{"id":3694,"date":"2009-06-23T10:33:19","date_gmt":"2009-06-23T09:33:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=3694"},"modified":"2009-07-13T10:53:54","modified_gmt":"2009-07-13T09:53:54","slug":"zuckerbeat-vol78","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=3694","title":{"rendered":"\/\/ zuckerbeat vol.78"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-3695 alignleft\" title=\"moby\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/moby.jpg\" alt=\"moby\" width=\"200\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/moby.jpg 200w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/moby-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/>Was hat David Lynch da nur wieder angerichtet? Mit seinen Spr\u00fcchen \u00fcber das Wundersch\u00f6ne am simplen Kreativsein hat der filmische Zaubermeister im ollen Elektrosympatisanten <a href=\"http:\/\/www.myspace.com\/moby\">Moby<\/a> einen Stimmungswandel erzeugt. Seitdem hat der Musiker einfach keine Lust mehr, einen mit fett produzierten Beats \u00fcber die Tanzfl\u00e4che zu schubsen. Vielmehr wirkt der Musiker seither seltsam in sich gekehrt, ja er wirkt sogar ein wenig besessen von der Idee, das Pers\u00f6nliche in seinen Songs in den Vordergrund zu stellen. So ist \u201eWait For Me\u201c dann auch das entspannteste Album seiner bisherigen Laufbahn geworden. <!--more-->Warm und offen sollen die Songs klingen und das tun sie auch. Das Sch\u00f6ne aber ist, dass diesmal trotzdem keine Langeweile aufkommt. Bei allen Alben von Moby war ja bisweilen die Verf\u00fchrung gro\u00df, alles zwischen den Hits weg zu skippen. \u201e\u201cWait For Me\u201c wiederum wirkt wie aus einem Guss. Orientiert sich musikalisch ganz an den gro\u00dfen Popmomenten, die er einst mit \u201eWhy Does My Heart Feel So Bad?\u201c ins Rennen um die sch\u00f6nste Herzschmerzballade auf die Menschheit herab tr\u00f6pfeln lies. Man kann sich zu dieser Scheibe einfach nur zur\u00fccklehnen und die Augen schlie\u00dfen. Eigentlich ist die Musik perfekt zum Zug fahren. Wenn die Welt an einem vorbei zieht und man scheinbar schwerelos durch die endlosen Weiten der Landschaft driftet. Moby ist auf \u201eWait For Me\u201c zum ersten Mal in seiner Karriere ganz bei sich. Der Punkrocker von fr\u00fcher ist zum Romantiker geworden. Mit solchen Songs verzeiht man ihm das nur zu gerne.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-3696 alignright\" title=\"franz-ferdinand\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/franz-ferdinand.jpg\" alt=\"franz-ferdinand\" width=\"200\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/franz-ferdinand.jpg 200w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/franz-ferdinand-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/>Wer sich die Tage wundert, dass schon wieder eine neue Scheibe von <a href=\"http:\/\/www.myspace.com\/franzferdinand\">Franz Ferdinand<\/a> im Regal steht -wenn auch nur in der Vinyl-Ecke der jeweiligen Filiale- dem sei gesagt, dass es sich bei \u201eBlood\u201c um eine Dub-Version des Drittwerks \u201eTonight: Franz Ferdinand\u201c handelt. War ja auch nicht schwer zu erraten bei dem Covermotiv, oder? Aber was hei\u00dft hier eigentlich lediglich? \u201eBlood\u201c macht n\u00e4mlich verdammt viel Spa\u00df. F\u00fcr Dub-Puristen ist das Album zwar mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Spur zu hektisch geraten, aber so sch\u00f6n abgehangen zu verstrahlten Popsongs habe ich schon lange nicht mehr. Da schl\u00e4ngeln sich die Melodien aus Rauchschwaden empor, dass man meint, man