{"id":5132,"date":"2010-01-19T20:28:10","date_gmt":"2010-01-19T19:28:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=5132"},"modified":"2010-01-19T20:30:43","modified_gmt":"2010-01-19T19:30:43","slug":"zuckerbeat-vol-114-apple-trees","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=5132","title":{"rendered":"\/\/ zuckerbeat vol. (1)14 &#8211; apple trees"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\"><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5125\" title=\"get-well-soon\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/get-well-soon.jpg\" alt=\"get-well-soon\" width=\"250\" height=\"250\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/get-well-soon.jpg 400w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/get-well-soon-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/get-well-soon-300x300.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/>Get Well Soon<\/strong> wird ja hin und wieder vorgeworfen, er w\u00fcrde seine St\u00fccke allzu sehr zukleistern &#8211; mit Sounds und vor allem mit Gef\u00fchl. Das wirkt auf die Dauer leider etwas erm\u00fcdend. \u201eVexations\u201c ist demnach auch wieder ein echter Brocken von Album geworden. Die Leichtigkeit, die beim Vorg\u00e4nger noch in Nuancen aufblitzte, scheint verflogen. Stattdessen steuert die Scheibe immer auf das ganz gro\u00dfe Gef\u00fchl zu. Stellt sich nur die Frage: Wer soll so viel Herzschmerz und gro\u00dfe Momente aushalten soll, ohne verzweifelt unter die Bettdecke zu kriechen und die Welt mit Ignoranz zu strafen. Bitte nicht falsch verstehen: Dosiert eingesetzt entfalten St\u00fccke, wie der klebrige Opener oder das pulsierende \u201eWe Are Free\u201c mit ihren Engelsch\u00f6ren durchaus ihren Charme. Aber leider krankt das Album daran, das hier ein H\u00f6hepunkt auf den n\u00e4chsten folgt. <span><!--more--><\/span>Zuviel Zucker macht Bauschmerzen. Etwas Zeit zum Durchschnaufen h\u00e4tte der Scheibe nun wirklich nicht geschadet. Und auch die sch\u00f6nste Melodie f\u00e4llt einem irgendwann auf die Nerven, wenn man immer wieder aufs Neue von ihr \u00fcberrannt wird. Deshalb am besten die sch\u00f6nsten St\u00fccke in dosierter Form aufs n\u00e4chste Mixtape packen. Vielleicht kriegt einen das Album dann ja im Lauf des Jahres. Vielleicht nehme ich dann auch alles zur\u00fcck, was ich hier geschrieben habe. Zum gegeben Zeitpunkt ist \u201eVexations\u201c aber einfach zu viel des Guten.<span> <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5126\" title=\"white-rabbits-its-frightening\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/white-rabbits-its-frightening.jpg\" alt=\"white-rabbits-its-frightening\" width=\"322\" height=\"322\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/white-rabbits-its-frightening.jpg 468w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/white-rabbits-its-frightening-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/white-rabbits-its-frightening-300x300.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 322px) 100vw, 322px\" \/>Die <strong>White Rabbits <\/strong>schlie\u00dft man derweil sofort ins Herz, wenn sie auf ihrem Zweitling da anfangen, wo sie beim Deb\u00fct aufgeh\u00f6rt haben. Eine Prise Radiohead, eine Hand voll Foals und eine Hymne Strokes. Das Album klingt so zeitgem\u00e4\u00df, dass sich jede Crowd in der \u00f6rtlichen Indie-Disse darauf einigen d\u00fcrfte. Die Songs werden au\u00dferdem immer von einer charmanten, abseitigen Klangeskapade gekontert und wirken damit bejubelnswerter, als das gleichf\u00f6rmige Gejammer von den werten Kollegen aus den Blogs, die meinen, ein hektisches Schlagzeug und etwas Ges\u00e4usel w\u00fcrde schon den n\u00e4chsten gro\u00dfen Hype rechtfertigen. Die White Rabbits zielen mit diesem Album auf Langlebigkeit. Einen Durchlauf im Antlitz der Tanzflure wird ihnen trotzdem niemand verwehren. <span lang=\"EN-GB\">\u201eIt\u00b4s Frightening\u201c \u2013 kein bisschen. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5127\" title=\"strong-arm-steady\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/strong-arm-steady.jpg\" alt=\"strong-arm-steady\" width=\"453\" height=\"453\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/strong-arm-steady.jpg 570w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/strong-arm-steady-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/strong-arm-steady-300x300.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 453px) 100vw, 453px\" \/><strong>Strong Arm Steady<\/strong> wurden derweil von niemand geringerem als Madlib soundtechnisch unterst\u00fctzt und pr\u00e4sentieren auf \u201eIn Search Of Stoney Jackson\u201c einen imposanten Mix aus zur\u00fcckgelehnten Sounds und entspannter Chill Out-Schnauze. Wie die Scheibe schon losgeht: \u201eBest Of Times\u201c \u2013 ein Schunkler vor dem HipHop-Herren. Snoop Dogg w\u00fcrde verz\u00fcckt \u00fcbers Gras h\u00fcpfen. Nachfolgend weisen platzierte Soul-Samples den Weg durch die 19 Tracks, die jedem ein L\u00e4cheln ins Gesicht zaubern, der sich zu Sprechgesang lieber aufs Sofa verzieht, als die Clubs unsicher zu machen. Rap zum Hinh\u00f6ren. Mit freundlicher Unterst\u00fctzung von Talib Kweli himself. Da konnte ja nichts schief gehen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5128\" title=\"faure\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/faure.jpg\" alt=\"faure\" width=\"322\" height=\"322\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/faure.jpg 500w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/faure-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/faure-300x300.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 322px) 100vw, 322px\" \/>Klassische Musik findet derweil immer mehr Zuspruch im Popsektor und wenn man mal davon absieht, dass da in der Vergangenheit ziemlich viel in die Hose ging, ist es umso bemerkenswerter, dass dem <strong>Faur\u00e9 Quartett<\/strong> der Br\u00fcckenschlag zwischen \u201ePopsongs\u201c und Klassik so vortrefflich gelungen ist. Da wird nicht einfach plump nachgespielt, sondern das jeweilige Motiv von den Pet Shop Boys (\u201eDreaming Of The Queen\u201c) \u00fcber Feist (Gatekeeper\u201c) bis hin zu N.E.R.D. (\u201eWonderful Place\u201c), Ryan Adams (Amy\u201c) und Polarkreis 18 (\u201eRiver Loves The Ocean\u201c) imposant auf Piano, Geige, Bratsche und Cello \u00fcbersetzt. Sch\u00f6n auch zu sehen, dass hier nicht nur die offensichtlichen Charthits der jeweiligen Bands auf dem Tontr\u00e4ger platziert wurden. Das macht am Ende neugierig und zeugt davon, dass man in Sachen Klassik und Pop in Zukunft noch so einiges erwarten darf.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5137\" title=\"eels_new_album-789696\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/eels_new_album-789696.jpeg\" alt=\"eels_new_album-789696\" width=\"299\" height=\"268\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/eels_new_album-789696.jpeg 452w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/eels_new_album-789696-300x269.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 299px) 100vw, 299px\" \/>Die <strong>Eels<\/strong> \u00fcben sich derweil daran, ihr kreatives Schaffen nahezu im Jahrestakt auf die treue H\u00f6rerschaft abzufeuern. Protagonist Mark Oliver Everett a.k.a. \u201eE\u201c macht auf seinem neuen Album \u201eEnd Times\u201c eine gewohnt gute Figur \u2013 zumindest wenn es darum geht, das eigene Outsider-Image zu f\u00f6rdern und dem Sp\u00e4twerk von Johnny Cash die letzte Ehre zu erweisen. Der geborenen Au\u00dfenseiter bietet \u201ebuisness as usual\u201c und d\u00fcrfte daf\u00fcr von seinen Fans gefeiert werden, als ob es kein Morgen g\u00e4be. In der eigenen Nische lebt es sich eben doch am Besten. Die Scheibe droht nie langweilig zu werden, weil \u201eE\u201c gekonnt das Tempo variiert und sich auch textlich mal wieder einige raffinierte Momente aus den endlosen tiefen seines ollen Bartes sch\u00e4lt. Ich jedenfalls kann mit dieser Scheibe \u00e4u\u00dfert gut den nimmer enden wollenden Winter vor der Haust\u00fcr als zauberhaftes Geschenk des Himmels verkl\u00e4ren.