{"id":4719,"date":"2009-09-24T15:21:23","date_gmt":"2009-09-24T14:21:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=4719"},"modified":"2009-09-26T08:30:51","modified_gmt":"2009-09-26T07:30:51","slug":"zuckerbeat-vol-92-can-i-forgive-what-i-cannot-forget","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=4719","title":{"rendered":"\/\/ zuckerbeat vol. 92 &#8211; can i forgive what i cannot forget?"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-4720\" title=\"brand-new1\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/09\/brand-new1-300x300.jpg\" alt=\"brand-new1\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/09\/brand-new1-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/09\/brand-new1-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/09\/brand-new1.jpg 438w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>Ich muss mich jetzt noch mal selbst davon \u00fcberzeugen, ob das wirklich die richtige Cd ist, die da im Player liegt\u2026 ich meine, ich h\u00e4tte ja mit allem gerechnet, aber dass <strong>Brand New<\/strong> bereits im ersten Song ihres neuen Werks \u201eDaisy\u201c jegliche musikalischen Grenzen vom Engelschor bis zum Brachial-Gewalze ausloten. Keine Chance. Auch im weiteren Verlauf entpuppt sich \u201eDaisy\u201c als unberechenbar. Ein Album, wie ein Knallfrosch, der immer wieder von einem Ort zum n\u00e4chsten h\u00fcpft. Nach kurzer Eingew\u00f6hnungszeit erstrahlt diese Scheibe dann aber im ganz grellem Licht. \u201eBed\u201c ist eine der sch\u00f6nsten Post-Grunge-Balladen, die ich in den letzten Jahren geh\u00f6rt habe. \u201eAt The Bottom\u201c zeigt My Chemical Romance wie man es richtig macht und mit \u201eGasoline\u201c machen die Jungs dann fast schon Mudhoney Konkurrenz. Die Stimme des S\u00e4ngers scheint in manchen Momenten kurz davor zu stehen, in tausend kleine Teile zu zerbersten. Und wer sich schon einmal einen Auftritt von Brand New angesehen hat, der wei\u00df, was ich meine. Da kniet S\u00e4nger Jesse bisweilen am B\u00fchnenrand, kopf\u00fcber, das Mikrofon h\u00e4ngt in Richtung Publikum und klatscht unaufh\u00f6rlich gegen den kargen Asphalt. Der Protagonist droht jeden Moment den Halt zu verlieren, br\u00fcllt sich die Seele aus dem Leib und wer jetzt meint, das w\u00fcrde irgendwie aufgesetzt wirken: tut es nicht. Man hat wirklich das Gef\u00fchl, der verreckt gleich an den Emotionen, die er mit seinen Songs in die Wagschale wirft. <span><!--more--><\/span>Am Ende dann ein kurzes Klacken. Zack, boom, aus die Maus. Willkommen zur\u00fcck in Gef\u00fchlswelten, welche die Rockmusik heute \u00fcber weite Strecken hinter sich gelassen hat. \u201eDaisy\u201c ist ein Manifest, das in elf Songs das gesamte Spektrum zeitgen\u00f6ssischer Rockmusik mit dem klassischen Grunge-Sound verkn\u00fcpft. Wer seit einer gef\u00fchlten Ewigkeit mal wieder auf eine Rockband gewartet hat, die nachhaltig im Ged\u00e4chtnis bleiben wird: hier hat er sie.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><strong> <\/strong><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-4711\" title=\"pearl-jam\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/09\/pearl-jam-300x300.jpg\" alt=\"pearl-jam\" width=\"333\" height=\"333\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/09\/pearl-jam-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/09\/pearl-jam-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/09\/pearl-jam.jpg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 333px) 100vw, 333px\" \/>Ein neues Album von <strong>Pearl Jam<\/strong> ist derweil ja immer was Besonderes. Schade nur, dass den Jungs mit zunehmendem Lebensalter immer mehr die Energie fl\u00f6ten geht. Wobei?! Das war irgendwie auch zu verkraften, weil die Songs trotzdem so herrlich geerdet und anders klangen, als der ganze glatt produzierte Mist in den Charts. \u201eBackspacer\u201c ist nun wieder ein geerdetes Werk geworden. Nur haben Pearl Jam seit ihren Anfangstagen nicht mehr so in die Instrumente gedroschen, wie jetzt. Fast bekommt man das Gef\u00fchl, als wolle