{"id":3618,"date":"2009-06-17T11:30:19","date_gmt":"2009-06-17T10:30:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=3618"},"modified":"2009-07-13T10:58:03","modified_gmt":"2009-07-13T09:58:03","slug":"zuckerbeat-vol-77","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=3618","title":{"rendered":"\/\/ zuckerbeat vol. 77"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-3619 alignleft\" title=\"dredg\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/dredg.jpg\" alt=\"dredg\" width=\"200\" height=\"179\" \/><a href=\"http:\/\/www.myspace.com\/dredg\">Dredg<\/a> hatten meiner Meinung nach ihre besten Momente auf ihrem Deb\u00fctalbum \u201eLeitmotif\u201c. Ein solch in sich geschlossenes Werk hatte man nur selten geh\u00f6rt. Es passte alles. Sogar Hits waren drauf, auch wenn sie sich sehr gut hinter dem Gesamtkonzept versteckten. Dredg waren schon damals eine Band auf den zweiten Blick und so verwundert es nicht, dass die Gruppe nun 15 Jahre nach Bandgr\u00fcndung ihren zweiten Fr\u00fchling erlebt. <!--more-->Das neue Album \u201eThe Pariah, The Parrot, The Delusion\u201c ist dank der radiotauglichen Single \u201eInformation\u201c gerade dabei ein ganz gro\u00dfer Hit zu werden. In kommerzieller Hinsicht scheint also alles gebongt. Doch wie sieht\u00b4s mit der Musik aus? Bestens m\u00f6chte man anmerken, denn Dredg finden mit ihrem neuen Werk wieder zu alter St\u00e4rke zur\u00fcck. Zugegeben. Der Pop wird auf \u201ePariah\u201c gro\u00df geschrieben. Manche werden sich da \u00e4ngstlich abwenden, weil sie ein breitenwirksames Rockwerk der Marke Coldplay erwarten. Aber die Scheibe ist von vorne bis hinten schl\u00fcssig arrangiert. Die potenziellen Hitsingles \u201eI Don\u00b4t Know\u201c und \u201eIreland\u201c f\u00fcgen sich wie fehlende Puzzleteile ins Gesamtbild ein. Da, wo die Band auf \u201eCatch Without Arms\u201c noch mit ihrer glatt geb\u00fcgelten Attit\u00fcde zu nerven begann, lassen Dredg diesmal die Melodien sprechen. Die ganze Scheibe ist derma\u00dfen rund geraten, dass man sich schon nach wenigen Songs von jeglichen Vorbehalten befreit. Dredg haben sich mit \u201ePariah\u201c nicht etwa dem Mainstream angebiedert, sie haben ihr musikalisches Schaffen auf eine h\u00f6here Stufe gesetzt. Dredg machen im Grunde genau das, was sie schon immer tun. Nur, dass die Band sich diesmal die Popwelt als Spielfeld ausgesucht hat. Am Ende rei\u00dfen dann alle die H\u00e4nde nach oben. \u201ePariah\u201c ist ein triumphaler Sieg \u00fcber die konventionelle Schmachtfetzenschleuder, die eine Band wie Coldplay immer wieder aufspannt. Damit landet die Gruppe zielsicher im Herzen der Zuh\u00f6rer.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-3620 alignright\" title=\"placebo\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/placebo.jpg\" alt=\"placebo\" width=\"200\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/placebo.jpg 200w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/placebo-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><a href=\"http:\/\/www.myspace.com\/placebo\">Placebo<\/a> geben sich derweil auf ihrem neuen Album \u201eBattle For The Sun\u201c alle M\u00fche, die Falten im Gesicht mit einer geh\u00f6rigen Portion Schmackes zur\u00fcckzuschlagen. Mit Neuzugang Steve Forrest am Schlagzeug verbannt die Band die dunklen Schatten ihrer Existenz ins Exil und schreibt tats\u00e4chlich ihr erstes Sommeralbum. Der Auftakt der Scheibe ger\u00e4t mit vier potenziellen Hitsingles am St\u00fcck derma\u00dfen famos, dass der Rest der Scheibe gegen \u201eKitty Litter\u201c, \u201eAshtray Heart\u201c, \u201eBattle For The Sun\u201c und die tanzw\u00fctige