{"id":5103,"date":"2010-01-12T17:20:43","date_gmt":"2010-01-12T16:20:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=5103"},"modified":"2010-01-12T17:22:42","modified_gmt":"2010-01-12T16:22:42","slug":"zuckerbeat-vol-113-space-odissey","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=5103","title":{"rendered":"\/\/ zuckerbeat vol. (1)13 &#8211; space odissey"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-5102\" title=\"underworld2\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/underworld2-300x281.jpg\" alt=\"underworld2\" width=\"250\" height=\"234\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/underworld2-300x281.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/underworld2.jpg 499w\" sizes=\"auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/>Unter dem Projektnamen \u201eAthens\u201c haben sich die britischen Elektro-Urgesteine von Underworld an ihren musikalischen Wurzeln abgearbeitet und eine exquisite Auswahl an Tracks aus dem Dickicht der elektronischen Rauschschwaden zur\u00fcck ins Blitzlicht gezerrt, die sich durchaus sehen lassen kann. Der angejazzte Porno-Sound von Alice Coltrane, die avantgardistischen Pulsschl\u00e4ge von Squarepusher, die weinerliche Psychedelic-Phantasien vom Mahavishnu Orchestra oder das verfunkt hippelige \u201eGnaumankoudji\u201c von Laurent Garnier bieten alles, nur keine Stangenware. <strong>Underworld Vs The Misterons<\/strong> legen mit \u201eAthens\u201c ein solch vielf\u00e4ltiges, wie formvollendetes St\u00fcck Elektro-Geschichte vor, das nicht nur Nostalgiker dem schummrigen Sound dieser Compilation auf der Stelle verfallen d\u00fcrften.<span><!--more--><\/span><span> <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5104\" title=\"scumbucket\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/scumbucket.jpg\" alt=\"scumbucket\" width=\"203\" height=\"203\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/scumbucket.jpg 240w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/scumbucket-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 203px) 100vw, 203px\" \/>Wer derweil ein bisschen Sehnsucht nach den 90ern hat -Zeiten, in denen Blackmail noch so richtig Krach machten-, der sollte sich mal <strong>Scumbucket<\/strong>s Monster namens \u201eHeliophobia\u201c reinziehen. Fans werden sich fragen, was soll der Schei\u00df? Das Teil gab\u00b4s doch schon mal und yep: die Anh\u00e4nger der verrockten Indie-Haudegen haben verdammt noch mal Recht. Die Schlawiner von Scumbucket haben n\u00e4mlich ihr Deb\u00fctalbum von 1996 noch mal neu eingespielt. Den Songs tut das nicht sonderlich weh, weil sie jetzt endlich in ein ansprechendes Format transformiert wurden, ohne dass man den schroffen Klang von damals vermissen m\u00fcsste. Blackmails musikalische Blutsbr\u00fcder zeigen mit diesem Werk, wie man anspruchsvolles Prog-Get\u00f6ns mit schmissigen Rockmelodien verziert. Also Regler hoch und abgehen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-5105\" title=\"jurigagarin\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/jurigagarin-300x300.jpg\" alt=\"jurigagarin\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/jurigagarin-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/jurigagarin-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/jurigagarin.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>Juri Gagarin<\/strong> schicken derweil eine \u201eCobra\u201c auf die Reise ins Elektroland. Das Kollektiv aus dem Hause \u201eAudiolith\u201c reiht sich mit seinem brachialen Sound nahezu passgenau in das Hamburger Label-Format ein. Da wird an den Maschinen gefummelt, als wolle man den Lautst\u00e4rke-Regler einmal um die eigene Achse drehen. Die Bassboxen pulsieren und die Schwei\u00df-Flecken breiten sich unaufhaltsam auf den Shirts der anwesenden G\u00e4ste aus. Mit treibenden Schmankerln, wie \u201eWhip\u201c und \u201eElectric Fucker\u201c (siehe auch: \u201eElektrofikke\u201c von \u201eFrittenbude\u201c), rufen sie sch\u00f6ne Erinnerungen an Uffie und Konsorten wach. Au\u00dferdem d\u00fcrfen zwischendurch auch mal Bratze und Frittenbude selbst ans Mikro, was dazu f\u00fchrt, dass man gar nicht genug bekommt von dieser blinkenden Elektroparty. \u201eAudiolith\u201c zeigen auch im Jahre 2010 keinerlei Erm\u00fcdungserscheinungen, deswegen schnell noch die Tanzschuhe \u00fcberstreifen und auf in Richtung Lichtermeer.