{"id":5197,"date":"2010-02-13T11:25:42","date_gmt":"2010-02-13T10:25:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=5197"},"modified":"2010-02-13T11:27:20","modified_gmt":"2010-02-13T10:27:20","slug":"zuckerbeat-vol-117-music-dance-drama","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=5197","title":{"rendered":"\/\/ zuckerbeat vol. (1)17 &#8211; music! dance! drama!"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-5194\" title=\"stateradio_letitgo_albumcover_20091217_174352\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/stateradio_letitgo_albumcover_20091217_174352-300x276.jpg\" alt=\"stateradio_letitgo_albumcover_20091217_174352\" width=\"267\" height=\"246\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/stateradio_letitgo_albumcover_20091217_174352-300x276.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/stateradio_letitgo_albumcover_20091217_174352.jpg 402w\" sizes=\"auto, (max-width: 267px) 100vw, 267px\" \/>Unverdienterma\u00dfen sind <strong>State Radio<\/strong> hierzulande immer noch relativ unbekannt, was sich mit ihrem neuen Album \u201eLet It Go\u201c aber hoffentlich schon in K\u00fcrze \u00e4ndern wird. Die Scheibe macht alles richtig, was Incubus auf ihren letzten Alben falsch gemacht haben. Die Jungs vermengen Rockmusik mit allerhand entspannten Grooves und landen damit irgendwo zwischen Sublime und den Rx Bandits. Man m\u00f6chte sich sofort in die H\u00e4ngematte schmei\u00dfen und die Welt da drau\u00dfen per Tastendruck ausschalten. Die elf Songs des Albums, mit denen ihnen in Amerika zum ersten Mal den Sprung in die Top 100 gelang, werden mit jedem Durchlauf liebreizender. Die Songs wachsen, wie schon auf den Alben zuvor, mit zunehmender Dauer \u00fcber sich hinaus. <span><!--more--><\/span>Noch dazu haben sie den Sommerhit des Jahres mit drauf. \u201eDoctor Ron The Actor\u201c kommt zwar etwas zu fr\u00fch, d\u00fcrfte aber, wenn die Welt gerecht ist, in diesem Jahr auf jedem zweiten Zeltplatz rauf und runter laufen. Checkt diesen Geheimtipp aus den Staaten. Ihr werdet es nicht bereuen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-5195\" title=\"blockhead-the-music-scene\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/blockhead-the-music-scene-300x300.jpg\" alt=\"blockhead-the-music-scene\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/blockhead-the-music-scene-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/blockhead-the-music-scene-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/blockhead-the-music-scene.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>Ein bisschen mit dem Kopf nicken, kann man zum Sound von <strong>Blockhead<\/strong>. Die Affenbande aus New York in Personalunion von Produzent Tony Simon haut einem auf \u201eThe Music Scene\u201c imposante Instrumental-Entw\u00fcrfe um die Ohren, die auch ohne ein freches Mundwerk in Form von Gaststars ganz hervorragend rein laufen. Musikalisch wirkt das Ganze, als h\u00e4tte Dilla ein paar neue Tracks eingespielt. Alles in allem pr\u00e4sentiert Blockhead mit \u201eThe Music Scene\u201c ein smoothes Sample-Feuerwerk mit entspannten Beats, zum Autositz nach hinten kurbeln und Sterne gucken gleicherma\u00dfen geeignet. Damit die ganze Sache nicht langweilig wird, wird au\u00dferdem ein bisschen Space Rock und Afrobeat dazwischen gestreut. Ein Album, wie geschaffen f\u00fcr den Weg nach Hause nach einer langen durchfeierten Nacht im Blitzlichtgewitter des Clubs.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-5196\" title=\"personal-l-the-positives\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/personal-l-the-positives-300x300.jpg\" alt=\"personal-l-the-positives\" width=\"340\" height=\"340\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/personal-l-the-positives-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/personal-l-the-positives-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/personal-l-the-positives.jpg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 340px) 100vw, 340px\" \/><strong>Person L<\/strong>, das Nebenprojekt von The Starting Lines Vasoli, hat derweil nicht viel am Hut mit dem durchaus sympathischen Emo-Pop, den seine Hauptband bis vor Kurzem in stillem Gedenken an Saves The Day, Student Rick und Konsorten ablieferte. Stattdessen wird ein Breitwandepos