{"id":3709,"date":"2009-06-23T13:56:22","date_gmt":"2009-06-23T12:56:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=3709"},"modified":"2009-07-13T10:48:31","modified_gmt":"2009-07-13T09:48:31","slug":"dreckig-laut-und-saugeil","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=3709","title":{"rendered":"\/\/ dreckig, laut und saugeil"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-3710 alignleft\" title=\"cimg2325\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/cimg2325.jpg\" alt=\"cimg2325\" width=\"200\" height=\"150\" \/>F\u00fcr alle Musikverr\u00fcckten im Lande, f\u00fcr die es nichts sch\u00f6neres gibt, als bei Dauerregen und Dosenbier auf einer matschigen Wiese zu gro\u00dfartiger Musik abzugehen gab es am Wochenende nur eine Adresse im S\u00fcden. Das Southside- Festival in Neuhaus ob Eck, irgendwo im Schwarzwald. Man muss Festivals lieben, um unter solchen Bedingungen die Party des Sommers feiern zu k\u00f6nnen, die Liebe zur Musik allein ist da nicht genug.<!--more--> Aber alle, die genauso bl\u00f6d wie ich sind, fanden am Southside  perfekte Bedingungen f\u00fcr ein entspanntes Wochenende vor, und das trotz Dauerregen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-3712 alignright\" title=\"cimg2284\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/cimg2284.jpg\" alt=\"cimg2284\" width=\"200\" height=\"150\" \/>Die Organisatoren haben ganze Arbeit geleistet, alles hat gut bis sehr gut funktioniert, vom M\u00fcllpfand bis hin zum fast durchgehend perfekten Sound auf allen drei B\u00fchnen. Das Publikum dankte es den Veranstaltern, indem es fast v\u00f6llig friedlich feierte. Es geht schlie\u00dflich um die Musik.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-3711 alignleft\" title=\"cimg2294\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/cimg2294.jpg\" alt=\"cimg2294\" width=\"200\" height=\"150\" \/>Das line up hatte es in diesem Jahr schwer mit seinem Vorg\u00e4nger von 2008 mitzuhalten, wo man teilweise gar nicht mehr wusste, wie man jetzt schnell von der eine zur anderen B\u00fchne kommen sollte, weil man einfach alles sehen musste- und das bei durchgehend \u00fcber drei\u00dfig Grad im Schatten.<\/p>\n<p>In diesem Jahr war alles ein bisschen gediegener, und die ganz gro\u00dfen Namen haben trotzdem ebenso wenig gefehlt wie die kleinen \u00dcberraschungen. Es gab ja schon im Vorfeld einige Sensationen was die Bands betraf. Wer h\u00e4tte schon gedacht, dass es Kraftwerk oder Faith No More noch einmal wiedervereinigt auf eine B\u00fchne schaffen w\u00fcrden, oder das man 2009 noch ein mal bei einem Livekonzert der gro\u00dfartigen Pixies zu &#8222;were is my mind&#8220;  \u00fcber die Wiese tanzt?Nick Cave and the Bad Seeds, Social Distortion  und Nine Inch Nails an einem einzigen Wochenende sieht? Wahrscheinlich geht es vielen wie mir: Die pers\u00f6nliche &#8222;muss ich unbedingt noch live sehen&#8220;- Liste ist an diesen drei Tagen um ein ganzes St\u00fcck k\u00fcrzer geworden.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-3713 alignleft\" title=\"cimg2332\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/cimg2332.jpg\" alt=\"cimg2332\" width=\"200\" height=\"150\" \/>Nat\u00fcrlich war das Publikum dementsprechend teilweise nicht mehr ganz so jung, und nicht jeder Act absolut massenkompartibel. Aber wenn ein Nick Cave mit seiner gro\u00dfartigen Liveband bis weit nach Mitternacht- und bis weit \u00fcber die Grenzen der Ersch\u00f6pfung hinaus- wie ein besessener von der B\u00fchne predigt und sich v\u00f6llig aufl\u00f6st in dem Licht und der Stimmung und der Energie, oder Mike Ness von Social Distortion