Single \u201eFor What It\u00b4s Worth\u201c ganz zwangsl\u00e4ufig ein bisschen abf\u00e4llt. Dennoch kann ich mich nicht erinnern, wann ich seit \u201eWithout You I\u00b4m Nothing\u201c und \u201eBlack Market Music\u201c zum letzten Mal so viel Spa\u00df mit einer Placebo-Scheibe hatte. Jedes Mal, wenn man meint, die Band rutscht in H\u00e4lfte zwei zur\u00fcck in alte Gewohnheiten, sch\u00e4lt sich irgendwie noch eine \u00fcberraschende Idee aus den Songs. Das ausladende \u201eKings Of Medicine\u201c zum Beispiel meint man bereits nach drei\u00dfig Sekunden durchschaut zu haben und dann wird da doch noch so kleiner Piano-Schunkler zum Mitpfeifen draus. Wenn das Trio sich \u00fcberhaupt mal den d\u00e4monischen Seiten des Daseins zuwendet, dann h\u00f6chstens noch in einer gro\u00dfspurigen Hymne der Marke \u201eBattle For The Sun\u201c. Dieses Album k\u00f6nnte der Band endg\u00fcltig das Tor zum Weltruhm aufsto\u00dfen. Das genau ist laut eigener Aussage ja auch das Ziel von Placebo. Wenn dabei solch famose Songs heraus springen, wie \u201eThe Never-Ending Why\u201c  verzeiht man ihnen diese Gro\u00dfkotzigkeit allerdings nur allzu gerne. Der Kampf um den Platz an der Spitze ist er\u00f6ffnet. Stellt sich nur die Frage, ob die Masse da mitzieht oder sich doch lieber dem Breitwand-Pop von U2 zuwendet. Warten wir\u00b4s ab und genie\u00dfen bis dahin lieber die Songs \u2013 denn Sommerhits schmecken ja bekanntlich am Besten, so lange sie hei\u00df sind.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-3621 alignleft\" title=\"incubus\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/incubus.jpg\" alt=\"incubus\" width=\"200\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/incubus.jpg 200w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/incubus-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/>Womit wir bei einer Band angelangt w\u00e4ren, mit der sich die Dinge \u00e4hnlich verhalten. <a href=\"http:\/\/www.myspace.com\/incubus\">Incubus<\/a> sind, wie auch Placebo, schon immer ein Sonderling im Haifischbecken der Rockmusikszene gewesen. Wo Placebo mit dem Geschlechterrollen spielten und dadurch Klischees aushebelten, brachten Incubus einen \u00f6kologisch gef\u00e4rbten, man k\u00f6nnte fast sagen, weltmusikalischen Ansatz auf die B\u00fchne, was vor allem bei ihren Liveauftritten zu immer wieder wunderbaren Momenten f\u00fchrte. Im Laufe ihrer Karriere kamen dabei auch allerhand Hits zusammen, die nun auf \u201eMonuments And Melodies\u201c versammelt wurden. Die Band begn\u00fcgt sich allerdings nicht damit, die ollen Schmonzetten Marke \u201eDrive\u201c, \u201eAnna Molly\u201c, \u201ePardon Me\u201c und \u201eNice To Know You\u201c in neuer Reihenfolge auf Silberling zu pressen, sie hat auch zwei neue Songs angekarrt, von denen zumindest die Single \u201eBlack Heart Inertia\u201c nach einigen Durchl\u00e4ufen durchaus Hitpotenzial entfaltet. Auf Scheibe zwei werden dazu nach zahlreiche Rarit\u00e4ten versammelt, die durchaus ein gelungenes, eingest\u00e4ndiges Album abgegeben h\u00e4tten. Midtempo-Rock vom feinsten wird da aufs Tablett gehievt &#8211; dazu noch ein netter Tanzbodenh\u00fcpfer namens \u201eLet\u00b4s Go Crazy\u201c (meines Wissens im Original von Prince) und fertig ist die Partyplatte. Am Ende bleibt allerdings ein kleiner Wehrmutstropfen. Das wunderbare \u201eA Certain Shade Of Green\u201c hat es nur als akustische Version auf die Scheibe geschafft. Da wollte wohl jemand die musikalische Fr\u00fchphase unbemerkt unter den Teppich kehren. Schade eigentlich, der Songs ist n\u00e4mlich immer noch eine willkommene Abwechslung, wenn die Aggroganten in