{"id":5457,"date":"2010-04-14T17:36:15","date_gmt":"2010-04-14T16:36:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=5457"},"modified":"2010-04-21T15:17:51","modified_gmt":"2010-04-21T14:17:51","slug":"zuckerbeat-vol-131-society-suckers","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=5457","title":{"rendered":"\/\/ zuckerbeat vol. (1)31 &#8211; society suckers"},"content":{"rendered":"<p><strong><span style=\"color: black;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-5458\" title=\"walter-schreifels\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/walter-schreifels-300x300.jpg\" alt=\"walter-schreifels\" width=\"250\" height=\"250\" \/>Walter Schreifels<\/span><\/strong><span style=\"color: black;\"> hat sich nach all den Jahren endlich  entschlossen, sein erstes Soloalbum aufzunehmen. Die Ex-Quicksand, Ex-Gorilla Biscuits,  Ex-Youth Of Today, Ex-Rival Schools, Ex-Walking Concert-Musiker, kurz gesagt\u2026:  die lebende Legende aus der Hardcore und Emo-Szene gibt sich auf \u201eAn Open  Letter To The Scene\u201c derma\u00dfen dem Pop hin, dass es eine wahre Freude ist, ihm beim Schluchzen zuzuh\u00f6ren. Klang das Brit-Pop-Projekt Walking Concert \u00fcber  die volle L\u00e4nge noch etwas sperrig, finden sich auch dem neuen Album nun zehn (auf  Vinyl gar elf!) Songs, die einen dazu bringen, immer wieder die  \u201eRepeat\u201c-Funktion der Anlage zu bet\u00e4tigen. <\/span><span style=\"color: #262626;\"><!--more--><\/span><span style=\"color: black;\">Die Scheibe ist wie geschaffen, um einer  schreienden Meute mit geballter Faust und akustischer Gitarre in bester Frank  Turner-Manier vor den Latz geknallt zu werden. <\/span><span style=\"color: black;\" lang=\"EN-GB\">\u201eSpending Your Life Dreaming Up Fantasies, Come Out Of The Dream And Face Reality\u201d gibt Schreifels in \u201cSociety Suckers\u201d die  Richtung vor. <\/span><span style=\"color: black;\">Deshalb alle aufwachen jetzt.  Verdammt noch mal. Lasst uns die Welt ver\u00e4ndern! <\/span><\/p>\n<p><strong><span style=\"color: black;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5459\" title=\"juta\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/juta.jpg\" alt=\"juta\" width=\"150\" height=\"131\" \/>Juta <\/span><\/strong><span style=\"color: black;\">nennt sich derweil ein weiteres Signing aus dem Hause Arctic Rodeo und das  Label bewei\u00dft mal wieder ein gutes H\u00e4ndchen f\u00fcr hierzulande noch weitestgehend unbekannten Indie-Pop mit Herz-Erw\u00e4rm-Atmosph\u00e4re. \u201eRunning Through  Hoops\u201c kommt dabei ganz ohne Emo-Einschlag aus, die Scheibe suhlt sich im wohltuenden  Pop. Die elf Songs strahlen einen intimen Charme aus, der wohl nur entstehen  kann, wenn man sein Album in trauter Zweisamkeit in einem Penthouse-Apartment  aus dem \u00c4rmel sch\u00fcttelt. Genau das haben Barbara Adly und Pierluigi Aielli  getan. Die beiden siedelten kurzerhand von Italien nach Kanada um und schlossen die  kalte Welt da drau\u00dfen aus ihrem Leben aus, um zusammen die w\u00e4rmenden Kl\u00e4nge  dieser Scheibe zu generieren. Am Ende landen sie soundtechnisch irgendwo  zwischen Karo und Cat Power, Kate Nash und Regina Spektor. Hoffen wir, dass im Zuge  der Ver\u00f6ffentlichung hierzulande endlich mehr Publikum zu ihnen in die  Konzerts\u00e4le str\u00f6mt. Diese schmeichelnden Ohrw\u00fcrmer h\u00e4tten es durchaus verdient,  nicht l\u00e4nger als Geheimtipp zu gelten. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5460\" title=\"first-aid-kit-the-big-black-the-blue\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/first-aid-kit-the-big-black-the-blue.jpg\" alt=\"first-aid-kit-the-big-black-the-blue\" width=\"461\" height=\"461\" \/>Ein wirklich bezauberndes Album haben auch die  beiden Schwestern Klara und Johanna S\u00f6derberg unter dem Namen <strong>First Aid Kit<\/strong> aufgenommen. Die Platte klingt ein wenig, als w\u00fcrden The Knife pl\u00f6tzlich den Folk f\u00fcr  sich entdecken. Musikalisch schlagen sie mit \u201eThe Big Black &amp; The Blue\u201c  direkt in die Kerbe, welche die Fleet Foxes ins Holz geritzt haben. Diese Songs  hier m\u00f6chte man mit Banjo bewaffnet am Lagerfeuer nachspielen und damit die  Tiere im Wald in einen wohl verdienten Schlaf s\u00e4useln. Wer mal wieder von einer  besseren Welt tr\u00e4umen m\u00f6chte, sollte sich die Scheibe unbedingt auf den  Nachttisch legen, eine Kerze anz\u00fcnden und vom verregneten Fenster aus, in die  dunkle Nacht hinaus starren.<span> <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-5461\" title=\"gentleman\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/gentleman-300x300.jpg\" alt=\"gentleman\" width=\"300\" height=\"300\" \/><strong>Gentleman<\/strong> war derweil noch nie so mein Fall.  Ich hab mich in der Vergangenheit immer mehr \u00fcber die neuen Releases von Patrice gefreut, der klang auf Albuml\u00e4nge irgendwie bodenst\u00e4ndiger, hat sich  mehr dem akustischen Lagerfeuer-Song gewidmet. Dennoch kann ich an dem neuen Album  \u201eDiversity\u201c nichts wirklich Schlimmes finden. Gerade die reduziert instrumentierten  Songs pappen einem in k\u00fchlen Fr\u00fchlingstagen ein Grinse-Gesicht auf die Stirn.  Auf allzu gewagte Ausfl\u00fcge in poppige Gefilde wird \u00fcber weite Strecken  verzichtet. Dieser Sound verlangt ja auch nicht unbedingt nach einer gro\u00dfen  Produktion. Alles in allem beeindruckt auch die Masse des Outputs. Auf der normalen  Edition sind satte 19 Tracks drauf, im Deluxe-Format gibt\u2019s sogar 28. Da kann  man nicht klagen. Und Gentleman und ich werden mit diesem Album vielleicht doch  noch Freunde. Alle Fans des Musikers sollten jedenfalls blind zugreifen. Es  lohnt sich.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-5462\" title=\"besnard-lakes\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/besnard-lakes-300x300.jpg\" alt=\"besnard-lakes\" width=\"300\" height=\"300\" \/><strong>The Besnard Lakes<\/strong> arbeiten derweil daran,  die n\u00e4chsten Pink Floyd zu werden. \u201eThe Besnard Lakes Are The Roaring Night\u201c besticht durch allerhand Experimentierfreude, strahlt aber bisweilen  auch eine gewisse Affinit\u00e4t zum Popsong aus, wenn die verhallten Melodien sich  nach vorne schieben. Alles auf dem Werk ist im Fluss. Selbst die eingestreuten Gitarrensolos f\u00fcgen sich stimmungsvoll ins Gesamtbild ein. Mit  zunehmender Laufl\u00e4nge schlie\u00dft man ganz zwangsl\u00e4ufig die Augen und driftet ab in  ferne Welten. Wer auf pomp\u00f6sen Prog mit einer s\u00fc\u00dfen Portion Schlagsahne-Pop  steht, der sollte unbedingt mal reinh\u00f6ren.