{"id":5182,"date":"2010-02-03T15:26:31","date_gmt":"2010-02-03T14:26:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=5182"},"modified":"2010-02-03T16:00:38","modified_gmt":"2010-02-03T15:00:38","slug":"zuckerbeat-vol-116-mystery-of-the-disappearing-rabbit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=5182","title":{"rendered":"\/\/ zuckerbeat vol. (1)16 &#8211; mystery of the disappearing rabbit"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\"><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-5187\" title=\"field-music1\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/field-music1-282x300.jpg\" alt=\"field-music1\" width=\"251\" height=\"266\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/field-music1-282x300.jpg 282w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/field-music1.jpg 480w\" sizes=\"auto, (max-width: 251px) 100vw, 251px\" \/>Field Music <\/strong>haben hierzulande leider nie den Sprung auf die gro\u00dfe B\u00fchne geschafft. Mit \u201e(Measure)\u201c d\u00fcrfte sich daran nur wenig \u00e4ndern, weil die Band auch diesmal darauf verzichtet, irgendwelche Zugest\u00e4ndnisse ans Formatradio oder den Indie-Club zu machen. Die 20 Tracks wirken wie ein Echo aus vergangenen Tagen und loten alles aus, was nicht niet und nagelfest ist. Die Musik atmet den Geist von Querdenkern und Meistern ihres Fachs, wie Miles Davis, Lou Reed, Brian Eno, der Beatles in ihrer psychedelischen Phase, Fleetwood Mac und Prince. Wie das alles zusammen passt? Keine Ahnung, aber es funktioniert. \u00b4<span><!--more--><\/span>Und es springen sogar ein paar echte Schunkler f\u00fcrs Autoradio dabei raus, wie das \u00e4u\u00dferst eing\u00e4ngige \u201eThem That Do Nothing\u201c. Wer sich f\u00fcr das Album Zeit nimmt, der wird viel Spa\u00df damit haben. F\u00fcr den Erfolg auf der gro\u00dfen B\u00fchne wirkt es bisweilen eine Spur zu zerfahren. Soll hei\u00dfen: Field Music machen Musik f\u00fcr Liebhaber. Die Scheibe ist in ihrer vollendeten Form bisweilen schwer beeindruckend. Sch\u00f6n, dass es so was noch gibt in Zeiten, wo fast keiner mehr Cds kauft.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-5188\" title=\"florianhorwath_cover_568x564_s1\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/florianhorwath_cover_568x564_s1-300x297.jpg\" alt=\"florianhorwath_cover_568x564_s1\" width=\"197\" height=\"194\" \/>Und Jesus\u2026 pardon, <strong>Florian Horwath<\/strong> nat\u00fcrlich -der Mann im wei\u00dfen Umhang- hat auch mal wieder ein neues Album aus der Taufe gehoben. Jeder, der ihn mal live erleben durfte, wei\u00df wovon ich rede. Der Typ spielt nicht, der geht so passioniert zu Werke, dass man das Gef\u00fchl bekommt, gleich w\u00fcrde sich der Clubhimmel \u00f6ffnen, damit er gen Firmament aufsteigen kann. \u201cSpeak To Me Now\u201c strotzt nur so vor Hingabe. Nostalgiker d\u00fcrften ihm f\u00fcr diesen Sound ein Denkmal erreichten. Auf alle anderen wirkt es zumindest charmant, wie er sich beim gleichnamigen Opener die Seele aus dem Leib s\u00e4uselt oder sich st\u00e4ndig wiederholende Slaven mit einem tanzbaren Beat und Trompetenkl\u00e4ngen in die Gehirne der H\u00f6rerschaft h\u00e4mmern. In jedem Fall besser, als der meiner Meinung nach v\u00f6llig \u00fcberbewertete Devendra Banhart. Jesses, ich bin begeistert. \u201eSpeak To Me Now\u201c, Flori!<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-5189\" title=\"puppetmastaz-the_break_up1\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/puppetmastaz-the_break_up1-300x268.jpg\" alt=\"puppetmastaz-the_break_up1\" width=\"300\" height=\"268\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/puppetmastaz-the_break_up1-300x268.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/puppetmastaz-the_break_up1.