{"id":4729,"date":"2009-09-25T15:41:33","date_gmt":"2009-09-25T14:41:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=4729"},"modified":"2009-10-12T20:16:08","modified_gmt":"2009-10-12T19:16:08","slug":"zuckerbeat-vol-93-all-die-toten-clowns-auf-meinem-narrenschiff","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=4729","title":{"rendered":"\/\/ zuckerbeat vol. 93 &#8211; all die toten clowns auf meinem narrenschiff"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\"><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-4730\" title=\"ja-panik\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/09\/ja-panik-300x294.jpg\" alt=\"ja-panik\" width=\"222\" height=\"217\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/09\/ja-panik-300x294.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/09\/ja-panik.jpg 363w\" sizes=\"auto, (max-width: 222px) 100vw, 222px\" \/>Ja, Panik<\/strong>! Und zwar schnell. Wie ich diese Jungs sch\u00e4tze. Kein anderer Act aus \u00d6sterreich vermischt zurzeit schmissige Popmusik so charmant mit Widerhaken, dass man sich selbst nach zwanzig Durchl\u00e4ufen noch fasziniert dem bunten Treiben hingibt, weil es vor Referenzen nur so strotzt. \u201eThe Angst &amp; The Money\u201c schlendert leichtf\u00fc\u00dfig \u00fcber das Feld, das Dylan, Morrissey, Surrogat, Rachut und Falco mit ihrer Musik bereits ausgiebig abgesteckt haben. Das mag sich jetzt f\u00fcr manchen ein bisschen widerspr\u00fcchlich anh\u00f6ren, aber Ja, Panik schaffen es ihre Einfl\u00fcsse in einer formvollendeten Einheit zu pr\u00e4sentieren. Dieses st\u00e4ndige Wechselspiel der Gef\u00fchle findet Ausdruck im Aufl\u00f6sen jeglicher Sprachbarrieren und Stil-Grenzen. Wenn die Band ganz beil\u00e4ufig ins Englische wechselt. Wenn sie erst das Tempo drosselt und dann am Ende den ganzen Laden zu Bruch schl\u00e4gt. Wenn S\u00e4nger Spechtl zum Ende eines Songs mehr spuckt und schreit, als singt, dann hat das alles nur ein einziges Ziel: Emotion und zwar auf Teufel komm raus. Darum geht\u2019s bei dieser Musik. Und im ernst: es lohnt sich. <span><!--more--><\/span><span> <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-4731\" title=\"distelmeyer\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/09\/distelmeyer-300x300.jpg\" alt=\"distelmeyer\" width=\"231\" height=\"231\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/09\/distelmeyer-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/09\/distelmeyer-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/09\/distelmeyer.jpg 590w\" sizes=\"auto, (max-width: 231px) 100vw, 231px\" \/>Genauso wie das neue Album von <strong>Jochen Distelmeyer<\/strong>. Der hat mit seiner ehemaligen Band Blumfeld nicht nur einen sp\u00fcrbaren Einfluss bei den panischen Jungs von gerade eben hinterlassen. Der \u00fcbersetzt auf seinem neuen Album auch in bemerkenswerter Weise das Zwischenmenschliche in musikalischen Melodieb\u00f6gen. Die kryptischen Texte von fr\u00fcher sind fast komplett aus dem Klangbild seines ersten Soloalbums verschwunden. Der Spoken Word Auftakt und das brachiale \u201eWohin mit dem Hass?\u201c f\u00fchren den H\u00f6rer anfangs noch etwas in die irre, aber sp\u00e4testens mit dem bemerkenswerten \u201eLass uns Liebe sein\u201c sollte auch dem letzten klar sein, wohin der Hase l\u00e4uft. \u201eIch will wieder mit dir tanzen und dich lachen sehen. Ich h\u00f6r den Himmel singen und hab genug vom Traurigsein. Und wenn Musik erklingt, dann wei\u00df ich, ich bin nicht allein\u201c. Das sind klare Worte, die durchaus im Stande sind, ein bestimmtes Gef\u00fchl in ein poetisches Kleid zu packen. Nach dem sehr gediegenen, letzten Blumfeld-Werk ist es sch\u00f6n, festzustellen, dass der Protagonist auf \u201eHeavy\u201c das Tempo wieder anzieht. Textlich vollbringt Distelmeyer das Kunstst\u00fcck, den Spagat zwischen Befindlichkeitslyrik und Tiefsinn hinzukriegen. So finden sich fortan reihenweise imposante Textpassagen auf dem Album. Beispiel gef\u00e4llig? Bittesch\u00f6n\u2026 \u201eIrgendwann hat es aufgeh\u00f6rt, hat das Schweigen nicht mehr gest\u00f6rt, irgendwann waren wir zu wenig, f\u00fcr einander da. Wir haben gestritten und uns verletzt, und mit jedem Mal wurde ein goldener K\u00e4fig, was einmal Liebe war\u201c. Das ist harter Tobak. \u201eHeavy\u201c eben.