Balkan-Anleihen ins Ohr gefl\u00fcstert bekommt, aber nicht unbedingt zum exzessiven Genuss von Wodka neigt, sondern eher so der Lagerfeuer-Typ ist. Der sollte sich vielleicht mal das neue Album von <a href=\"http:\/\/www.myspace.com\/wendymcneill\">Wendy McNeill<\/a> anh\u00f6ren. Auf \u201eA Dreamers Guide To Hardcore Living\u201c gibt sie sich herzlich zerbrechlich, verspr\u00fcht aber auch so eine gewisse Leichtigkeit, wenn sie ihre Folk-, Jazz- und Klaviermelodien in die Wagschale wirft. Einmal sch\u00f6n durchger\u00fchrt und fertig ist der romantische Soundtrack zum Sonnenuntergang. Damit die Sache allerdings nicht allzu gleichf\u00f6rmig ger\u00e4t, werden hin und wieder auch noch ein paar verdrehte Ch\u00f6re, Loops und Streicher aufgeboten. Alles in allem ein \u00e4u\u00dferst vielseitiges Liedermacher-Werk. So eine Art Mondscheinromantik-Pop, wie ihn schon das eigenwillige Cd-Cover andeutet.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-3541 alignleft\" title=\"dub-pistols1\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/dub-pistols1.jpg\" alt=\"dub-pistols1\" width=\"200\" height=\"200\" \/>Die <a href=\"http:\/\/www.myspace.com\/thedubpistols\">Dub Pistols<\/a> haben nach Remixen f\u00fcr Lily Allen, U2 und Mika nun auch wieder eigenes Material am Start. \u201eRum &amp; Coke\u201c schimpft sich das neue Zeug und verspr\u00fcht mit seinen elektrisierenden Funk-Anleihen eine entspannte Urlaubsatmosph\u00e4re. Im Grenzgebiet zwischen Rock, HipHop, Soul und Ska wird alles verwurstet, was die Partymeute zum Gl\u00fccklichsein verleitet. Das kann man jetzt unentschlossen finden oder die H\u00fcften dazu schwingen. Kalt lassen d\u00fcrfte dieser Sound nun wirklich niemanden. \u201eI\u00b4m In Love\u201c featuring Lindy Layton &amp; Rodney P zum Beispiel ist so ein anschmiegsamer Popsong, dass man nicht umhin kommt, sich entweder voll f\u00fcr oder gegen diese Scheibe auszusprechen. Aufgrund der anstehenden Sommermonate tendiere ich nach einigen Durchl\u00e4ufen allerdings eher zu ersterem. Das Teil ist rund, wie B\u00fccher eckig. Und sorgt mit seinen unz\u00e4hligen Gaststars f\u00fcr einen abwechslungsreichen Gesamteindruck.<\/p>\n<p><a href=\"www.myspace.com\/reallocas\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-3542 alignright\" title=\"inlove1\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/inlove1.jpg\" alt=\"inlove1\" width=\"200\" height=\"200\" \/>InLove<\/a> erz\u00e4hlen uns hinterher eine Geschichte von der Liebe. \u201eStories\u201c schmiegt sich an einen heran, wie eine schmusebed\u00fcrftige Katze. Von DJ Cam gekonnt in Szene gesetzt, entfaltet das Werk einen bet\u00f6renden Charme, der sich ganz offensichtlich bei Sade und Ella Fitzgerald bedient. Alle, denen romantische Popkl\u00e4nge die Pickel ins Gesicht treiben, sollten sich lieber eine Extra-Ration Clerasil, Clearas\u00fcl, Kl\u00e4rasal oder was auch immer in den Schrank stellen. Das hier ist retro, wie Schlaghosen. Soul aus den 70ern steht bei InLove hoch im Kurs und sorgt zwangsl\u00e4ufig f\u00fcr G\u00e4hnfalten im Gesicht der Anti-Romantiker. Alle, die sich jedoch gerne auf eine jazzig angehauchte Reise einladen lassen und auch die gro\u00dfe Pop-Geste nicht scheuen, sollten sich diesem aus der Zeit gefallenen Entwurf aber durchaus mal ann\u00e4hern.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-3543 alignleft\" title=\"kristina-sbjornsen1\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/kristina-sbjornsen1.jpg\" alt=\"kristina-sbjornsen1\" width=\"200\" height=\"199\" \/>Anschlie\u00dfend wagen wir uns mal in die zerbrechliche Welt von <a href=\"www.myspace.com\/kristinasbjornsen\">Kristin Asbjornsen.<\/a> Die 37j\u00e4hrige Norwegerin ist in ihrer Heimat gleich mal an die Spitzen der Charts geschossen. Und wer jetzt einen beschwingten Chartentwurf  der Marke Norah Jones erwartet, der liegt schon mal gar nicht so falsch. Jazz, Gospel, Pop und Percussion vermischen sich auf ihrem zweiten Album \u201eThe Night Shines Like The Day\u201c zu einem entspannt vor sich hinlaufenden Popsound, der allerdings auf Dauer etwas erm\u00fcdend wirkt. Der eine oder andere Wachmacher h\u00e4tte der Scheibe sicher gut getan. Die Songs bem\u00fchen sich zwar um eine facettenreiche Instrumentierung, aber so zur H\u00e4lfte hin, neigt man dann doch dazu, vollends abzudriften. Wer sich allerdings gerne von einem gehauchten Pop-Jazz-Entwurf die Seele massieren l\u00e4sst, der sollte trotzdem mal reinh\u00f6ren. Und damit Schluss f\u00fcr heute. Bis zum n\u00e4chsten Zuckerbeat.<\/p>\n<p>\/\/ alxander nickel-hopfengart<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jetzt geht das schon wieder los, Green Day haben ihre Rockoper Nummer zwei aufgenommen. 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