da jemand seine zweite Jugend ausrufen. Die ersten vier Songs knallen so derma\u00dfen rein, dass man sich einfach nur entspannt zur\u00fccklehnt, wenn Eddie Vedder mit \u201eJust Breathe\u201c im f\u00fcnften Song zum ersten Mal von einer akustischen Gitarre begleitet wird und \u201eStay With Me, You\u00b4re All I See\u201c ins Mikrofon schluchzt. Wie die Band diesen Song mit himmelhochjauchzenden Geigen zu Grabe tr\u00e4gt. Ein Wahnsinn. Ich bin so gepl\u00e4ttet, dass ich aufpassen muss, nicht dem Strudel der Emotionen zu erliegen und diesen Befreiungsschlag hier einfach nur abzufeiern. Die zweite H\u00e4lfte der Scheibe startet dann etwas schw\u00e4cher mit nostalgischem Gepl\u00e4nkel a la \u201eAmongst The Waves\u201c oder dem radiotauglichen \u201eSpeed Of Sound\u201c, aber mit \u201eUnthought Known\u201c<span> <\/span>und dem atemlosen \u201eSupersonic\u201c<span> <\/span>machen die Jungs klar, dass sie es noch mal wissen wollen. Die vielen Fans des \u201eInto The Wild\u201c-Soundtracks werden zwar von \u201eBackspacer\u201c anfangs etwas vor dem Kopf gesto\u00dfen, daf\u00fcr aber mit einen wunderbarem Rockalbum getr\u00f6stet, das Pearl Jam auch f\u00fcr die n\u00e4chste Generation interessant h\u00e4lt.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-4712\" title=\"manchester-orchestra-mean-everything-to-nothing-2009\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/09\/manchester-orchestra-mean-everything-to-nothing-2009-300x277.jpg\" alt=\"manchester-orchestra-mean-everything-to-nothing-2009\" width=\"300\" height=\"277\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/09\/manchester-orchestra-mean-everything-to-nothing-2009-300x277.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/09\/manchester-orchestra-mean-everything-to-nothing-2009.jpg 549w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>Im <strong>Manchester Orchestra <\/strong>geht es derweil ebenso turbulent zu, wie bei den Jungs aus Seattle. \u201eMean Everything To Nothing\u201c hat das Zeug, der sympathsichen Crew auch hierzulande eine breite Fanbase zu bescheren. An die quietschfidele Stimme von S\u00e4nger Andy Hull muss man sich zwar \u00e4hnlich, wie bei Portugal, The Man, erst einmal gew\u00f6hnen, doch schon beim zweiten Track ist man mittendrin in dieser orchestralen Umlaufbahn der Gl\u00fcckseligkeit. Die meisten Songs wirken, wie Helium-Ballons, die beim Eindringen in die Erdatmosph\u00e4re in Gro\u00dfaufnahme zerplatzen. Die Tracks spr\u00fchen so derma\u00dfen vor Energie und sind so druckvoll arrangiert, dass man gar nicht mehr genug bekommt von all den spr\u00f6den Melodien, die einen ganzen Konzertsaal in ein Wellenbad transformieren, wenn am Ende alle G\u00e4ste ihre H\u00e4nde gen Clubhimmel rei\u00dfen. Jetzt einfach noch auf die B\u00fchne st\u00fcrmen und sich in die ausgestreckten Arme der Zuschauer st\u00fcrzen. Manchester Orchestra wirken wie Brand New und Kings Of Leon in einem, die gemeinsam durch ein Sturmgebiet hetzen. Die dynamischen Songs machen einen atemlos. Trotzdem entpuppen sich Tracks, wie \u201eShake It Out\u201c und \u201eI\u00b4ve Got Friends\u201c schon nach wenigen Durchl\u00e4ufen als astreine Hymnen, die all den Chemical Romances und Fall Out Boys vor Augen f\u00fchren, wie man heutzutage noch Rockmusik von Relevanz aus den Boxen ballert.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-4713\" title=\"findus\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/09\/findus-300x256.jpg\" alt=\"findus\" width=\"243\" height=\"207\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/09\/findus-300x256.