h\u00e4tte sich in ein Nebelgebiet verirrt und starre in ein tiefes Loch, in dem sich exstatische K\u00f6rper winden, die nur als schwache Silhouetten wahrzunehmen sind. Als w\u00e4re das noch nicht genug, gibt es dazu noch ein h\u00fcbsches Schmankerl in Form des Bonus St\u00fccks \u201eBe Afraid\u201c \u2013 einer sympathisch verstrahlten Version von \u201eDream Again\u201c, die sich auch als Rausschmei\u00dfer auf dem Hauptwerk gut gemacht h\u00e4tte. Wer sich im Club gerne mal ins Hinterzimmer verzieht und auf einem verdaddelten Sofa der Dinge harrt. Den kann man \u201eBlood\u201c nur ganz fest ans Herzk\u00e4mmerchen pressen. Franz Ferdinand zeigen auch in der zweiten Reihe keinerlei Ausfall-Erscheinungen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-3697 alignleft\" title=\"black-eyed-peas\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/black-eyed-peas.jpg\" alt=\"black-eyed-peas\" width=\"200\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/black-eyed-peas.jpg 200w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/black-eyed-peas-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/>Wer mal wieder einen HipHop-Fan weinen sehen m\u00f6chte, der muss derweil mal die neue Scheibe von den <a href=\"http:\/\/www.myspace.com\/blackeyedpeas\">Black Eyed Peas<\/a> einlegen. Das war mal eine durchaus renommierte Band in raptechnischen Gefilden und jetzt haben sie vollends den Sprung zum Popact vollzogen. \u201eThe E.N.D.\u201c hat rein gar nichts mehr mit den Anfangstagen der Band gemein. Selbst der Rapmusik wird \u00fcber weite Strecken abgeschworen. Stattdessen findet man elektronische Beats und verzerrte Auto-Tune-Takes, die wirken, als wollte da jemand die Reanimation von Cher einl\u00e4uten. Was uns Kanye West zuletzt in \u00fcberdosierter Form vor den Latz knallte, findet hier seine Vollendung in Partygewand. Die Musik besteht \u00fcber weite Strecken nur noch geringf\u00fcgig aus Strophen, sondern aus Hooks. Eigentlich ist das Album eine einzige Ansammlung von Refrains, die geringf\u00fcgig von kurzen Rapparts unterbrochen werden. Das knallt gerade auf den ersten Blick nat\u00fcrlich ordentlich rein. Die neue Single \u201eI Gotta Feeling\u201c ist so gl\u00e4nzend, dass man gar nicht genug kriegt von diesem Regen aus Seifenblasen. Leider zerplatzt aber so manche musikalische Phantasie beim zehnten Durchlauf, weil die Hooks sich irgendwann totlaufen. Und trotzdem habe ich seit Robbie Williams \u201eRudebox\u201c keine gelungenere Geschmackverirrung der j\u00fcngeren Popgeschichte mehr geh\u00f6rt.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-3698 alignright\" title=\"metric\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/metric.jpg\" alt=\"metric\" width=\"200\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/metric.jpg 200w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/metric-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><a href=\"http:\/\/www.myspace.com\/metric\">Metric <\/a>z\u00fcnden hinterher dann ein wahres Feuerwerk der Emotionen. \u201eHelp I\u00b4m Alive\u201c ist einer der zuckers\u00fc\u00dfesten Indie-Pop Songs des Jahres. Wenn sich dieses \u201e\u2026still i\u00b4m alive\u201c aus den musikalischen Nebelschwaden des Clubs sch\u00e4lt, m\u00f6chte man vor Gl\u00fcck einfach an die Decke h\u00fcpfen. Aber damit nicht genug. Die Single ist n\u00e4mlich nur der Vorgeschmack auf ein famoses Elektro-Pop-Werk, das man so schnell nicht mehr aus den Geh\u00f6rg\u00e4ngen der Partyfraktion verbannen k\u00f6nnen wird. \u201eFantasies\u201c hat alles, was ein