{"id":5212,"date":"2010-02-14T17:55:04","date_gmt":"2010-02-14T16:55:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=5212"},"modified":"2010-02-14T19:53:17","modified_gmt":"2010-02-14T18:53:17","slug":"zuckerbeat-vol-118-attack-music","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=5212","title":{"rendered":"\/\/ zuckerbeat vol. (1)18 &#8211; attack music"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5213\" title=\"lightspeed-champion-lp2\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/lightspeed-champion-lp2.jpg\" alt=\"lightspeed-champion-lp2\" width=\"250\" height=\"250\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/lightspeed-champion-lp2.jpg 299w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/lightspeed-champion-lp2-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/>Dev Hynes alias <strong>Lightspeed Champion<\/strong> scheint auf seinem neuen Album seine romantische Seite f\u00fcr sich entdeckt zu haben. \u201eLife Is Sweet! Nice To Meet You\u201c l\u00e4dt schon im Opener zum Tr\u00e4umen ein, bevor es fortw\u00e4hrend z\u00e4rtliche Blicke mit dem H\u00f6rer austauscht. Anschlie\u00dfend wird dann auf die Tanzfl\u00e4che gewatschelt und am Ende mit verliebtem Blick aufs n\u00e4chste Sofa gepurzelt. Zum Knutschen sind diese Songs, die sich irgendwo zwischen Conor Oberst, David Bowie und dem Sound von Whitest Boy Alive und Final Fantasy einnisten. Lightspeed Champion fabriziert zuckers\u00fc\u00dfen Pop f\u00fcr Tanzveranstaltungen mit Discokugeln, die nur so vor Kitsch strotzen, bei denen man aber trotzdem ungeduldig darauf wartet, dass endlich das Konfetti vom Clubhimmel purzelt. <span><!--more--><\/span>Kurz gesagt: Lightspeed Champion ist Mika in geil. Raffiniert, klebrig und zauberhaft. Die Scheibe w\u00e4re in einer gerechten Welt schon l\u00e4ngst an der Spitze der Charts.<span> <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-5214\" title=\"these-new\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/these-new-300x300.jpg\" alt=\"these-new\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/these-new-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/these-new-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/these-new.jpg 320w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>These New Puritans <\/strong>empfangen uns auf ihrem neuen Album mit klassischem Liedgut, das sich hinter dem Gewand des Artrock versteckt. Das neue Album \u201eHidden\u201c verbreitet miesepetrige Stimmung und passt damit perfekt zum nicht enden wollenden Winter, der sich unaufh\u00f6rlich vor unserer Haust\u00fcr breit macht. These New Puritans allerdings klopfen so unaufh\u00f6rlich charmant auf ihren Instrumenten herum, dass man ihnen deswegen gar nicht so richtig b\u00f6se sein mag. Das ist wie mit dem Schnee vor der T\u00fcr. Der hat ja auch was Romantisches, wenn man nicht gerade mit 30 Stundenkilometern durch die Landschaft tuckert. Dementsprechend bastelt die Band hier ein imposantes Kopfkino zusammen, das nirgendwo zu verweilen scheint und sich dennoch mit jedem neuen Durchlauf tiefer in den Gehirnwindungen verf\u00e4ngt. Bleche werden gesch\u00fcttelt, Melonen zerschmettert, ein Bl\u00e4ser-Ensemble aufgefahren und mit \u201eThree Thousand\u201c der d\u00fcsterste Hit seit Tool f\u00fcr die \u00f6rtliche Tanzfl\u00e4che abgeliefert. Das ist Stoner Rock f\u00fcr Techno-Anh\u00e4nger. Unbeschreiblich (sch\u00f6n).<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-5215\" title=\"albumleaf452\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/albumleaf452-300x300.jpg\" alt=\"albumleaf452\" width=\"309\" height=\"309\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/albumleaf452-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/albumleaf452-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/albumleaf452.jpg 452w\" sizes=\"auto, (max-width: 309px) 100vw, 309px\" \/><strong>The Album Leaf<\/strong><span> <\/span>geben sich bisweilen ziemlich esoterisch auf ihrem neuen Album \u201eA Chorus Of Storytellers\u201c, vielleicht ist es ja dem Umstand geschuldet, dass sich der