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/09\/findus.jpg 708w\" sizes=\"auto, (max-width: 243px) 100vw, 243px\" \/>Und wo wir gerade dabei sind. Das fr\u00f6hliche Treiben kann man dann hinterher gleich fortsetzen mit den Jungs von <strong>Findus<\/strong>. Die klingen auf \u201eSansibar\u201c, als wollten sie Superpunk und der Rockformation Discokugel Konkurrenz machen. So einen beschwingten BeatPunkMod-Tune habe ich schon lange nicht mehr geh\u00f6rt. \u201eMeine Freunde trinken zu viel Alkohol und ich kann nicht mehr stehen\u201c und dann ab daf\u00fcr. Diese Scheibe will gefeiert werden. Da wankst du freudetrunken durch die Stra\u00dfen und schreist dir die Seele aus dem Leib. Wenn die Jungs dran bleiben, steht ihnen vielleicht nicht zwangsl\u00e4ufig eine gro\u00dfe Karriere bevor, aber sie werden in jedem Kellerloch von Disco gefeiert werden, als w\u00e4ren sie das Licht am Ende des Tunnels. Also komm schon, worauf wartest du: Segel setzen und volle Kraft voraus.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-4714\" title=\"noisettes\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/09\/noisettes-291x300.jpg\" alt=\"noisettes\" width=\"291\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/09\/noisettes-291x300.jpg 291w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/09\/noisettes.jpg 461w\" sizes=\"auto, (max-width: 291px) 100vw, 291px\" \/>Was wiederum mit den <strong>Noisettes<\/strong> los ist, das muss ich jetzt erst einmal verarbeiten. Die auf Dauerrotation geschickte \u00dcber-Single \u201eNever Forget You\u201c l\u00e4uft auf allen Radiostationen rauf und runter und auch der Rest des Albums \u201eWild Young Hearts\u201c strotzt nur so vor radiotauglichem Disco-Pop. Jegliche Punkrockelemente, die den Vorg\u00e4nger mit ihren unberechenbaren Ausbr\u00fcchen so gl\u00e4nzend gerieten lie\u00dfen, wurden auf dem neuen Album \u00fcber Bord geschmissen, wie schimmliges Obst. Stattdessen erg\u00f6tzt sich die Band nun an ganz gro\u00dfen Pop-Melodien, die sie auf dem Vorl\u00e4ufer noch hinter einer gro\u00dfen Portion Krach versteckt haben. \u201eWild Young Hearts\u201c macht Schluss mit dieser Verschleierungstaktik. Die Platte ist ganz gro\u00dfes Kino f\u00fcrs Nachmittagsradio. Sie tut keinem weh und funkelt wie eine nimmerm\u00fcde Discokugel, die n\u00e4chtelang auf Endlosschleife rotiert. Das Sch\u00f6ne an \u201eWild Young Hearts\u201c ist allerdings, dass man direkt nach dem ersten Schockmoment, in dem man denkt, man habe mit den Noisettes mal wieder eine gute Band an die Industrie verloren, dass man in diesem Augenblick, wie schon beim letzten Album von Rilo Kiley, durchaus mit den Songs warm wird, wenn man den St\u00fccken eine Chance gibt. Nach und nach wirken die werten Noisettes n\u00e4mlich wie Amy Winehouse im Gitarrenmantel. Die Energie schlummert zwischen den Zeilen. Im treibenden Gitarrensolo von \u201eBeat Of My Heart\u201c oder in den gelungenen Texten, die das poppige Kleid immer wieder ad absurdum f\u00fchren. Alles in allem ein Nachfolger, der \u00fcberrascht. Und am Ende ein durchaus gelungener Szenen-Wechsel.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-4715\" title=\"marsheaux\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/09\/marsheaux-300x300.jpg\" alt=\"marsheaux\" width=\"209\" height=\"209\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/09\/marsheaux-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/09\/marsheaux-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/09\/marsheaux.jpg 498w\" sizes=\"auto, (max-width: 209px) 100vw, 209px\" \/>Unterk\u00fchlte Elektronik bekommt man derweil von <strong>Marsheaux<\/strong> aufs Tablett serviert. Die beiden M\u00e4dels Marianthi und Sophie spielen auf ihrem Album \u201eLumineux Noir\u201c mit den Phantasien des H\u00f6rers und fabrizieren ein Handvoll aufreizender Elektro-Pop-Momente. Drei Songs lang klingt das dann auch wirklich spannend und mitrei\u00dfend, nur leider sind Marsheaux noch nicht The Knife und dementsprechend stellt sich fortw\u00e4hrend immer gr\u00f6\u00dfere Gleichg\u00fcltigkeit beim H\u00f6rer ein. Die Parallelen zum Sound von Client, deren letztes Album ebenfalls an fehlendem Abwechslungsreichtum krankte, sind un\u00fcberh\u00f6rbar. Trotzdem entpuppen sich einzelne Tracks, wie \u201eStand By\u201c und \u201eBreakthrough\u201c dosiert auf einem Mixtape eingesetzt als bunt blitzende Stimmungsraketen, die jedes Wohnzimmer in einen Tanztempel transformieren. Kurz gesagt: wer auf poppige Melodien mit synthetischem Wumms steht. Hier gibt\u2019s die Vollbedienung in 13 Akten.