zeitgen\u00f6ssisches Indie-Pop-Werk braucht. Irgendwo zwischen dem Erstling von The Gossip und dem creepy Sound von The Knife sind Metric eine Art partytaugliches Update f\u00fcr die Moloko-Fraktion. Dazu ein bisschen beschwingten Cardigans-Charme in die Hookline gepfeffert und fertig ist der Hit. \u201eFantasies\u201c wird gerade vielleicht ein bisschen im Fahrwasser der neuen The Gossip untergehen, weil Beth Ditto mit ihrer Musik die Titelseiten der einschl\u00e4gigen Musikgazetten \u00fcberlagert. In nicht allzu ferner Zeit aber wird dieses Werk hier noch mal an die Oberfl\u00e4che geschwemmt werden und man wird sich zu Songs, wie \u201eSatellite Mind\u201c und \u201eGold Guns And Girls\u201c, die Klamotten vom Leib rei\u00dfen, um sich m\u00f6glichst viel Sonne in die Herzkammern zu sp\u00fclen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-3699 alignleft\" title=\"lovedrug\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/lovedrug.jpg\" alt=\"lovedrug\" width=\"200\" height=\"200\" \/>Und wo kommen die denn jetzt her? <a href=\"http:\/\/www.myspace.com\/lovedrug\">Lovedrug<\/a> aus Cleveland tun auf ihrem neuen Album mal eben so, als h\u00e4tte es Dredg nie gegeben und Coldplay einem nie den Spa\u00df an melancholischen Kl\u00e4ngen versaut. \u201eThe Sucker Punch Show\u201c gibt sich nicht damit zufrieden, einfach nur den romantischen Sehns\u00fcchten zu fr\u00f6nen, nein das Album packt auch hin und wieder die 70er Jahre Glamrockkeule aus und wirft dir eine geh\u00f6rige Portion Glitter auf die Schultern. Viele sprechen bei dem Album schon von einem astreinen Geniestreich. So weit w\u00fcrde ich nicht gehen, aber es ist schon bemerkenswert, wie die Band Van Halen mit einer Bootstour im Mondschein verkn\u00fcpft und damit auch noch durchkommt. Jedes Mal, wenn man das Gef\u00fchl bekommt, jetzt m\u00fcsste es peinlich werden, ziehen sie einen wieder zur\u00fcck ins Trockene auf kontern die plakativen Anma\u00dfungen des Glamrock-Genres mit einem fetten Augenzwinkern. Den gr\u00f6\u00dften Profit schl\u00e4gt die Band dabei aus ihren Melodien, die sich immer wieder gegenseitig an Intensit\u00e4t \u00fcbertreffen. F\u00fcr sich allein genommen ist dieses Album hier eine einzige Frechheit, eine Geschmacksverirrung sonders gleichen, aber Lovedrug schaffen es, dass man alle Hemmungen urpl\u00f6tzlich \u00fcber Bord wirft. Sie machen den 70er Jahre Rock wieder konsensf\u00e4hig und greifen mit diesem Album zur Krone des Hardrock, die Guns\u00b4n\u00b4Roses zuletzt so leichtfertig abgelegt haben. Wie sie das machen? Keine Ahnung\u2026 aber es funktioniert, verdammte Schei\u00dfe.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-3700 alignright\" title=\"kanye-west-dawn\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/kanye-west-dawn.jpg\" alt=\"kanye-west-dawn\" width=\"200\" height=\"200\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-3701 alignright\" title=\"kanye-west-dusk\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/kanye-west-dusk.jpg\" alt=\"kanye-west-dusk\" width=\"200\" height=\"200\" \/>Ziemlich poppig geht es anschlie\u00dfend weiter mit zwei Ver\u00f6ffentlichungen aus dem Hause <a href=\"http:\/\/www.myspace.com\/kanyewest \">Kanye West &amp; Malik Yusef<\/a>. Die pr\u00e4sentieren auf \u201eG.O.O.D. Morning G.O.O.D. Night\u201c einen emotionalen Mix der Gef\u00fchle \u00fcber zwei Runden. Eingel\u00e4utet vom zauberhaften Gesang von Jennifer Hudson entpuppt sich die zweite Scheibe \u2013genannt \u201eDusk\u201c- im Nachhinein als das gelungenere Tune. Die zahlreichen Stimmen der