{"id":5146,"date":"2010-01-28T15:58:35","date_gmt":"2010-01-28T14:58:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=5146"},"modified":"2010-02-03T15:26:59","modified_gmt":"2010-02-03T14:26:59","slug":"zuckerbeat-vol-115-coal-digger","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=5146","title":{"rendered":"\/\/ zuckerbeat vol. (1)15 &#8211; coal digger"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5142\" title=\"local-natives\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/local-natives.jpg\" alt=\"local-natives\" width=\"250\" height=\"250\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/local-natives.jpg 500w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/local-natives-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/local-natives-300x299.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/>Die <strong>Local Natives<\/strong> k\u00f6nnten Vampire Weekend und Bombay Bicycle Club den Rang ablaufen, wenn sie weiter so sch\u00f6ne vertrackt-beschwingte Hymnen abliefern, wie auf ihrem nun vorliegenden Album \u201eGorilla Manor\u201c. Ein feuchter Indie-Traum von einer Platte ist das. Locker flockig einen Schneeball in die Fresse ballern und dann mit dem Schlitten die Piste runter jagen, damit einen die Besudelten nicht mit einem Racheakt n\u00f6tigen. Sind eben echte Schlawiner, die Jungs aus Silver Lake bei Los Angeles. W\u00e4re die Scheibe am Ende noch zwei St\u00fccke k\u00fcrzer geraten, die ganze Welt w\u00e4re ihnen f\u00fcr diesen Hitreigen zu F\u00fc\u00dfen gelegen. So allerdings lassen wir uns \u00fcberraschen, ob sie nach dem anf\u00e4nglichen Hype weiter ihren Kopf \u00fcber Wasser halten. <span><!--more--><\/span>Dieser Band, die zuletzt neun Mal hintereinander an zwei Tagen beim SXSW Festival 2009 auf der B\u00fchne stand, w\u00e4re es durchaus mal zu w\u00fcnschen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5143\" title=\"inglourious-basterds-movie-poster-11\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/inglourious-basterds-movie-poster-11.jpg\" alt=\"inglourious-basterds-movie-poster-11\" width=\"494\" height=\"730\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/inglourious-basterds-movie-poster-11.jpg 600w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/inglourious-basterds-movie-poster-11-202x300.jpg 202w\" sizes=\"auto, (max-width: 494px) 100vw, 494px\" \/>Zeit nehmen sollte man sich hinterher f\u00fcr Tarantinos Zitatgewitter \u201e<strong>Inglourious Basterds<\/strong>\u201c, dessen Er\u00f6ffnungssequenz zum famosesten geh\u00f6rt, was in den letzten Jahren so \u00fcber die Leinw\u00e4nde flimmerte. Zum Film gibt es derweil nicht mehr viel zu sagen. Haben ja eh alle Cineasten schon gesehen. Sieht man mal davon ab, dass Diane Kruger und Til Schweiger durchaus Akteure sind, \u00fcber deren schauspielerische Leistungen sich streiten lie\u00dfe, muss man Tarantino zumindest zugestehen, dass er letzteren im Kontext des Films entsprechend seiner M\u00f6glichkeiten einsetzt. Ansonsten wird hier ganz gro\u00dfes Kino geboten, auch weil Tarantino sich dem schwierigen Thema so respektlos ann\u00e4hert, wie man es von ihm erwartet. Alles in allem sollte jeder, der sich den Film nicht schon im Kino rein gezogen hat, auf der Stelle nach dieser DVD greifen. \u201eInglourious Basterds\u201c macht n\u00e4mlich auch ohne das Wissen um die zahlreichen Querverweise ordentlich Spa\u00df.<span> <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5144\" title=\"ok-go\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/ok-go.jpg\" alt=\"ok-go\" width=\"206\" height=\"206\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/ok-go.