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>Und jetzt kramt mal die Tempos aus der Tasche. Die <strong>Puppetmastaz<\/strong> sind Geschichte. Die sympathischen Puppenbr\u00fcder machen endg\u00fcltig Schluss. Zum Abschluss darf noch mal ordentlich gefeiert werden. \u201eThe Break Up\u201c besteht fast ausschlie\u00dflich aus solo eingespielten Tracks der einzelnen Mitglieder, klingt aber dennoch wie aus einem Guss. Mit sympathischen Sketches und Songs best\u00fcckt, die allesamt ziemlich entr\u00fcckt anmuten und Texten, denen kein bl\u00f6der Spruch zu respektlos erscheint, mischen die Anarchisten noch ein letztes Mal das Puppentheater auf, um die feiernde Meute mit ihren Punchlines zu rocken. Keine Ahnung, warum diese Puppen nicht l\u00e4ngst so gro\u00df sind, wie Deichkind. Da stimmt einfach alles. Nur die brachiale Disco-Keule geht den Songs fast vollst\u00e4ndig ab. Stattdessen. Versierter Oldschool-HipHop im Grenzgebiet von Gonzales und Insane Clown Posse. H\u00fcftschwungtauglich, als wollten sie Run-D.M.C. zum Duett bitten und respektlos ohne Ende. Genie\u00dfen wir also ein letztes Mal die gro\u00dfe Partysause. Zeit zum Trauern haben wir ja hinterher noch genug.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-5176\" title=\"i-am-kloot\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/i-am-kloot-299x300.jpg\" alt=\"i-am-kloot\" width=\"299\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/i-am-kloot-299x300.jpg 299w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/i-am-kloot-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/i-am-kloot.jpg 319w\" sizes=\"auto, (max-width: 299px) 100vw, 299px\" \/>Die unterbewertetste Band aus Manchester \u2013 auch <strong>I Am Kloot<\/strong> genannt \u2013 ver\u00f6ffentlicht in diesen Tagen ihre erste B-Seiten-Kollektion. Wer I Am Kloot schon mal live erleben durfte, wei\u00df, dass das keinesfalls bedeutet, dass hier nur Songs minderer Qualit\u00e4t an den H\u00f6rer gebracht werden. \u201eB\u201c k\u00f6nnte mit seinen 28 Songs auch als neues Album durchgehen und wirft mindestens Stoff f\u00fcr ein Solo-Album ab, das sich nicht hinter den regul\u00e4ren Releases der Band zur\u00fccksteht. \u201eThis House Is Haunted\u201c schlurft so schwerm\u00fctig daher, dass man meint, Oasis h\u00e4tten sich pl\u00f6tzlich dazu entschlossen zu wahren Trauerkl\u00f6sen zu transformieren. Zu \u201eDeep Blue See\u201c wird man sich auf einen gemeinsamen Sommertrip mit der Liebsten dazu entschlie\u00dfen auf einem einsamen Parkplatz das Verdeck des Wagens zu \u00f6ffnen, sich eine Kippe anstecken und die sternenklare Nacht genie\u00dfen, w\u00e4hrend sich die vom Rauch umrahmten Lippen einander ann\u00e4hern. Alle, die diese Band noch nicht kennen, sollten sich unbedingt den kompletten Backkatalog nachbestellen. Es lohnt sich.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-5177\" title=\"raekwon-only_built_4_cuban_linx_1\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/raekwon-only_built_4_cuban_linx_1-300x300.jpg\" alt=\"raekwon-only_built_4_cuban_linx_1\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/raekwon-only_built_4_cuban_linx_1-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/raekwon-only_built_4_cuban_linx_1-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/raekwon-only_built_4_cuban_linx_1.jpg 450w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>Mit reichlich Versp\u00e4tung wird bei uns nun auch noch auf den neuesten Wurf von <strong>Raekwon<\/strong> hingewiesen. \u201eOnly Built 4 Cuban Linx\u2026 Pt II\u201c geh\u00f6rt zweifelsohne zu den besten Rapplatten des letzten Jahres. Der versierte Rapper des Clans wird hier unter anderem soundtechnisch unterst\u00fctzt von J Dilla und RZA, wodurch die Songs auch beim x-ten Durchlauf noch \u00e4u\u00dferst spannend aus den Bassboxen der Autoanlage dr\u00f6hnen. Mit dem halben Wu-Tang-Clan als Gaststar geht die Scheibe beinahe als neues Clan-Album durch, rammt deren letzte Ver\u00f6ffentlichungen aber mal eben mit links von der Fahrbahn. Trotz des epischen Ausma\u00dfes von 24 Songs kommt hier keine Langeweile auf. Diese Scheibe steht v\u00f6llig zu Recht ganz oben in den Jahrescharts der wichtigsten Magazine. Den Rest macht die Musik. Also Regler rauf und Kopfnicken. Da geht was.