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5106\" title=\"pawel\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/pawel.jpg\" alt=\"pawel\" width=\"250\" height=\"250\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/pawel.jpg 250w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/pawel-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/>Quietschfidel geht\u2019s hinterher weiter mit freundlicher Unterst\u00fctzung von Elektro-T\u00fcftler <strong>Pawel<\/strong>. Mastermind Paul Kominek hat doch tats\u00e4chlich sein erstes Album am Start &#8211; hat ja auch lang genug gedauert. Zehn Jahre genau genommen und ebenso entspannt, wie die Ver\u00f6ffentlichungspolitik des K\u00fcnstlers, gestaltet sich auch der H\u00f6rgenuss des gleichnamigen, reduziert anmutenden 10 Track-Monsters, mit dem der Mitbegr\u00fcnder des \u201eDial\u201c-Labels hier auf die Tanzfl\u00e4chen losgeht. Die minimalistischen Gebilde Pawels sind dabei sicher nicht jedermanns Sache, im heimischen Wohnzimmer zudem auch nicht unbedingt zur euphorisierenden Beschallung geeignet, aber in den Nebelschwaden des Clubs verf\u00e4llt man diesen glasklar strukturierten Rhythmen sofort. Die Freir\u00e4ume in der Musik entwickeln ein Eigenleben. Alles befindet sich im Fluss. Alles steuert in letzter Konsequenz auf den gro\u00dfen Moment der so genannten Bruchstelle zu. In diesem Moment der Stille m\u00f6chte man einfach nur die H\u00e4nde in die Luft rei\u00dfen um die Macht der Reduktion zu preisen. So klingt Vehemenz in Konsequenz \u2013 unter zugegeben: geringsten Einsatz von Mitteln.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-5107\" title=\"tettorybad\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/tettorybad-299x300.jpg\" alt=\"tettorybad\" width=\"193\" height=\"193\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/tettorybad-299x300.jpg 299w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/tettorybad-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/tettorybad.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 193px) 100vw, 193px\" \/>Wer mal wieder Lust auf zur\u00fcck gelehnten HipHop mit Jazz und Funk-Einfl\u00fcssen versp\u00fcrt, der sollte sich an <strong>Tettorybad<\/strong> halten. Die setzen die drei unterschiedlichen Stile n\u00e4mlich auf \u201eUnite\u201c in schl\u00fcssiger Weise zusammen und landen damit irgendwo zwischen Jazzanova und Q-Tip. Die Scheibe kam in Japan schon vor einem Jahr auf den Markt und k\u00f6nnte auch hierzulande \u2013 zumindest in Szenekreisen &#8211; f\u00fcr allerhand freudiges Kopfnicken beim Publikum sorgen. Die elf Tracks tun keinem weh, sorgen mit dem gezielten Einsatz von Bl\u00e4sers\u00e4tzen und House-Sprengseln aber f\u00fcr ein nachhaltiges Gesamterlebnis. Wer bereit ist, sich mal wieder eine Albuml\u00e4nge zur\u00fcck zu lehnen und die Welt da drau\u00dfen an sich vorbei ziehen zu lassen, der wird in \u201eUnite\u201c einen \u00e4u\u00dferst entspannten Weggef\u00e4hrten finden.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-5108\" title=\"le-peuple-de-l-herbe-tilt_diaporama\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/le-peuple-de-l-herbe-tilt_diaporama-300x298.jpg\" alt=\"le-peuple-de-l-herbe-tilt_diaporama\" width=\"232\" height=\"230\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/le-peuple-de-l-herbe-tilt_diaporama-300x298.