<span> <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">\n<p class=\"MsoNormal\"><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-4716\" title=\"i_might_be_wrong_-_circle_the_yes_550\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/09\/i_might_be_wrong_-_circle_the_yes_550-300x300.jpg\" alt=\"i_might_be_wrong_-_circle_the_yes_550\" width=\"223\" height=\"223\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/09\/i_might_be_wrong_-_circle_the_yes_550-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/09\/i_might_be_wrong_-_circle_the_yes_550-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/09\/i_might_be_wrong_-_circle_the_yes_550.jpg 559w\" sizes=\"auto, (max-width: 223px) 100vw, 223px\" \/>I Might Be Wrong<\/strong> begeben sich derweil auf die Suche nach dem perfekten Loop. Auf ihrem neuen Album \u201eCircles The Yes\u201c wird mal wieder Ping Pong gespielt mit den Fingerkuppen des H\u00f6rers. Als wollte sie einen musikalischen Handkuss vollf\u00fchren, wirft einem Lisa von Billerbeck mit ihrer sanften Stimme einen bet\u00f6renden Blick nach dem n\u00e4chsten zu. Das Ganze manifestiert sich in elektro-verpoppten Momenten, die reduziert und atmosph\u00e4risch zugleich wirken und dabei immer wieder von der Stimme der Protagonistin in ein wohl beh\u00fctetes Licht getaucht werden. Die soundtechnischen Eskapaden von I Might Be Wrong k\u00f6nnen einem dabei zwar bisweilen etwas schleierhaft vorkommen. Ist man aber bereit, sich auf die abwegigen Spielereien einzulassen, welche da im Hintergrund ablaufen, dann entpuppt sich das neue Album als durchaus schl\u00fcssiges Werk, dessen wahre Gr\u00f6\u00dfe sich vor allem bei n\u00e4chtlichen Autofahrten \u00fcber einsame Landstriche offenbart.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-4717\" title=\"teenage-bottlerocket\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/09\/teenage-bottlerocket.jpg\" alt=\"teenage-bottlerocket\" width=\"240\" height=\"240\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/09\/teenage-bottlerocket.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/09\/teenage-bottlerocket-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 240px) 100vw, 240px\" \/>Die Post-Ramones von <strong>Teenage Bottlerocket<\/strong> widmen sich derweil auf ihrem neuen Album ganz der punkrockigen Gl\u00fcckseligkeit. Soll hei\u00dfen, Strophe Refrain, Strophe, Oh Oh Oh Oh Oh Oh Ooooooh, wo waren wir noch gleich? Ach ja, Refrain, Strophe, Refrain mit Abschlussch\u00f6ren. Das macht Spa\u00df, das zaubert ein fettes Grinsen ins Gesicht. Das ist der perfekte Soundtrack zum Iro frisieren. Dazu kann man ganz hervorragend in die breit ausgestreckten Arme des Gegen\u00fcbers h\u00fcpfen und Arm in Arm um die Wette br\u00fcllen. \u201eThey Came From The Shadows\u201c springt einem regelrecht ins Gesicht. Zu dieser Musik m\u00f6chte man Stra\u00dfenschilder erklimmen, W\u00e4nde bemalen, halbnackt durch Fu\u00dfg\u00e4ngerzonen rennen und im Antlitz der Sonne auf dem n\u00e4chsten Hausdach die Revolution ausrufen. Nach vierzehn Songs ist der Hitreigen dann zu Ende. Und du stehst da, als h\u00e4ttest du gerade zum ersten Mal seit vielen Jahren ein Pop-Punk-Album geh\u00f6rt, dass diesen Namen auch verdient hat. Umwerfend, diese Jungs. Deshalb unbedingt mal den Backkatalog checken, das werd ich jetzt n\u00e4mlich auch machen\u2026 Fat Wreck Chords, herzlich willkommen zur\u00fcck in meinen Herzkammern. Da geht einiges. Deshalb macht mal wieder richtig Party. Bis zum n\u00e4chsten Zuckerbeat.\u00a0 <span><br \/>\n<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich muss mich jetzt noch mal selbst davon \u00fcberzeugen, ob das wirklich die richtige Cd ist, die da im Player liegt\u2026 ich meine, ich h\u00e4tte ja mit allem gerechnet, aber dass Brand New bereits im ersten Song ihres neuen Werks \u201eDaisy\u201c jegliche musikalischen Grenzen vom Engelschor bis zum Brachial-Gewalze ausloten. Keine Chance. 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