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-4732\" title=\"mtk\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/09\/mtk-300x300.jpg\" alt=\"mtk\" width=\"242\" height=\"242\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/09\/mtk-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/09\/mtk-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/09\/mtk.jpg 350w\" sizes=\"auto, (max-width: 242px) 100vw, 242px\" \/>Was uns hinterher gleich zur Abrissbirne im deutschen Popgesch\u00e4ft f\u00fchrt. <strong>Mediengruppe Telekommander<\/strong> (am 29. September live in der Posthalle in W\u00fcrzburg) sind zur\u00fcck und haben elf Songs am Start, die genau dort ansetzen, wo der Vorg\u00e4nger zuletzt viel zu schnell endete. Ehrlich gesagt ist die Mediengruppe ja schon immer eine bessere Live-, als Albumband gewesen. Bei ihren Shows, da h\u00e4mmern sie alles in Grund und Boden, wenn sie einem gegen\u00fcber stehen. Ist wie bei Frittenbude und Egotronic, gegebenenfalls auch bei Deichkind. Da wird nicht lange gefackelt, da wird der Flammenwerfer ausgepackt. Musikalisches Krawallmachen ist angesagt und auch die neuen Songs eignen sich ganz hervorragend zum Leuchtstab in die Luft werfen und Kleidungsst\u00fcck zerfetzen. \u201eEiner muss in F\u00fchrung gehen\u201c erlaubt sich dabei aber auch den ein oder anderen interessanten Sidekick, der den St\u00fccken so eine gewisse Langlebigkeit einverleibt. Die Platte vermischt sozusagen die Hooklines des zweiten Albums mit den \u00fcber weite Strecken famosen Textzeilen des Erstlingswerks. Mediengruppe Telekommander perfektionieren mit dieser Platte zunehmend ihren Soundentwurf und sind im Jahre 2009 der ultimative Schwei\u00dffleckengenerator f\u00fcr die bunt gekleidete Partymeute. Inzwischen ist die Band \u00fcbrigens auch f\u00fcr Turbostaat-Fans interessant. Nachzuh\u00f6ren auf dem gleichnamigen Titel-Track. Ein wesentlich langlebigeres Album, als man erwarten durfte. Gut gemacht, Jungs.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-4733\" title=\"phil-vetter\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/09\/phil-vetter.jpg\" alt=\"phil-vetter\" width=\"161\" height=\"161\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/09\/phil-vetter.jpg 161w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/09\/phil-vetter-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 161px) 100vw, 161px\" \/>Das neue Album von <strong>Phil Vetter<\/strong> kommt derweil mit beiliegender Flaschenpost. Ein schicker Gimmick, der den Blick weit hinaus aufs Meer schweifen l\u00e4sst. Musikalisch bewegt sich Vetter im Grenzgebiet von Coldplay und Snow Patrol, wobei hier ausdr\u00fccklich hinzu gef\u00fcgt sei soll, dass er dabei immer wieder eine textliche Tiefe erlangt, die vor allem Ersteren manchmal abgeht. Das zwischenzeitliche Gezwitscher der V\u00f6gel im Hintergrund kann einem dabei zwar schon mal auf die Nerven fallen, weil der entsprechende Song (\u201eA New Page In My Diary\u201c) dann auch noch gef\u00e4hrlich flach im Planschbecken von Jack Johnson fischt. Dennoch zeigt \u201eI Pretend My Room\u00b4s A Sailing Boat\u201c mit all seinem Detailreichtum, dass auch in bayrischen Blaskapellen ganz hervorragende Musiker zuhause sind. Alle, die auf Jeff Buckley und Konsorten stehen, einfach mal einen Durchgang riskieren. Phil Vetter k\u00f6nnte bald mehr als nur ein Geheimtipp sein.