Protagonist dieses Albums bei den Aufnahmen zum ersten Mal eine Band ins Studio holte, anstatt alles im Alleingang einzuspielen, mir geht das gerade am Anfang leider eine Spur zu weit mit dem wohlwollenden Geklimper, dass mir da entgegen schallt. Mit zunehmender Dauer allerdings stellt sich wieder diese melancholische Stimmung ein, die einem einen sanften Schauer \u00fcber den R\u00fccken jagt. Auf einmal ist man mittendrin, so als w\u00fcrden Nada Surf mit Sigur Ros auf eine Bootstour gehen und in stillen Gew\u00e4ssern zu tanzenden Wolkenformationen performen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5216\" title=\"minor\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/minor.jpg\" alt=\"minor\" width=\"209\" height=\"209\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/minor.jpg 240w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/minor-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 209px) 100vw, 209px\" \/><strong>Minor Majority<\/strong> verspr\u00fchen derweil so einen verrauchten Charme, der sich immer in Eckkneipen ausbreitet, wenn da pl\u00f6tzlich jemand seine Klampfe auspackt. Die Norweger \u00fcben sich auf \u201eEither Way I Think You Know\u201c in melancholischen Gassenhauern, die ganz hervorragend zum Tagtr\u00e4umen einladen. Mit zunehmender Dauer vers\u00e4umen sie es au\u00dferdem nicht, auch mal den Tempomat etwas nach oben zu schrauben, so dass sich der H\u00f6rer auf dem Nachhauseweg immer noch in den Melodien verliert, die sich da in seinen Gehirnwindungen verfangen haben.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5217\" title=\"lastampa\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/lastampa.jpeg\" alt=\"lastampa\" width=\"139\" height=\"139\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/lastampa.jpeg 200w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/lastampa-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 139px) 100vw, 139px\" \/><\/span><strong>La Stampa<\/strong> bem\u00fchen sich derweil dem totgeglaubten Indie-Pop-Genre mit tanzbaren Sounds wieder neues Leben einzuhauchen. Die ersten sind sie ja nicht, die diese Idee haben. So mutet \u201ePictures Never Stop\u201c auf den ersten Blick auch etwas altbacken an. Mit zunehmendem H\u00f6rgenuss allerdings kommt man gar nicht mehr los von dieser Platte. \u201eYou Were Imagining Things\u201c packt die Disco-Keule aus und l\u00e4sst einen vor dem Spiegel H\u00fcftschw\u00fcnge \u00fcben. \u201eDare To Be Loved\u201c steigert sich zu einem astreinen Tanzboden-Stampfer und \u201eF\u00fcr den Moment\u201c l\u00e4sst einen in sch\u00f6ne Erinnerungen an schlagereske Blumfeld-Zeiten verweilen. Ist eben ein echtes Liebhaber Ding, dieses 11teilige Pop-Monster hier. Alles in allem punktet dieses Album vor allem aufgrund seiner zeitlosen Produktion aus dem Hause Thies Mynther (Superpunk, Phantom\/Ghost), dessen Schaffen ja immer ein bisschen braucht, bis man es nicht mehr aus den H\u00e4nden geben m\u00f6chte.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-5218\" title=\"blue_van_man_up\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/blue_van_man_up-300x300.jpg\" alt=\"blue_van_man_up\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/blue_van_man_up-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/blue_van_man_up-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/blue_van_man_up.jpg 376w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><strong>The Blue Van<\/strong> machen sich derweil daran, den Kings Of Leon und Jet zu zeigen, wie man eine richtige Breitwand-Keule in Sachen moderner Rockmusik mit viel 70s Flair aus den Boxen ballert. \u201eMan Up\u201c ist mir pers\u00f6nlich allerdings etwas zu glatt geraden. Au\u00dferdem fehlt so ein bisschen der letzte Wumms, der sich im Live-Erlebnis allerdings durchaus einstellen sollte. Zahlreiche TV-Serien sind derweil auch schon auf die Jungs aufmerksam geworden. So laufen ihre Tracks in Beverly Hills 90210 und Scrubs. Wem Musik dieser Gangart gef\u00e4llt, wer von Rockmusik nicht mehr erwartet, als drei Minuten gut unterhalten zu werden, der sollte hier zugreifen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5219\" title=\"rocolabacalao_infierno_4260130090432\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/rocolabacalao_infierno_4260130090432.jpg\" alt=\"rocolabacalao_infierno_4260130090432\" width=\"191\" height=\"191\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/rocolabacalao_infierno_4260130090432.