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/ok-go-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 206px) 100vw, 206px\" \/>OK Go<\/strong> geben sich derweil auf ihrem neuen Album allerhand M\u00fche die Erinnerungen an das nimmerm\u00fcde Laufstall-Video von \u201eA Million Ways\u201c im Schnee zu versenken und fabrizieren verwegene Gesangs-Eskapaden im Opener ihres neuen Albums \u201eOf The Blue Color Of The Sky\u201c. Sp\u00e4testens beim Song \u201eThis Too Shall Pass\u201c befindet man sich allerdings schon wieder im Zentrum der Gl\u00fcckseligkeit. Diese Scheibe sollte man sich zusammen mit der Letzten von den Virgins auf ein Sommertape \u00fcberspielen und dann kann einem der Schneematsch da drau\u00dfen aber mal so was von kreuzweise. OK Go machen mit ihrer Musik einfach nur gute Laune. Wo Bombay Bicycle Club mehrere Anl\u00e4ufe ben\u00f6tigen, zielen OK Go schon beim ersten Durchgang auf den Tanzboden und feuern ihre hymnischen Hitsingles wie Revolverpatronen auf die F\u00fc\u00dfe des Zuh\u00f6rers, so dass der gar nicht anders kann, als hektisch im Kreis zu springen. Au\u00dferdem weben sie ein paar geschickte Widerhaken in den Hitreigen mit ein, so dass das Ganze auch nach mehrmaligem H\u00f6rgenuss nicht an Spannung verliert. Eine wirklich gelungene Platte, die zum Liebhaben einl\u00e4dt, ganz im Gegenteil zum uns\u00e4glichen Covermotiv. Das h\u00e4tten OK Go am besten direkt in den Zwischenr\u00e4umen ihres Laufrads versenkt.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5145\" title=\"everybody\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/everybody.jpg\" alt=\"everybody\" width=\"295\" height=\"295\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/everybody.jpg 500w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/everybody-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/everybody-300x300.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 295px) 100vw, 295px\" \/>Hinter <strong>Everybody Was In The French Resistance&#8230; Now!<\/strong> verstecken sich derweil die beiden Anarcho-Sympath(inn)en Dylan Valdes (The Blood Arm) und Eddie Argos (Art Brut). Dem charmanten Post-\u201eCasablanca\u201c-Artwork folgt auch in musikalischer Hinsicht ein imposantes Popwerk, dass wirkt, als wollte da jemand die Schleimspur von den ganzen Plastikp\u00fcppchen im Musikfernsehen mit einer geh\u00f6rigen Portion Qualit\u00e4t aufputschen. \u201eFixin\u00b4 The Charts\u201c bietet gro\u00dfe Momente, die aber absichtlich immer wieder ad absurdum gef\u00fchrt werden. Soll hei\u00dfen. Hier gibt\u2019s die Antwort auf euer aller Lieblingspopsongs. Allein schon die sympathische Schr\u00e4glage von Argos Stimme sorgt daf\u00fcr, dass ein fettes Augenzwinkern im Raum zur\u00fcckbleibt, wenn die letzten Misst\u00f6ne der Scheibe verklingen. Die zuckers\u00fc\u00dfe Melodie von \u201cG.I.R.L.F.R.E.N (You Know I Have On)\u201d klebt einem noch Stunden sp\u00e4ter in den Geh\u00f6rg\u00e4ngen und so kann man die beiden eigentlich f\u00fcr so viel Spitzb\u00fcbiges a la Dylan und Sinatra nur noch ganz tief ins Herz schlie\u00dfen. Wie w\u00fcrde Kanye West so sch\u00f6n sagen? Die Scheibe ist echt \u201eCoal Digger\u201c.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5147\" title=\"niko\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/niko.jpg\" alt=\"niko\" width=\"252\" height=\"252\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/niko.jpg 393w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/niko-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/niko-300x300.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 252px) 100vw, 252px\" \/>Nikko Weidemann<\/strong> ist derweil einer dieser deutschsprachigen S\u00e4nger, die man auf den ersten Blick direkt wieder in eine No Go-Ecke packen m\u00f6chte, weil einem dieser schmachtende Gesang so derma\u00dfen auf die Nerven f\u00e4llt, dass uns\u00e4gliche Erinnerungen an die Schandtaten von diversen Revolverhelden aufkommen. Nach einer gewissen Einh\u00f6r-Phase allerdings entpuppt sich \u201eSch\u00f6ne Schmerzen\u201c, als charmante Alternative zum letzten Tune von Voltaire. Hier ertrinkt das Schluchzen des S\u00e4ngers zwar nicht im musikalischen Fluss der Scheibe, dennoch bieten Songs wie \u201eEwigkeit f\u00fcr einen Moment\u201c eine erstaunliche hohe Halbwertszeit. Die Songs sind zwar eine Spur zu glatt geb\u00fcgelt, weshalb man immer wieder das Gef\u00fchl bekommt, hier einen deutschen Robbie Williams vor den Latz geknallt zu bekommen, dennoch d\u00fcrften Fans von Virginia Jetzt! und Anajo ganz hervorragend zu diesen Melodien abgehen. Manche schimpfen das dann Neo-New-Wave, f\u00fcr andere ists schlicht Schlagerpop.