G\u00e4ste verschmelzen wie von selbst zu einer homogenen Einheit, wobei vor allem die Gasbeitr\u00e4ge von Mr. Hudson (\u201eThe Return\u201c zusammen mit Yaw) und das famose \u201eMagic Man\u201c mit freundlicher Unterst\u00fctzung von niemand geringerem als Common und John Legend hervorzuheben sind. Der entspannte Sound der Scheibe verschafft den K\u00fcnstlern von Zzaje bis Vaughn Anthony einen musikalischen Unterbau, auf den sich die Gaststars nur zu gerne austoben. An Featureg\u00e4sten haben West und Yusef auf beiden Scheiben nicht gespart. Es d\u00fcrften mit Sicherheit an die 50 sein. Davon befinden sich die gr\u00f6\u00dften Namen allerdings auf Scheibe eins. \u201eDawn\u201c wird unter anderem befeuert von niemand geringerem als Adam Levine (Maroon 5), KRS-1, Twista, Michelle Williams und Big Sean. Die Musik klingt abermals entspannt und man ist gl\u00fccklich, von West mal keine \u201eAuto-Tune\u201c-Phantasien um die Ohren geballert zu bekommen. Stattdessen gibt\u2019s gro\u00dfe Popsongs gepaart mit versierten Raps, die nur selten wirken, als w\u00e4ren sie Ausschuss-Ware vom letzten Studiowerk. \u201eG.O.O.D. Morning G.O.O.D. Night\u201c erschl\u00e4gt einen dabei vielleicht anfangs etwas aufgrund seiner epischen L\u00e4nge und wird wohl auch deshalb getrennt auf \u201eDusk\u201c und \u201eDawn\u201c ver\u00f6ffentlicht. Am Ende aber muss man lange nach einer Ver\u00f6ffentlichung suchen, die \u00fcber so weite Strecken nahezu ohne einen einzigen Ausfall daher kommt. Insgesamt ist \u201eG.O.O.D. Morning G.O.O.D. Night\u201c damit allemal besser, als das letzte Solowerk von West, dessen Mut zum Risiko man zwar bewundern darf, der sich aber auch gerne mal wieder an seiner Paradedisziplin versuchen darf.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-3702 alignleft\" title=\"clark\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/clark.jpg\" alt=\"clark\" width=\"200\" height=\"200\" \/>Und weiter geht\u2019s mit etwas subtilerem Elektro-Pop aus dem Hause \u201eWarp\u201c. \u201eTotems Flare\u201c von <a href=\"http:\/\/www.myspace.com\/throttleclark\">Clark <\/a>ist mal wieder ein echter Brocken von Album. Ein dynamischer wohlgemerkt, dessen gr\u00f6\u00dfte St\u00e4rke es ist, dass man dazu trotzdem schwei\u00df\u00fcberstr\u00f6mt im Kreis h\u00fcpfen kann, ohne sich gleich als Fan der Chemical Brothers outen zu m\u00fcssen. Es ist eben doch m\u00f6glich direkte Songs mit einem gewissen Anspruch zu untermauern. Clark k\u00f6nnte es mit diesem Album glatt auf die gro\u00dfe B\u00fchne schaffen, wenn er es denn darauf anlegen w\u00fcrde. Gro\u00dfspurig genug ist er ja, wenn er selbst \u00fcber das Album sagt: Das schwierigste an der ganzen Sache ist die Songauswahl gewesen. Der Typ scheint ja wirklich einen monsterm\u00e4\u00dfigen Output am Start zu haben. Und ganz im ernst: was er hier so fabriziert; wie er einen atemlosen Rave mit Hooklins und Gitarrenriffs aufpumpt. Da kann man als H\u00f6rer schon mal ins Schw\u00e4rmen und Schwitzen geraten. Der Hitappeal dieser Scheibe \u00fcbertrifft alle Erwartungen. F\u00fcr den Moment ist \u201eTotems Flare\u201c ein einziger Triumph. Bleibt nur zu hoffen, dass er damit nicht ins Kiesbett des Formatradios schlittert.