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/rocolabacalao_infierno_4260130090432-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 191px) 100vw, 191px\" \/>Den passenden Sound zum Fr\u00fchling liefern hinterher <strong>Rocola Bacalao<\/strong> aus Ecuador, die allen Fans von Karamelo Santo ein L\u00e4cheln ins Gesicht zaubern d\u00fcrften. Latin Pop mit einer geh\u00f6rigen Portion Feuer unterm Arsch. So k\u00f6nnte man ihre Musik wohl umschreiben. Dazu ein paar schicke Ska-Pop-Hymnen und zum Schluss steht die ganze Dorfkneipe Kopf, weil pl\u00f6tzlich alle mit der Inneneinrichtung engtanzen. Zu diesem Sound geht die Sonne auf. Auch im tiefsten Winter. \u201eInfierno\u201c verspr\u00fcht reine Lebensfreude &#8211; und ist mit 13 Songs so sch\u00f6n knackig geraten, dass man das Teil sofort auf Endlosschleife stellt.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5220\" title=\"dag-foer-dag-boo\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/dag-foer-dag-boo.jpg\" alt=\"dag-foer-dag-boo\" width=\"261\" height=\"261\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/dag-foer-dag-boo.jpg 240w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/dag-foer-dag-boo-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 261px) 100vw, 261px\" \/><strong>Dog F\u00f6r Dog<\/strong>, das neuste Signing des kleinen aber feinen Indie-Labels \u201eHaldern Pop\u201c bewegt sich derweil zwischen den Polen The Cure, Echo &amp; The Bunnymen und The Velvet Underground. \u201eBoo\u201c klingt bisweilen ziemlich verstrahlt und spooky, strahlt aber von der ersten Sekunde eine entr\u00fcckte W\u00e4rme aus, wie sie vielleicht h\u00f6chstens noch Au Revoir Simone hinbek\u00e4men, wenn sie sich mit den Pains Of Being Pure At Heart zusammen auf die B\u00fchne stellen w\u00fcrden. Hinter dem verrauschten Treiben versteckt die Band immer wieder mitsingtr\u00e4chtige Melodien, die andere Gruppen zu einem astreinen Hitalbum zusammengeschraubt h\u00e4tten. Die drei Stockholmer allerdings suchen ihr Heil am Rande eines vernebelten Flussufers im Antlitz des Vollmonds und fabrizieren dabei ein schaurig sch\u00f6nes Klangm\u00e4rchen. Sie genie\u00dfen es hin und wieder ihren Emotionen freien Lauf zu lassen und sich in Improvisationen zu st\u00fcrzen, ohne allerdings jemals den Fokus der St\u00fccke aus den Augen zu verlieren. Wer auf Spuckgeschichten mit Popappeal steht, der sollte unbedingt mal reinh\u00f6ren. Womit wir euch schon mal viel Spa\u00df beim Gruseln w\u00fcnschen. Bis zum n\u00e4chsten Zuckerbeat.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dev Hynes alias Lightspeed Champion scheint auf seinem neuen Album seine romantische Seite f\u00fcr sich entdeckt zu haben. \u201eLife Is Sweet! Nice To Meet You\u201c l\u00e4dt schon im Opener zum Tr\u00e4umen ein, bevor es fortw\u00e4hrend z\u00e4rtliche Blicke mit dem H\u00f6rer austauscht. Anschlie\u00dfend wird dann auf die Tanzfl\u00e4che gewatschelt und am Ende mit verliebtem Blick aufs [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1,7,4],"tags":[],"class_list":["post-5212","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","category-filmkunst","category--stadtgesprach"],"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5212","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=5212"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5212\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5224,"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5212\/revisions\/5224"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=5212"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=5212"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=5212"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}