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-4734\" title=\"why\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/09\/why-300x300.jpg\" alt=\"why\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/09\/why-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/09\/why-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/09\/why.jpg 470w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>Bei den Jungs von <strong>Why?<\/strong> sind die Grenzen ja bereits auf dem letzten Album zunehmend weich gezeichnet worden. Das klang in etwa so, als w\u00fcrden die Jungs von den Roots ein Blackmail Coveralbum aufnehmen. Nun widmet sich das Kollektiv vollends der psychedelischen Gl\u00fcckseligkeit und legt mit \u201eEskimo Snow\u201c ein verstrahltes Popalbum vor, das nahtlos an \u201eSgt. Pepper Lonely Hearts Club Band\u201c-Zeiten anschlie\u00dft. Bei allen psychedelischen Spielereien ist \u201eEskimo Snow\u201c aber dennoch ein knackiges Werk geworden. Die Scheibe ist mit 35 Minuten nicht l\u00e4nger als ein durchschnittliches Popalbum der 60er Jahre und entpuppt sich als \u00e4u\u00dferst nachhaltig. All die Dinge, die man anfangs noch als st\u00f6rend empfindet, l\u00f6sen sich nach und nach in Wohlgefallen auf. Dieses Album versucht die R\u00fcckwand der Sackgasse, in der HipHop heute gelandet ist, mit den M\u00f6glichkeiten des Pop zu zerlegen. \u201eEskimo Snow\u201c ist ein Grenzg\u00e4nger zwischen den Genres, der die M\u00f6glichkeiten der modernen Musik an sich rei\u00dft und auf schl\u00fcssige Weise neu zusammensetzt. Dass sich Why? damit soundtechnisch direkt neben den Beatles anno 1967 einreihen, spricht in diesem Zusammenhang nicht direkt gegen die Musik. Es zeigt nur, wie weit die fantastischen Vier damals schon ihrer Zeit voraus waren.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-4735\" title=\"ruchard-hawley\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/09\/ruchard-hawley-300x300.jpg\" alt=\"ruchard-hawley\" width=\"364\" height=\"364\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/09\/ruchard-hawley-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/09\/ruchard-hawley-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/09\/ruchard-hawley.jpg 452w\" sizes=\"auto, (max-width: 364px) 100vw, 364px\" \/>Hinterher schicken wir dann <strong>Richard Hawley<\/strong> ins Rennen. Der werte Herr hat bereits sechs Soloalben drau\u00dfen und ist Mitglied bei Pulp (gewesen). Ansonsten hat er mit \u201eTruelove\u00b4s Gutter\u201c den offiziellen Nachfolger zu Johnny Cashs \u201eAmerican Recordings\u201c aus den H\u00fcften gesch\u00fcttelt. Wobei gesch\u00fcttelt hier vielleicht das falsche Wort ist. Sagen wir lieber geschunkelt. Es geht n\u00e4mlich ziemlich gediegen zu auf dem neuen Werk. Trotzdem d\u00fcrfte jedem, der unvorbehalten an Musik rangeht, schon nach wenigen Sekunden klar sein, warum Alex Turner von den Arctic Monkeys ihm einst den so eben erhaltenen Mercury Prize zugestand. H\u00f6rt man die Musik, wird sofort der Einfluss Hawleys auf die ruhigen Songs der Arctic Monkeys sp\u00fcrbar. Dazu gesellt sich aber auch sein neu entdeckter Mut zu belebten Momenten. Der Meister erliegt tats\u00e4chlich der Versuchung, mal aus seiner Schlummerecke zu kriechen und ein paar fr\u00f6hliche Passagen, in dem Ma\u00dfe, wie Mr. Hawley und fr\u00f6hlich eben zusammenpassen, in seine Songs einzustreuen. Alles in allem trotz aller Melancholie ein bemerkenswertes Alterswerk, dessen Tiefe sich erst nach mehrmaligem H\u00f6ren \u00e9ntfaltet.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">\n<p class=\"MsoNormal\"><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-4736\" title=\"strung-out\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/09\/strung-out.jpg\" alt=\"strung-out\" width=\"239\" height=\"239\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/09\/strung-out.