{"id":5432,"date":"2010-04-06T08:41:46","date_gmt":"2010-04-06T07:41:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=5432"},"modified":"2010-04-21T15:10:02","modified_gmt":"2010-04-21T14:10:02","slug":"zuckerbeat-vol-130-set-it-on-fire","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=5432","title":{"rendered":"\/\/ zuckerbeat vol. (1)30 &#8211; set it on fire"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: black;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-5424\" title=\"sophie-hunger1\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/sophie-hunger1-300x298.jpg\" alt=\"sophie-hunger1\" width=\"250\" height=\"250\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/sophie-hunger1-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/sophie-hunger1.jpg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/><span style=\"color: #262626;\">Schon  sehns\u00fcchtig gewartet haben wir auf  das neueste Werk von unserer  Lieblings-Bernerin <strong>Sophie Hunger<\/strong>, die  mit \u201e1983\u201c schon mal  George Orwell in Sachen Time-Dropping \u00fcberholt. Die Kompromisslosigkeit  der Musikerin ist dabei durchaus bestechend. War  \u201eMonday\u00b4s Ghost\u201c alles  in allem ein in sich gekehrter Verrecker von Album, der mit Popanleihen  nur so um sich warf, wendet sich Hunger nun wieder dem  Variantenreichtum ihres Deb\u00fctalbums zu und sorgt mit ihren bisweilen   spr\u00f6den Songs f\u00fcr neue Dringlichkeit. Man hat das Gef\u00fchl, dass sich da   regelrecht etwas angestaut hat in der K\u00fcnstlerin. Nun prasselt all das  gnadenlos auf den  Zuh\u00f6rer ein und dennoch schafft es Hunger ihre  Emotionen immer wieder in  charmante Pop-Gefilde zu \u00fcberf\u00fchren. <\/span><\/span><span style=\"color: #262626;\"><!--more--><\/span><span style=\"color: #262626;\">\u201e1983\u201c  ist ein Album, von dem man lange  zehren wird. Fans des Vorg\u00e4ngers  d\u00fcrften beim ersten Durchlauf aber dennoch  \u00fcberrascht sind, was denn so  alles in dieser K\u00fcnstlerin steckt. Mir bleibt nur zu sagen:  Sch\u00f6n,  dass du wieder da bist, Sophie.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #262626;\"><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5425\" title=\"kristof-schreuf\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/kristof-schreuf.jpg\" alt=\"kristof-schreuf\" width=\"150\" height=\"150\" \/>Kristof  Schreuf<\/strong> bem\u00fcht sich derweil darum die Gitarre zu pudern. \u201eBourgeois With  Guitar\u201c ist ein Coveralbum der etwas anderen Art. <span lang=\"EN-GB\">\u201eMy  Generation\u201c im kirchlichen Chorgesang-Modus? Highway To Hell mit  Pop-Perr\u00fccke? \u201eLet  There Be Rock\u201c auf Prog-Hop? <\/span>\u201eSearch &amp;  Destroy\u201c  im Kuschel-Indie-Look? Nichts scheint unm\u00f6glich f\u00fcr den ehemaligen  Member  von Br\u00fcllen. Manchmal nerven einen seine Versionen zwar bis aufs  Blut, dann  wieder schl\u00e4ngelt sich aber eine Nuance eines St\u00fcckes in  den Vordergrund, die  einen sofort dazu veranlasst, das Original noch  einmal genauer unter die Lupe  zu nehmen. Alles in allem ein etwas  anderes Nachspiel-Werk. Durchaus  gelungen auf seine Weise. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #262626;\"><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-5426\" title=\"ultravox\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/ultravox-266x300.jpg\" alt=\"ultravox\" width=\"266\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/ultravox-266x300.jpg 266w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/ultravox.jpg 398w\" sizes=\"auto, (max-width: 266px) 100vw, 266px\" \/>Ultravox<\/strong> versuchen derweil  unter Beweis zu stellen, dass man als Band auch in W\u00fcrde altern  kann,  ohne als schlechtes Abziehbild seiner selbst zu enden. Auf ihrem neuen  Live-Epos \u201eReturn To Eden\u201c, das im letzten Jahr im Londoner \u201eRoundhouse\u201c  aufgezeichnet wurde, pr\u00e4sentiert sich die Band in bester   Reformations-Laune und bietet dem Publikum einen imposanten Einblick in  das weitl\u00e4ufiges Schaffen der 80er  Jahre. H\u00f6hepunkt des Sets ist  nat\u00fcrlich das himmelhoch jauchzende \u201eDancing With  Tears In My Eyes, bei  dem zwar Midge Ures Stimme in die Knie geht, was das  Publikum  allerdings nicht davon abh\u00e4lt, vollends durchzudrehen. Ist eben live.   Und umso sch\u00f6ner zu sehen, dass Ultravox nicht dazu neigen, die Aufnahme  mit zus\u00e4tzlichen Hilfsmitteln glatt zu b\u00fcgeln. Es sind eben doch die  Momente, in denen  der schillernde Pop-Entwurf zu scheitern droht, die  am Ende am  Nachhaltigsten im Ged\u00e4chtnis bleiben.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #262626;\"><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5427\" title=\"Coming Home-Digi.indd\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/bozoo-bajou.jpg\" alt=\"Coming Home-Digi.indd\" width=\"177\" height=\"169\" \/>Boozoo Bajou<\/strong> lullen uns hinterher  mit einer geh\u00f6rigen Portion Chill-Out-Atmosph\u00e4re  ein, so dass man sich  kurzerhand einen Schleier \u00fcberwerfen m\u00f6chte, um die  Konturen der Welt  vor sich verschwimmen zu sehen. Auf ihrem Beitrag zur  Compilation-Reihe  \u201eComing Home\u201c befinden sich erwartungsgem\u00e4\u00df viele   Sofasitzkissen-Erw\u00e4rmer der Marke Linkwood Family, aber mit zunehmender  Laufl\u00e4nge wird auch Mitwipp-technisch versiertes der Marke Henrik  Schwarz, Icasol und dem  Motor City Drum Ensemble zusammen geknetet.  Alle Sounds wurden von Florian  Seyberth und Peter Heider formvollendet  in einen schl\u00fcssigen Mix gegossen und  sorgen so daf\u00fcr, dass der H\u00f6rer  bis zum Ende hin bei der Stange bleibt. Alles in  allem ein sch\u00f6ner  Zeitvertreib f\u00fcr alle Fans des N\u00fcrnberger Duos, die schon  sehns\u00fcchtig  auf neuen Stoff der Wohlf\u00fchlexperten lechzen. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #262626;\"><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5428\" title=\"jen-olive\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/jen-olive.jpg\" alt=\"jen-olive\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/jen-olive.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/jen-olive-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>Jen Olive<\/strong> verdreht uns derweil  den Kopf mit verwegenen Liedermacher-Kl\u00e4ngen, die  sich den g\u00e4ngigen  Klischees verweigern. Aus ihren Songs grinst einen der  charmante  Experimentier-Schnabel einer Joanna Newson genauso entgegen, wie die   eine oder andere beschwingte Melodie, die man stundenlang vor sich hin  pfeifen  m\u00f6chte. Vielfalt ist also angesagt. \u201eWarm Robot\u201c trotzt dem  elektronisch angehauchten  \u00dcberbau der Musik eine\u00a0geh\u00f6rige Portion  Gef\u00fchl ab, man hat trotzt des Detailreichtums aber nicht das Gef\u00fchl es  hier mit einem  \u00fcberambitionierten musikalischem Entwurf zu tun zu  haben. Jen Olive schl\u00e4gt vielmehr in die Bruchstellen der elektronischen  Beats und sorgt damit f\u00fcr ganz gro\u00dfes  Gef\u00fchlskino. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #262626;\"><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-5429\" title=\"woodpigeons\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/woodpigeons-300x300.jpg\" alt=\"woodpigeons\" width=\"213\" height=\"213\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/woodpigeons-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/woodpigeons-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/woodpigeons.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 213px) 100vw, 213px\" \/>Woodpigeon<\/strong>s neues Album \u201eDie  Stadt Muzikanten\u201c klingt derweil, als w\u00e4re die Band  direkt der  Popstar-Schmiede von Saddle Creek entsprungen. Man sollte sich vom   Albumtitel aber nicht t\u00e4uschen lassen. Was hier aus den Boxen dringt,  wirkt als h\u00e4tten  Belle &amp; Sebastian mit einer Hippie-Kommune Marke  Beach Boys fusioniert.  Zauberhafte Songs treffen hier auf sympathische  Songtitel (\u201eDuck Duck Goose\u201c) und  lassen sch\u00f6nen Erinnerungen an Badly  Drawn Boy aufkommen. \u201eDie Stadt  Muzikanten\u201c ist eines dieser Alben, das  man am Ende des Jahres zuf\u00e4llig in einer  Besten-Liste eines  Lieblingsmusikers entdeckt und von dem man sich fragt, warum dieser   Musik nicht bereits die halbe Welt verfallen ist. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #262626;\"><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5430\" title=\"hegemund\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/hegemund.jpg\" alt=\"hegemund\" width=\"234\" height=\"206\" \/>Hegemund,<\/strong> der angejazzte  Springbrunnen mit Elektosprengseln von Gottfried Tollmann  und Ralf  Hildenbeutel entstand in einem Zeitraum von zehn Jahren in den   Metropolen Frankfurt und Paris. \u201eNuit Blanche\u201c lullt einen zu Beginn mit  seinen jazz-affinen Schaumschl\u00e4gern ein, um den H\u00f6rer dann immer wieder  mit humorvollen Elektronikas und genussvollen Easy Listening-Parts bei  der  Stange zu halten. Die perfekte Scheibe, um an einem verregneten  Fr\u00fchlingstag  auf dem Fenstersims zu sitzen und die Realit\u00e4t um sich  herum auszuknipsen. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #888888;\"><span style=\"color: #262626;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5431\" title=\"scumbucket\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/scumbucket.jpg\" alt=\"scumbucket\" width=\"299\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/scumbucket.jpg 299w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/scumbucket-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 299px) 100vw, 299px\" \/>Das neue Album  von <strong>Scumbucket<\/strong> kommt einem derweil gerade recht, wenn man endlich  mal wieder in Vollendung die Nackenmuskeln trainieren m\u00f6chte. Der  treibende Auftaktkracher \u201eStaring  At Open Skies\u201c gibt die Richtung vor \u2013  Scumbucket wollen nach oben und zwar  hurtig. \u201eSarsaparilla\u201c ist eine  zu sp\u00e4t gez\u00fcndete Sylvesterrakete, von deren  Antlitz man einfach nicht  genug bekommt. Zwischen Ken und Blackmail schmettern  sie dem H\u00f6rer ihre  energischen Rocksongs vor die F\u00fc\u00dfe, so dass man kurzerhand  das  Gaspedal bis zum Anschlag durchtreten m\u00f6chte, um zu sehen, ob man die  waghalsige Kurve da vorne trotzdem noch kriegt. Am Ende steht das Maul   weit offen: Was f\u00fcr ein Comeback! Damit lassen wir es uns jetzt erstmal  gut  gehen. Bis zum n\u00e4chsten Zuckerbeat<\/span>. <\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schon sehns\u00fcchtig gewartet haben wir auf das neueste Werk von unserer Lieblings-Bernerin Sophie Hunger, die mit \u201e1983\u201c schon mal George Orwell in Sachen Time-Dropping \u00fcberholt. 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