den Indie Discos zu Limp Bizkit und Konsorten ihre M\u00e4hne im Licht des Stroboskops zappeln lassen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-3622 alignright\" title=\"the-maccabees\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/the-maccabees.jpg\" alt=\"the-maccabees\" width=\"200\" height=\"197\" \/>Orlando Weeks (Gesang, Gitarre), Hugo White (Gitarre), Felix White (Gesang, Gitarre), Rupert Jarvis (Bass) und Sam Doyle (Schlagzeug) aus Brighton machen derweil auf ihrem Nachfolger zu \u201eColour It In\u201c (2007) dort weiter, wo sie mit dem famosen Vorg\u00e4nger aufgeh\u00f6rt haben. Das erste Album der Jungs war noch am ehesten mit dem Zweitwerk von Maximo Park zu vergleichen &#8211; ebenso subtil, wie nachhaltig entpuppten sich die anfangs etwas einf\u00e4ltig wirkenden Songs am Ende als \u00e4u\u00dferst langlebige Vertreter des zeitgen\u00f6ssischen Indie-Pops. Von wem wir hier reden? Na, <a href=\"http:\/\/www.myspace.com\/themaccabees\">The Maccabees<\/a> nat\u00fcrlich. Diesem sympathischen Quintett aus England, das es hierzulande noch nicht so richtig gerissen hat. \u201eWall Of Arms\u201c k\u00f6nnte daran etwas \u00e4ndern. Die Band scheint sich bei den Aufnahmen in eine Tropfsteinh\u00f6hle verzogen zu haben. Das Album ist so d\u00fcster und tiefgr\u00fcndig geraten, da kriegt man glatt ein bisschen Angst, das gleich eine Horde Vampire aus dem Dunkel auf einen zuhechtet und einem den letzten Tropfen Blut aus den Adern saugt. Ansonsten aber beeindrucken die Jungs mal wieder durch eine derma\u00dfen hohe Hitdichte, dass man geneigt ist, so lange auf einen Blecheimer einzutrommeln, bis auch der letzte vernommen hat, dass hier der hei\u00dfe Schei\u00df von gestern den hei\u00dfesten Schei\u00df von morgen im Programm hat. Soll hei\u00dfen: Nach dem Hype ist vor dem Hype. The Maccabees setzen sich mit \u201eWall Of Arms\u201c in den oberen R\u00e4ngen fest. Bleibt nur zu hoffen, dass sie dadurch auch hierzulande den kommerziellen Erfolg einfahren, den sie verdienen. Ich meine, wie lange haben wir auf Worte wie diesen gewartet: \u201eIf You Got No Kind Words To Say, You Should Say Nothing More At All\u201d. Viel zu lange\u2026<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-3681 alignleft\" title=\"bp_intimacyremix\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/bp_intimacyremix.jpg\" alt=\"bp_intimacyremix\" width=\"200\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/bp_intimacyremix.jpg 200w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/bp_intimacyremix-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/>Die Sache mit den <a href=\"http:\/\/www.myspace.com\/blocparty\">Bloc Party <\/a>Remix Alben hat derweil schon fast eine gewisse Tradition. Manche Tracks wurden gar schon als die besseren Originale abgefeiert. Nun also \u201eIntimacy Remixed\u201c. Ein derbes Elektrobrett mit allerhand Gewalze von Villains (\u201eAres\u201c), Armand van Helden (\u201eSigns\u201c) bis hin zu den allseits beliebten Filthy Dukes (verwursten mehr schlecht als recht das wunderbare \u201eOne Month Off\u201c). F\u00fcr Abwechslung sorgen derweil Mogwai mit ihrem famosen Remix von \u201eBiko\u201c. Da ist man sofort auf Wolke sieben und versinkt in einem Strudel aus Tagtr\u00e4umen. Ebenfalls sehr empfehlenswert ist die Neuinterpretation von \u201eBetter Than Heaven\u201c geraten. No Age kn\u00fcppeln den Song regelrecht nieder mit ihrer Wall of Sound. F\u00fcr die passende Partyatmosph\u00e4re sorgen derweil die schmissigen We Have Band mit einem tanzbaren Entwurf von \u201eHalo\u201c. Alles in allem kann man nach dem Genuss dieses Werkes zwar weiter \u00fcber