{"id":35028,"date":"2026-08-09T13:55:20","date_gmt":"2026-08-09T11:55:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=35028"},"modified":"2026-08-09T14:02:39","modified_gmt":"2026-08-09T12:02:39","slug":"aufgelesen-vol-698-zwei-vaeter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=35028","title":{"rendered":"\/\/ aufgelesen vol. (6)98 &#8211; &#8222;zwei v\u00e4ter&#8220;"},"content":{"rendered":"\n<p><em>mit den Werken &#8222;Die Toten aus der Wasserm\u00fchle&#8220; von Yukito Ayatsuji und &#8222;Zwei V\u00e4ter&#8220; von John Niven. <\/em><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1607\" height=\"2560\" src=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Yukito-Ayatsuji-scaled.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-35030\" style=\"width:200px\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Yukito-Ayatsuji-scaled.jpg 1607w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Yukito-Ayatsuji-188x300.jpg 188w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Yukito-Ayatsuji-643x1024.jpg 643w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Yukito-Ayatsuji-768x1224.jpg 768w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Yukito-Ayatsuji-964x1536.jpg 964w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Yukito-Ayatsuji-1285x2048.jpg 1285w\" sizes=\"auto, (max-width: 1607px) 100vw, 1607px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>\/\/ Wer sich gerne Gegens\u00e4tzen widmet, der findet in den neuen Romanen von <strong>Yukito Ayatsuji<\/strong> und <strong>John Niven<\/strong> ein spannendes Doppel vor. Mit <em>Die Toten in der Wasserm\u00fchle<\/em> und <em>Zwei V\u00e4ter<\/em> knallen uns die beiden zwei Romane vor den Latz, die unterscheidlicher kaum sein k\u00f6nnten, die sich aber beide mit Menschen in absoluten Ausnahmesituationen besch\u00e4ftigen. Yukito Ayatsuji pr\u00e4sentiert uns dabei wie schon in Teil 1 seiner Krimireihe einen \u00fcberaus lesenswerten Mitratekrimi, der nicht nur Fans von Whodunit-Serien, sondern auch Anh\u00e4nger japanischer Literatur begeistern d\u00fcrfte. Sein clever in Szene gesetzter Honkaku-Krimi trieft dabei nur so vor spannenden Cliffhangern, die einen immer wieder an der Nase herumf\u00fchren. John Niven wiederum schafft es in seinen Werken schon seit jeher seinen idealtypischen, schwarzen Humor mit gesellschaftskritischen Motiven zu kontern und so widmen wir uns diesmal einem ganz besonderen Spannungsfeld: der eigenen Familie. Beide verbindet, dass sie es mit ein paar Kniffen schaffen, ihre Leser sofort in einen Sog der Emotionen zu schubsen. <em>Die Toten in der Wasserm\u00fchle<\/em> versteht sich dabei als klassischer Detektiv-Krimi, der einen immer wieder ins Gr\u00fcbeln bringt, was hier eigentlich vor sich geht.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Anfangs sehen wir uns dabei mit einer alten Wasserm\u00fchle konfrontiert, die etwas abgelegen in den japanischen Bergen zu finden ist. Sie hat einzelne, kunstvoll gestaltete R\u00e4ume, die auch f\u00fcr Besucher begehbar sind. Allerdings endet ein Besuch dort des \u00d6fteren mit dem Tod, was irgendwann auch den Detektiv Kiyoshi Shimada auf den Ort aufmerksam macht. Gut, dass er zuf\u00e4llig auf der exquisiten G\u00e4steliste des Ortes steht und sich von Inszenierungen nur selten blenden l\u00e4sst. Aber was hat es auf sich mit diesem spannenden Katz und Maus- Spiel in einer schlicht gothischen Atmosph\u00e4re. Und wieso f\u00fchrt diese Wasserm\u00fchle eigentlich ein Art Eigenleben. Ja, ist sie doch beinahe ein Labyrinth bestehend aus jeder Menge Geheimnisse. Dabei sollte man als Leser dringend auf die Details achten. Dann n\u00e4mlich wird man richtig gepackt von diesem Krimi, der einem immer wieder einen kalten Schauer \u00fcber den R\u00fccken jagt. Am Ende hat man alle n\u00f6tigen Informationen beisammen und kann selbst \u00fcberpr\u00fcfen, ob man mit seinem Verdacht bez\u00fcglich des Mordfalls richtig liegt. Spannend jedenfalls bleibts bis zum Schluss und wir freuen uns jetzt schon auf die weiteren B\u00e4nde der Reihe. <\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1690\" height=\"2560\" src=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/John-Niven-scaled.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-35029\" style=\"width:463px\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/John-Niven-scaled.jpg 1690w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/John-Niven-198x300.jpg 198w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/John-Niven-676x1024.jpg 676w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/John-Niven-768x1163.jpg 768w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/John-Niven-1014x1536.jpg 1014w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/John-Niven-1352x2048.jpg 1352w\" sizes=\"auto, (max-width: 1690px) 100vw, 1690px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>John Niven wiederum richtet einen g\u00e4nzlich anderen Blick auf das Geschehen. Zwei V\u00e4ter geht im Grunde um zwei M\u00e4nner, die v\u00f6llig unterschiedlich sind. Auf einer Entbindungsstation lernen sie sich kennen. Da w\u00e4re Dan, seines Zeichens Fernsehautor und in seinem Beruf \u00fcberaus erfolgreich und dann gibts da noch Jada, der sein Leben bisher eher als \u00dcberlebensk\u00fcnstler und Kleinkrimineller bestritt. Daraus entwickelt Niven ein packendes Spannungsfeld, in dem man sich als Leser nur zu gerne niederl\u00e4sst. Denn bedeutet auf der scheinbaren Gewinnerseite des Lebens zu stehen auch gleichzeitig der Gl\u00fccklichere der Beiden zu sein. K\u00f6nnen es nicht gerade all die Erwartungen sein, die einen zunehmend zu erdr\u00fccken drohen. Niven entspinnt darauf eine spannende Abhandlung dar\u00fcber, was es heutzutage eigentlich bedeutet, ein Mann zu sein und er schafft es nebenbei auch noch gesellschaftliche Sprengs\u00e4tze zu thematisieren. Wenn du also mal wieder einen wahrlich tiefgehenden Roman \u00fcber das Leben selbst lesen m\u00f6chtest, dann bist du hier genau an der richtigen Adresse. Und ja, auch wenn diese beiden Werke im direkten Vergleich sehr wenig miteinander gemeinsam haben, erg\u00e4nzen sie sich doch ganz hervorragend. Denn es ist letztlich ganz egal, wo man sich befindet. Auf einer Geburtsstation oder in einer einsamen Wasserm\u00fchle. Man muss sich seiner Vergangenheit stellen und die Taten, die man begeht, beeinflussen den weiteren Verlauf des Lebens. Und dass das nicht immer gerade aus l\u00e4uft, d\u00fcrfte sicher jede*r Leser*in selbst best\u00e4tigen k\u00f6nnen. Also viel Spa\u00df mit diesem spannenden Doppel aus Kriminalgeschichte und Gesellschaftsroman.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>mit den Werken &#8222;Die Toten aus der Wasserm\u00fchle&#8220; von Yukito Ayatsuji und &#8222;Zwei V\u00e4ter&#8220; von John Niven. \/\/ Wer sich gerne Gegens\u00e4tzen widmet, der findet in den neuen Romanen von Yukito Ayatsuji und John Niven ein spannendes Doppel vor. 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