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-3705 alignright\" title=\"julia-marcell\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/julia-marcell.jpg\" alt=\"julia-marcell\" width=\"200\" height=\"200\" \/>Alle Fans von den Dresden Dolls sollten sich derweil mal das neue Album von <a href=\"http:\/\/www.myspace.com\/juliamarcell\">Julia Marcell<\/a> zu Gem\u00fcte f\u00fchren. Die junge K\u00fcnstlerin aus Polen versammelt auf \u201eIt Might Like You\u201c klassische Pianokl\u00e4nge und verziert sie mit ihrer sprunghaften Stimme. Der Aufschrei in Bezug auf ihre Musik mag bisher zwar nicht besonders gro\u00df gewesen sein, aber was sagt das schon wirklich \u00fcber die Gr\u00f6\u00dfe von Musik?! Julia Marcells Platte lebt vorwiegend von den Geschichten. Dass sie es zudem versteht, den klassischen Ansatz der Songs mit dem Sound der gegenw\u00e4rtigen Popmusikszene zu verpendeln, ohne dabei in plakatives Heulsusen-Ged\u00f6nse der Marke Evanesence abzudriften,  kann man ihr gar nicht zu hoch anrechnen. Am ehesten ist die Musik auf \u201eIt Might Like You\u201c vielleicht noch mit der von Kate Nash vergleichbar, die ja wiederum gekonnt bei Regina Spektor abgekupfert hat. Wer also mal wieder auf der Suche nach einem Kabarett der ganz gro\u00dfen Gef\u00fchle ist, er sollte sich diese Scheibe nicht entgehen lassen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-3703 alignleft\" title=\"eureka\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/eureka.jpg\" alt=\"eureka\" width=\"200\" height=\"200\" \/>Und jetzt bitte \u201enicht schon wieder so eine Promo, wo sie \u00fcber die Musik dr\u00fcber labern\u201c, denke ich noch, als \u201eShackleton`s Voyage\u201c von <a href=\"http:\/\/www.myspace.com\/eurekashackletonsvoyage\">Eureka<\/a> die Boxen flutet. Doch dann muss ich feststellen, dass das ja zum Konzept geh\u00f6rt. Besser macht das die Musik allerdings auch nicht. Yes als Einfluss zu nennen, ist ja inzwischen gang und g\u00e4be in der Progrock-Szene und auch wenn hier Billy Sherwood h\u00f6chstpers\u00f6nlich auf zwei Songs mitsingt (die ganz nebenbei mit Abstand die besten der Platte sind), erzeugt der oftmals instrumentale Allerlei ansonsten ganz furchterregende Erinnerungen an den Soundtrack von \u201eTitanic\u201c.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-3704 alignright\" title=\"black-moth-super-rainbow\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/black-moth-super-rainbow.jpg\" alt=\"black-moth-super-rainbow\" width=\"200\" height=\"200\" \/>Nur schnell weg also und zum Abschluss noch mal in ein ebenso ausuferndes, aber gleichsam mitrei\u00dfendes Popalbum reingeh\u00f6rt. <a href=\"http:\/\/www.myspace.com\/blackmothsuperrainbow\">Black Moth Super Rainbow<\/a> nennt sich die Vocoder-Pop-Combo, die mit \u201eEating Us\u201c einen Zwitter aus Beatles-Melodien und verstrahlten Melodien der Marke Moloko fabriziert. Die verzerrte, weibliche Gesangsstimme strahlt dabei eine Kiffer-Romantik aus, dass man sich sofort in einen schwerelosen Raum beamen m\u00f6chte, um mehrer Salti r\u00fcckw\u00e4rts zu absolvieren. Irgendwie scheint diese Musik gefangen in den endlosen Weiten der Popgeschichte \u2013 mit nostalgischem Flair steuern Black Moth Super Rainbow geradewegs in Gefilde abseits jeglicher Konventionen. Warum das trotzdem irgendwie schmissig und kurzweilig wirkt und die ausufernden Kl\u00e4nge nicht ins Uferlose abdriften. Gute Frage. Da muss ich jetzt erstmal dr\u00fcber nachdenken. Deshalb Schluss f\u00fcr heute. Bis zum n\u00e4chsten Zuckerbeat.<\/p>\n<p>\/\/ alexander nickel-hopfengart<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was hat David Lynch da nur wieder angerichtet? Mit seinen Spr\u00fcchen \u00fcber das Wundersch\u00f6ne am simplen Kreativsein hat der filmische Zaubermeister im ollen Elektrosympatisanten Moby einen Stimmungswandel erzeugt. 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