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5129\" title=\"tommy-finke\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/tommy-finke.jpg\" alt=\"tommy-finke\" width=\"201\" height=\"176\" \/>Und erfreue mich hinterher am neuen Werk von <strong>Tommy Finke<\/strong>, der auf \u201ePoet der Affen \/ Poet Of The Apes\u201c ein und dasselbe Album gleich zweimal in unterschiedlichen Sprachen darbietet. Beide Alben bieten das perfekte Futter f\u00fcr all diejenigen, die hoffnungslos am Sound der 60er kleben. Die deutschsprachige Scheibe k\u00f6nnte dabei auch all jene mitten ins Herz treffen, die Rio Reiser schon immer geil fanden, sich aber irgendwann aufgrund der hohen Balladendichte von ihm abwandten. Sp\u00e4testens bei der Oasis-Hommage \u201eStop The Clocks\u201c wird es zwar etwas kitschig, wenn da Zeilen erklingen, wie \u201eHalt alle Uhren an, hier kommt der Masterplan\u201c, aber dann versetzt man sich einfach in die Live-Situation \u2013 und dann wird man dieses St\u00fcck feiern. Als gr\u00f6\u00dftes von allen. Und zwar gerade wegen dieses viel zu gro\u00df geratenen Kitschfaktors.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5130\" title=\"genepool\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/genepool.jpg\" alt=\"genepool\" width=\"212\" height=\"212\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/genepool.jpg 240w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/genepool-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 212px) 100vw, 212px\" \/><strong>Genepool<\/strong> wollen sich dann hinterher die Krone krallen, die den Gods Of Blitz zuletzt leider verwehrt blieb. Beatsteaks in tanzbar k\u00f6nnte man die Mucke schimpfen. \u201eLauf! Lauf!\u201c laaaaauuuuuuf\u2026 verdammte schei\u00dfe. Was f\u00fcr ein Auftakt. Da klebt der rechte Socken pl\u00f6tzlich an dem schwei\u00df-versifften Clubhimmel, weil einem beim Herumspringen die Socken abhanden kamen. Selbige zieht einem dann im weiteren Verlauf leider kein Song mehr aus, trotzdem gewinnt das Album mit jedem weiteren Durchgang. Die ollen Anleihen an Gang Of Four gepaart mit charmanten Pop-Punk-Melodien der Marke The Clash, machen auch beim zehnten Durchlauf noch Spa\u00df. Alles in allem ein \u00e4u\u00dferst gelungen (Ska)-Rock-Werk mit ordentlich Feuer unterm Popo. Alles in allem: pomp\u00f6s, das Get\u00f6s.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5131\" title=\"blondie-singles-collection-1977-1982-front-cover-20411\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/blondie-singles-collection-1977-1982-front-cover-20411.jpg\" alt=\"blondie-singles-collection-1977-1982-front-cover-20411\" width=\"260\" height=\"260\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/blondie-singles-collection-1977-1982-front-cover-20411.jpg 400w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/blondie-singles-collection-1977-1982-front-cover-20411-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/blondie-singles-collection-1977-1982-front-cover-20411-300x300.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 260px) 100vw, 260px\" \/>Da muss man hinterher aus Liebe zu den alten Zeiten doch gleich den neuen Silberling aus dem Hause <strong>Blondie<\/strong> in die Player-Buchse schmei\u00dfen. Wirken gar nicht so staubig, wie erwartet, die ollen Schmonzetten der Marke \u201eCall Me\u201c, \u201eSunday Girl\u201c und \u201eHanging On The Telephone\u201c noch mal aufs Brot geschmiert zu bekommen. \u201eBlondie Singles Collection: 1977-1982\u201c versammelt alle gro\u00dfen Hits der verqueren New Waver aus New York, deren Einfluss bis heute nachwirkt. Sch\u00f6n auch, dass das uns\u00e4gliche Comeback namens \u201eMaria\u201c hier nicht drauf ist. Bands im Legendenmodus sollten einfach nicht auf Comebackmodus schalten. Viel zu oft kommt da nur schei\u00dfe bei heraus. Hier allerdings gibt\u2019s ganz gro\u00dfes Kino. Nachzuh\u00f6ren auf dem hier vorliegenden Nostalgieflash der Woche. Gl\u00fcckwunsch und damit Schluss f\u00fcr heute, bis zum n\u00e4chsten Zuckerbeat.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Get Well Soon wird ja hin und wieder vorgeworfen, er w\u00fcrde seine St\u00fccke allzu sehr zukleistern &#8211; mit Sounds und vor allem mit Gef\u00fchl. 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