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5148\" title=\"tony-sly\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/tony-sly.jpg\" alt=\"tony-sly\" width=\"200\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/tony-sly.jpg 200w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/tony-sly-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/>Wohler f\u00fchle ich mich pers\u00f6nlich mit dem neuen Album von <strong>Tony Sly<\/strong>. Der S\u00e4nger von No Use For A Name macht ernst und l\u00e4sst sein lang erwartetes Solodeb\u00fct auf die vereinte Punk-Romantiker-Gemeinde los. Frank Turner und Mike Doughty-Fans d\u00fcrften zu diesen Songs die Tr\u00e4nendr\u00fcsen aufgeschraubt werden. \u201e12 Song Program\u201c geh\u00f6rt zu den sch\u00f6nsten Songwriter-Alben der letzten Jahre. Wer sich gelegentlich zum Schaffen von Nikola Sarcevic oder Joey Cape (mit dem Tony Sly ja bereits eine Akustik-Split-EP eingetr\u00e4llert hat) die Herzkammern erw\u00e4rmt, der wird begeistert sein von dieser Platte. M\u00f6gen die kalten Tage also noch ein bisschen l\u00e4nger andauern. Mit diesem Album wird einen auf jeden Fall warm unter der Nietenjacke.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5149\" title=\"same-same\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/same-same.jpg\" alt=\"same-same\" width=\"150\" height=\"151\" \/>W\u00e4hrend die Meinungen \u00fcber die Qualit\u00e4t des Streifens \u201e<strong>Same Same But Different<\/strong>\u201c bisweilen meilenweit auseinander driften, l\u00e4dt der Soundtrack vor allem im zweiten Abschnitt zum Tr\u00e4umen ein. Slut, Konstantin Gropper (Get Well Soon), Cat Power \/ Karen Elson, Miss Kittin und Charlotte Gainsbourg st\u00fcrzen alle einsamen Indie-H\u00f6rer-Herzen in einen wahren Reigen der Gl\u00fcckseligkeit . Peter Fox und klassisches Liedgut der Marke Schubert sorgen im ersten Abschnitt f\u00fcr die passende Stilvielfalt und weil das alles so gut rein l\u00e4uft, verzeiht man dem Regisseur auch, dass er ausgerechnet die uns\u00e4gliche Gesangskapelle Rammstein mit dem Song \u201eAmour\u201c im Trailer des Films platziert. Ein imposanter Rundumschlag in 14 Akten, der neugierig macht und den H\u00f6rer dazu anregt, dem Schaffen des ein oder anderen gefeatureten K\u00fcnstlers etwas weiter auf den Grund zu gehen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5150\" title=\"black-box\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/black-box.jpg\" alt=\"black-box\" width=\"187\" height=\"187\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/black-box.jpg 160w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/black-box-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 187px) 100vw, 187px\" \/><strong>The Black Box Revelation<\/strong> machen derweil auf ihrem neuen Album genau dort weiter, wo sie bei ihrem Erstling aufgeh\u00f6rt haben. Eingel\u00e4utet wird der Post-Grunge-Reigen mit breiter Garage-Rock-Breitseite vom unb\u00e4ndig vor sich hin donnernden \u201eHigh On A Wire\u201c. Dieses Niveau halten sie zwar nicht \u00fcber die gesamte L\u00e4nge des Albums, dennoch erzeugen die Songs sch\u00f6ne Erinnerungen an die 90er, als man allerhand M\u00e4dels und Jungs in zerfetzten Jeans und mit b\u00f6ser Miene durch vertr\u00e4umte Videoclips schlurfen sah. Sp\u00e4testens wenn man sich zu \u201eRun Wild\u201c auf den Teppichboden kniet und ein Luftgitarrensolo par excellence aufs Parkett schmettert, presst sich auch der letzte Nostalgie-Verweigerer ein brachiales \u201eRun Wiiiiiiiiiiiiild\u201c aus der Seele, als ob es das Letzte w\u00e4re, was er in diesem Leben noch tun wird. \u201eSilver Threats\u201c ist ein Album vor dem man auf die Knie f\u00e4llt, auch wenn es in Sachen Hitqualit\u00e4t nicht ganz an den Vorg\u00e4nger heranreicht. Ein brachialer Abschluss f\u00fcr den heutigen Zuckerkick. Also geht mal wieder Feiern. Bis zum n\u00e4chsten Zuckerbeat.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Local Natives k\u00f6nnten Vampire Weekend und Bombay Bicycle Club den Rang ablaufen, wenn sie weiter so sch\u00f6ne vertrackt-beschwingte Hymnen abliefern, wie auf ihrem nun vorliegenden Album \u201eGorilla Manor\u201c. Ein feuchter Indie-Traum von einer Platte ist das. 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