{"id":34926,"date":"2026-07-03T14:46:15","date_gmt":"2026-07-03T12:46:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=34926"},"modified":"2026-07-03T14:46:16","modified_gmt":"2026-07-03T12:46:16","slug":"presswerke-vol-308-mr-alligator","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=34926","title":{"rendered":"\/\/ presswerke vol. (3)08 &#8211; &#8222;mr. alligator&#8220;"},"content":{"rendered":"\n<p><em>mit der neuen Vinyl-LP von<\/em> <em>JJerome87. <\/em><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1900\" height=\"1900\" src=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/The-Canyon.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-34932\" style=\"width:250px\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/The-Canyon.jpg 1900w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/The-Canyon-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/The-Canyon-1024x1024.jpg 1024w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/The-Canyon-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/The-Canyon-768x768.jpg 768w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/The-Canyon-1536x1536.jpg 1536w\" sizes=\"auto, (max-width: 1900px) 100vw, 1900px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>\/\/ Mit \u201eThe Canyon\u201c legt <strong>JJerome87 <\/strong>ein Album vor, das sich kaum in g\u00e4ngige Kategorien einordnen l\u00e4sst. Der australische Musiker bewegt sich irgendwo zwischen Indie-Folk, alternativem Pop, Soul und Americana und erschafft dabei einen ganz eigenen Klangkosmos. Die Songs erinnern in ihrer verschachtelten Struktur und ihrem Gesp\u00fcr f\u00fcr ungew\u00f6hnliche Arrangements gelegentlich an die fr\u00fchen Werke von alt-J, besitzen aber zugleich eine warme, organische Handschrift, die deutlich von kalifornischer Songwriter-Tradition, Motown-Grooves, Blues und Gospel gepr\u00e4gt ist. Die Entstehungsgeschichte des Albums spiegelt diese Offenheit wider. Aufgenommen wurde \u201eThe Canyon\u201c in Los Angeles gemeinsam mit Produzent Carlos De La Garza sowie einer Gruppe erfahrener Studiomusiker und drei S\u00e4ngerinnen, die dem Album immer wieder zus\u00e4tzliche Tiefe verleihen. Dadurch entsteht ein Sound, der gleichzeitig intim und weitl\u00e4ufig wirkt. Viele St\u00fccke leben von ihrer Dynamik: Sie beginnen zur\u00fcckhaltend und entwickeln sich nach und nach zu regelrechten Klanglandschaften, in denen Stimmen, Instrumente und Melodien ineinandergreifen.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Schon der Opener \u201eMr. Alligator\u201c zieht einen sofort in diese besondere Atmosph\u00e4re hinein. Das St\u00fcck verbindet eine fast hypnotische Melodief\u00fchrung mit rhythmischen Br\u00fcchen und einem subtilen Spannungsaufbau. \u201eGreen Velvet\u201c und \u201eQuaaludes\u201c wirken dagegen etwas tr\u00e4umerischer und lassen viel Raum f\u00fcr Stimmungen und kleine musikalische Details. Immer wieder \u00fcberrascht das Album mit ungew\u00f6hnlichen Wendungen, ohne dabei konstruiert zu wirken. Besonders reizvoll ist die enorme stilistische Bandbreite. \u201eJuicy\u201c und \u201eWalkaway Music\u201c tragen deutlich den Einfluss amerikanischer Soul- und Gospelmusik in sich und profitieren von den mehrstimmigen Gesangspassagen. \u201eBrush Me Like A Horse\u201c und \u201eTwo Hearts\u201c besitzen dagegen eine fast folkige W\u00e4rme und wirken wie kleine Geschichten, die man an einem langen Sommerabend erz\u00e4hlt bekommt. Gegen Ende gewinnen die St\u00fccke noch einmal an Intensit\u00e4t, ehe \u201ePennine\u201c das Album auf eine nachdenkliche und beinahe schwebende Weise beschlie\u00dft. Die vorliegende LP-Ausgabe erscheint im einfachen Schuber auf klassischem schwarzen Vinyl und passt damit hervorragend zum Charakter des Albums. Die reduzierte, unaufgeregte Aufmachung lenkt den Fokus ganz auf die Musik. Das schwarze Vinyl vermittelt eine zeitlose Wertigkeit und unterstreicht den Eindruck, dass hier weniger auf gro\u00dfe Effekte als vielmehr auf Substanz gesetzt wird. Auch klanglich profitiert \u201eThe Canyon\u201c von der Vinylver\u00f6ffentlichung. Gerade die ruhigeren Passagen gewinnen an Tiefe, w\u00e4hrend die dynamischen Momente ihre Kraft behalten. Man h\u00f6rt diesem Album an, dass es mit echten Musikerinnen und Musikern eingespielt wurde und von einem Produzenten betreut wurde, der viel Wert auf Atmosph\u00e4re und Nat\u00fcrlichkeit legt. \u201eThe Canyon\u201c ist kein Album f\u00fcr den schnellen Konsum nebenbei. Es m\u00f6chte entdeckt werden und belohnt wiederholtes H\u00f6ren mit immer neuen Details. JJerome87 gelingt das Kunstst\u00fcck, unterschiedlichste Einfl\u00fcsse zu einem stimmigen Ganzen zu verbinden und dabei eine eigene musikalische Identit\u00e4t zu bewahren. Mehr davon, bitte. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>mit der neuen Vinyl-LP von JJerome87. \/\/ Mit \u201eThe Canyon\u201c legt JJerome87 ein Album vor, das sich kaum in g\u00e4ngige Kategorien einordnen l\u00e4sst. 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