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/09\/strung-out-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 239px) 100vw, 239px\" \/>Strung Out<\/strong> scheinen derweil einen wahren H\u00fcrdenlauf in Sachen Outputs hinzulegen. Erst vor kurzem wurde eine gelungene Song-Kollektion ver\u00f6ffentlicht, nun steht schon wieder ein neues Album in den Startl\u00f6chern. Die Scheibe, die p\u00fcnktlich zum 20sten der Band erscheint bietet die gewohnte Dosis Melodien mit metallischer Peitsche. Melodic Punk mit harten Gitarren also, der in seinen sch\u00f6nsten Momenten so derma\u00dfen mitrei\u00dfend ger\u00e4t, dass man mit St\u00fccken, wie \u201eCarcrashradio\u201c am liebsten die Radioanlage der ollen Karre \u00fcber das Limit hinaus strapazieren m\u00f6chte. Keine Ahnung wie die Jungs das machen, aber nach dem etwas \u00f6den Opener knallen sie einem zehn Bretter vor den Latz, dass man meint, sie h\u00e4tten gerade zum zweiten Mal ihr Deb\u00fct abgeliefert. \u201eAgents Of The Underground\u201c ist die Punkrockschanze in Richtung Sommersonne. Schade nur, dass in diesen Tagen schon die letzten w\u00e4rmenden Strahlen hinter herbstlichen Wolkenformationen verenden.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">\n<p class=\"MsoNormal\"><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-4737\" title=\"the-low-anthem\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/09\/the-low-anthem-300x300.jpg\" alt=\"the-low-anthem\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/09\/the-low-anthem-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/09\/the-low-anthem-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2009\/09\/the-low-anthem.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>The Low Anthem<\/strong> m\u00fchen sich derweil, die Melodien, welche die Fleet Foxes immer so sch\u00f6n hinter vertrackten Rhythmen verstecken, in formvollendeter Klarheit an den Mann zu bringen. \u201eOh My God, Charlie Darwin\u201c ist ein Album auf dem sich die Emotionen niemals \u00fcberschlagen. Hier hat alles seinen festen Platz, was die Sache aber nicht unbedingt unspannend macht. Bisweilen sind die Songs so zuckers\u00fc\u00df, dass man sich w\u00fcnscht, dieses Album w\u00fcrde einen in eine Wolke aus Zuckerwatte tunken. Von Selbiger darf man dann naschen, bis irgendwann die Bauchschmerzen einsetzen. Bei dieser Platte allerdings kann das lange dauern, denn Songs, wie \u201eTo Ohio\u201c und \u201eCage The Songbird\u201c werden immer wieder von schmissigen Momenten der Marke \u201eThe Horizon Is A Beltway\u201c und \u201eHome I\u00b4ll Never Be\u201c gekontert, die mit ihrer punkigen Breitseite fast schon an die Musik von Two Gallants erinnern. Am Besten allerdings ist die Band immer dann, wenn Folk-Sprengsel auf puristischen Sch\u00f6nklang treffen. Manche werden The Low Anthem deshalb vielleicht des Diebstahls bei gewissen \u00e4lteren Herrschaften verd\u00e4chtigen. Mir ist das herzlich egal. Gut tut die Musik n\u00e4mlich trotzdem. Also genie\u00dft dieses Album. Bis zum n\u00e4chsten Zuckerbeat<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ja, Panik! Und zwar schnell. Wie ich diese Jungs sch\u00e4tze. Kein anderer Act aus \u00d6sterreich vermischt zurzeit schmissige Popmusik so charmant mit Widerhaken, dass man sich selbst nach zwanzig Durchl\u00e4ufen noch fasziniert dem bunten Treiben hingibt, weil es vor Referenzen nur so strotzt. \u201eThe Angst &amp; The Money\u201c schlendert leichtf\u00fc\u00dfig \u00fcber das Feld, das Dylan, [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[],"class_list":["post-4729","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category--stadtgesprach"],"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4729","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4729"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4729\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4741,"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4729\/revisions\/4741"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4729"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4729"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4729"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}