den Sinn oder Unsinn von Remixalben streiten. Ich sage dennoch: es gibt Schlimmeres. Auch wenn die Scheibe nat\u00fcrlich nicht an das bereits hervorragende Original heranreicht. Der eine oder andere Song wird es demn\u00e4chst dennoch auf den Tanzfl\u00e4chen der Nation schaffen. Und man wird sich die Backen dazu breit grinsen, weil man wei\u00df, dass gleich alle derbe abgehen, wenn sie die Hookline erkennen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-3624 alignright\" title=\"revolver\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/revolver.jpg\" alt=\"revolver\" width=\"200\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/revolver.jpg 200w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/revolver-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/>Und was haben wir denn da? Hat da jemand in einer alten Schatulle eine verschollene Aufnahme der Beach Boys gefunden? Oder ist das doch Beirut auf Bootstour, der sich von den sanften Wogen des Meeres in die weite Welt hinaustreiben l\u00e4sst. Eins jedenfalls sollte klar sein. <a href=\"http:\/\/www.myspace.com\/popdechambre\">Revolver<\/a> haben sich auf ihrem aktuellen Album \u201eMusic For A While\u201c vollkommen der Nostalgie verschrieben. Nach dem ziemlich verrauschten Auftakt geht es los in Richtung Strandpromenade. F\u00fc\u00dfchen ins Wasser und mit den Fingern schnippen: lasst uns in sch\u00f6nen Erinnerungen schwelgen zu dieser musikalischen Hommage an Dylan und Sgt. Pepper. An Velvet Underground und die Zombies. An Zeiten, in denen man einfach nur die Augen zu schlie\u00dfen brauchte und dann l\u00f6ste sich die Welt vor einem in Luft an. Revolver schicken einen mit diesem sonnendurchfluteten Trip vierzig Jahre zur\u00fcck in der Zeit. Dass sie damit heutzutage sicher keinen Innovationspreis mehr gewinnen, sollte genauso klar sein, wie das breite Grinsen, das sich auf den Gesichtern der Zuh\u00f6rer abzeichnen wird, wenn die Songs den Raum erf\u00fcllen. Wer im Sommer einen sch\u00f6nen Platz zum Tr\u00e4umen sucht. Bei Revolver k\u00f6nnte er f\u00fcndig werden.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-3625 alignleft\" title=\"dj-t\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/dj-t.jpg\" alt=\"dj-t\" width=\"200\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/dj-t.jpg 200w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/dj-t-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/>Wer sich nach dem Sonnenbad noch ein bisschen die Beine vertreten m\u00f6chte, k\u00f6nnte mit dem neusten Wurf von <a href=\"http:\/\/www.myspace.com\/deejaytea\">DJ T<\/a>. gl\u00fccklich werden. \u201eThe Inner Jukebox\u201c ist ein astreiner House-Tune mit Gute Laune Garantie. Die Tracks sind subtil genug, um nicht zu nerven und d\u00fcrften vor allem im Club gut ankommen. DJ T. alias Thomas Koch war ja schon immer einer von den Guten. Als Gr\u00fcnder und Herausgeber des \u201eGroove\u201c-Magazins und Mitbegr\u00fcnder des Berliner Labels \u201eGet Physical\u201c ist er innerhalb der Szene zur Ikone aufgestiegen. Mit seinem neuen Album setzt er nun auf sein bestes Pferd: ein verdubbter bis atmosph\u00e4rischer Sound sch\u00e4lt sich aus den Boxen und wirft die eine oder andere Hymne f\u00fcr die Tanzgemeinde ab. Innovation hei\u00dft hier sein Handwerk zu perfektionieren. DJ T. verl\u00e4sst sich auf seine St\u00e4rken und d\u00fcrfte damit wieder f\u00fcr reichlich Paarbildung auf dem Tanzboden sorgen. Diese Musik ist n\u00e4mlich vor allem eins: ausgenommen sexy.