sein ganzes Leben auf die B\u00fchne wirft bei einem gro\u00dfartigen Auftritt, der leider ziemlich schwach besucht war, dann hat das mit einem normalen Rockkonzert rein gar nichts mehr zu tun. Das sind K\u00fcnstlergenies die eine ganze Generation gepr\u00e4gt haben und mit ihrer v\u00f6lligen Autizit\u00e4t ganze Leben. Und am Ende ist das reine Kunst. Da muss eine Katie Perry erst mal hinkommen, auch wenn sie noch so niedlich vor ihrem B\u00fchnenbild in Form eines wei\u00dfen Gartenzaunes rumh\u00fcpft und &#8222;i kissed a girl&#8220; gleich zweimal singt.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-3715 alignright\" title=\"cimg2301\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/cimg2301.jpg\" alt=\"cimg2301\" width=\"200\" height=\"150\" \/>Neben diesen ganzen Superlativen gab es nat\u00fcrlich vor allem eines: Konzerte, die einfach Spa\u00df gemacht haben. Dass die \u00c4rzte eine geile Liveshow abliefern, ist bekannt. Ihr Konzert am Freitag Abend war einer der magischen Momente des Wochenendes, wo man trotz dem schlechten Wetter einfach pl\u00f6tzlich wieder wusste, warum man sich so lang auf dieses Festival gefreut hatte. Die Stimmung war einfach greifbar und es lag mal ausnahmsweise nicht am Wetter, das bei der &#8222;besten Band der Welt&#8220; kein Hemd trocken blieb.<br \/>\nEine ganze Menge neuer Fans haben nach diesem Wochenende wohl auch die unglaublich talentierten Jungs von The Gaslight Anthem, denen es mit ihrer Mischung aus Punkrock, Soul und Bruce Springsteen gelungen ist, unglaublich tiefgehende Musik zu machen, die gleicherma\u00dfen zart und hart sein kann, und das sogar live. Gut, die ganz hartgesottenen Zuschauer lie\u00dfen sich selbst bei einer so ergreifend l\u00e4ssigen Ballade wie &#8222;Miles Davis &amp; The Cool&#8220; nicht von der Formirrung einer Wall of Death abhalten, aber die Stimmung war trotzdem einfach genial, und The Gaslight Anthem werden in den n\u00e4chsten Jahren warscheinlich so richtig gro\u00df werden.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-3716 alignleft\" title=\"cimg2318\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/cimg2318.jpg\" alt=\"cimg2318\" width=\"200\" height=\"150\" \/>Tja, was darf sonst noch keinesfalls unerw\u00e4hnt bleiben? Maja Ivarsson von The Sounds warscheinlich. Die hat im wohl knappsten B\u00fchnenoutfit ever die m\u00e4nnlichen Besucher ganz sch\u00f6n ins schwitzen gebracht, und das vielleicht lauteste Konzet des Festivals hingelegt, und nat\u00fcrlich Anti- Flag, bei denen man nicht nur gut abgehn konnte, sondern auch noch Nachhilfe in j\u00fcngster Politik und N\u00e4chstenliebe bekommen hat. Ob bouncen bei Culcha Candela,nackte Tatsachen bei SKA-P (die ziemlich krasse Texte machen- zum Gl\u00fcck kann nicht jeder Spanisch) oder Sex on Fire ( das heimliche Motto des Wochenendes) mit den Kings of Leon- alles immer relativ, was man mag und sich anschaut oder nicht. Aber es war auf jeden fall f\u00fcr jeden Geschmack mehr als genug geboten und die Stimmung war durchgehend absolut genial, und w\u00e4hrend ich hier sitze und mir die M\u00fcdigkeit noch bis zum Anschlag in den Knochen steckt, bekomme ich langsam schon wieder richtig Lust auf n\u00e4chstes Jahr. Danke Southside.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcr alle Musikverr\u00fcckten im Lande, f\u00fcr die es nichts sch\u00f6neres gibt, als bei Dauerregen und Dosenbier auf einer matschigen Wiese zu gro\u00dfartiger Musik abzugehen gab es am Wochenende nur eine Adresse im S\u00fcden. Das Southside- Festival in Neuhaus ob Eck, irgendwo im Schwarzwald. 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