auf den H\u00f6rer abgefeuert, das sich im Stoner- und Classic-Rock-Genre einnistet und schon beim Opener eine Wall Of Sound auff\u00e4hrt, die sich gewaschen hat. Danach wird dann gerockt und mit schr\u00e4gen Riffs dem Post-Punk gehuldigt. Das Besondere an Person L allerdings ist, dass sich die meisten Songs auf dem zweiten Album \u201eThe Positives\u201c trotzdem als astreine Hits entpuppen. Radiohead haben hier genauso ihre Spuren hinterlassen, wie Coheed &amp; Cambria. Und irgendwie fasziniert einen dieses Album. Dieses Chaos, das die Band hier veranstaltet, es macht einfach Spa\u00df dabei zuzuh\u00f6ren. So, als w\u00fcrde man sich heimlich in ihren Proberaum schleichen und einer geliebten Band beim Jammen zusehen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-large wp-image-5199\" title=\"VS_hegemann_axolotl_lvd_cs3.indd\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/axolotl1-673x1024.jpg\" alt=\"VS_hegemann_axolotl_lvd_cs3.indd\" width=\"460\" height=\"697\" \/>Zwischendurch mal wieder etwas Lesestoff gef\u00e4llig? Bittesch\u00f6n: Sehr zu empfehlen ist derzeit der Roman \u201eAxolotl Roadkill\u201c von der neuen Nachwuchshoffnung <strong>Helene Hegemann<\/strong>. Die Vorschusslorbeeren f\u00fcr die werte Dame sind durchaus gerechtfertigt. Wie sich ihr Roman durch Bankrotterkl\u00e4rungsszenerien unserer Gesellschaft w\u00fchlt, wirkt hinrei\u00dfend und verst\u00f6rend zugleich. Mit einem frechen Mundwerk und imposanten Wortwechseln geht die Autorin dorthin, wo es weh tut. So, als wollte sie mit ihrem Roman den Pfropfen aus der Wanne ziehen, damit das Wasser abl\u00e4uft und endlich auch der Schmutz unter der Oberfl\u00e4che unserer Gesellschaft sichtbar wird. Die Protagonistin versucht sich selbst zu finden in einer Welt, in der scheinbar alle Rollen bereits besetzt sind. Sehr sch\u00f6n wird hier beschrieben, wie bestimmte Haltungen durch Vereinnahmung von unterschiedlicher Seite (z.B. des linken Vaters) nach und nach zu einem Klischee verkommen. Ihr Ausweg hei\u00df Abgammeln. Ihr Problem manifestiert sich im gest\u00f6rten Verh\u00e4ltnis zu ihrer nicht mehr existenen Mutter. Helene Hegemann ist ein Buch voll kranker Poesie gelungen. \u201eAxolotl Roadkill\u201c ist ein Rausch der Emotionen. Eine treffsichere Abhandlung dar\u00fcber, wie es ist, wenn auf einmal nichts mehr einen Sinn ergibt. Nach sp\u00e4testens drei Tagen hat man sich durch diesen Rausch der Emotionen durchgeboxt. Das Finale ist in seiner kranken Konsequenz bemerkenswert und bleibt einem noch tagelang im Hirn kleben. Dazu gesellt sich in diesen Tagen eine Debatte \u00fcber die Raubkopiererei, die in Zusammenhang mit diesem Buch von Seiten der Autorin betrieben wurde. Ich muss zugeben, mir imponiert dieser Ansatz. Ist ja gang und g\u00e4be etwas bereits Vorhandenes in einen neuen Kontext zu setzen. Was w\u00e4re die moderne Musik ohne Acts, wie The Kleptones oder 2 Many DJs. Zudem ist es bemerkenswert, wenn es eine 17j\u00e4hrige schafft tagelang im Alleingang die Kultur-Rubriken der einschl\u00e4gigen Tageszeitungen und Magazine zu besetzen. Alles weitere zu dem Thema findet ihr unter anderem und http:\/\/www.gefuehlskonserve.de. Lohnt sich durchaus mal reinzuschnuppern. In den Roman, wie auch die Diskussion.<span> <\/span><strong><\/strong><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5200\" title=\"the-unwinding-hours-album-cover\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/the-unwinding-hours-album-cover.jpg\" alt=\"the-unwinding-hours-album-cover\" width=\"227\" height=\"227\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/the-unwinding-hours-album-cover.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/the-unwinding-hours-album-cover-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 227px) 100vw, 227px\" \/>The Undwinding Hours <\/strong>werden ja gerade von diversen Gazetten als Erretter der Rockmusik gefeiert und man muss zugegeben: schon nach einem Durchlauf f\u00fchlt man sich von der Musik ihres gleichnamigen Deb\u00fctalbums seltsam ergriffen. Wie die ehemaligen Mitglieder von Aereogramme hier einen himmelhochjauchzenden Refrain an den n\u00e4chsten reihen, verdient Respekt. Ganz gro\u00dfes Tr\u00e4nendr\u00fcsenkino wird da aufgefahren, aber das klingt niemals, wie das elendige Schluchzen von Keane und Konsorten. Die Musik auf der Scheibe wirkt schlicht erhaben. Die Dynamik ist bemerkenswert. The Unwinding Hours ist ein Album gelungen, das im Stillen brodelt. Die Scheibe bricht immer wieder aus und es braucht Zeit, bis sie vollends im Herzen des H\u00f6rers ankommt. Dann aber krallt sie sich fest. Nachhaltig.