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/le-peuple-de-l-herbe-tilt_diaporama-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/le-peuple-de-l-herbe-tilt_diaporama.jpg 385w\" sizes=\"auto, (max-width: 232px) 100vw, 232px\" \/>Wer hinterher dann auch noch eine Runde im Kreis hopsen m\u00f6chte, der k\u00f6nnte bei <strong>Le Peuple De L\u00b4Herbe <\/strong>an der richtigen Adresse sein. Das flippige Frontcover von \u201eTilt\u201c gibt die Richtung vor. Alles blitzt und blinkt, der Bass dr\u00fcckt, die Samples sitzen. Dazu ein Sound im Grenzgebiet von Post Punk, Dub und Rapmusik, der sich nicht gro\u00df darum schert, irgendwelchen Konventionen zu entsprechen. \u201eTilt\u201c klingt so intergalaktisch, als h\u00e4tten die Beastie Boys pl\u00f6tzlich die Jungs von Major Lazer im Studio \u00fcberrascht und zu einem Jam eingeladen. Die Scheibe wechselt st\u00e4ndig dir Richtung, w\u00fchlt sich durch die unterschiedlichsten Stilrichtungen und macht dabei auch nicht Halt vor Jazz, Reggae und Drum\u00b4N\u00b4Bass-Gefilden.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-5110\" title=\"adam-arcuragi1\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/adam-arcuragi1-300x300.jpg\" alt=\"adam-arcuragi1\" width=\"459\" height=\"459\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/adam-arcuragi1-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/adam-arcuragi1-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/adam-arcuragi1.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 459px) 100vw, 459px\" \/>Der Songschreiber <strong>Adam Arcuragi<\/strong> m\u00fcht sich derweil auf seinem neuen Album \u201eI Am Cebome Joy\u201c daran ab, Folk, Americana, Pop und Gospelkl\u00e4nge zusammenzuf\u00fchren. Das gelingt ihm vor allem im Opener ganz hervorragend. Da k\u00f6nnen die Fleet Foxes schon mal Angst bekommen. Hier wird n\u00e4mlich nicht gro\u00df verschachtelt und verbuddelt, hier geht\u2019s ziemlich puristisch zur Sache. Adam Arcuragi kriegt dabei immer wieder die Kurve, selbst wenn man beim Auftakt von \u201eMath\u201c meint, da w\u00fcrde jetzt eine \u00fcble Trucker-Hymne abgeliefert. Ganz im Gegenteil: da treibt dann pl\u00f6tzlich wieder diese Stimme ihr Unwesen, die die Musik so viel erhabener wirken l\u00e4sst, als so manches, was in Sachen Folkpop zuletzt auf Menschheit losgelassen wurde.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-5111\" title=\"mike-doughty\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/mike-doughty-300x300.jpg\" alt=\"mike-doughty\" width=\"288\" height=\"288\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/mike-doughty-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/mike-doughty-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/mike-doughty.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 288px) 100vw, 288px\" \/>Hinterher darf man dann so mancher die letzte Frank Turner aus der Anlage nehmen. <strong>Mike Doughty<\/strong>, seines Zeichens ehemaliger S\u00e4nger von Soul Coughing, hat n\u00e4mlich eine neue Scheibe am Start, die unnachahmlich zwischen den Polen Songwriter-Pop und Country hin und herpendelt und vor allem von ihrem trockenen Humor zehrt. Das perfekte Futter also f\u00fcr alle Punkrocker, die sich zuhause auch mal einen gem\u00fctlichen Abend am Kamin g\u00f6nnen. Der \u201eSad Man Happy Man\u201c zeigt auch auf seinem achten Album (in neun Jahren) keinerlei Verschlei\u00dferscheinungen. Die Songs zucken rhythmisch vor sich hin, so dass man sofort mit den Zehenspitzen im Takt wippt und sich ein Bierchen nach dem anderen hinter die Binde kippt. Wer nach den dreizehn Songs noch nicht hei\u00dfer vom Mitgr\u00f6len ist, der kann sich \u00fcber die Zugabe \u201eHalf Smofe\u201c freuen, die das sympathische Label \u201eNoisolution\u201c dem Tontr\u00e4ger als besonderes Extra untergeschoben hat. Die Scheibe zeigt einen Mike Doughty in Bestform auf Tour in Minneapolis. Danach m\u00f6chte man auf der Stelle einem Live-Auftritt des sympathischen Sturkopfs beiwohnen. Jubel, Trubel, Traurigkeit. So sch\u00f6n kann akustischer Poppunk sein. Und damit Schluss f\u00fcr heute. Gutes Neues und bis zum n\u00e4chsten Zuckerbeat.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unter dem Projektnamen \u201eAthens\u201c haben sich die britischen Elektro-Urgesteine von Underworld an ihren musikalischen Wurzeln abgearbeitet und eine exquisite Auswahl an Tracks aus dem Dickicht der elektronischen Rauschschwaden zur\u00fcck ins Blitzlicht gezerrt, die sich durchaus sehen lassen kann. 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