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5463\" title=\"eternal-tango\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/eternal-tango.jpg\" alt=\"eternal-tango\" width=\"230\" height=\"230\" \/>Explosiv geht es derweil bei den Jungs von <strong>Eternal Tango<\/strong> zu. Nachdem es im Anschluss an die Ver\u00f6ffentlichung ihres Deb\u00fctalbums anno 2007 ziemlich  ruhig um die Band wurde, haben Eternal Tango nun alles auf eine Karte gesetzt und  ein neues Werk eingespielt, das sich zu h\u00f6ren lohnt. Voraus gesetzt  nat\u00fcrlich man hat ein gewisses Faible f\u00fcr Alternative-Rock der tanzbaren Sorte. Die  St\u00fccke sind gesegnet mit Hooklines, die auch in jeder Emo-Disco f\u00fcr zersauste Gel-Frisuren sorgen sollten, wirken aber niemals so austauschbar, wie  das bisweilen immer gleichf\u00f6rmigere Gedudel so mancher anderen  Trendformation. Eternal Tango wandeln auf ihrem neuen Album irgendwo zwischen den Polen  Donots und Fire In The Attic. Gerade deshalb sollten sie auch live f\u00fcr wahre Euphoriesch\u00fcbe bei den G\u00e4sten sorgen.<span> <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5464\" title=\"lombego-surfers\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/lombego-surfers.jpg\" alt=\"lombego-surfers\" width=\"150\" height=\"150\" \/>Die <strong>Lombego Surfers<\/strong> sorgen derweil mit ihrer schwei\u00dftreibenden Mixtur aus Surf-Pop-Anleihen und Rotzpunk-Fahne f\u00fcr Mitgr\u00f6lmomente, die allen Fans von Social Distortion bis zu den  Travoltas ein fettes Grinsen abringen d\u00fcrften. \u201eStill Got The Night\u201c scheint wie  geschaffen, um in schummrigen Eckkneipen den passenden Soundtrack zur n\u00e4chsten Kneipenschl\u00e4gerei zu liefern. Irgendwann tanzt der ganze Salon dann  allerdings freudetrunken auf dem Tresen, weil sich die aufgeputschte Masse diesen  rotzigen Melodien der Marke \u201eHigh &amp; Dry\u201c und den dahin geschmetterten  Gitarrensoli einfach nicht entziehen kann. Alles in allem ein gelungenes  Garagenrock-Brett des arschtretenden Hafenchors aus Basels und Boston.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-5465\" title=\"dick-doof-oxford\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/dick-doof-oxford-300x300.jpg\" alt=\"dick-doof-oxford\" width=\"300\" height=\"300\" \/><strong>Dick &amp; Doof<\/strong> tingeln derweil \u201eIn Oxford\u201c  umher und fabrizieren auf ihrer neuen DVD mal wieder allerhand Kalauer, die sich bisweilen zwar etwas abgenutzt haben, die aber schon allein aus Nostalgie-Gr\u00fcnden f\u00fcr ein Schmunzeln auf den Lippen des Zuschauers  sorgen. Diesmal dreht sich alles um einen vereitelten Bankraub, der das Duo in  die Lage versetzt in Oxford zu studieren. Alles in allem im direkten Vergleich  mit der deutschsprachigen DVD der Jungs ist \u201eIn Oxford\u201c sicher die lustigere Alternative. Deshalb zugreifen und sich 61 Minuten Film plus 32 Minuten Bonus-Zeugs in Form von einem Kurzfilm (\u201eFrom Soup To Nuts\u201c) und einem Einf\u00fchrungsfilm von Theo Lingen in deutschsprachiger Fassung reinziehen.  Womit wir auch schon wieder am Ende w\u00e4ren. Bis zum n\u00e4chsten Zuckerbeat.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Walter Schreifels hat sich nach all den Jahren endlich entschlossen, sein erstes Soloalbum aufzunehmen. 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