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5203\" title=\"bibi1\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/bibi1.jpg\" alt=\"bibi1\" width=\"265\" height=\"265\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/bibi1.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/bibi1-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/>Bibi Tanga<\/strong>, ein Sohn des Prinzen und Musiker von Curtis Mayfields Gnaden macht auf seinem neuen Album dort weiter, wo seine musikalischen Eltern einst aufgeh\u00f6rt haben. Er pr\u00e4sentiert mit z\u00e4rtlich anmutendem Falsett-Gesang ein eindringliches Future-Funk-Album, dass vor lauter schick zusammengeschraubten Beats die Technik fast wieder vergessen macht. Elektro-Soul in einer solch zur\u00fcckgelehnten Darreichungsform muss man heute mit der Lupe suchen. Auf \u201eDunya\u201c gibt\u2019s das volle Programm Gef\u00fchl mit einer steifen Prise Porno-Disco, so dass man schon nach wenigen Minuten zum Engtanz auf die Tanzfl\u00e4che bittet. Mit etwas Gl\u00fcck k\u00f6nnen sich auf dieses Album alle einigen. Clubg\u00e4nger und Stubenhocker. Alle lassen sich treiben. Von \u201eHey Ya!\u201c bis \u201eShake It!\u201c. Zum heulen sch\u00f6n, wie das Werwolfcover.<span> <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-5204\" title=\"freeway-stimulus-package-cover1\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/freeway-stimulus-package-cover1-300x253.jpg\" alt=\"freeway-stimulus-package-cover1\" width=\"300\" height=\"253\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/freeway-stimulus-package-cover1-300x253.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/freeway-stimulus-package-cover1.jpg 564w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>Wer danach noch nicht genug hat, sollte direkt die neue Scheibe von <strong>Freeway &amp; Jake One<\/strong> in den Player stecken. \u201eThe Stimulus Package\u201c sorgt daf\u00fcr, dass die Nacht niemals endet. Die smoothen Sounds, der entspannte Rapstyle, all das transformiert deine alte Karre in eine auf Hochglanz gestylte Schiffschaukel. Die 15 Tracks bouncen ohne gro\u00dfe Ausf\u00e4lle vor sich hin, die Soul-Samples sorgen f\u00fcr Nostalgienanfl\u00fcge. Dazu ein paar schicke Features von Raekwon bis Beanie Sigel, die sich ganz hervorragend ins Gesamtbild einf\u00fcgen. Eine runde Sache, dieses Album. Wahrhaft stimulierend.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-5205\" title=\"jaga-jazzist\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/jaga-jazzist-300x300.jpg\" alt=\"jaga-jazzist\" width=\"240\" height=\"240\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/jaga-jazzist-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/jaga-jazzist-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/jaga-jazzist.jpg 350w\" sizes=\"auto, (max-width: 240px) 100vw, 240px\" \/>Zum Abschluss lassen wir uns noch von den galoppierenden Sounds aus dem Hause <strong>Jaga Jazzist<\/strong> die Geh\u00f6rg\u00e4nge durchkneten. Die neun Tracks ihres Albums \u201eOne-Armed Bandit\u201c mit so sch\u00f6nen Titeln, wie \u201cMusic! Dance! Drama!\u201c bieten genau das. N\u00e4mlich Musik. Tanzbares und ganz viel Gef\u00fchl. Ausgestattet mit Vibrafonen, Trompeten, Saxophonen, Klarinetten und Percussions w\u00fchlen sich die Jazzer aus Norwegen durch ihre Songs, die sich auch zu sp\u00e4terer Stunde im Elektroclub gut machen w\u00fcrden. Hier trifft in gewisser Weise Villalobos auf Davis auf Zappa. Ein guter Grund f\u00fcr mich f\u00fcr heute die Tasten zu schonen. Lasst es euch gut gehen. Bis zum n\u00e4chsten Zuckerbeat.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unverdienterma\u00dfen sind State Radio hierzulande immer noch relativ unbekannt, was sich mit ihrem neuen Album \u201eLet It Go\u201c aber hoffentlich schon in K\u00fcrze \u00e4ndern wird. Die Scheibe macht alles richtig, was Incubus auf ihren letzten Alben falsch gemacht haben. 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