<span> <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5178\" title=\"gavin-portland\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/gavin-portland.jpg\" alt=\"gavin-portland\" width=\"200\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/gavin-portland.jpg 200w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/gavin-portland-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/>Ziemlich brachiale T\u00f6ne ringen <strong>Gavin Portland <\/strong>hinterher ihren Instrumenten und Stimmb\u00e4ndern ab, wenn sie auf ihrem neuen Album \u201eIV: Hand In Hand With Traitors, Back to Back With Whores\u201c musikalisch alles in Schutt und Asche legen. F\u00fcr Fans von den Blood Brothers d\u00fcrfte es eine wahre Freude sein, wie hier alles gedehnt und gestreckt wird, was nicht niet und nagelfest an. Man kauert auf dem Teppichboden und m\u00f6chte dem ollen Feger alle Fasern einzeln ausrupfen, um dann wie wild im Zimmer umher zu springen und dem Schlachtfeld vor sich mit Wollkn\u00e4uel-Sternenstaub die passende Atmosph\u00e4re zu verleihen. Dem ungest\u00fcmen Auftakt folgen hinterher dann noch ein paar echte Knaller, um sich auf der Tanzfl\u00e4che die K\u00f6pfe einzuschlagen. Die Indierock-Anleihen vergangener Tage allerdings hat die Band fast vollkommen in die W\u00fcste geschickt. Schade eigentlich. Etwas weniger Arschtritt zugunsten mehr Atmosph\u00e4re w\u00e4re auch nicht schlecht gewesen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-5191\" title=\"little-red1\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/little-red1-300x300.jpg\" alt=\"little-red1\" width=\"168\" height=\"168\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/little-red1-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/little-red1-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/little-red1.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 168px) 100vw, 168px\" \/>Garagenrock ist derweil auch nicht totzukriegen. Die n\u00e4chsten, die dem ollen Schrammelsound eine geh\u00f6rige Portion Pop-Appeal abtrotzen, stammen aus Australien und h\u00f6ren auf den Namen <strong>Little Red<\/strong>. Das brave Frontcover passt derweil ganz hervorragend zum Sound der Jungs, die mit Gospel-, Surf- und Doo Wop-Anleihen versuchen, den H\u00f6rer von sich zu \u00fcberzeugen. \u201eListen To\u201c kann derweil mit einer ganzen Reihe an Hits aufwarten, die auf den einschl\u00e4gigen Independent-Radiostationen rauf und runter getr\u00e4llert werden. Ein insgesamt herrlich zeitloses, wenn auch bisweilen etwas kurzweiliges Werk, das am Ende vor allem eins macht: verdammt viel Spa\u00df. Fans von den Beach Boys, wie auch den Strokes k\u00f6nnen durchaus mal einen Durchlauf riskieren. Es lohnt sich.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-5181\" title=\"die-aeronauten\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/die-aeronauten-299x300.jpg\" alt=\"die-aeronauten\" width=\"299\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/die-aeronauten-299x300.jpg 299w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/die-aeronauten-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/die-aeronauten.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 299px) 100vw, 299px\" \/>Die <strong>Aeronauten<\/strong> sagen derweil \u201eHallo\u201c zur Leidenschaft. Wirklich sch\u00f6n, dass die Jungs an uns gedacht haben. Wir, die sehnsuchtsvoll an ihren Lippen kleben und auf der Suche nach neuen Klassikern der Marke \u201eFreundin\u201c und Konsorten unser sinnloses Dasein auf diesem Planeten fristen. Bisweilen wirkt \u201eHallo Leidenschaft!\u201c zwar ziemlich aufger\u00e4umt. Fast schon hat man das Gef\u00fchl, die Jungs f\u00e4nden pl\u00f6tzlich Gefallen daran, auch mal ein paar echte Hits zu schreiben. In den Texten schlummert aber immer noch diese hoffnungslose Hingabe und sp\u00e4testens beim Bl\u00e4ser-Feuerwerk \u201eHahaha\u201c steht man pl\u00f6tzlich mit einem bunten Drink auf der Tanzfl\u00e4che und klemmt sich als Referenz an den Clubnebel eine Zigarre zwischen die Z\u00e4hne. Fortw\u00e4hrend wird\u2019s dann zunehmend abseitig bis absurd. Mariachi Meets Easy Listening. Am Ende ist \u201eHallo Leidenschaft!\u201c dann eben doch wieder ein typisches Aeronauten-Album. Also genie\u00dft die Scheibe. Bis zum n\u00e4chsten Zuckerbeat.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Field Music haben hierzulande leider nie den Sprung auf die gro\u00dfe B\u00fchne geschafft. 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