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-3626 alignright\" title=\"riverside\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/riverside.jpg\" alt=\"riverside\" width=\"200\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/riverside.jpg 200w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/riverside-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/>Ganz im Gegensatz zu dem neuen Stoff von <a href=\"http:\/\/www.myspace.com\/riversidepl\">Riverside<\/a>. Da ist rein gar nichts sexy. Au\u00dfer man steht auf schwei\u00dfbedeckte K\u00f6rper, die sich an groovigen Gitarrenkl\u00e4ngen abarbeiten. Prog-Rock ist ja gerade der hei\u00dfeste Gaul der Stunde. Kein Wunder, dass da jeder einmal auf den Buckel rauf m\u00f6chte, um eine Runde \u00fcbers Feld zu galoppieren. Riverside stolzieren mit ihren f\u00fcnf Songs in exakt 44 Minuten und 44 Sekunden so ziellos umher, als suchten sie noch ein Loch im Zaun, durch das sie irgendwie ins Rampenlicht schl\u00fcpfen k\u00f6nnten. Leider beackern das Feld der Prog-Musik aber schon einige, weitaus charmantere Acts, die sich noch dazu die uns\u00e4glichen New Metal Anleihen verkneifen. Kurz gesagt: nicht mein Fall, dieses Album. Fans des Genres sollten \u201eAnno Domini High Definition\u201c aber durchaus mal eine Chance geben.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-3627 alignleft\" title=\"tortuga-bar\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/tortuga-bar.jpg\" alt=\"tortuga-bar\" width=\"200\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/tortuga-bar.jpg 200w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/tortuga-bar-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/>Ziemlich herrlich ger\u00e4t derweil der neuste Output aus dem Hause <a href=\"http:\/\/www.myspace.com\/tortugabar1\">Tortuga Bar<\/a>. Um die beiden Protagonisten Mark Kowarsch (Sharon Stoned) und Alexandra Gschossmann versammelt sich eine illustre Riege der herzallerliebsten Who Is Whos der Indie-Szene. Evan Dando von den Zironenk\u00f6pfen, Phillip Boa, Peter von den Sportis, Bernadette La Hengst, Nino von Virginia Jetzt!, Nagel von Muff Potter, Wrongkong und Kate Mosh sind nur eine kleine Auswahl derjenigen, die auf \u201eNarcotic Junkfood Revolution\u201c ihre Finger mit im Spiel haben. Damit sollte der Hit ja gebucht sein, aber taugt dieses All Star Ensemble auch wirklich was? Oder geht\u2019s bei der Sache vielleicht nur um Namedropping? Mitnichten. Die Scheibe l\u00e4uft am St\u00fcck gut rein. Die G\u00e4ste fallen gar nicht gro\u00df als solche auf, das ganze klingt eher wie ein gro\u00df angelegter Jam von Kollegen, die einfach Bock hatten, mal wieder was Neues zu probieren. Trotzdem ist Vorsicht geboten: Wer sich das Teil n\u00e4mlich vor allem wegen seinen pers\u00f6nlichen Lieblinge zulegt, der k\u00f6nnte am Ende herbe entt\u00e4uscht sein. Mit dem Output der Hauptbands haben die Songs n\u00e4mlich in den meisten F\u00e4llen rein gar nichts gemein. Trotzdem: Gisbert zu Knyhausen und Evan Dando auf einem Track. Dass ich das noch erleben darf. Herrlich.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-3628 alignright\" title=\"melt-5\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/melt-5.jpg\" alt=\"melt-5\" width=\"200\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/melt-5.jpg 200w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/melt-5-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/>Ebenso famos ist mal wieder der neue Soundtrack zum diesj\u00e4hrigen Partyprogramm im kargen Industrieambiente vom Melt-Festival. Die Location ist ja sowieso nicht zu \u00fcberbieten, zumindest in Sachen Atmosph\u00e4re, aber wenn dann auch noch Oasis, Phoenix, Bloc Party, Digitalism, die brillanten Fever Ray und Moderat auf der B\u00fchne stehen, wei\u00df man gar nicht zu welcher der vielen Stages man als aller erstes hechten soll. <a href=\"http:\/\/www.myspace.com\/meltfestival\">\u201eMelt! V\u201c<\/a> versammelt dazu mal wieder alles, was das Indie-Herz begehrt. Neben den oben genannten Acts sind noch Hits von Muff Potter bis Travis, von The Whitest Boy Alive bis The Soundtrack Of Our Lives und von den Foals bis Who Made Who auf dem Silberling versammelt. Das sieht man sich jetzt schon schlaftrunken gen Morgensonne kriechen, um in einen verdienten D\u00e4mmerzustand eintauchen. Wer sich schon mal auf die gro\u00dfe Sause einstimmen m\u00f6chte, sollte sich die Scheibe auf keinen Fall entgehen lassen. Kann man auch einfach eins zu eins auf Mixtape \u00fcberspulen und die Leute damit beeindrucken. Ich sag nur: Hits, Hits, Hits.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-3629 alignleft\" title=\"madness\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/madness.jpg\" alt=\"madness\" width=\"200\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/madness.jpg 200w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/madness-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/>Womit wir dann auch schon wieder zum Ende kommen. Zum Abschluss widmen wir uns noch ein paar \u00e4lteren Herren, die schon viel zu lange in der Versenkung verschwunden sind. <a href=\"http:\/\/www.myspace.com\/reefermadnesss\">Madness<\/a>, ja genau, die mit \u201eOur House\u201c, sind wieder da und wer sie zuletzt bei Rock im Park live erleben durfte -wo sie sogar einen doppelten Regenbogen ans Firmament zauberten-, der wird vor Freude auf die Knie fallen und sich einen Kranz aus Bl\u00fcmchen auf den Kopf setzen. Madness sind n\u00e4mlich nicht, wie von vielen unterstellt, die netten Radiopopper von nebenan. Nein, das ist eine der renommiertesten Ska-Kapellen Englands. Dass sie hierzulande vom Formatradio tot gedudelt wurden, daf\u00fcr k\u00f6nnen die Jungs ja nun wirklich nichts. Dabei erstreckt sich ihr musikalisches Schaffen doch \u00fcber ein breites Sammelsurium an beschwingten Sommerhits, die man sich nur zu gerne zu Gem\u00fcte f\u00fchrt, wenn der Schwei\u00df in hei\u00dfen Tagen von der Stirn purzelt. Im Kreis drehen kann man sich zu \u201eThe Liberty Of Norton Folgate\u201c jedenfalls ganz hervorragend. \u201eNW5\u201c ist sogar solch ein Anpeitscher, das man sich kurzerhand dazu entschlie\u00dft, einfach mal drauf los zu purzelb\u00e4umen (das Wort wollte ich schon immer mal schreiben). Ihr seht also, auch nach 22 Jahren (hoffentlich habe ich richtig gerechnet) sind die Jungs kein bisschen lebensm\u00fcde (oder doch?!). Stattdessen schlie\u00dfen sie mit dem neuen Werk wieder an die Gro\u00dftaten von fr\u00fcher an, Das zehnmin\u00fctige Finale des Albums geh\u00f6rt mit zum Besten, was ich in den letzten Jahren an \u201eSka\u201c-Kl\u00e4ngen von der Insel geh\u00f6rt habe. Mit \u201eNorton Folgate\u201c transferieren sie die h\u00fcbsche Fassade des gleichnamigen Bezirks im Osten Londons ins heimische Wohnzimmer. Da m\u00f6chte man sofort die Fenster aufrei\u00dfen und einen Freiflug auf die Insel nehmen. Madness sind zur\u00fcck. Und wir sind raus f\u00fcr heute. Bis zum n\u00e4chsten Zuckerbeat.<\/p>\n<p>\/\/ alexander nickel-hopfengart<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dredg hatten meiner Meinung nach ihre besten Momente auf ihrem Deb\u00fctalbum \u201eLeitmotif\u201c. Ein solch in sich geschlossenes Werk hatte man nur selten geh\u00f6rt. Es passte alles. Sogar Hits waren drauf, auch wenn sie sich sehr gut hinter dem Gesamtkonzept versteckten. 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